Basel, Universitätsbibliothek, A VII 3

Von Patrick Andrist im Auftrag der Universitätsbibliothek Basel vorbereitete Beschreibung.

Handschriftentitel: Psalterium graeco‐latinum.
Entstehungszeit: 9. Jh.2-3/3.
Beschreibstoff: Pergament.
Umfang: 95 f. = (1+2) 10+85 (2+1).
Format: 225 x 170 mm.
Seitennummerierung: mit Bleistift hingeschriebene moderne Foliierung: A, 1-99, B.
Zustand: Allgemein guter Erhaltungszustand. – Einige Löcher und Flecke.
Sehr abgenutztes Deckelleder.– (Rücken) beschädigter Titelschild.
Spätere Ergänzungen: s. Kodikologische Einheit: Spätere Ergänzungen, unten.
Einband: 9. Jh. (vermutlich) und 20. Jh. – 230 x 180 x 55 mm. – Mehrmals restaurierter Einband mit Benutzung der möglicherweise ursprünglichen karolingischen Deckel.
  • Heftung – Kapitalen
    • Heftung auf drei Bünde.
    • Keine Kapitalen.
  • Deckel – Rücken
    • Vorderdeckel: mit braun gefärbtem Alaun-Leder überzogener Holzdeckel. – Ca. 230 x 178 x 9 mm.
    • Rückendeckel: wie Vorderdeckel. – Ca. 228 x 175 x 12 mm.
    • Moderner, gerundeter Rücken (20. Jh.). Aus zwei braunen Lederstücken, aus zwei unterschiedlichen Restaurierungen.
  • Spiegel – Vor- und Nachsatzblätter
    • Am Anfang: (Spiegelblatt f.-A) moderne Vorsatzblätter: Papier ohne Wasserzeichen. 1 Doppelblatt, dessen erstes Recto in den Spiegel geklebt ist. – (f. 1-2) alte Spiegel- und Vorsatzblätter: Pergament. 1 Doppelblatt dessen erstes Recto in den Spiegel geklebt war (Leimspuren auf f. 1r).
    • Am Ende: (f. 98-99; f. B -Spiegelblatt) spiegelbildliche Gestaltung zum Anfang.
  • Schliesse
    • An Kante des Vorderdeckels 1/3 vom Schwanz: einer von zwei wahrscheinlich ursprünglichen Eisenköpfe. Auf dem Rückendeckel je drei entsprechende Löcher für Stifte; noch vorhandene rosarote Spur des Lederstifts bei den oberen Löchern.
  • Schmuck – Schütze
    • Vorderdeckel, bei der inneren unteren Ecke: fünf Löcher; eines davon mit einem metallischen Stück gefüllt. – Auf dem Rückendeckel unten Mitte: grosses Loch und drei kleine Löcher wohl Spuren von späterem Eisenbuckel oder Kettenbefestigung; vgl. Bruckner, S. 51, Bieler, S. vi. – Andere Löcher: auf dem Vorderdeckel, ¾ oben Mitte: kleines Loch. Auf dem Rückendeckel ¾ unten ¾ innen: zusätzliches kleines Loch.
Inhaltsangabe:
  • (Spiegelblatt -f. A) moderne Blätter. – Moderne Notizen. Vgl. „Andere Ergänzungen“ unten.
  • (f. 1-2) alte Vorsatzblätter; vgl. Hinzugefügte Texte.
  • A. (f. 3-12) 9. Jh.2-3/3 . – Zeitgenössische Ergänzungslage. – Von einer irischen Hand.
    S. Kodikologische Einheit A unten.

    • (f. 3r-v) hinzugefügte Gebete; vgl. Hinzugefügte Texte unten.
    • 1.a (f. 4r-12v sup.) griechischer Psalter und interlineare lateinische Version (Ps. 1-17.28).
    • (f. 12v inf.) hinzugefügte Gebete; vgl. Hinzugefügte Texte unten.
  • B. (f. 13-97) 9. Jh.2-3/3. – Hauptproduktionseinheit. – Von mehreren irischen Händen.
    S. Kodikologische Einheit B unten.
    • 1.b (f. 13r-97v) griechischer Psalter und interlineare lateinische Version (Ps. 17.25-146.2, verstümmelt).
  • Hinzugefügte Texte
    S. Kodikologische Einheiten Hinzugefügte Texte i. und ii. unten.
    • i. (f. 85r, 98rb) 9. Jh.2-3/3. – Irische Schrift.

      a-b. (f. 85r, 98rb) Ps. 117.21-24; Ps. 151 griechischer Text und interlineare lateinische Version.

    • ii. (f. 2r-3v, 1v, 12v, 98ra, 98v-99ra sup.) 9. Jh.2-3/3. – Irische Schrift.

      c-p. (f. 2r-3v, 1v, 12v) religiöse Stücke. Vor allem Hymnen und Gebete. Möglicherweise zum Teil aus einem Officium hibernicum.

      q-s. (f. 98r-99ra sup.) Exzerpte aus Ambrosius und Fulgentius.

  • (f. 98-99) alte Nachsatzblätter; vgl. Hinzugefügte Texte unten.
  • (f. B-Spiegelblatt) moderne Nachsatzblätter. – Leer.
Entstehung der Handschrift:
  • Herstellung im 9. Jahrhundert von irischen Schreibern auf dem Kontinent, aber Ort und Zeit nicht näher bekannt. Auffallend ist die zeitgenössische Restaurierung der ersten Lage (Einheit A). Der griechische Text ist abhängig von einer in Scriptio continua und in Majuskeln geschriebenen, also sehr alten Vorlage. Auch eine Niederschrift nach Diktat wird in Betracht gezogen (vgl. Allgeier, Exegetische, S. 280).
  • Zeitgenössische Ergänzung leeren Raumes durch geistliche Texte auch von irischen Schreibern (vgl. Hinzugefügte Texte unten).
  • Diskussion von Herkunftszeit und –ort und Frühgeschichte der Handschrift: Die nähere Bestimmung ist abhängig von der Beurteilung der Beziehung zwischen den drei Codices mit übereinstimmenden Händen (vgl. Einheiten B und Hinzugefügte Texte unten) und des Zusammenhangs mit der Ankunft des irischen Bischofs Marcus und seines Neffen Marcellus-Moengal aus Italien in Sankt Gallen um 850 (vgl. Berschin, Griechisch, S. 175).
  • Die alte Forschung rechnete mit der Herstellung und Ergänzung der Handschrift in Sankt Gallen durch den dortigen irischen Kreis der Mönche (vgl. noch Bieler; Bischoff, zögerlich). Schwierigkeiten bietet die Tatsache, dass die Ergänzungshand c der Basler Codex mit der Haupthand (inkl. zu den Ergänzungen) des Codex Bernensis 363 identifiziert worden ist, der höchstwahrscheinlich in Norditalien möglicherweise im Kloster von Bobbio hergestellt worden ist (vgl. Gavinelli, Staubach).
  • Eine Lösung dieser Schwierigkeiten führt die neuere Forschung zur Annahme, dass die Handschrift in Norditalien hergestellt, dort ergänzt und um 850 (oder später, vgl. Staubach, S. 593-594) von wandernden irischen Mönchen nach St. Gallen überbracht worden ist (vgl. Berschin; Duft). Unwahrscheinlicher ist die Ergänzung in Sankt Gallen durch einen Iren, der später nach Italien gereist wäre, oder die Ergänzung in Norditalien nach einer zu vermutenden Rückkehr des Codex dorthin.
  • Andere mögliche Erklärungen wären die Herstellung der Handschrift in Sankt Gallen und ihr Transport nach Italien, wo sie ergänzt worden wäre. – Oder die Herstellung und Ergänzung der Handschrift vollständig in Norditalien, die später nie nach Sankt Gallen gereist wäre.
Erwerb der Handschrift:
  • Eintrag der Hs. im 1628-1630 von Konrad Pfister vorbereiteten Katalog der Familie Amerbach, Band „Theologia “ (1. S. der Lage x unter den Psalterien), « L.2.46. Psalterium Graecum, cum interpretatione latina interlineari, manuscriptum membrana vetustum, videtur sub finem deficere, post Psalmum 146. ». – Zu diesem Katalog, C. Roth, Conrad Pfister, Basilius Iselin und die Amerbachische Bibliothek, in Festschrift Gustav Binz, Basel 1935, S. 179-200, vgl. S. 192-195.
  • Anderer Beleg im 1672-1676 vorbereiteten Katalog der Bibliothek von Johannes Zwinger, Codices Theologici (f. 63r), « A vii. 3. [Psalterium Davidis] Graecum cum Interpretatione Latina interlineari. Exemplar vetustum. Videtur sub finem deficere post Psalmum 146. In 4. (!) ». – Zu diesem Katalog, M. Steinmann, Die Handschriften der Universitätsbibliothek Basel, Publikationen der Universitätsbibliothek Basel 1, 19872, vgl. S. 4.
  • Zahlreiche Belege wissenschaftlicher Benutzung der Handschrift seit dem 18. Jahrhundert; zuerst von Biblisten, dann von Historikern der irischen Liturgie, dann auch von Buchhistorikern.
Bibliographie:
  • Allgeier Arthur, Bruchstücke eines altlateinischen Psalters aus St. Gallen in Codd. 1395 St. Gallen, C.184 Zürich und 587 Wien, in Sitzungsberichte der Heidelberger Akademie der Wissenschaften, philosophisch-historische Klasse 2, 1928-1929, S. 62-141. – Vgl. S. 6, 56-59 62-141, Taf. iv.
  • Allgeier Arthur, Exegetische Beiträge zur Geschichte des Griechischen vor dem Humanismus, in Biblica 24, 1943, S. 261-288. – Vgl. S. 263, 265-268, 279-280.
  • Autenrieth Johanne, Insulare Spuren in Handschriften aus dem Bodenseegebiet bis zur Mitte des 9. Jahrhunderts, in Paläographie 1981. Colloquium des Comité International de Paléographie, München 15-18 September 1981: Referate S. 145-157. – Vgl. S. 146, 156.
  • Barré Henri, Prières anciennes de l'Occident à la Mère du Sauveur, Paris 1963. – Vgl. S. 75-76, 83-84,, 93-95, 123.
  • Barré Henri, Prières mariales du Xe siècle, in Ephemerides Mariologicae 10, 1960, S. 195-221. – Vgl. S. 220-221.
  • Baumeister, Denkmäler des klassischen Altertums zur Erläuterung des Lebens der Griechen und Römer in Religion, Kunst und Sitte, Bd. 2, München, Leipzig 1887. – Vgl. S. 1132-1133 (Taf. 1325).
  • Berger Samuel, Histoire de la Vulgate pendant les premiers siècles du Moyen Age, Nancy, Paris et al. 1893. – Vgl. S. 115-116.
  • Bernard J. H., Atkinson R., The Irish liber hymnorum edited from the MSS. with translations, notes, and glossary, London 1898. – Vgl. S. xix, xxvi-xxviii.
  • Berschin Walter, Greek Letters and the Latin Middle Ages. From Jerome to Nicholas of Cusa, Washington 1988. – Vgl. S. 13-14, 129, 143, 146, 160, 293, 319.
  • Berschin Walter, Griechisches in der Klosterschule des alten St. Gallen, in Byzantinische Zeitschrift 84/85, 1991/1992, S. 329-340. – Vgl. S. 333.
  • Berschin Walter, Griechisch-Lateinisches Mittelalter. Von Hieronymus zu Nikolaus von Kues, Bern, München 1980. – Vgl. S. 23, 160, 173, 175, 190, 197.
  • Bieler Ludwig, Psalterium Graeco-Latinum. Codex Basileensis A.VII.3, Umbrae Codicum Occidentalium 5, Amsterdam 1960.
  • Bischoff Bernhard, Katalog der festländischen Handschriften des neunten Jahrhunderts (mit Ausnahme der wisigotischen), Veröffentlichungen der Kommission für die Herausgabe der mittelalterlichen Bibliothekskataloge Deutschlands und der Schweiz, Band 1, Wiesbaden 1998. – Vgl. S. 56, Nr. 255.
  • Bischoff Bernhard, Irische Schreiber im Karolingerreich, in Colloques internationaux du CNRS 561, Paris 1977, S. 47-58; Nachdruck in Mittelalterliche Studien 3, Stuttgart 1981, S. 39-54. – Vgl. S. 45-47.
  • Bischoff Bernhard, The Study of Foreign Languages in the Middle Ages, in Speculum 36, 1961, S. 209-224, Nachdruck in Mittelalterliche Studien 2, Stuttgart 1967, S. 227-245. – Vgl. S. 231-235.
  • Blume Clemens, Daniels H. A., Die Hymnen des Thesaurus Hymnologicus H. A. Daniels und anderer Hymnen-Ausgaben, Leipzig 1908. Auch in Analecta hymnica Medii Aevi 51, Thesauri hymnologici hymnarium 1. – Vgl. S. 306-307, Hs. C; S. 320.
  • Bruckner Albert, Schreibschulen der Diözese Konstanz. St. Gallen II, in Scriptoria Medii Aevi Helvetica. Denkmäler schweizerischer Schreibkunst des Mittelalters 3, Genève 1938. – Vgl. S. 25, 28, 51, Taf. XIVa.
  • Coccia Edmondo, La cultura irlandese precarolingia. Miracolo o mito ?, in Studi medievali Ser. 3, Bd. 8, 1967, S. 257-420. – Vgl. S. 309.
  • Delitzsch Franz, Über iroscottische Bibelhandschriften, in Zeitschrift für die gesammte lutherische Theologie und Kirche 25, 1864, S. 217-223. – Vgl. S. 220.
  • Dold Alban, Allgeier Arthur, Der Palimpsestpsalter im Codex Sangallensis 912, in Texte und Arbeiten 21-24, Beuron 1933. – Vgl. S. 114-115.
  • Duft Johannes, Die Abtei St. Gallen 1, Beiträge zur Erforschung ihrer Manuskripte, Sigmaringen 1990; S. 56-61: Die griechischen Handschriften der Stiftsbibliothek St. Gallen. – Vgl. S. 59.
  • Duft Johannes, Die Beziehungen zwischen Irland und St. Gallen im Rahmen der St. Gallischen Stifts-Geschichte, in I. Duft, P. Meyer, Die irischen Miniaturen der Stiftsbibliothek St. Gallen, Olten 1953, S. 9-64. – Vgl. S. 37.
  • Duft Iohannes, Irische Handschriftenüberlieferung in St. Gallen, in Löwe Heinz, Die Iren und Europa im Früheren Mittelalter, Stuttgart 1982, S. 916–937. – Vgl. S. 921, 926-927.
  • Esposito Mario, Hiberno-Latin Manuscripts in the Libraries of Switzerland, in Proceedings of the Royal Irish Academy, Section C Archaeology, Linguistic, and Literature 28, 1910, S. 62-95. – Vgl. S. 63, 69-70.
  • Fischer Bonifatius, Verzeichnis der Sigel für Handschriften und Kirchenschriftsteller, in Vetus Latina. Die Reste der altlateinischen Bibel 1, Freiburg in Br. 1949. – Vgl. S. 28, Nr. 334.
  • Forbes Alexander Penrose, Liber Ecclesiae Beati Terrenani de Arbuthnott. Missale secundum usum Ecclesiae Sancti Andreae in Scotia, Burntisland 1864. – Vgl. S. xli-xliv.
  • Frede Hermann Josef, Altlateinische Paulus-Handschriften, in Vetus Latina. Die Reste der altlateinischen Bibel 4, Freiburg in Br. 1964. – Vgl. S. 67-75, 79, 89.
  • Gamber Klaus, Codices liturgici latini antiquiores, in Spicilegii Friburgensis Subsidia 1, Fribourg 1968/2, 2 vol., Nachdruck Fribourg 1984. – Vgl. S. 150.
  • Gavinelli Simona, Per un’enciclopedia carolingia (Codice Bernese 363), in Italia Medioevale e Umanistica 26, 1983, S. 1-25. – Vgl. S. 7-9.
  • Gerber Martin, Iter Alemannicum, accedit Italicum et Gallicum, St. Blasien 1765, nov. ed. 1773. – Vgl. Ed. 1765, S. 369; Ed. 1773, S. 381.
  • Gryson Roger, Altlateinische Handschriften. Manuscrits vieux latins. Répertoire descriptif, in Vetus Latina. Die Reste der altlateinischen Bibel 1.2, Bd. 1, Freiburg in Br. 1999 (Hss. 1-275); Bd. 2, Freiburg in Br. 2004 (Hss. 300-485). – Vgl. S. 89, Nr. 334.
  • Kaczynski Bernice M., Greek in the Carolingian Age. The St. Gall Manuscripts, Cambridge (Mass.) 1988. – Vgl. S. 23, 36, 42 n. 25, 50, 78, 84, 89, 91-93, 98, 127.
  • Keller Ferdinand, Bilder und Schriftzüge in den irischen Manuskripten der schweizerischen Bibliotheken, in Mittheilungen der antiquarischen Gesellschaft in Zürich 7, 1851, S. 59-97, 12 Taf. – Vgl. S. 86-87, Taf. 12.5.
  • Kenney James Francis, The sources for the early history of Ireland: Ecclesiastical. An introduction and guide, New York 1929; Nachdruck mit Addenda und Corrigenda von L. Bieler, New-York 1966; Nachdruck, New York 1979. – Vgl. S. 268, 357, 362, 557-558 (Nr. 364.iv), 713-714 (Nr. 571), 721.
  • Lagarde Paul (de), Psalterii Graeci quinquagena, Göttingen 1892. – Vgl. Hs. D.
  • Lagarde Paul (de), Rahlfs Alfred (Hrsg.), Novae Psalterii graeci editionis specimen, in Abhandlungen der Bayerischen Akademie der Wissenschaften zu München, philosophisch-historische Klasse 33, 1886. – Vgl. Hs. D.
  • Lindsay Wallace Martin, Early Irish Minuscule Script, Oxford 1910. – Vgl. S. 47-54.
  • Lindsay Wallace Martin, Notae latinae, Cambridge 1915. – Vgl. S. 445.
  • Marti Roland, Fremde Schriften in einem lateinischen Codex (Zu den Bamberger Hss. Patr. 130/1 und 130/2), in Scriptorium 45, 1991, S. 47-83. – Vgl. S. 63.
  • McNamara Martin, Psalter text and psalter study in the early Irish Church (AD 600-1200), in Proceedings of the Royal Irish Academy, Section C 73, 1973, S. 201-298. – Vgl. S. 232-234.
  • Mone Franz Joseph, Lateinische Hymnen des Mittelalters, Freiburg in Br. 1855. – Vgl. S. 241.
  • Moran Patrick F. (very Rev.), Biblical Manuscripts of the Early Irish Church, The Atlantis, or Register of Literature and Science conducted by members of the Catholic University of Ireland 9, London 1870, S. 69-121; Neudruck in P. F. Moran, Essay on the biblical manuscripts of the early Irish Church, Dublin 1870. – Vgl. S. 75-77.
  • Muir Bernard James, A Pre-conquest English prayer book (BL MSS Cotton Galba A.xiv and Nero A.ii (ff.3-13)), Henry Bradshaw Society 103, 1988. – Vgl. S. xxx, 83-86 (Nr. 31), Hs. X.
  • Omont Henri, Catalogue des manuscrits grecs des bibliothèques de Suisse, Centralblatt für Bibliothekswesen 3, 1886, S. 385-453. – Vgl. S. 5, Nr. 3.
  • Pertusi Agostino, Bisanzio e l’irradiazione della sua civiltà in Occidente nell’alto Medioevo, in Centri e vie di irradiazione della civiltà nell'alto Medioevo, Settimane di studio del centro italiano di studi sull’alto Medioevo 11, Spoleto 1964, S. 76-158; Discussione, S. 159-226. – Vgl. S. 130.
  • Radiciotti Paolo, Manoscritti digrafici grecolatini e latinogreci nell’Alto Medioevo, in Römische historische Mitteilungen 40, 1998, S. 49-118. – Vgl. S. 73, Nr. 3.
  • Rahlfs Alfred, Der Text des Septuaginta-Psalters, in Septuaginta Studien 2, Göttingen 1907. – Vgl. S. 7, 58-59, 95-97, Hs. D.
  • Rahlfs Alfred, Verzeichnis der griechischen Handschriften des Alten Testaments, in Nachrichten von der Königlichen Akademie der Wissenschaften zu Göttingen, philologisch-historische Klasse 3, Berlin 1914; = Mitteilungen des Septuaginta-Unternehmens 2, Berlin 1915. – Vgl. S. 25, 342 (Nr. 156).
  • Rettig Heinrich Christian Michael, Antiquissimus quatuor Evangeliorum canonicorum Codex Sangallensis Graeco-latinus interlinearis nunquam adhuc collatus, Zürich 1836. – Vgl. S. xliii-xliv.
  • Salmon Pierre, Livrets de prières de l’époque carolingienne, in Revue Bénédictine 86, 1976, p. 218-234. – Vgl. S. 224.
  • Siegmund Albert, Die Überlieferung der griechischen christlichen Literatur in der lateinischen Kirche bis zum zwölften Jahrhundert, in Abhandlungen der Bayerischen Akademie der Wissenschaften zu München, philosophisch-historische Klasse 5, 1949. – Vgl. S. 24.
  • Smits van Waesberghe Jos, Muziekgeschiedenis der Middeleeuwen, Nederlandsche muziekgeschiedenis en muziekpaedagogische studiën. Ser. A, Tilburg 1939-1942. – Vgl. S. 240-241, Taf.
  • Staubach Nikolaus, Sedulius Scottus und die Gedichte des Codex Bernensis 363, in Frühmittelalterliche Studien 20, 1986, S. 549-598 und Tafel liii-lvi. – Vgl. S. 551 Anm. 8, 581-582, 591, 594, Taf. lvi Bild 124.
  • Traube Ludwig, Poetae Latini aevi Carolini, in Monumenta Germaniae historica Poetae Latini aevi Carolini 3, Berlin 1896. – Vgl. S. 821.
  • Villa Claudia, Alessio Gian Carlo, Tra commedia e ‘Comedía’, in Italia Medioevale e Umanistica 24, 1981, p. 1-136. – Vgl. S. 14 Anm. 35.
  • Warren Frederick Edward, The liturgy and ritual of the Celtic Church, Oxford 1881. – Vgl. S. 185-187.
  • Wettstein Johann Jakob, Ἡ Καινὴ Διαθήκη. Novum Testamentum Graecum cum variis lectionibus editionis receptae…, 2 Bd., Amsterdam 1751, 1752. – Vgl. Bd. 1, S. 134; Bd. 2, S. 9.
Kodikologische Einheit: A. (f. 3-12) Ergänzungslage – Psalterium graecolatinum Hibernicum
Entstehungszeit: 9. Jh.2-3/3.
Beschreibstoff: Pergament.
Format: 225 x 170 mm.
Lagenstruktur:
  • ₁Vf. 3-12. – Verstoss gegen Gregorys Regel (HHFFH).
  • Lagenzeichen: (f. 4 !) « A ». – S. ant.?-s8-(α), vgl. Einheit B-Lagenzeichen-System 1.
Seiteneinrichtung:
  • Liniierung ziemlich gut sichtbar. – 1 Sp., 19-22 Z.
  • (f. 4r) 1 Sp., 21 (!) L., 36 Z. (18 gr. + 18 lat.) + Titel. – Bei normalen Doppelzeilen Schrift beider Texte zwischen zwei Linien. Titel des Psalters (ohne Übersetzung) auf der ersten Linie.
  • Liniierung: Blindliniierung. – Muzerelles Typ 2A-1J/0/0/J.
  • Layout: 224 x 172 mm = 22+164+38 x 23/25+120/125+29/22 mm ; breiterer Spiegel am Schwanz.
Schrift und Hände:
  • Hände: vier bis sechs auch zum Kopieren der Einheit B aktive Hände; zu mehr Details vgl. unten.
    • A: Schreiber des griechischen Texts.
    • B: Schreiber der lateinischen Glossen. Wahrscheinlich mit Hand A zu identifizieren.
    • E oder F: ein oder zwei Schreiber der griechischen Rubriken.
    • G oder H: Haupt- und möglicherweise Nebenschreiber der interlinearen lateinischen Glossen zu den Rubriken.
  • Tinte: Hellbraun.
Buchschmuck:
  • Gleiche Prinzipien wie zur Einheit B.
  • (f. 4r) unrubrizierter, aber durch die Kolorierung einiger Buchstaben verzierter Titel der Psalmen. – Unrubrizierter Schlussvers des Ps. 1.
Inhaltsangabe:
  • (f. 3r-v) ursprünglich leer; vgl. Hinzugefügte Texte ii. unten.
  • 1.a. (f. 4r-12v sup.) Psalterium graecolatinum Hibernicum (Ps. 1-17.28)
    ⋅ Griechischer Text und interlineare lateinische Glossierung (Übersetzung der Wörter).
    ⋅ Mögliche Kopie aus einer anderen Vorlage als Einheit B, aufgrund eines Vergleichs der gemeinsamen Verse (Ps. 17.24-28) zu den beiden Sprachen; vgl. McNamara, Psalter Text, S. 233; auch erklärbar durch unterschiedliche Lesungen eines schwer zu lesenden Originals von zwei möglicherweise ungleich begabten Kopisten.
    ⋅ Transkription der griechischen Ps. 2.12-9.19 bei Allgeier, Bruchstücke, S. 62-81.
    ⋅ Andere Bemerkungen wie zur Einheit B unten.
  • (f. 12v inf.) ursprünglich leer; vgl. Hinzugefügte Texte unten.
Kodikologische Einheit: B. (f. 13-98) Hauptproduktionseinheit – Psalterium graecolatinum Hibernicum
Entstehungszeit: 9. Jh.2-3/3.
Beschreibstoff: Pergament. Einige sichtbare Tierflämen.
Format: 225 x 170 mm.
Lagenstruktur:
  • ₂(VI-1T vor f. 13 )f. 13-21 ; ₃₋₄Vf.41 +₅IVf. 49 +₆₋₇Vf. 69 +₈₋₉IVf. 85 +₁₀IIf. 89 +₁₁IVf. 97 . – Verstoss gegen Gregorys Regel bei den folgenden Lagen: 2 (FHHF/HFFHF), Verlust des ersten Blatts; 3 (HFHFF); 7 (HHHHH); 8 (HHHH).
  • Lagenzeichen: 3 Systeme:
    • System 1: durch griechische Zahlen. – S. ant.-s8/9-(ΑϚ). – « B »f. 13r -« ΙΑ »f. 90r , vgl. Einheit A.
    • System 2: durch lateinische Buchstaben. – S. ant.-s2/1-(ab). – « c »f. 22r -« l »f. 90r .
    • System 3, unvollständig: durch römische Zahlen. – S. ant.-s2/1-(i, ii). – « viii »f. 70r -« ix »f. 78r .
Seiteneinrichtung:
    • (f. 13-50) vgl. Hände C-D: gut sichtbare Liniierung. Bei normalen Fällen, eine Zeile pro Linie (viele Ausnahmen). – 1 Sp., 38-44 Z.
      • (f. 50r) 1 Sp., 33 L., 36 Z. (18 gr. + 18 lat.); erste Z. auf der ersten L.; keine L. zur lateinischen Version zum Titel des Ps. 67; 2 Z. zwischen den 22. und 23. L.
      • Liniierung: Blindliniierung. – Muzerelles Typ 2-2:A/0-(1)/0/Jad. – Unvollständige Linie im unteren Rand.
      • Layout: 225 x 170 mm = 23+166+35 x 29+118+25 mm. – Sehr unregelmässige Zeilenlänge.
    • (f. 51-97): vgl. Hände A-B: Liniierung oft nicht bestimmbar, sogar manchmal nicht sichtbar. Bei normalen bestimmbaren Fällen, Versuch zum Schreiben beider Texte zwischen zwei Linien. – 1 Sp., 42-48 Z.
      • (f. 87r) 1 Sp., 23 L., 44 Z. (22 gr. + 22 lat.).
      • Liniierung: Blindliniierung. – Muzerelles Typ 1-1:J/0/0-1:F/J.
      • Layout: 224 x 173 mm = 19+173+32 x 19+134+20 mm. – Ziemlich regelmässige Zeilenlänge.
Schrift und Hände:
  • Schrift:
    • Abendländische griechische Minuskel.
    • Irische lateinische Schrift, kleiner als die griechische: « eine kleine und gedrängte irische Minuskel besten Typs », inkl. weniger kontinentaler Elemente, so Bieler, S. x.
  • Hände: Unterscheidung der Haupthände gemäss der nicht immer überzeugenden Verteilung von Bieler, S. ix-xiii (vgl. bei den Händen E und F):
    • A (f. 50v Z. 21 - 97v): Schreiber des griechischen Texts. – Mit dem Schreiber der Ergänzungslage zu identifizieren, vgl. oben. – „identisch mit der Hand des griechischen Textes von St. Gallen, Stiftsbibl. Ms. 48 und Dresden, Sächs. LB. Ms. A 145 b“, so Bischoff, Katalog; vgl. Bieler, S. xix.
    • B (f. 50v Z. 21 - 97v): Schreiber der lateinischen Glossen. Wahrscheinlich mit Hand A zu identifizieren.
    • C (f. 13r-50v Z.18): Schreiber des griechischen Texts.
    • D (f. 13r-50v Z. 18): Schreiber der lateinischen Glossen. Wahrscheinlich mit Hand C zu identifizieren.
    • E: Hauptrubrikator der in einer (leicht) unterschiedlichen Schrift (wie üblich bei den griechischen Handschriften!) geschriebenen griechischen Rubriken. Im Gegensatz zu Bieler unklar, ob er wirklich nicht mit der Haupthand A oder C zu identifizieren ist.
    • F: Nebenrubrikator (vgl. z. B. die Rubrik am Schluss vom Ps. 2, f. 4r). Im Gegensatz zu Bieler, vielleicht auch mit der Haupthand A oder C zu identifizieren.
    • G: Hauptschreiber der interlinearen lateinischen Glossen zu den Rubriken. Von den Händen B und D zu unterscheiden. – Irische Schrift. – Vielleicht mit dem Nebenrubrikator und der Ergänzungshand b zu identifizieren, vgl. Bieler S. xi Anm. x, S. xiii, und Hinzugefügte Texte ii. unten.
    • H: Nebenschreiber der interlinearen lateinischen Glossen zu den Rubriken. Von den Händen B und D zu unterscheiden, aber vielleicht mit Hand E zu identifizieren, vgl. Bieler S. x Anm. 11. – Irische Schrift.
  • Tinte (zum normalen Text):
    • Hand C-D: ziemlich regelmässige hellbraune Tinte.
    • Hand A-B: selten wie bei den Händen C-D. Meist dunkelbraun bis schwarz. Klare Wechselpunkte, vgl. z. B. f. 86r-87r. Gleiche Tinte zum griechischen und obenstehenden lateinischen Text.
    • Tinte zu den Händen G und H anders als die Tinte zum nebenstehenden lateinischen Text.
Buchschmuck:
  • Rubrizierung:
    • Lateinische Psalmnummer, Titel, Anfangsverse der Psalmen (oft als letzten Vers des vorherigen Psalms behandelt), Alleluia. – Beim Ps. 118: am Rand der Anfangszeile jeder Perikope hebräische Buchstaben; im Text Name der hebräischen Buchstaben.
    • Meist orange Tinte. Ausnahmsweise röter oder karminrot.
    • Kein bedeutender Unterschied zwischen den Seiten der Händen A-B und C-D.
  • Initiale:
    • Initiale zu den Psalmen: je ein bis zweizeilig. Manchmal teilweise am Rand.
      • Bei Hand C: häufig Kolorierung der Initiale. Meist mit Rot und Gelb, seltener auch mit Grün oder nur mit Gelb. – Seltener Verzierung der Initiale nur durch rote Punkte (vgl. z. B. f. 14r).
      • Bei Hand A: gleiche Prinzipien aber tendenziell mit mehr Kreativität (vgl. Gesichterförmige O auf f. 63r-v). Einige unterschiedliche Buchstaben. – Beim Ps. 118: Verzierung der Initiale jeder Perikope.
    • Initialen der Perikopen innerhalb der Psalmen: beschränkte Vergrösserung und häufige Kolorierung (gleiche Farbe wie zu den Hauptinitialen; eine oder zwei Farben).
Inhaltsangabe:
Kodikologische Einheit: Hinzugefügte Texte : i. (f. 85r med., 98rb) Psalmergänzungen
Entstehungszeit: 9. Jh.2-3/3.
Seiteneinrichtung: Keine Liniierung.
  • (f. 85r) 1 Sp. 6 Z. – Ungenaue Einschiebung im Schriftspiegel.
  • (f. 98rb) Schrift auf dem rechten Teil der Seite (ca. zwei Drittel). Trennung zum linken Teil durch eine vertikale Linie; vgl. Hinzugefügte Texte ii. s. unten. – 44 Z. (22 gr. und 22 lat. Z.) + 2 griechische Buchstaben auf einer weiteren Zeile.
Schrift und Hände:
  • Hand: Ergänzungshand a; vgl. Bieler, S. xii-xiv. – Irische Schrift.
  • Tinte: hellbraun.
Buchschmuck: kein Buchschmuck.
Inhaltsangabe:
  • a. (f. 85r med.) Ergänzung des Ps. 117.21-24; griechischer Text und interlineare lateinische Glossen (Übersetzung des Texts).
  • b. (f. 98rb) Ps. 151. Griechischer Text und interlineare lateinische Glossen (Übersetzung des Texts).
Kodikologische Einheit: Hinzugefügte Texte : ii. (f. 2r-3v, 1v, 12v, 98ra, 98v-99ra sup.) religiöse Stücke
Entstehungszeit: 9. Jh.2-3/3.
Seiteneinrichtung: Keine Liniierung. Ziemlich freie Benutzung der Seiten; vgl. unten. – Überblick:
  • (f. 1v) 1 Sp., 19 Z.
  • (f. 2r-3v) 2 unregelmässige und ungleiche Spalten, 29-42 Z.; am häufigsten 32 Z.
  • (f. 12v med.) 1 Sp., 22 Z.
  • (f. 12v inf.) 2 Sp., 2 Z.
  • (f. 98ra) Schrift auf dem linken Teil der Seite (ca. ein Drittel). Trennung zum rechten Teil durch eine vertikale Linie; vgl. Hinzugefügte Texte i.a. oben. – 42 Z.
  • (f. 98v-99r) 2 Sp.: (f. 98va) 36 Z.; (f. 98vb) 40 Z.; (f. 99r) 19 Z.
Schrift und Hände:
  • Hände: zwei oder drei zu unterscheidende Hände gemäss Bieler, S. xii-xiv:
    • Ergänzungshand b (f. 1v, 3v): vorgeschlagene Identifizierung des Schreibers mit der Haupthand G von Bieler, S. xiii. – Bestrittene weitere vorgeschlagene Identifizierung mit Martianus, dem vermuteten sich selber nennenden Autor der Notiz auf f. 48r von Bieler, vgl. Andere Ergänzungen unten und Bischoff, Irische Schreiber, S. 47.
    • Ergänzungshand c (f. 2r-3r, 12v): breit akzeptierte Identifizierung mit dem Hauptschreiber des lateinischen Bernensis 363. Vorgeschlagene weitere Identifizierung mit dem Ps. Sedulius (dem Autor des Ps.-Sedulius’ Materials im Bernensis 363) von Staubach, S. 582. Möglicher Schreiber der f. 98v-99r.
  • Tinte: Hellbraun.
    • (f. 1v, 3v) hellbraun. – (f. 2r-3r, 12v) dunkelbraun.
Buchschmuck:
  • Keine Rubrizierung.
  • Kein Buchschmuck. (f. 2r) einige Hohlinitialen.
Inhaltsangabe:
Systematische Ausfüllung des leeren Raums der Handschrift durch von irischen Händen geschriebene religiöse Stücke. Auffassung der ersten Stücke als mögliche „Skizze“ („outline“) eines Offiziums der keltischen Kirche von Bernard und Atkinson. Vgl. Bernard, Atkinson, S. 32-34; Kenney, Nr. 364.iv, S. 557-558, Nr. 571, S. 713-714; Bieler, S. xvi. – Analyse der Texte der f. 2r-3v bei Barré, Prières anciennes, S. 93-95; s. auch S. 76, 83-84, 123. – Transkription des ganzen Texts der f. 2r-3r bei Forbes, S. xli-xliv. – Möglicherweise in verschiedenen Produktionseinheiten hergestellt.
  • c. (f. 2ra sup.) Cú-chuimne, Hymnus auf Maria (Hymnus s. Cuchuimnei)
    • Ohne Titel. – Cantemus in omni die litteris caelestibus . – Mehrmals gedruckt. Hs. C der Ed. Blume, Nr. 233, S. 305-306; Hs. P der Ed. Bernard, Atkinson, S. 32-34; etc. – Vgl. Kenney, Nr. 98, S. 269-270; D. Schaller, E. Könsgen, Initia carminum Latinorum saeculo undecimo antiquiorum, Göttingen 1977 und T. Klein Supplementband, Göttingen 2005, Nr. 1897. – 24 Z. – Ergänzungshand c.
  • d. (f. 2ra med.) Invocatio
    • Ohne Titel. – Sanctae Mariae meritum h(abita)re altissimum . – Hs. C der Ed. Blume, S. 306, im Kommentar zur Nr. 233; Hs. P der Ed. Bernard, Atkinson, als Nachtrag gedruckt, S. 34. – 2 Z. – Ergänzungshand c.
  • e. (f. 2ra inf.-2rb sup.) Gebet an die Gottesmutter
    • Ohne Titel. – Singularis meriti, sola sine exemplo perenne consequar regnum . – Einzige Hs. der Ed. Blume, S 307, im Kommentar zur Nr. 233. – 16 Z. – Ergänzungshand c.
  • f. (f. 2rb med. sup.) Hymnus auf die heilige Brigida
    • Ohne Titel. – Alta audite ta erga quae consedit in cathedra Christi cum matre Maria . – Ed. Blume, Nr. 241, S. 319-320; letzte zwei Verse separat gedruckt. – Vgl. Kenney, Nr. 95.ii, S. 267-268; Schaller, Könsgen, op. cit. Nr. 646. – 26 Z. – Ergänzungshand c.
  • g. (f. 2rb med., med. sup.) Ultanus (?) : In s. Brigidae Virginis (2 erste Verse)
    • item Christus in nostra insola quae vocatur . – Ed. Blume, S. 320 im Kommentar zur Nr. 241; vgl. vollen Text unter Nr. 240, S. 317-318. – Vgl. Kenney, Nr. 95.i, S. 267; Schaller, Könsgen, op. cit. Nr. 2294. Zum letzten Wort, vgl. Bieler, S. xv. – 1 Z. – Ergänzungshand c.
  • h. (f. 2rb med., med. inf.) Invocatio
    • Ohne Titel. – Sancta virgo virginum Maria intercede pro nobis . – Ed. Forbes, S. xlii. – Zweimal mit « beatissima » überschrieben, vgl. Bieler, S. xv; Kenney, S. 713. – 2 Z. – Ergänzungshand c.
  • i. (f. 2rb med. inf.) Epistula Abgari (Anfang des Titels)
    • Ohne Titel. – Incipit epistola salvatoris domini nostri Jesu Christi ad Aevagarum . – Ed. Bernard, Atkinson, S. 94, im Apparatus. – Vgl. Kenney, S. 713; M. Geerard, Clavis Apocryphorum Novi Testamenti, Corpus Christianorum, Turnhout 1992, Nr. 88, S. 67. – 2 Z. – Ergänzungshand c.
  • k. (f. 2rb inf.) Oratio s. Iohannis evangelistae (Anfang)
    • Ohne Titel. – Deus meus et pater creatura deservit . – Ed. Bernard, Atkinson, S. 91. – Vgl. Kenney, S. 713. – 3 Z. – Ergänzungshand c.
  • l. (f. 2v-3r) Confessio sancti Patricii
    • Tit. >De conscientia reatu ante altare< . – Domine deus omnipotens per omnia saecula s(aeculorum). ΑΜΗΝ . – Ed. Warren, S. 185-187. – Ergänzungshand c.
  • m. (f. 3v, 1v sup.)
    • Ohne Tit. – Precor vos omnes sancti angeli Deus deus meus ad te de luce vigilo usque ad finem . – Ed. Moran, Biblical, S. 76-77. – Vgl. Kenney, S. 713-714; A. Wilmart, Auteurs spirituels et textes dévots du moyen âge latin. Études d’histoire littéraire, Paris 1932, S. 538 Anm. 1. – (f. 3v) 2 Sp., 30 und 31 Z.; Nummerierung der fünf ersten Strophen am Rand der ersten Spalte. (f. 1v) 1 Sp., 19 Z. – Ergänzungshand b.
  • n. (f. 12v med. sup.)
    • >Oratio sancta< . – Rogo te domine adiuro te trinitas omipotens et salus est credentium in saecula saeculorum. Αμην. . – 1 Sp., 21 Z. inkl. des Titels. – Ergänzungshand c.
  • o. (f. 12v med. inf.) Ps. Sedulius 2 Verse
    • Quisquis velit caelebs caelestes carpere fructus / seminet in terris quod metet ipse polis . – Vgl. Staubach, S. 581. – 2 Z. – Ergänzungshand c. Autograph gemäss Staubach, vgl. Schrift oben.
  • p. (f. 12v inf.)
    • Ohne Titel. – Ex hoc itinire itinire [sic] venit Christus / ex virgine indutus . – 2 Sp., 2 Z. pro Sp. – Ergänzungshand c.
  • q. (f. 98ra sup.) Ambrosius: Hymnus 1 « Aeterne rerum conditor » (Z. 11-Schluss)
    • Hoc omnis errorum Et ora [sic] solvamus tibi. . – Ed. J. Fontaine in J. Fontaine (dir.), Ambroise de Milan. Hymnes, Paris 1992, S. 149-151. – Möglicherweise Ergänzungshand c. – Spätere Hinzufügung als Text a.
  • r. (f. 98ra sup.) Ambrosius: Hymnus 2 « Splendor paternae gloriae » (Z. 1-20)
    • >Hymnus ad matutinum< . – Splendor Paternae gloriae Fraudis venena nesciat | . – Ed. M. Perrin, in Fontaine (dir.), Ambroise, op. cit., S. 184-187. – Ergänzungshand a. – Nachträglich als Text a.
  • s. (f. 98v-99ra sup.) Exzerpteauswahl aus Fulgentius und Alcuinus zur Prozession des Heiligen Geists und Christus
    • (f. 98va Z. 1-5) unlesbar.
    • (f. 98va med.) Fulgentius Ruspensis: De fide ad Petrum (3 Exzerpte).
      • >In libro Fulgentii< (Überschrift « hispani ») De fide catholica ad Petrum diaconum scribens inquit in tertia pagina capitis secundo, ‘quod spiritus sanctus de natura patris filiique procedit’ sed solus de patre filioque procedit , §3, S. 714, Z. 101-102 in Ed. J. Fraipont, Corpus Christianorum Series Latina 91A, S. 711-760.
      • ‘unus spiritus sanctus procedit’ , §6, S. 716, Z. 141-143.
      • ‘quod nec natus est ipse Filioque procedit’ , §7, S. 716, Z. 157-159.
    • (f. 98va inf.-99ra sup.) Alcuinus: De Fide sanctae et individuae Trinitatis (Exzerpte). Alcuinus, vii. capit(ulo) libri primi De fide catholica ait, ‘Quod Spiritus sanctus communis est Patris et Filii Spiritus in fine tertii libri inquit ‘Spiritum sanctum a Patre et Filio aequaliter procedentem’ . – Getrennte sowie zusammengestellte Auszüge unterschiedlicher Länge inkl. einiger Zusätze und Unterschiede. Vgl. Ed. Froben, Regensburg 1777, Neudruck von J.-P. Migne, Patrologia latina 101, vgl. Sp. 16D, 22C, 35D, 36A, 36C, 30B, 30C, 30D, 31A, 31B, 31C, 57A.
Kodikologische Einheit: Spätere Ergänzungen
Inhaltsangabe:
  • Alte Marginalien
    • Lehrer- / Schülerrandnotizen; z. B. f. 4r, zum Ps. 2.4: ypalage ; möglicher Einfluss des Cassiodorus, vgl. Allgeier, Exegetische, S. 263-264. – Vgl. unten f. 51v.
    • xb (f. 36r, 57r, 58v, 71r) für Χριστὲ βοήθησον oder Christus benedic , vgl. Kacynski, S. 41; Bieler, S. xii.
    • Zahlreiche ein- oder zweibuchstabige kritische oder aufmerksam machende Randnotizen; vgl. Bieler, S. xi.
    • Gelegentliche Rasuren (vgl. z. B. f. 12r).
    • Gelegentliche probationes calami (f. 98r, 99r).
  • Bemerkenswert:
    • (f. 1v) am unteren Rand: Griffelnotiz, Obr (?)e sro , mit einer Linie ober sro (für sto ?).
    • (f. 23r) am äusseren Rand: hucusque scripsi híc incipit ad Marcellum nunc. Name eines Kopisten einer Abschrift der Hs.; vgl. Bieler, S. xiii; Bischoff, Irische Schreiber, S. 47; Staubach, S. 594. – Im Zusammenhang mit der Herstellung der Hs. gemäss Rahlfs, Der Text, S. 58-59.
    • (f. 48r) am inneren Rand: Martianus. – Name des Kopisten gemäss älterer Forschung, aber Erwähnung des Martianus Capella, gemäss Bischoff, Irische Schreiber, S. 47.
    • (f. 51v) Lehrer- / Schülernotizen am unteren Rand, ἹΠΟΘΕΤΙΚΥΣ ΣΥΛΟΓΙΣΜΟΣ id est suppositiuus sylogismus ut si , vgl. oben; möglicher Einfluss des Cassiodorus; Inschrift auf dem falschen Blatt, vgl. Allgeier, Exegetische, S. 26.
  • Moderne Notizen
    • (v. Spiegelblatt-f. Ar) Literatur über die Hs. – Stempelder Bibliothek. – Psalterium graeco-latinum hibernicum Saec. IX. – Signatur A.VII.3 und Omont 3.
    • (f. 2r) Stempelder Basler Bibliothek.
    • (f. 98r) Identifizierung der Hymnen und bibliographischer Hinweis.
    • (f. 99r) Excerpta ex Alcuino. – Stempelder Basler Bibliothek.
    • (Rücken) auf einem Schild: Psalteri(um) | greco- | latinum | hibernicum | Saec. IX.. Auf einem am Schwanz geklebten Schild Mscr. | A | VII 3 . – Heute nicht mehr vorhandene Inschrift Msc. G 3.17 , vgl. Bruckner.