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Schweizer Handschriften

Ort, Bibliothek Handschriften
Alle Bibliotheken und Sammlungen981
Sion/Sitten, Archives du Chapitre/Kapitelsarchiv 5
Fribourg/Freiburg, Archives de l'Etat de Fribourg/Staatsarchiv Freiburg 6
Bern, Burgerbibliothek 13
Porrentruy, Bibliothèque cantonale jurassienne 2
Fribourg/Freiburg, Bibliothèque cantonale et universitaire/Kantons- und Universitätsbibliothek 10
Lausanne, Bibliothèque cantonale et universitaire de Lausanne 4
Genève, Bibliothèque de Genève 32
Engelberg, Stiftsbibliothek 51
Sarnen, Benediktinerkollegium 10
Neuchâtel, Bibliothèque publique et universitaire de Neuchâtel 5
Cologny, Fondation Martin Bodmer 101
Trogen, Kantonsbibliothek Appenzell Ausserrhoden 8
St. Gallen, Stiftsbibliothek 468
Solothurn, Domschatz der St.-Ursen-Kathedrale 3
Schlatt, Eisenbibliothek 1
Fribourg/Freiburg, Couvent des Cordeliers/Franziskanerkloster 8
Wil, Dominikanerinnenkloster St. Katharina 10
Aarau, Aargauer Kantonsbibliothek 13
Frauenfeld, Kantonsbibliothek Thurgau 15
Sion/Sitten, Médiathèque du Valais 2
Orselina, Convento della Madonna del Sasso 4
Luzern, Provinzarchiv Schweizer Kapuziner Luzern 1
Aarau, Staatsarchiv Aargau 6
Beromünster, Stiftskirche St. Michael 2
Einsiedeln, Stiftsbibliothek 54
Schaffhausen, Stadtbibliothek 15
St. Gallen, Stiftsarchiv (Abtei Pfäfers) 10
Bremgarten, Stadtarchiv Bremgarten 1
Sarnen, Staatsarchiv Obwalden 1
Schaffhausen, Staatsarchiv 5
Basel, Universitätsbibliothek 9
Utopia, armarium codicum bibliophilorum 14
St. Gallen, Kantonsbibliothek, Vadianische Sammlung 18
Solothurn, Zentralbibliothek 10
Zürich, Zentralbibliothek 45
Luzern, Zentral- und Hochschulbibliothek 12
Zofingen, Stadtbibliothek 2

Schweizer Handschriften im Ausland

Land Ort, Bibliothek Handschriften
Deutschland Überlingen, Leopold-Sophien-Bibliothek 1
Österreich St. Paul in Kärnten, Stiftsbibliothek St. Paul im Lavanttal 1

Verstreute Handschriftenteile im Ausland

Land Ort, Bibliothek Handschriften
Frankreich Paris, Bibliothèque nationale de France 1
USA Cleveland, The Cleveland Museum of Art 1
Russland St. Petersburg, National Library of Russia 1

Anzahl Handschriften: 20

Bern, Burgerbibliothek, Cod. A 95.10

Pergament · 8 ff. · 32 x 24 cm · Frankreich · Ende 14. Jh.

Boèce: Livre de consolation; Guillaume de Machaut: Le confort d'ami

Das Fragment enthält mit einer französischen Übertragung der consolatio philosophiae des Boethius und dem confort d’ami des Guillaume de Machaut zwei damals in Frankreich weit ver-breitete Texte. Die 8 Blätter stammen aus der reichen Fragmentsammlung der Burgerbibliothek Bern und wurden ergänzend zu ihrer prächtig ausgestatteten Machaut-Handschrift (Cod. 218) digitalisiert. (mit)

Online seit: 23.04.2013

Cologny, Fondation Martin Bodmer, Cod. Bodmer 81

Pergament · III + 34 + III ff. · 27.5 x 19.5 cm · Köln · 15. Jahrhundert

Pessach Haggada

Diese hebräische Handschrift aus dem 15. Jahrhundert vereint die liturgischen Texte und kommentiert die Riten, welche das Passahfest rhythmisieren. Die mit Miniaturen versehende und reich illustrierte Passah-Haggadah enthält die vollständige liturgische Version der Exodus-Erzählung. Der erste Teil der Handschrift enthält den Text des italienischen Ritus, der zweite Teil jenen der Aschkenasim. Die Handschrift wurde von Joël ben Siméon geschrieben und illuminiert, der sein Werk in einem Kolophon zeichnet (f. 34r): Ich bin Joel ben Simeon, genannt Veibusch Ashkenazi – gesegnet sei sein Andenken – und stamme aus Köln, das am Ufer des Rheins liegt. (bib)

Online seit: 23.04.2013

Cologny, Fondation Martin Bodmer, Cod. Bodmer 100

Pergament · 292 ff. · 42.5 x 26.5 cm · Italien · 14. Jahrhundert

Justinian I, Digestum Vetus

Diese italienische Handschrift des 14. Jahrhunderts, vermutlich aus Bologna, enthält das Digestum Vetus, ein grundlegendes Werk, welches von der Geschichte des römischen Rechts im 14. Jahrhundert zeugt. Es umfasst verschiedene Referenztexte, die systematisch mit der Glossa ordinaria, der sog. „Magna glossa“ von Franciscus Accursius, einer Interlinearglosse und der Glosse der Glosse versehen wurden, welche Arbeiten zur Erklärung und Belehrung darstellen. Viele Maniculae (lat manicula, ae: Händchen) zeugen von der emsigen Arbeit, die eine Vielzahl von Lesern über diesen trockenen Text geleistet hat. Diese Handschrift enthält zahlreiche Pecienmarken. Auf einem herausgelösten Blatt (f. 37bis) befindet sich ein Gedicht an den Leser des italienischen Juristen Angelus Boncambius (ca. 1450).

Online seit: 23.04.2013

Cologny, Fondation Martin Bodmer, Cod. Bodmer 101

Pergament · 60 ff. · 19.6 x 13 cm · Italien (?) · 12. Jh.

Juvenal, Satiren (mit Glossen)

Enthält Juvenals Satiren (I-XVI) mit Glossen, welche vermutlich aus dem Kommentar des Pseudo-Cornutus stammen. Auf den beiden Innenseiten des Einbandes sind Fragmente in niederländischer Sprache aus einer Handschrift des 14. Jahrhunderts eingeklebt, die einen Teil des poetischen Werks Martijn von Jacob Van Maerlant, einem der grössten flämischen Dichter des Mittelalters, enthalten. (ber)

Online seit: 23.04.2013

Cologny, Fondation Martin Bodmer, Cod. Bodmer 104

Pergament · I + 158 ff. · 31.9 x 21.7 cm · Italien (Neapel?) · 15. Jahrhundert (um 1465-1475?)

Laktanz, Werke

Diese Handschrift enthält Werke von Laktanz, die in einer italienischen humanistischen Schrift in der zweiten Hälfte des 15. Jahrhunderts geschrieben wurden. Der Buchschmuck besteht aus vielen Initialen mit bianchi girari, mit seitlichen Randbordüren und einem Frontispiz, das auf drei Seiten ebenfalls mit bianchi girari und naturalistischen Elementen umgeben ist: Vögel, Schmetterlinge und ein Esel. Am unteren Rand halten zwei Putten einen Lorbeerkranz, welcher das Wappen des Auftraggebers enthält. Es gehört einem Mitglied der aragonesischen Königsfamilie von Neapel, vermutlich Ferdinand I., König von Neapel (1458-1494). Eine alte Signatur bestätigt, dass die Handschrift aus der Bibliothek der aragonesischen Könige von Neapel stammt. (ber)

Online seit: 23.04.2013

Cologny, Fondation Martin Bodmer, Cod. Bodmer 125

Pergament · I + 199 + I ff. · 29.1 x 19.2 cm · Italien · 14. Jahrhundert (um 1320?), Anmerkungen des 14.-15. Jahrhunderts

Ovid, Metamorphosen

Diese Handschrift aus Italien enthält die Metamorphosen von Ovid. Der Text ist mit Marginal- und Interlinearglossen von verschiedenen zeitgenössischen und italienischen Händen des 15. Jahrhunderts versehen. Man kann vier Typen von Anmerkungen unterschieden: strukturierende, lexikalische und philologische, intertextuelle und kommentierende, welche von der Vitalität dieses Texts von Ovid im 14. Jahrhundert bis zum Anbeginn der Neuzeit zeugen. Das Frontispiz wurde mit einem Buchstaben verziert, der ein Porträt des Autors während des Verfassens seines Werks einschliesst, und mit einer Randbordüre, welche einen Engel mit roten Flügeln enthält.

Online seit: 23.04.2013

Einsiedeln, Stiftsbibliothek, Codex 27(1195)

Pergament · 140 ff. · 15.5 x 9.5 cm · Oberitalien, Schweiz (?) · 8./9. Jh. und 9. Jh. (2. Drittel)

Ascetica

Die Handschrift besteht aus zwei Teilen und enthält verschiedene Texte asketischen Inhalts. Der erste Teil (1-24)ist von verschiedenen ungeübten Händen in einer Minuskel mit rätischem Einfluss geschrieben worden, die ins 8./9. Jh. datierbar und in einem Skriptorium Oberitaliens oder der Schweiz zu lokalisieren ist. Der zweite Teil (25-140) wird ins zweite Drittel des 9. Jhs. datiert. (ber)

Online seit: 23.04.2013

Einsiedeln, Stiftsbibliothek, Codex 60(580)

Pergament · a-b, I-II + 192 + y-z pp. · 28.8 x 13.5/13.7 cm · Westdeutschland (?) / Einsiedeln · 9. Jh. (2. Drittel) und 10. Jh. (2. Hälfte)

Alcuinus, In Genesin . Priscianus, Partitiones

Aus zwei Teilen bestehende Sammelhandschrift, welche spätestens im 14. Jh. zusammengefügt wurde, wie dies die Datierung des Einbandes bestätigt. Der erste Teil (1-85) enthält den Kommentar der Genesis von Alkuin und wird ins zweite Drittel des 9. Jhs. datiert, einige Forscher lokalisieren die Handschrift in Westdeutschland, einige in Rätien. Der zweite Teil (87-191) enthält die Partitiones des Grammatikers Priscian und wurde in Einsiedeln in der zweiten Hälfte des 10. Jhs. geschrieben. Auf der letzten Seite wurde ein Brief, der im Jahr 1288 von Heinrich II. von Güttingen, Abt von Einsiedeln (1280 bis 1299) an den Vize-Kaplan der Pfarrkirche St. Peter und Paul auf der Ufenau geschickt wurde, abgeschrieben. (ber)

Online seit: 23.04.2013

Einsiedeln, Stiftsbibliothek, Codex 157(372)

Pergament · 280 pp. · 29.5 x 15.8 cm · Schweizer Skriptorium (?) · 8./9. Jh.

Gregorius <Magnus>, Homiliae in Ezechielem prophetam. Liber I

Die Handschrift enthält die Homilien Gregors des Grossen auf den Propheten Ezechiel. Sie ist von verschiedenen Händen in einer Minuskel, die im Allgemeinen nahe der rätischen Minuskel ist, geschrieben worden. Einige Forscher meinen, dass die Handschrift in einem schweizerischen oder rätischen Skriptorium erstellt wurde. Ein Teil der Seiten 204 und 206, und die ganze Seite 214 sind in Unziale geschrieben. Die Handschrift enthält zahlreiche Initialen mit geometrischen und vegetabilen Elementen, deren Stil nahe dem Remedius-Sakramentar (Cod. Sang. 348) ist. Die maniculae von Heinrich von Ligerz bestätigen, dass die Handschrift sich schon im 14. Jh. in Einsiedeln befand. (ber)

Online seit: 23.04.2013

Einsiedeln, Stiftsbibliothek, Codex 172(1128)

Pergament · 216 pp. · 17.1 x 14.0 cm · 1. Teil vielleicht Reichenau; 2. Teil Reims · 3. Drittel des 9. Jhs. und 8./9. Jh.

Sammelband grammatikalischen Inhalts

Eine Sammelhandschrift bestehend aus zwei Teilen, die verschiedene grammatikalische Texte enthält. Vermutlich wurde die Handschrift im 14. Jh. anlässlich eines neuen Einbands zusammengefügt und seitdem befindet sie sich in der Stiftsbibliothek Einsiedeln. Der erste Teil (2-110) wurde vermutlich in Reichenau im 3. Drittel des 9. Jhs. abgeschrieben. Der zweite Teil (111-215) ist älter und ist vielleicht in Reims im 8./9. Jh. geschrieben worden. Gewisse Wissenschaftler (Bruckner) behaupten, dass die Schrift dieses zweiten Teils vielleicht churrätisch ist. (ber)

Online seit: 23.04.2013

Einsiedeln, Stiftsbibliothek, Codex 236(491)

Pergament · I-II + 148 + y-z pp. · 25.8 x 16.8 cm · Schweiz / möglicherweise Oberitalien (Taufers?) · 9. Jh. (1. Hälfte) und 14. Jh.

Sammelband verschiedenen Inhalts

Diese Sammelhandschrift besteht aus fünf Teilen. Der erste Teil (1-93) enthält ein Exemplar der Benediktsregel, die vermutlich der Hl. Meinrad († 861) nach Einsiedeln brachte. Der Text gehört textkritisch zur Gruppe des Textus receptus der Benediktsregel, wie er im 8./9. Jh. unter anderem in Oberitalien und in Montecassino festzustellen ist; bemerkenswert sind die vielen Interlinearglossen. Die anderen Teile der Sammelhandschrift enthalten: ein Martyrologium (93-108), ein Breviarium Apostolorum (98-99), zwei Hymnen (100) und ein von Heinrich von Würzburg verfasstes Gedicht (109-148). (pag)

Online seit: 23.04.2013

Einsiedeln, Stiftsbibliothek, Codex 264(731)

Pergament · a + II + 176 + z ff. · 21.0 x 13.5 cm. · Disentis · 9. Jh. (ca. Mitte)

Clemens <Romanus>, Recognitiones

Diese aus Disentis stammende Handschrift (9. Jh.) enthält die Recognitiones des Papstes Clemens I. in der lateinischen Übersetzung von Rufinus von Aquileia. Es fehlen die Bücher IV-VI und einzelne Kapitel. (pag)

Online seit: 23.04.2013

Einsiedeln, Stiftsbibliothek, Codex 347(975)

Pergament · a-b + 458 + y-z pp. · 19 x 15 cm · Rhätien · 8./9. Jh.

Eusebius <Caesariensis>, Historia ecclesiastica

Diese in rätischer Minuskel geschriebene Handschrift enthält ausgewählte Kapitel der Kirchengeschichte von Eusebius von Caesarea. (pag)

Online seit: 23.04.2013

Einsiedeln, Stiftsbibliothek, Codex 610(88)

Pergament · A + 648 pp. · 33.5 x 23.5 cm · Einsiedeln (?) · 14 Jh. (vor 1314)

Antiphonarium pro Ecclesia Einsidlensi. Pars hiemalis

Diese Antiphonarhandschrift wurde im Auftrag von Abt Johannes I. von Schwanden für das Stundengebet der Klostergemeinschaft von Einsiedeln geschrieben. Zusammen mit Cod. 611-613 bezeugt diese Handschrift die Einführung des guidonischen Notensystems mit Quadratnotation. (pag)

Online seit: 23.04.2013

Frauenfeld, Kantonsbibliothek Thurgau, Y 24

Pergament · 366 ff. · 19 x 14.3 cm · Besançon · 13./14. Jh.

Burgundisches Brevier

Brevier, rot und blau rubriziert, mit zahlreichen Initialen auf Goldgrund sowie Drolerien am unteren Blattrand. Kalendar mit den Tierkreiszeichen und den in jedem Monat fälligen bäuerlichen Arbeiten. Besonders hervorzuheben sind die blattgrossen Darstellungen des heiligen Christophorus (S. 176), der Anbetung der drei Könige (S. 178) und von Christus am Kreuz (S. 179). Aufgrund der Erwähnung von Heiligen im Kalendar und im Rest der Handschrift ist diese vermutlich in Besançon entstanden. Von dort ist sie auf ungeklärten Wegen in den Besitz der Solothurner Patrizierfamilie Wallier gelangt: Besitzvermerke von Guillaume Wallier (16. Jh.) und Henri Wallier (1605) auf S. 4 und 731, von letzterem auch im vorderen Spiegel. Im Katalog der Thurgauischen Kantonsbibliothek von 1858 wird auf S. 90 die Provenienz Fischingen angegeben. Möglicherweise ist die Handschrift durch einen der zwei Fischinger Äbte aus Solothurn, Augustin Bloch aus Oberbuchsitten (1776-1815) oder den letzten Fischinger Abt Franz Fröhlicher von Bellach (1836-1848), nach Fischingen gelangt. (lug)

Online seit: 23.04.2013

Frauenfeld, Kantonsbibliothek Thurgau, Y 80

Papier · 231 ff. · 28.5 x 20.5 cm · Bodenseeraum · 1460-1470

Sammelband mit deutschen geistlichen und weltlichen Texten aus dem Spätmittelalter

Der Sammelband ist zwischen 1460 und 1470 im Bodenseeraum entstanden. Möglicherweise befand er sich während einiger Zeit im Besitz der Kartause Ittingen bei Frauenfeld. Er enthält spätmittelalterliche geistliche und weltliche Texte, die zum Teil nach dieser Handschrift erstmals ediert wurden wie Die fünf Herzeleid Mariä, das Frauenfelder Passionsgedicht oder den Prosaroman Willehalm sowie einen Auszug aus dem Büchlein der ewigen Weisheit von Heinrich Seuse. (lug)

Online seit: 23.04.2013

Sarnen, Benediktinerkollegium, Cod. membr. 10

Pergament · 160 ff. · 30.5 x 22.5 cm · Engelberg (?) · um 1175

Chronicon murense

Diese Handschrift wurde vermutlich um 1175 im Kloster Engelberg erstellt, wie es die Schriftart und eine Notiz im Inhalt der Handschrift (8va) zu bestätigen scheinen. Sie enthält Ergänzungen und Annotationen, die um 1400 entstanden sind. Der Haupttext der Handschrift enthält eine Abschrift der sogenannten Reichenauer Kaiserchronik von Hermannus Augiensis (oder Hermannus Contractus) und der Excerpta der Fortsetzung der Chronik von Bertholdus Augiensis. Zwischen den Notizen, die in der ersten Hälfte des 14. Jahrhunderts hinzugefügt wurden, befindet sich jene, welche die Überführung des Bischoffsitzes von Windisch nach Konstanz zur Zeit König Dagoberts bezeugt (29v). Auf der letzten Seite befanden sich Notizen über die Geschichte des Klosters Muri im 14. und 15. Jahrhundert, welche vermutlich im 19. Jahrhundert entfernt wurden. Die Handschrift wird in der Liste der Handschriften von Muri von 1744 erwähnt, doch vermutlich war sie bereits um 1500 im Besitz des Klosters. (ber)

Online seit: 23.04.2013

Utopia, armarium codicum bibliophilorum, Cod. 4

Papier · 416 ff. · 13.4 x 9.8 cm · Awendants, Khizan in der Provinz Van · 1647

Armenisches Hymnarium (Sharaknots)

Liturgische Handschrift (Sharaknots), die vom Kopisten Awetis im Jahr 1647 (1096 nach dem armenischen Kalender) in Awendants, Khizan in der Provinz Van geschrieben wurde. Sie enthält 11 grosse Miniaturen und 28 Randillustrationen, die vom Maler Yovanes Gharietsi ausgeführt und signiert wurden. Er war einer der faszinierendsten Künstler der späten Schule von Vaspurakan. Die Handschrift gehört zu bestimmten, in der Region des Vansees hergestellten Hymnarien, die für private Auftraggeber erstellt wurden und deren Merkmale die prächtigen Farben und die Flechtbandornamente sind. Die Handschrift weist die armenische Khaz-Notation auf. Der Text enthält die Sammlung der in der armenischen Kirche gebräuchlichen Hymnen, in der gleichen Reihenfolge wie im Hymnarium, das in der ersten Edition in Amsterdam im Jahre 1664 gedruckt wurde. Drei weitere Hymnarien dieser Art, welche aus der Zusammenarbeit der beiden Künstler hervorgingen, sind bekannt: zwei in Jerusalem und eines in Jerewan. (ber)

Online seit: 23.04.2013

Wil, Dominikanerinnenkloster St. Katharina, M 1

Papier · 105 ff. · 33 x 22 cm · St. Gallen, Dominikanerinnenkonvent St. Katharina · zweite Hälfte des 15. Jahrhunderts (ca. 1470)

Psalterium feriatum

Diese Handschrift enthält die Psalmen, nach liturgischer Einteilung des Stundengebets, auf Lateinisch, jeweils gefolgt von der deutschen Übersetzung. Sie wurde von zwei Schreiberinnen kopiert, die Nonnen im Dominikanerinnenkonvent von St. Katharina in St. Gallen waren. Eine Hand ist wohl jene der Angela Varnbühler. Der Einband besteht aus einfachen Holztafeln, die ohne jede Verzierung mit Leder bezogen wurden, was typisch für die erste Phase des Skriptoriums von St. Katharina ist und ein zusätzliches Element darstellt, das die Herkunft der Handschrift bestätigt. (ber)

Online seit: 23.04.2013

Wil, Dominikanerinnenkloster St. Katharina, M VII

Pergament · 24 ff. · 22 x 15.5 cm · St. Gallen, Dominikanerinnenkonvent St. Katharina · 15. Jahrhundert (1484?)

Processionale

Processionale, das von den Dominikanerinnen des Konvents von St. Katharina von St. Gallen in der zweiten Hälfte des 15. Jahrhunderts geschrieben wurde. Die Handschrift ist in einer Textualis von der Hand der gleichen Nonne geschrieben, die das Processionale M VIII, vielleicht auch das Processionale M VI und die Handschrift, die heute die Signatur Cod. Sang. 1914 trägt, geschrieben hat. Es könnte sich um die Handschrift ij nv́wi procesional handeln, die 1484 in der Chronik (jetzt „Konventsbuch“) erwähnt, und im Jahr 1485, laut der gleichen Quelle, neu gebunden wurde. Der Einband besteht aus einfachen Holztafeln, die ohne jede Verzierung mit Leder bezogen wurden, was typisch für die erste Phase des Skriptoriums von St. Katharina ist und ein zusätzliches Element darstellt, das die Herkunft der Handschrift bestätigt. (ber)

Online seit: 23.04.2013
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