Konservatorische Richtlinien
Während der Digitalisierung der Handschriften sollten sämtliche Belastungen des Objekts auf jenes Mass beschränkt bleiben, das deutlich unter einer durchschnittlichen Benützung der Handschrift, z.B. im Lesesaal oder während einer Ausstellung, liegt. Der von Dipl. Ing. Manfred Mayer entwickelte Kameratisch ("Grazer Modell") setzt dabei neue Massstäbe. Die Digitalisierung durch e-codices folgt klar definierten Kriterien:
- Minimale Manipulation an der Handschrift selbst, mit Ausnahme des schonend zu erfolgenden Umblätterns, also kein Hin- und Herschieben, Drehen oder Wenden des Objektes.
- Der Öffnungswinkel des Buchblocks bzw. der Buchdeckel darf in keinem Fall 140° überschreiten.
- Keine mechanische Belastung der Blätter durch Plandrücken z.B. mit einer aufgelegten Glasplatte o.ä.
- Die Lichtbelastung darf nicht höher sein als bei einer Ausstellung erlaubt, also UV-freies Licht, möglichst geringe Beleuchtung.
- Während eines Aufenthalts der Handschrift von höchstens acht Stunden im Digitalisierungsatelier muss die Raumtemperatur zwischen 18 bis 25° C liegen, die relative Luftfeuchtigkeit bei 40-60%.
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