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Appenzell, Landesarchiv Appenzell Innerrhoden, E.10.00.07
Papier · VI + 247 pp. · 21 x 16.5 cm · um 1700
Chroniken zur Reformation und Landteilung

Der Codex enthält auf 123 Papierblättern die Abschriften von sieben Chroniken zur Reformation im Land Appenzell sowie zur Landteilung im 16. Jahrhundert. Er wurde von einem unbekannten Kopisten um 1700 erstellt. (geg)

Online seit: 22.06.2017

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Basel, Pharmazie-Historisches Museum der Universität Basel, Cod. H25
Papier · 86 [+ 6] pp. · 15 x 19 cm · 1726
Schoop Johann Recept-Büchlein, Allerhand kostbar Wasser zuo distilliern

Dieses Büchlein enthält eine Rezeptsammlung zur Herstellung von Arznei-, Haus und Lebensmitteln. Die Darstellungen der Rezepte reichen von Listen der Zutaten bis zu ausführlichen Texten, in denen die Verarbeitung der Zutaten angegeben wird. In der Handschrift findet sich kein Index. Für den Buchumschlag wurde ein Blatt einer Handschrift - wahrscheinlich aus dem 14. Jhd. - verwendet. Der sichtbare Text handelt von der Geometrie des Dreiecks (De triangulo). In der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts wurde das Büchlein von Theo Baeschlin bei der Buchhandlung Helbing & Lichtenhahn erworben und der Pharmazeutischen Anstalt Basel geschenkt. (wan)

Online seit: 22.06.2017

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Basel, Pharmazie-Historisches Museum der Universität Basel, Cod. H37
Papier · 120 ff. · 16 x 23 cm · 1582
Johannes Drexell, Sammlung medizinischer Traktate

Es handelt sich bei dieser Sammlung um eine Papierhandschrift schweizerischer Herkunft. Sie wurde nachträglich in blindgeprägtem schweinsledernem Einband zwischen Holzdeckeln gebunden. Die Sammlung enthält Traktate und Rezepte unter Benutzung der Practica des Meisters Bartholomäus. Die Kräuterkunde steht in der Tradition von Macer. Des Weiteren umfasst die Sammlung Aderlassregeln, ein Pesttraktat, Monatsregeln u. ä. Ebenfalls werden diverse Krankheiten behandelt wie jene des Hauptes, der Ohren u. ä. Allgemeiner versammelt der Text Abhandlungen über die Natur der Frauen, über die 4 Elemente und Naturen und gibt tierärztliche Ratschläge unter anderem aus Meister Albrechts Rossarzneibuch. Ferner finden sich darin verschiedene Segen (Pfeil-, Blut- und Wurmsegen), Beschwörungsformeln sowie Formeln für Gebärende und andere. (wan)

Online seit: 22.06.2017

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Basel, Pharmazie-Historisches Museum der Universität Basel, Cod. H45
Papier · 140 [+ 3] ff. · 14 x 21 cm · 1449
Ars hermetis

Die Handschrift wurde 1449 von Johannes von Fulda geschrieben oder zusammengetragen. Dr. S. Merian schenkte sie 1953 dem Museum. Sie stammt aus dem Besitz von Jakob Burckhardt. Der Text behandelt die medizinische Alchemie. (wan)

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Basel, Pharmazie-Historisches Museum der Universität Basel, Cod. H52
Papier · 196 ff. · 11 x 16 cm · 1651
Ross: und für Andere Sachen Artzney Büchli

Carolus von Wattenwyl sammelt in seiner Thier-Heilkunde Rezepte von Arzneimittel gegen Beschwerden bei Pferden (Ross). Diese reichen von Appetitlosigkeit bis hin zu einem unausgeglichenen Mass an Galle. Die Bl. 95r-99v sind in einer abweichenden Französischen Handschrift verfasst. Der Exkurs erklärt wie verschiedene Fettflecken aus Reiterkleidern zu waschen sind (Titel: „pour oster toutes sortes de tasches de graisse des habits.“) Im Verlauf des Buchs wechselt die Hand des Schreibers weitere zwei Mal. (wan)

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Basel, Universitätsbibliothek, AN I 8
Pergament und Papier · 385 ff. · ca. 38 x 27 cm · 13. Jahrhundert
Elias Cretensis, Commentarius in S. Gregorii Nazianzeni orationes

Berühmt für die zwei Porträts von Gregor von Nazianz und Elias von Kreta, sowie für seinen einzigartigen Miniaturenzyklus zu Ehren des Gregor (wovon 5 verloren sind), ist dieser Kodex ebenfalls bemerkenswert für seinen Inhalt (19 Kommentare des Elias von Kreta, nach wie vor unveröffentlicht auf Griechisch) und für die Geschichte seiner Entstehung. Die Kommentare wurden gegen Ende des 12. oder zu Beginn des 13. Jahrhunderts kopiert, ohne dass die Einfügung von Miniaturen im Titelbild vorgesehen war. Trotzdem wurden diese zusammen mit einem Prolog kurze Zeit später hinzugefügt. Der Kodex ist noch immer in den Einband gebunden, der in Konstantinopel zwischen 1435 und 1437 anlässlich einer Restaurierung für den Dominikaner Johannes von Ragusa gemacht worden war. Letzterer nahm ihn als sein neuer Besitzer 1437 nach Basel mit. (and)

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Basel, Universitätsbibliothek, B II 5
Pergament · 233 ff. · 32.5 x 26 cm · St. Gallen (?) · 10. und 11. Jahrhundert
Paulusbriefe · Sedulius Scottus · Schlussbücher des Neuen Testaments

Die Handschrift ist aus drei ursprünglich selbstständigen Teilen zusammengesetzt, die auf das 10. und 11. Jahrhundert datieren. Sie enthält Paulusbriefe, die Glossen des Sedulius Scottus zu den Paulusbriefen sowie die Schlussbücher des Neuen Testaments. Das Buch wurde im 15. Jahrhundert vom Basler Domkaplan und Dompropsteischaffenden Heinrich Gügelin von Rheinfelden einem nicht näher definierten Basler Kloster geschenkt. (stu)

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Basel, Universitätsbibliothek, F III 15a
Pergament · 32 ff. · 25 x 19 cm · Fulda · 8. / 9. Jahrhundert
Isidorus Hispalensis · Bücherverzeichnis Kloster Fulda · Rezepte · Segen · astronomische Tafeln · Hieronymus

Einer der Isidor-Codices des Klosters Fulda, der dem Untergang entgangen ist, indem er im 16. Jh., noch vor der Verschleppung und Vernichtung der Bibliothek im 30-jährigen Krieg, nach Basel gelangte. Dort sollte er offenbar als mögliche Textvorlage für eine geplante Isidor-Ausgabe dienen. Der in Fulda Ende des 9. Jhs. entstandene Codex bewahrt noch seine karolingische Bindung in einen Pergamentumschlag. Neben Isidors Werken enthält er den ältesten Fuldaer Bibliothekskatalog, die althochdeutschen sogenannten Basler Rezepte sowie einen astronomisch-komputistischen Bilderzyklus. (stu)

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Basel, Universitätsbibliothek, O I 10
Pergament · 369 ff. · 29 x 21.5 cm · 3. Viertel des 15. Jhs.
Sammelband (Theologie)

Die theologische Sammelhandschrift stammt ursprünglich aus dem Besitz der Augsburger Patrizierfamilie Gossembrot (spätes 15. Jh.) und kam via Johannes Oporin († 1568), Eusebius Merz († 1616) und Remigius Faesch († 1667) schliesslich 1823 in die Basler Universitätsbibliothek. Abgesehen von einem einzigen noch erhaltenen Holzschnitt sind diverse in die Handschrift eingeklebte Miniaturen und Holzschnitte herausgerissen worden. (stu)

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Bulle, Musée gruérien, 382
Pergament · 56 ff. · 20 x 14 cm · erste Hälfte des 13. Jahrhunderts
Collectarium cartusianum

Liturgischer Sammelband, der die Gebete des Breviers des Kartäuserordens enthält (1r Capitula, 18r Temporale, 35v Sanctorale, 49v Commune Sanctorum und 51v Usus communis). Dieses kleine Gebetbuch wurde wahrscheinlich im 13. Jahrhundert in einer Kartause im Burgund hergestellt. Vom 13. bis zum 15. Jahrhundert wurde das Werk mit Sicherheit in einer der Kartausen der heutigen Westschweiz benutzt, etwa in La Valsainte, in La Part-Dieu oder in La Lance. Der Text ist auf Pergament geschrieben und mit blauen und roten Initialmajuskeln verziert. In den Rändern befinden sich Notizen und Zeichnungen. (def)

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Bulle, Musée gruérien, 383
Pergament · 17 ff. · 18.3 x 13.5 cm · Italien (Verona) · 15. Jahrhundert
Ordo professionis et consecrationis sanctimonialium (Verona, Kloster San Michele di Campagna OSB, 15. Jahrhundert)

Kleines liturgisches Buch, das während des 15. Jahrhunderts im Kloster San Michele di Campagna bei Verona benutzt wurde. Das Werk enthält den Ritus des Glaubensbekenntnisses und des Weihesakramentes, die bei der Einkleidung einer benediktinischen Nonne praktiziert wurden. Es ist damit ein wertvolles Zeugnis eines Rituals für Frauen, die ihre Gelübde ablegen. (def)

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Bulle, Musée gruérien, 384
Pergament · [1] + 62 + [1] ff. · 19.2 x 13.5 cm · 13. Jahrhundert
Tancredus Bononiensis, Ordo iudiciarius

Das Ordo iudiciarius ist ein kirchenrechtliches Werk, das zu Beginn des 13. Jahrhunderts von Tankred von Bologna (ca. 1185- ca. 1236) verfasst wurde: f. 60r Explicit ordo iudiciaris magistri Tancreti. Tankred war Erzdiakon und Professor an der Universität von Bologna. (def)

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Bulle, Musée gruérien, 386
Papier · [15] + 238 + [27] pp. · 14 x 19 cm · 4.10.1675-10.11.1688
Rentier domestique de moy Joannes Castella bourgeois de Frybourg et Chastellain de la Ville de Gruyère

Die ersten 14 Seiten dieses Urbars bestehen aus verschiedenen Notizen zu Eiden oder Verträgen. Die Seite 15 stellt die Titelseite des Verzeichnisses dar: ‟Ici commence mon rentier domestique, cet assavoir de moÿ Joannes Castella, bourgeois de Frÿbourg et chastellain de la ville de Gruÿere, le 3me janvier 1681„. Das Heft führt alle Ausgaben von Jean Castella auf (gewöhnliche Ausgaben wie Sattelgurte, Lohnzahlung für die Hebamme, Holzkauf usw., sowie weniger gewöhnliche Ausgaben), dazu die Belege und besonders auch die Details zu seiner Bodenrente. Auch die Urteile, an denen er als Geschworener oder als Bürge für die Obrigkeit teilnimmt, werden vom Autor notiert. Er erwähnt ausserdem Geschenke, die er erhielt oder die er machte. Das Register führt sowohl die Kosten und Erträge seiner offiziellen Funktion auf wie die Ausgaben und Einnahmen seiner privaten Tätigkeiten. Es handelt sich geradezu um eine historische Zusammenfassung des Alltags eines Freiburger Würdenträgers in Greyerz am Ende des 17. Jahrhunderts. (def)

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Bulle, Musée gruérien, sans cote
Papier · 186 ff. · 31 x 21 cm · 1565-1566
Güterverzeichnis des Priorats Broc

Güterverzeichnis, verfasst durch den Notar Michel d'Enney im Auftrag von Peter von Greyerz, Prior von Broc. Es wurde zwischen dem 17. November 1565 und dem 20. November 1566 geschrieben. Das Verzeichnis besteht aus den Aufzeichnungen der Güter des Priorats von Broc, nach Ortschaften geordnet. Das Priorat von Broc war ursprünglich demjenigen von Lutry unterstellt und wurde 1577 dem Domkapitel Sankt Nikolaus von Fribourg angegliedert. (def)

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Cologny, Fondation Martin Bodmer, Cod. Bodmer 708
Papier · 82 ff. · 21 x 31 cm · Nordindien, anscheinend in der Gegend von Kedarnath · Zwischen 1700 und 1800, wahrscheinlich gegen 1800
Kedārakalpa

Diese Handschrift aus dem 18. Jh. enthält die sogenannte Kedārakalpa, die selbst ein Teil der Nandīpurāṇa ist. Sie beschreibt zusammen mit den 61 hervorragenden Miniaturen eine religiöse Pilgerschaft einer Gruppe von Yogis in die Region von Kedarnath im Himalaya. Es handelt sich um einen Text des Shivaismus, d.h. die Gottheit ist Shiva, und das Hauptanliegen des Textes ist es, Leser dazu zu bewegen, sich auf eine Shiva-Pilgerschaft aufzumachen. (ser)

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Cologny, Fondation Martin Bodmer, B-24.1
Papier · 2 pp. · 23 x 19 cm · o.D. [Paris, um Januar 1797]
Pierre-Augustin Caron de Beaumarchais, Pour Mr La Rochelle jouant Brid’oison. En cas de bruit à la fin, signiertes Autograph

Die Komödie Der tolle Tag oder Die Hochzeit des Figaro, uraufgeführt am 27. April 1784 und eine lebendige Satire der Gesellschaft des Ancien Régimes sowie der adligen Privilegien, deutete die Einleitung der Französischen Revolution an, an deren Anbruch sie zweifellos teilnahm. Nach dem Untergang der Monarchie 1792 war die Komödie auf mehreren Pariser Bühnen wieder aufgeführt worden, jedoch waren die Abschlussgesänge von Beaumarchais abgeändert worden. Die Schlussstrophe des stotternden Richters Don Gusman Brid'oison, die 1784 mit Tout fini-it par des chansons geendet hatte, wurde den Schwierigkeiten der Zeit angepasst: Pour tromper sa maladie, / Il [das Volk] chantoit tout l’opera : / Dame ! il n’sait plus qu’ce p’tit air-là : / Ca ira, ça ira…. Doch nach dem Fall Robbespierres und der Reaktion der Thermidorianer versetzten diese Worte die Jeunesse Dorée in Aufruhr, so wie die vorherigen die Sansculottes aufgebracht hatten. Da die Aufführungen durch dieses turbulente Publikum durcheinandergebracht wurden, vertraute Beaumarchais La Rochelle, dem Schauspieler, der die Rolle von Brid'Oison innehatte, ein alternatives Ende an, das en cas de bruit (im Falle von Lärm), rezitiert werden sollte. Diese Variante, die bis zu ihrer Publikation in jüngster Zeit unveröffentlicht geblieben war, stellt sich als Lobrede auf die Meinungsfreiheit und auf das sang froid de la raison (kalte Blut der Vernunft) gegen die stratagème (Listen) der ideologischen Intrigen dar. (duc)

Online seit: 22.06.2017

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Cologny, Fondation Martin Bodmer, F-16.1
Papier · 4 pp. · 23 x 34.6 cm · 1851
Gustave Flaubert, Le Chant de la Courtisane, Autograph

Trotz der sichtbaren Rasuren handelt es sich hierbei um die vollendete Version dieses unbetitelten Textes, der aus sechs Absätzen auf zwei Blättern besteht, gebunden in rotes Saffianleder. Er war von Flaubert frühestens während seiner Orientreise mit seinem Freund Maxime du Camp geschrieben worden (1849-1851), obwohl es wahrscheinlicher scheint, ihn auf seine Rückkehr 1851 nach Frankreich zu datieren, den Moment, da er sein Leben dem Schreiben widmete. Später bekannt als Le Chant de la Courtisane war dieses Prosagedicht in humorvollem Tonfall von Flaubert selbst nicht veröffentlicht worden. Es fasst dennoch seine Erfahrungen als Schriftsteller zusammen: das Werk zeugt von der Faszination des Autors für die orientalische Kultur und Landschaft, die er auf realistische Art wiederzugeben wünscht. Ein Reisetagebuch, das seine Beobachtungen und Empfindungen festhält und sein fiktionales Schaffen direkt beeinflusste. Der Wortschatz zeigt seine Belesenheit und sein Bemühen um Genauigkeit, Vorgehensweisen, die in Salambo wieder anzutreffen sind. Martin Bodmer hat diese Handschrift, die aus der Sammlung Paul Voute stammt (der 1928 ein Faksimile davon publiziert hat), in der Buchhandlung Blaizot erstanden. (exq)

Online seit: 22.06.2017

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Cologny, Fondation Martin Bodmer, F-16.3
Papier · 46 pp. · 22.5 x 35 cm · 1858
Gustave Flaubert, erläuterndes Kapitel aus Salammbô, Autograph

Von Flaubert in seiner Korrespondenz als erläuterndes Kapitel zu Salammbô erwähnt, besteht diese Handschrift aus 28 Blättern, die mit Ausnahme des Letzten, das Anmerkungen über die Götter enthält, alle durchnummeriert sind. Sie befindet sich in einer Mappe, auf der Flaubert den Titel des Werkes schrieb und mit 1857 datiert, das mit dem Beginn der Niederschrift von Salammbô übereinstimmt. Das Kapitel seinerseits wurde nach 1857 verfasst: es wurde in der Tat nach einer wichtigen, für sein Projekt unabdingbaren Dokumentationsphase und nach einer Reise nach Karthago entworfen. Bei seiner Rückkehr im Jahre 1858 arbeitete der Schriftsteller an einem Kapitel, das eine topographische und pittoreske Beschreibung einhalten soll „la description topographique et pittoresque de la susdite ville avec exposition du peuple qui l’habitait, y compris le costume, le gouvernement, la religion, les finances et le commerce, etc.“ (Brief an J. Duplan, datiert auf den 1. Juli 1858). Trotz einer gewissen Anzahl von Korrekturen und nebensächlichen Ergänzungen handelt es sich um die abgeschlossene Version des Textes, der schlussendlich aus dem Roman entfernt wurde, obwohl die Informationen daraus im Werk verstreut benutzt wurden. Das Kapitel enthüllt die Arbeitsmethode des Autors. Er zeichnet sich durch seine enzyklopädische Belesenheit und durch seine Sorge um Details aus, die ein Licht auf die ursprüngliche Herausforderung der Entstehung von Salammbô werfen, d.h. die Stadt Karthago, damals verschwunden, wiederherzustellen. Im November 1949 erstand Martin Bodmer diese Handschrift beim Buchhändler Blaizot. (exq)

Online seit: 22.06.2017

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Cologny, Fondation Martin Bodmer, M-48.1
Papier · 1 f. · 13.5 x 10.5 cm · nicht datiert
John Stuart Mill, Note on Freedom of Speech, signiertes Autograph

Im Anschluss an die Philosophen der Aufklärung bezeichneten die liberalen Denker - zu denen auch Mill zählte - die Meinungsfreiheit als ein fundamentales Menschenrecht. In diesem kleinen Autograph mit eingeprägtem Monogramm „JSM“, das aus drei für den Versand bestimmten Folios besteht, kopiert der Philosoph eine Passage aus seinem berühmten „On Liberty“ von 1869, dem Kapitel II entnommen: „Of the Liberty of Thought and Discussion“. Mill betont darin, dass die Menschheit nicht mehr das Recht dazu hätte, eine einzelnstehende Meinung zum Schweigen zu bringen wie diese das Recht dazu hätte, der Menschheit den Mund zu verbieten, wenn sie denn die Macht dazu hätte. Dieses Briefchen wurde vom Autor Stefan Zweig 1923 erstanden, bevor es in den Besitz von Martin Bodmer kam. (giv)

Online seit: 22.06.2017

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Cologny, Fondation Martin Bodmer, R-49.1
Papier · 1 f. · 18 x 12 cm · nicht datiert [ca. 1764]
Jean-Jacques Rousseau, Lettres écrites de la montagne (Brief VII), zweiter Entwurf, Autograph

Die Lettres écrites de la montagne bilden das letzte zu seinen Lebzeiten veröffentlichte Werk Rousseaus. Zum ersten Mal mischt sich der Philosoph hier direkt in die Angelegenheiten Genfs ein. Darin enthalten sind, abgesehen von grundlegenden Äusserungen, weiterentwickelte Gedanken über den Geist der Reformation sowie eine Verteidigung des Contrat Social. Der Brief VII, aus dem dieses Blatt stammt, unterstützt das Recht zur Vertretung, wenn es darum geht, Missbräuche des Kleinen Rates zu beheben, und empfiehlt den im Generalrat versammelten Bürgern, jede Neuwahl von Magistraten abzulehnen, sollten diese darauf beharren ihre von der Verfassung verliehenen Rechte zu überschreiten. Diese Lettres wurden sowohl in Genf wie auch in Paris zensuriert. Das vorliegende Dokument stammt aus der Sammlung Ch. Vellay (Kauf durch Martin Bodmer 1926) und enthält den Entwurf zweier Passagen der Lettres. Die erste davon erschien in der Originaledition (Amsterdam, M. M. Rey, 1764), die zweite in der Edition der Œuvres complètes der Bibliothèque de la Pléiade. (giv)

Online seit: 22.06.2017

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Cologny, Fondation Martin Bodmer, T-3.3
Papier · 1 p. · 6.8 x 19.1 cm · o.D. [Ferrara, 1576]
Torquato Tasso (1544-1595), Strophe XVII, 42 des La Gerusalemme liberata, Autograph

Diese „paperolle“, die aus dem berühmten „Code Gonzague“ (aufbewahrt in der Biblioteca Ariostea von Ferrara) stammt, ist eine Arbeitsschrift für eine Passage, die dem grossen Epos von Tasso, das im vorherigen Jahr vollendet worden war, hinzugefügt wurde. Der Dichter hatte sein Werk mehreren Humanisten und ranghohen Gelehrten vorgelegt und er berücksichtigte gewisse Kritiken und Ratschläge, indem er seine Verse während des Sommers 1576 überarbeitete. Einige Strophen wurden tiefgreifend ausgebessert oder sogar vollständig neu geschrieben. Die Strophe 42 war eine der am stärksten überarbeiteten, so stark, dass Tasso diesen kleinen Papierstreifen mit der definitiven Version des Textes in die Handschrift kleben musste. Der Text beschreibt die Haltung und die Gedanken der muslimischen Prinzessin Armida, die sich anschickt, den Kalifen und seine Armee zum Kampf bis zum Tod gegen die Kreuzritter aufzurufen, um sich auf diese Weise am christlichen Held Rinaldo zu rächen, der sie verlassen hatte. (duc)

Online seit: 22.06.2017

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Frauenfeld, Kantonsbibliothek Thurgau, Y 96
Papier · 22 ff. · 32.5 x 21.5 cm · zwischen 1614 und 1638
Chronik des Klosters Hauterive

Diese Chronik des Klosters Hauterive (FR) entstammt im Gegensatz zu den anderen Murer Chroniken gänzlich nicht der Hand Heinrich Murers (1588-1638, seit 1614 Konventuale in der Kartause Ittingen), sondern entstand vermutlich nur in Auftrag des Ittinger Mönchs im Kloster Hautrive selbst. Die Handschrift baut sich inhaltlich aus zwei Teilen auf: die Klostergeschichte und eine Auflistung kirchlicher Ereignisse. Erstere beginnt mit Abt Girard (1138-1157) und endet mit Abt Petrus (Ende 16. Jh.), letztere betrifft die Jahre zwischen 1500 und 1510. (sol)

Online seit: 22.06.2017

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Frauenfeld, Kantonsbibliothek Thurgau, Y 97
Papier · 7 ff. · 30.5 x 20 cm · Ittingen, Kartause · zwischen 1614 und 1638
Chronik des Basler Predigerklosters und des Frauenklosters OP Maria Magdalena in Basel

Chronik des Basler Predigerklosters und des Frauenklosters OP Maria Magdalena in Basel von Heinrich Murer (1588-1638, seit 1614 Konventuale in der Kartause Ittingen). Die Handschrift teilt sich in die Chronik des Predigerklosters und die Chronik des Frauenklosters in Basel auf. Im ersten Teil spricht Murer über die Erbauung des Predigerklosters 1233 und die Entwicklungen der Diözese Basel im 13. bis 15. Jahrhundert. Im zweiten Teil wendet sich Murer der Entstehung des Frauenklosters im 11. Jahrhundert und dem Wiederaufbau 1253, sowie weiteren kirchlichen Ereignissen bis 1465 zu. (sol)

Online seit: 22.06.2017

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Frauenfeld, Kantonsbibliothek Thurgau, Y 98
Papier · 42 ff. · 31.5 x 21 cm · Ittingen, Kartause · zwischen 1614 und 1638
Chronik des Bistums Chur

Chronik des Bistums Chur von Heinrich Murer (1588-1638, seit 1614 Konventuale in der Kartause Ittingen). Murer berichtet über die Entstehung des Bistums Chur und nennt Asinio (451) als ersten Bischof, dem 75 weitere Bischöfe bis Johannes IV. (1418-1440) folgen. Der Chronik wurden vier neuzeitliche Abschriften von Schenkungsurkunden Kaiser Ottos I. und König Ludwigs des Deutschen, sowie annalistische Notizen beigefügt. (sol)

Online seit: 22.06.2017

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Frauenfeld, Kantonsbibliothek Thurgau, Y 99
Papier · 53 + 1 ff. · 32.5 x 20.5 cm · Ittingen, Kartause · nach 1629
Chronik des Klosters Einsiedeln

Chronik des Klosters Einsiedeln von Heinrich Murer (1588-1638, seit 1614 Konventuale in der Kartause Ittingen). Der Beschreibung der Äbte Eberhard (934-958) bis Plazidus (1629-1670) geht eine Federzeichnung der Kirchenpatrone und ein Faltplan der Einsiedler Klosteranlage voran. Innerhalb der Chronik finden sich von Murer abgeschriebene Schenkungs- und Bestätigungsurkunden mit Bezug zum Kloster Einsiedeln. (sol)

Online seit: 22.06.2017

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Frauenfeld, Kantonsbibliothek Thurgau, Y 100
Papier · 7 ff. · 30.5 x 20 cm · Ittingen, Kartause · zwischen 1614 und 1638
Chronik der Propstei Embrach

Chronik der Propstei Embrach von Heinrich Murer (1588-1638, seit 1614 Konventuale in der Kartause Ittingen). In dieser sowohl bezüglich des Buchschmucks als auch inhaltlich unvollendeten Chronik geht Murer auf wenige einzelne Äbte und wichtige Ereignisse in der Geschichte des Klosters ein. (sol)

Online seit: 22.06.2017

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Frauenfeld, Kantonsbibliothek Thurgau, Y 101
Papier · 22 ff. · 32.3 x 20.2 cm · Ittingen, Kartause · nach 1631
Chronik des Klosters Engelberg und des Frauenklosters St. Andreas

Chronik des Klosters Engelberg und des Frauenklosters St. Andreas von Heinrich Murer (1588-1638, seit 1614 Konventuale in der Kartause Ittingen). Die Chronik beginnt mit einer Beschreibung der geographischen Lage und der Stiftung des Klosters (1119). Darauf folgt die Geschichte des Klosters Engelberg von Abt Adelhelm (1124/26-1131) bis Abt Plazidus Knüttel (1630-1658). In einem zweiten, kurzen Teil geht Murer auf die Gründung (1199) und die Geschichte des Klosters St. Andreas von 1254-1455 ein. (sol)

Online seit: 22.06.2017

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Frauenfeld, Kantonsbibliothek Thurgau, Y 107
Papier · 126 ff. · 31 x 20.5 cm · Ittingen, Kartause · zwischen 1614 und 1638
Chronik der Konstanzer Domkirche, der Kollegiatskirchen des Bistums, der Stadt Konstanz und der Reichenau

Chronik der Konstanzer Domkirche, der Kollegiatskirchen des Bistums, der Stadt Konstanz und der Reichenau von Heinrich Murer (1588-1638, seit 1614 Konventuale in der Kartause Ittingen). Während sich Murer in Y 106 nur mit der Geschichte des Bistums Konstanz beschäftigte, geht er in dieser Handschrift ausführlicher auf Konstanz und ihre Umgebung ein. Als Quellen dienten ihm Schriften anderer Geistlicher wie die Konstanzer Chronik von Jakob Rassler (1568-1617). (sol)

Online seit: 22.06.2017

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Frauenfeld, Kantonsbibliothek Thurgau, Y 114
Papier · 6 ff. · 30.5 x 20 cm · Ittingen, Kartause · zwischen 1614 und 1638
Chronik des Kloster zu Selnau

Chronik des Klosters zu Selnau von Heinrich Murer (1588-1638, seit 1614 Konventuale in der Kartause Ittingen). Diese unvollendete Handschrift hätte sich in einem ersten Teil den Zisterzienserklöstern der Schweiz und in einem zweiten ausführlicher dem Frauenkloster zu Selnau zuwenden sollen. Die Handschrift blieb fragmentarisch. (sol)

Online seit: 22.06.2017

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Frauenfeld, Kantonsbibliothek Thurgau, Y 116
Papier · 26 ff. · 31 x 20 cm · Ittingen, Kartause · zwischen 1614 und 1638
Chronik des Grossmünsters Zürich

Chronik des Grossmünsters Zürich von Heinrich Murer (1588-1638, seit 1614 Konventuale in der Kartause Ittingen). Heinrich Murer befasst sich in dieser Chronik zuerst ausführlich mit der Geschichte der Stadt Zürich und des Grossmünsters, bevor er mit der Auflistung und Beschreibung der einzelnen Pröpste beginnt. (sol)

Online seit: 22.06.2017

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Frauenfeld, Kantonsbibliothek Thurgau, Y 118
Papier · 16 ff. · 31 x 20 cm · Ittingen, Kartause · zwischen 1614 und 1638
Chronik der kleineren Zürcher Klöster und Stifte

Chronik der kleineren Zürcher Klöster und Stifte von Heinrich Murer (1588-1638, seit 1614 Konventuale in der Kartause Ittingen). Dieser Band ist eine Sammlung von kurzen, unvollendeten Beschreibungen der Geschichte der Zürcher Klöster und Stifte, eingeführt durch Titelblätter mit blaulavierten Federzeichnungen. Behandelt werden das Augustinerkloster der minderen Stadt Zürich, das Barfüsserkloster der grossen Stadt Zürich, das Predigerkloster, die Beginengemeinschaft der Heiligen Verena und das Frauenkloster der Heiligen Maria Magdalena in Oetenbach. (sol)

Online seit: 22.06.2017

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Fribourg/Freiburg, Bibliothèque cantonale et universitaire/Kantons- und Universitätsbibliothek, Ms. L 309
Papier · 139 ff. · 28.5 x 21 cm · Südwestdeutschland · 2. Drittel des 15. Jahrhunderts
Computistica et medicinalia (dt. und lat.)

Die Handschrift enthält eine Sammlung von komputistischen und astronomischen Texten, sowie medizinische Rezepte auf Deutsch (Alemannisch) und Lateinisch. Unter den identifizierten Texten befinden sich Auszüge aus dem Buch der Natur von Konrad von Megenberg. Die Freiräume, die für Verzierungen und allfällige Bilder vorgesehen waren, sind leer geblieben. (ber)

Online seit: 22.06.2017

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Genève, Bibliothèque de Genève, Comites Latentes 69
Pergament und Papier · 82 ff. · 15 x 11-11.7 cm · Wien · 1756 und 18.-19. Jahrhundert
Pessach Haggada

Die handgeschriebene Haggada Comites Latentes 69 wurde 1756 in Wien geschaffen. Sie ist mit schwarzer Tinte verziert und imitiert meisterhaft den Kupferstich. Autor ist der berühmte Schreiber und Illustrator Simmel ben Moses aus Polna (aktiv zwischen 1714 und 1756), der gegen dreissig datierte und heute erhaltene Handschriften produzierte, wovon jedoch nur 17, inklusive CL 69, Autographe sind. Seine Kunstwerke gehören zu den bemerkenswertesten Beispielen der Dekoration hebräischer Handschriften im Zentraleuropa des 18. Jahrhunderts. Das Hohelied Salomons, von späteren Händen kopiert, bildet den Abschluss dieser grossartigen Handschrift. (iss)

Online seit: 22.06.2017

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Lausanne, Bibliothèque cantonale et universitaire de Lausanne, Ms 403
Pergament · 113 ff. · 24 x 12.3 cm · Frankreich? · Ende des 12. Jahrhunderts
P. Ovidii Nasonis, Metamorphoses

Die Handschrift, in einer frühgotischen Schrift geschrieben und auf das Ende des 12. Jahrhunderts datiert, enthält eine unvollständige Kopie der Metamorphosen von Ovid (2,52 – 3,466; 3, 651 – 14,43; 14,414 – 15,668). Man findet darin Marginal- und Interlinearglossen, sowie Varianten von verschiedenen Händen. (del)

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Mariastein, Benediktinerkloster, APN 2 Antiphonar, 2. Teil
Pergament · 251 ff. · 45 x 32 cm · Köln (?) · 2. Hälfte des 14. Jhs.
Antiphonar

Das Antiphonar aus der 2. Hälfte des 14. Jh. umfasst die Texte ab Pfingsten bis zum Ende des Kirchenjahres, dazu die entsprechenden Heiligenfeste und Texte zum Commune sanctorum. Die Herkunft ist unbekannt; aufgrund einiger Heiligenfeste stammt die Handschrift aus dem Raum Köln. In einheitlicher Schrift abgefasst, durchgehend mit Neumen auf vier Linien, wenige spätere Ergänzungen mit Neumen auf fünf Linien; mit Gebrauchsspuren und späteren Verweise. Je fünf grössere und kleinere Initialen sind mit Blattgold belegt, dazu 36 einfachere Initialen; alle Anfangsbuchstaben sind in rot und blau ausgezeichnet. Rote Rubriken. Das Manuskript erhielt ein Mariasteiner Pater, der am Kollegium in Altdorf wirkte, aus zweiter Hand. Von dort gelangte die Handschrift 1981 nach Mariastein. Nicht publiziert. (sck)

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Mariastein, Benediktinerkloster, ehem. zbs S 231
Papier · 287 ff. · 20.5 x 14 cm · 15. Jh. (letztes Viertel)
S. Bernardus Claraevallensis, Opuscula Selecta

Der Codex aus dem Ende des 15. Jahrhunderts mit einigen gefälligen Initialen enthält ausgewählte, kleinere Werke des hl. Bernhard von Clairvaux. Darunter finden sich auch einige Werke, die Bernhard zugeschrieben werden. Der Schreiber ist der Zisterzienser Johannes Fabri, Professe des Klosters Heilbronn. Gemäss altem Eintrag (17. Jh.?) gehörte das Buch dem Kloster Beinwil, das 1648 nach Mariastein verlegt wurde. (sck)

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Mariastein, Benediktinerkloster, ehem. zbs S 353
Papier · 282 ff. · 21 x 14.5 cm · 15. Jh. (1470-1480)
Geistliche Schriften · Predigten und Heiligenleben

Texte in deutscher Sprache, geschrieben Mitte 15. Jh., für den Gebrauch des Frauenklosters Maria Magdalena in den Steinen in Basel. Das Buch gehörte später dem Kloster Olsberg. Darin finden sich geistliche Texte verschiedener Autoren, dazu Predigten zu den Sonntagen und Festen, ferner Heiligenlegenden. Das Buch erwarb das Kloster Mariastein aus einer Basler Auktion um 1820. Die Predigt zu Mariä Himmelfahrt auf Fol. 194r-198v finden sich gedruckt in ZSKG 4, 1910, S. 205-212 bzw. 207-212, aufgrund einer Kopie daraus vom Mariasteiner P. Anselm Dietler (gest. 1864). (sck)

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Müstair, Benediktinerinnenkloster St. Johann, I Nr. 1
Pergament · 32 pp. · 12 x 17 cm · um 1460
Historia de miraculosa hostia

Um 1460 entstandene Pergamenthandschrift in Kleinoktav bestehend aus 14 beschriebenen Blättern. Zentraler Teil der Handschrift ist die Geschichte des heiligen Blutes, die um 1460 von Hans Rabustan, dem Kaplan von Santa Maria, in lateinischer Sprache verfasst wurde. Sie soll sich in der Zeit der Äbtissin Adelheid I. (1211-1233) zugetragen haben. Nach den für die Frömmigkeitsgeschichte bedeutenden Aufzeichnungen hat die Klosterfrau Agnes, Tochter des Ritters aus Sent im Unterengadin, an einem Gründonnerstag mit zweifelhaftem Gewissen die heilige Hostie empfangen, aber nicht zu sich genommen, sondern in ihrem Schleier verborgen und in ihrer Truhe verwahrt. Darauf habe sich die Hostie in Fleisch und Blut verwandelt. In der Folge entstand die Wallfahrt zum heiligen Blut in Müstair. Dem Erzähltext sind Regesten von Urkunden angefügt, die den Kult des heiligen Blutes betreffen. (ack)

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Müstair, Benediktinerinnenkloster St. Johann, I Nr. 46
Papier · 8 ff. · 10.5 x 16.5 cm · 1491-1505
Geistliche Ermahnungen

Kleine Schrift mit Anregungen zum andächtigen Empfang der heiligen Kommunion. Diese sind durchdrungen vom Geist der deutschen Mystik und dementsprechend auf die Vereinigung mit Gott als Zielpunkt ausgerichtet. (ack)

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Müstair, Benediktinerinnenkloster St. Johann, I Nr. 48a
Papier · 12 ff. · 22 x 16.5 cm · 1509
Rituale monialium

Papierhandschrift von 1509 in spätgotischer Minuskel mit rot ausgeführten Initialen. Das Professrituale wurde von einem anderen Benediktinerinnenkloster übernommen. Es enthält alle Elemente der Zeremonie wie die Professformel, die Heiligenlitanei und die Orationen. Die Rubriken (Anweisungen) sind in deutscher, die Gebete in lateinischer Sprache abgefasst. (ack)

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Müstair, Benediktinerinnenkloster St. Johann, I Nr. 48b
Papier · 27 ff. · 10.6 x 16 cm · 15. Jh.
Rorate caeli

27 Blätter umfassendes Andachtsbüchlein des 15. Jahrhunderts. Es enthält Texte für das Stundengebet. Diesen schließt sich die als „Letania in der Vasten“ überschriebene Allerheiligenlitanei an, in der beinahe hundert Heilige angerufen werden. Danach finden sich Fürbitten für Arme, Gefangene, Kranke, Pilger, Verstorbene u. a. Abschließend folgen Lob und Bittgebete sowie ein Gebet zur Verehrung des heiligen Kreuzes. (ack)

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Porrentruy, Archives cantonales jurassiennes, 187 J 35e
Pergament · 189 ff. · 24.5 x 17 cm · Diözese von Besançon · 1. Hälfte des 14. Jahrhunderts
Breviar von Besançon

Das Breviar, das einzig den Winterteil enthält, wird auf die erste Hälfte des 14. Jahrhunderts datiert. Es stammt aus der Diözese von Besançon (der auch Porrentruy angegliedert war) wie aus der Nennung gewisser Heiliger in den Litaneien geschlossen werden kann, wie etwa der heilige Ferreolus oder der heilige Germanus, die Responsorien der Adventssonntage sowie das Triduum Sacrum. (gle)

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Schaffhausen, Konzernarchiv Georg Fischer AG, GFA 1/144.32
Papier · [4] + 218 pp. · 18 x 10.5 cm · 1743-1820
Erinnerungsalbum Christoph Fischer - Gedenk und Stamm-Buch, worinnen gute Freunde und Gönner mich, Christoph Fischer, von Schaffhausen, mit ihren beliebigen inscriptionen, sinnreichen Anbildungen, curiosen Gemählden und andern denkwürdigen Sprüchen be-ehren wollen. Angefangen den 18ten Iulij 1743.

Dieses in Leder eingebundene Album beinhaltet rund 35 Widmungen und Zeichnungen von Personen, mit denen der Schaffhauser Kupferschmied und Weinhändler Christoph Fischer (1691-1770) im Lauf seines Lebens Kontakt pflegte. Aus den Einträgen in Latein, Deutsch, Französisch und Englisch lassen sich zwei Reisen Fischers nach London rekonstruieren, während derer die meisten Widmungen entstanden: 1747-1750 via Genf, Lyon, Paris nach London und 1758 via Strassburg, Frankfurt, Amsterdam nach London. Einige Einträge stammen von Mitgliedern der Schaffhauser Familie Schalch, mit der Fischer verwandt war, darunter ein undatiertes Aquarell des Künstlers Johann Jakob Schalch (1723-1789) (S. 122), der 1754-1773 in London und Den Haag lebte. Das Album wurde nach dem Tod von Fischer weitergeführt: Einträge von 1773 (S. 65) und 1820 (S. 215). In die Papierhandschrift sind mehrere Pergamentseiten miteingebunden (S. 1-2, 19-20, 47-48, 115-116, 181-182) und einige Papierblätter nachträglich eingeklebt (S. 39a-b, 55a-b, 147a-b) bzw. die Seiten mit Bildern überklebt (S. 43, S. 125, S. 127). Die Einträge sind nicht chronologisch geordnet und werden von zahlreichen leeren Seiten abgewechselt. (egg)

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Schaffhausen, Konzernarchiv Georg Fischer AG, GFA 1/144.35
Papier · [2] + 178 pp. · 19.5 x 12 cm · 1791-1841
Erinnerungsalbum Johann Conrad Fischer

Bei dieser in Leder gebundenen Papierhandschrift mit Goldprägung (die einzelnen Ziffern des Jahres 1791 in allen vier Buchecken) handelt es sich um das Erinnerungsalbum von Johann Conrad Fischer (1773-1854), Kupferschmied, Metallurge, Unternehmer und Politiker aus Schaffhausen. Aus seiner 1802 gegründeten Gussstahlfabrik entwickelte sich die heutige Georg Fischer AG. Das Album beinhaltet Widmungen und Zeichnungen von rund 70 Personen, mit denen Fischer im Laufe seines Lebens Kontakt pflegte, darunter sein Mathematiklehrer Melchior Hurter (1735-1811) (S. 1), Professor Johann Georg Müller (1759-1819) (S. 49), der Zürcher Arzt Johann Balthasar Zwingli (1764-1817) (S. 164), der Schriftsteller Heinrich Zschokke (1771-1848) (S. 175), Fischers Grossonkel Lorenz Spengler (1720-1807), königlicher Kunstkammerverwalter in Kopenhagen (S. 43), und dessen Sohn Johann Conrad Spengler (1767-1839) (S. 105). Der Grossteil der Einträge in Deutsch, Französisch, Englisch und Dänisch datiert aus seinen Wanderjahren als Kupferschmiedgeselle 1792-1795, als er über Frankfurt, Chemnitz, Dresden nach Kopenhagen und weiter nach London reiste. Danach folgen noch vereinzelte weitere Einträge bis 1841. Die Einträge sind nicht chronologisch geordnet und werden abgewechselt von eingeklebten Blättern (S. 3a-b, 48a, 111a-d) und zahlreichen leeren Seiten. Die Seitennummerierung stammt aus der Entstehungszeit des Albums. (egg)

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Schaffhausen, Stadtbibliothek, Ministerialbibliothek, Min. 2
Pergament · 261 ff. · 36 x 25.5 cm · Schaffhausen · 1080-1096
Bibliorum sacrorum pars secunda

Teil der im Bücherverzeichnis des Allerheiligenklosters von ca. 1100 (Min. 17, f. 306v) aufgeführten Vollbibel in vier Bänden, von denen drei erhalten sind (Min. 2, Min. 3, Min. 4). Inhalt: Samuel, Könige, Chronik. Zweispaltig, von einer Hand, mit zahlreichen Korrekturen auf Rasur. Die 24-zeilige Initiale I der Incipitseite (f. 7v), das 22-zeilige F der Initialzierseite (f. 10v) und die Rankeninitialen am Beginn der einzelnen Bücher und Prologe sind in roter Federzeichnung ausgeführt; sie weisen blassblaue und -grüne Binnengründe auf, die sich von den satten Farben in Min. 3 und Min. 4 unterscheiden. Die Abnützung und Verfärbung von f. 1r und f. 261v lässt vermuten, dass die Handschrift ungebunden blieb, bis sie im 15. Jh. den jetzigen Einband erhielt. Als Überzug der Holzdeckel diente eine braune Ledertapete mit eingepressten Tier- und Pflanzenmotiven; solche schmücken auch die durchbrochene Fussplatte der beiden zentralen Messingbuckel. (spe)

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Schaffhausen, Stadtbibliothek, Ministerialbibliothek, Min. 3
Pergament · 284 ff. · 36 x 26 cm · Schaffhausen · 1080-1096
Bibliorum sacrorum pars tertia

Teil der im Bücherverzeichnis des Allerheiligenklosters von ca. 1100 (Min. 17, f. 306v) aufgeführten Vollbibel in vier Bänden, von denen drei erhalten sind (Min. 2, Min. 3, Min. 4). Inhalt: Poetische Bücher (Sprüche bis Sirach), Tobias, Judith, Esther, Esra, Makkabäer. Zweispaltig, von einer Hand, mit zeitgenössischen Korrekturen. Spätere Marginalien und Glossen von verschiedenen Händen zeugen vom intensiven Gebrauch der Handschrift bis ins 14. Jh. Das 15-zeilige P der Initialzierseite (f. 7v) und die Rankeninitialen am Beginn der einzelnen Bücher und Prologe sind in roter Federzeichnung ausgeführt. Ähnlich wie in Min. 4 weisen sie Binnengründe in sattem Blau und Grün auf, die sich von den blassen Farben in Min. 2 unterscheiden. Romanischer Ledereinband des 12. Jahrhunderts, mit Streicheisenlinien und zwei Schliessen. (spe)

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Schaffhausen, Stadtbibliothek, Ministerialbibliothek, Min. 104
Pergament · 149 ff. · 21.5 x 16.5 cm · Schaffhausen · 1080-1096
Hieronymus, Athanasius, Rufinus

Im Bücherverzeichnis des Allerheiligenklosters von ca. 1100 (Min. 17, f. 306v) aufgeführte einspaltige, bis auf wenige Rankeninitialen schmucklose Abschrift von sieben hagiographischen Texten, denen wenig später eine Vita Longini angefügt wurde (f. 143v). Die gelbliche Verfärbung von f. 1r und f. 145v lässt vermuten, dass die Handschrift ungebunden blieb, bis sie in der 2. Hälfte des 15. Jahrhunderts, wie zahlreiche andere, einen Ledereinband mit Metallbuckeln und einer Schliesse erhielt. Als Spiegelblätter (f. I, f. 146) dienten, wie bei Min. 19, Min. 20, Min. 24, Min. 40, Min. 53 und Min. 55, Fragmente eines Jahrzeitbuchs des Allerheiligenklosters aus dem 14. Jahrhundert. (spe)

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Schaffhausen, Stadtbibliothek, Ministerialbibliothek, Min. 107
Pergament · 151 ff. · 26 x 20 cm · Schaffhausen · 1080-1096
Vitas Patrum

Im Bücherverzeichnis des Allerheiligenklosters von ca. 1100 (Min. 17, f. 306v) aufgeführte einspaltige Abschrift von Auszügen aus den Büchern 3 bis 6 der Vitas Patrum (Palladius Helenopolitanus, Evagrius Ponticus u. a.), ausgeführt von mehreren, eher ungeübten Händen, auf grobem Pergament mit Löchern und Flickstellen. Bis auf zwei Rankeninitialen in roter Zeichnung mit blassblauen und -grünen Binnengründen (f. 3r) ist die Handschrift schmucklos. Die Verfärbung von f. 1r und f. 148v lässt vermuten, dass sie ungebunden blieb, bis sie in der 2. Hälfte des 15. Jahrhunderts einen gelblichen Ledereinband mit Streicheisenlinien erhielt. Als Spiegelblätter dienten dabei Urkunden von 1414 (vorne) bzw. 1413 (hinten); das Wasserzeichen der Vorsätze (f. I, 149) lässt sich auf 1455 datieren. (spe)

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St. Gallen, Stiftsarchiv (Abtei Pfäfers), Cod. Fab. XXIV
Papier · 190 ff. · 33.5 x 20 cm · Ende des 16.-Anfang des 17. Jhs.
Hans Ardüser

Die Aufzeichnungen Ardüsers beginnen im Jahr 1572 und enden 1614. Die Chronik gilt als eine wichtige Quelle des politischen und gesellschaftlichen Lebens im damaligen Alt Fry Rätien. Erst in den 1870er Jahren wurde Hans Ardüsers „Rätische Chronik“ vom damaligen Bündner Kantonsschulrektor, J. Bott, entdeckt und in Druck gegeben. Ein grosser Teil der Chronik umfasst Berichte über politische Ereignisse des ausgehenden 16. und beginnenden 17. Jahrhunderts. In seinem Werk erwähnt Ardüser auch Verbrechen, die Hinrichtung von Hexen und berichtet u.a. über ausserordentliche Wetterereignisse und die daraus folgenden Missernten. Aus seinen autobiographischen Notizen, welche ebenfalls in der „Rätischen Chronik“ festgehalten sind, geht hervor, dass Ardüser ein begnadeter Leser war. Man kann daraus schliessen, dass er sein Wissen über all diese Themen aus schriftlichen Quellen wie Pfarrbüchern, zirkulierenden Nachrichtenblättern, amtlichen Druckschriften und persönlichen Kontakten zu Amtsleuten, heimkehrenden Söldnern oder reisenden Kaufleuten hatte. (jan)

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St. Gallen, Stiftsbibliothek, Cod. Sang. 768
Pergament · 112 (113) pp. · 22–22.5 x 17.5–18.5 cm · St. Gallen (?) · 10. / 11. Jahrhundert
Planctus beati Galli; Kommentar zu Boethius, Opuscula sacra; Boethius, Opuscula sacra; Ps.-Beda, De septem miraculis mundi

Der Codex enthält auf p. 59111 die Opuscula sacra des Boethius, und zwar I. De trinitate (p. 5970), II. De divinitate (Utrum pater et filius et spiritus sanctus; p. 7072), III. De hebdomadibus (Quomodo substantiae; p. 7277), IV. De fide catholica (p. 7784), V. Contra Eutychen et Nestorium (p. 84111), teilweise mit Glossen. Möglicherweise wurden Teile im 11./12. Jahrhundert ergänzt. Davor auf p. 758 der Johannes Scotus Eriugena oder Remigius von Auxerre zugeschriebene Kommentar zu den Opuscula sacra I–III und V. Auf p. 46, wohl von einer Hand des 13. Jahrhunderts, der Planctus beati Galli, Inc. Quis dabit cineres, eine Klage über den Raub des St. Galler Kirchenschatzes durch den Bischof von Konstanz. Auf p. 112 Ps.-Beda Venerabilis, De septem miraculis mundi. Die überwiegend schmucklose Handschrift weist auf p. 26 eine ichthyomorphe Initiale und auf p. 59 eine 8-zeilige I-Initiale auf. (sno)

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