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Basel, Universitätsbibliothek, Codex restitutus 1
Pergament · 8 + 55 ff. · 16-26 x 13.5-17 cm · Fulda · 9. Jh.
Theodori und Theodulfus Aurelianensis ・ Ordo ad paenitentiam dandam ・ Ps. Augustinus ・ Hrabanus Maurus ・ Ambrosius Autpertus ・ Praecepta vivendi et al.

Dieser Codex enthält eine virtuelle Rekonstruktion einer Handschrift aus den Codices F III 15e und N I 1: 3c. Im Zusammenhang mit der Digitalisierung und Beschreibung von diesen zwei Codices konnte nachgewiesen werden, dass N I 1: 3c‬‬‬ um 1500 als erste Lage Bestandteil von F III 15e‬‬‬ war. Dies erklärt u.a. den Titel De conflictu viciorum et virtutum N I 1: 3c, 1r, der nur für den gesamten Codex einen Sinn ergibt. Wie der Textverlust zu Beginn und am Ende zeigt, war N I 1: 3c‬‬ aber zuvor schon einmal Teil eines anderen Codex. Der Gesamtcodex gelangte im 16. Jh. nach Basel; N I 1: 3c‬‬ wurde ebendort vor 1643 separiert. (stb)

Online seit: 17.03.2016

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Basel, Universitätsbibliothek, F III 15e
Pergament · 55 ff. · 24-26 x 15-17 cm · deutsch-angelsächsisches Gebiet (Nähe von Fulda?), Fulda und Mainz · 9. Jh.; Nachträge bis 10. Jh.
Theodori und Theodulfus Aurelianensis ・ Ordo ad paenitentiam dandam ・ Ps. Augustinus ・ Hrabanus Maurus ・ Ambrosius Autpertus ・ Praecepta vivendi et al.

Eine Fuldaer Sammelhandschrift mit Texten vor allem zum Thema der Buße und Aszetik. Sie kam ähnlich einer Reihe von Fuldaer Isidor-Codices im 16. Jh. nach Basel - möglicherweise, weil einer der enthaltenen Texte auch unter Isidors Namen überliefert ist - und entging so der Verschleppung und Vernichtung der Fuldaer Bibliothek im 30-jährigen Krieg. Die verschiedenen Teile und Textschichten sind in angelsächsischer und karolingischer Minuskel geschrieben und in Fulda sowie seinem Umfeld bis hin nach Mainz entstanden. Der vermutlich noch karolingische Ledereinband wurde in späterer Zeit insbesondere durch das Entfernen der Buchdeckel stark verändert. Offenbar in Basel wurde die ehemals erste Lage (Paenitentiale Theodori) mit deutlich kleinerem Format aus der Sammlung entfernt. Sie trägt heute die Signatur N I 1: 3c‬‬. (stb)

Online seit: 17.03.2016

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Basel, Universitätsbibliothek, N I 1:3c
Pergament · 8 ff. · 16 x 13-13,5 cm · Fulda · 1. Viertel des 9. Jhs.
Theodori und Theodulfus Aurelianensis ・ Ordo ad paenitentiam dandam ・ Ps. Augustinus ・ Hrabanus Maurus ・ Ambrosius Autpertus ・ Praecepta vivendi et al.

Der Faszikel enthält die nach dem vorliegenden Textzeugen als ‘Canones Basilienses’ bezeichneten Fassung des Paenitentiale Theodori von zwei Fuldaer Händen in angelsächsischer Minuskel des 1. Viertels des 9. Jhs. Die Lage war um 1500 Teil der heutigen Handschrift F III 15e‬‬‬‬. Dies erklärt den Titel de conflictu viciorum et virtutum 1r, der nicht zum Inhalt der Lage passt. Wie der Textverlust zu Beginn und am Ende zeigt, war N I 1: 3c aber zuvor schon einmal Teil eines anderen Codex. (stb)

Online seit: 17.03.2016

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Bern, Burgerbibliothek, Cod. 611
Pergament · 153 ff. · 18-19 x 14-14.5 cm · Frankreich: offenbar Ostfrankreich · 8. Jh. (Palimpseste 5. Jh. und 7. Jh.)
Sammelband: Merowingische Exzerpte aus grammatikalischen, patristischen, komputistischen und medizinischen Schriften

Die vermutlich in (Ost-)Frankreich entstandene merowingische Sammelhandschrift ist aus ursprünglich sechs selbständigen Teilen zusammengesetzt, die von verschiedenen, oft nicht sehr geübten Händen in verschiedenen Etappen geschrieben wurden. Bei den knapp dreissig Einzelstücken handelt es sich mehrheitlich um Texte aus grammatikalischen, patristischen, komputistischen und medizinischen Schriften. Die längeren Stücke sind unterbrochen von zahlreichen weiteren Exzerpten, die teilweise auch in Tironischen Noten verfasst sind. Vom nur unvollständig erhaltenen dritten Teil befindet sich heute ein Quaternio in Paris (BN lat. 10756). Eine Besonderheit stellt der Palimpsest im fünften Teil dar, dessen darunterliegenden Texte vermutlich im 7. Jh. bzw. in der zweiten Hälfte des 5. Jh. in Italien entstanden sind. (mit)

Online seit: 17.03.2016

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Bern, Burgerbibliothek, Cod. 803
Pergament · 1 f. · 59.7 x 13-13.5 cm · Elsass: wahrscheinlich Kloster Murbach · Ende 11./ Anfang 12. Jh.
Rotulus von Mülinen: Rezepte, Beschwörungen, Segen, De taxone liber; alphabetisches Pflanzenglossar.

Die Handschrift stammt wahrscheinlich aus den Kloster Murbach und ist ein Beispiel für den medialen Überlieferungstyp der mittelalterlichen Schriftrolle. Der Rotulus von Mülinen enthält mehr als 460 Rezepte, Beschwörungen und Segen in lateinischer Sprache, die punktuell mit althochdeutsche Interlinearglossen enthalten. Dazu kommt ein vereinzeltes rein althochdeutsches Rezept Contra paralysin theutonice. Auf der Versoseite findet sich ein umfangreiches Glossar mit über 1500 Lemmata aus dem Bereich der Medizin, die zum Teil mit lateinischen und althochdeutschen Interpretamenten versehen sind. (koe)

Online seit: 17.03.2016

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Bern, Burgerbibliothek, Cod. 847.9
Pergament · 2 ff. · 21 x 23.5 cm · 1571
Notariatsurkunde (Fragment)

Die beiden Fragmente stammen aus dem Einband von Cod. 611‬‬, aus dem sie bei der Restaurierung entfernt wurden; es handelt sich um zwei Hälften einer französischen Notariatsurkunde, mit Bezug zu Pierre Daniel. (mit)

Online seit: 17.03.2016

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Einsiedeln, Stiftsbibliothek, Codex 117(497)
Pergament · 126 pp. · 25 x 18.5 cm · Einsiedeln · Ende des 11. Jahrhunderts
Martyrologium, Regula S. Benedicti, Homiliarium

Die Handschrift enthält ein Martyrologium (S. 1-28), die Regel des Hl. Benedikt (S. 28-83) und ein Homiliar (S. 84-126). Sie wurde von zwei Kopisten in einer spätkarolingischen Minuskel geschrieben und enthält zwei mit Pflanzenzweigen aus Tinte verzierte Initialen. Im 13. Jahrhundert wurde an einer leer gelassenen Stelle am Ende des Textes der Benediktsregel (S. 83) eine Urkunde über die Gebetsverbrüderung zwischen den Abteien Einsiedeln und St. Blasien im Schwarzwald eingefügt. (ber)

Online seit: 17.03.2016

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Einsiedeln, Stiftsbibliothek, Codex 255(460)
Pergament · 252 pp. · 27 x 18.8 cm · Einsiedeln · 10. Jh. (um 960-970)
Johannes Cassianus, Vitae et Collationes

Die Handschrift beinhaltet den dritten Teil (Collationes 18-24) der Vitae et collationes patrum des Johannes Cassianus. Der Text wird durch eine ganzseitige Miniatur eingeleitet, in welcher auf einem Medaillon in der Mitte Cassianus dargestellt ist, gerade dabei sein Werk zu schreiben, umringt von vier Äbten auf kariertem Grund: Piamun und Giovanni mit einem runden, Pinufius und Theonas mit einem eckigen Nimbus. Die Handschrift gehört zu einer Codex-Gruppe, die während der Amtszeit des Abtes Thietland (961 bis ungefähr 964) geschaffen wurden. (ber)

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Einsiedeln, Stiftsbibliothek, Codex 318(733)
Pergament · 178 pp. · 21 x 19 cm · Soissons · drittes Viertel des 9. Jahrhunderts
Claudianus Mamertus, De statu animarum libri tres

Fast quadratische Handschrift mit breiten Rändern, in welche einige wenige Glossen eingefügt wurden. Der Haupttext dieser Handschrift ist das Traktat De statu animarum von Claudianus Mamertus, welches im Mittelalter weit verbreitet war. Die Handschrift wurde mit Sicherheit nicht in Einsiedeln erstellt, sondern stammt vermutlich aus Soissons. (ber)

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Einsiedeln, Stiftsbibliothek, Codex 620(423)
Papier · 98 ff. · 29 x 19.5-20 cm · 1421
Deutsches Psalter

Deutscher Psalter. Den Psalmen gehen Rubriken voran, die angeben, bei welcher Gelegenheit jeder Psalm zu beten ist. Er enthält auch einige Cantica, das Te deum und die Allerheiligenlitaneien. Die Namen in den Litaneien deuten auf eine benediktinische Herkunft hin. Die Hs. wurde im Jahr 1421 von Othmar Ortwin geschrieben. Im Jahre 1839 erwarb sie der Einsiedler Mönch und Bibliothekar P. Gallus Morell im Kloster Wurmsbach am Zürichsee. (ber)

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Engelberg, Stiftsbibliothek, Cod. 52
Pergament · 76 ff. · 26.8 x 18.4 cm · spätes 11. Jh.
Handbuch für kanonisches Recht

Engelberg 52 ist ein Handbuch für kanonisches Recht aus dem späten 11. Jahrhundert aus dem Kreis des Bernold von Konstanz († 1100), eines begeisterten Unterstützers des Papstes Gregor VII. Es enthält verschiedene kanonistische Zusammenstellungen: die Collectio 74 titulorum mit dem sogenannten Appendix svevica; zwei kurze Sammlungen De ecclesiis und De illicitis coniunctionibus; das Dekretale des Pseudo-Gelasius De libris recipiendis et non recipiendis; die ‘Kanones der vier wichtigsten Konzilien’ mit Adnotatio I als Einleitung; und die Epitome Hadriani mit Adnotatio II als Einleitung. Alle diese Texte finden sich auch in zwei eng verwandten Handschriften (St. Gallen, Stiftsbibliothek, Cod. Sang. 676, und Stuttgart, Württembergische Landesbibliothek, HB.VI.107); einige jedoch sind hier wiedergegeben in kürzerer, möglicherweise weniger entwickelter Form. Allem vorangestellt ist ein Verzeichnis der Päpste von Peter I. bis Leo IX. mit dem Zusatz von Viktor II. Obwohl die Rolle Heinrich III. in der Ernennung von vier Päpsten (von Clemens II bis Viktor II.) anerkannt wird, könnte dies die Quelle des Papst Verzeichnisses sein, das Bernold seiner Chronik zufügte (München, Bayerische Staatsbibliothek, Clm 432, fols. 10r12r). (hay)

Online seit: 17.03.2016

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Genève, Bibliothèque de Genève, Comites Latentes 102
Pergament · 2 + 367 + 2 ff. · 34.6 x 26 cm  · Paris · um 1320
Vita plurimorum sanctorum apostolorum martirum confessorum atque virginum (Heiligenviten)

Diese Handschrift ist eine hagiographische Zusammenstellung in französischer Prosa, welche das Leben der Apostel, Märtyrer, Beichtväter und Heiligen erzählt. Einige der Erzählungen werden Wauchier de Denain zugeschrieben. Die Handschrift wird ins erste Viertel des 14. Jahrhunderts datiert, wurde von Maître Papeleu und dem Buchmaler Mahiet ausgeschmückt und enthält insbesondere mehr als achtzig historisierte Initialen. (hoc)

Online seit: 17.03.2016

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Genève, Bibliothèque de Genève, Ms. lat. 55
Holz und Wachs · 4 + 6 + 2 ff. · 35.8/36 x 15.7/15.8 cm · Frankreich · 1306-1309
Auf Wachstafeln notierte Ausgabenlisten der Jahre 1306-1309 des Hôtel von Philipp IV. dem Schönen, König von Frankreich

Dadurch, dass der Codex Ms. lat. 55 der Bibliothèque de Genève aus sechs Wachstafeln mit Ausgabenlisten des Hofes König Philipps IV. des Schönen von Frankreich der Jahre 1306-1309 besteht, stellt er ein aussergewöhnliches Dokument dar. Im Laufe der Zeit wurde der Wachs schwarz und hart, was die Lektüre erschwert. Doch die Aufnahmen der Tafeln werden durch eine Transkription und das 1720-1742 von Gabriel Cramer realisierte Faksimile begleitet. Das Faksimile wird als „Ms. lat. 55 bis“ aufbewahrt. Es erlaubt, sich dem Inhalt zu nähern und durch den Vergleich des heutigen Zustandes mit jenem von 1720-1742, den Verlust von Wachsstücken zu erkennen. (jeg)

Online seit: 17.03.2016

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Genève, Bibliothèque de Genève, Ms. lat. 55 bis
Papier · 8 + 6 ff. · 39.3 x 24.8 cm · Genf · 1720-1742
Transkription und Faksimile von Ms. lat 55. der Bibliothèque de Genève

Dadurch, dass der Codex Ms. lat. 55 der Bibliothèque de Genève aus sechs Wachstafeln mit Ausgabenlisten des Hofes König Philipps IV. des Schönen von Frankreich der Jahre 1306-1309 besteht, stellt er ein aussergewöhnliches Dokument dar. Im Laufe der Zeit wurde der Wachs schwarz und hart, was die Lektüre erschwert. Doch die Aufnahmen der Tafeln werden durch eine Transkription und das 1720-1742 von Gabriel Cramer realisierte Faksimile begleitet. Das Faksimile wird als „Ms. lat. 55 bis“ aufbewahrt. Es erlaubt, sich dem Inhalt zu nähern und durch den Vergleich des heutigen Zustandes mit jenem von 1720-1742, den Verlust von Wachsstücken zu erkennen. (jeg)

Online seit: 17.03.2016

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Genève, Bibliothèque de Genève, Ms. lat. 367
Pergament · I-II + 203 + III-IV ff. · 20 x 14 cm · Maître de l’Entrée (de François I), Lyon, und ein Mitarbeiter · Beginn des 16. Jahrhunderts, nach 1511
Stundenbuch von Philibert de Viry, zum Gebrauch von Genf

Die Handschrift von Philibert de Viry ist eines der seltenen Stundenbücher zum Gebrauch der Diözese von Genf, das noch heute erhalten ist. Der Buchschmuck entstand beim Maître de l’Entrée de François I in Lyon und enthält Miniaturen, die direkt von den Holzstichen Petite Passion von Albrecht Dürer (1511) inspiriert sind. Dies ist ein frühes Zeugnis der Rezeption dieser Bildreihe in Frankreich und ein Beispiel für den häufig ungeahnten Einfluss der Gravur auf den Buchschmuck. (jeg/rou)

Online seit: 17.03.2016

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Neuchâtel, Bibliothèque publique et universitaire de Neuchâtel, AF A8
Pergament · 135 ff. · 32 x 22 cm · 14. Jahrhundert
Lancelot du lac [Artusroman]

Altfranzösische Prosahandschrift ohne Anfang. Sie wurde vermutlich auf Schafspergament geschrieben, welches ziemlich grob bearbeitet wurde. Die Initialen sind rot rubriziert. Der ausgesparte Platz für Zierinitialen blieb leer. Der Schlussteil des Textes ist beschädigt. Die 135 Blätter sind in 19 Lagen aufgeteilt. Die ersten und letzten Blätter fehlen. Möglicherweise stammt die Handschrift aus der Bibliothek der Grafen von Neuchâtel, denn sie ist im Inventar der Bibliothek von Jean de Fribourg und Rudolf von Hochberg, welches Ende 15 Jh. angelegt wurde, vermerkt. Die Handschrift wurde 1813, zusammen mit 16 anderen Stücken, vom Regierungsrat der Bibliothek von Neuenburg übergeben. (beg)

Online seit: 17.03.2016

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Neuchâtel, Bibliothèque publique et universitaire de Neuchâtel, AF A20
Papier · 164 pp. · 22 x 16.5 cm · 1572-1595
Hory Blaise, Poesie in französischer, lateinischer und deutscher Sprache

Diese Handschrift aus Papier in einem Pergamenteinband besteht aus 82 Blätter, aufgeteilt in 12 zusammengenähte, teilweise unvollständige Hefte. Blaise Hory, ein Pfarrer aus Gléresse, hat die religiös inspirierten Texte in französischer, lateinischer sowie deutscher Sprache abgefasst. Es finden sich Gebete, Danksagungen und Poesie darin. Die Handschrift gehörte der Familie Marval, die sie im Mai 1842 der Bibliothek von Neuchâtel schenkte. (beg)

Online seit: 17.03.2016

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Neuchâtel, Bibliothèque publique et universitaire de Neuchâtel, Ms. A 40
Papier · 129 + 79 pp. · 20.5 x 16.5 cm · zwischen 1654 und 1687
„Faits et gestes“ des Grafen von Neuchâtel

Zu Beginn der Handschrift ist Folgendes zu lesen (an das moderne Französisch angepasst): Faits et gestes des Comtés de Neuchâtel, depuis Conrad dixième et dernier roi de la Haute et Basse Bourgogne jusqu’au siècle courant. Description des villes et principales contrées de la Principauté de Neuchâtel en Suisse et Haute Allemagne, anciennement dite Helvétie. Description du Mont Jura. Diese einbändige Papierhandschrift, die in einen Pergamenteinband eingefasst ist und deren Herkunft anonym bleibt, gehörte 1687 einem gewissen François Gallandre. Sie enthält zwei deutlich getrennte und auch gesondert nummerierte Teile. Inhaltlich werden historische Berichte über die Grafen von Neuenburg zwischen dem 10. Jh. und 17. Jh. überliefert. (beg)

Online seit: 17.03.2016

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Neuchâtel, Bibliothèque publique et universitaire de Neuchâtel, Ms. A 45 Vol. 1
Papier · 92 pp. · 22 x 17.8 cm · [1672]
Bariller Frédéric, Neuchâtel-Chronik von 1476-1664

Diese französische Handschrift mit historischem Inhalt enthält auch Texte in lateinischer Sprache, und wurde von der Familie Merveilleux 1822 testamentarisch der Bibliothek hinterlassen. Es besteht aus vier getrennten, jeweils zusammengenähten Heften, von denen eines in einen ‬‬‬Pergamenteinband‬‬‬ eingefasst ist. Die jeweiligen Formate sind ungleichmässig und teilweise wurden Seiten beschnitten. Einige Blätter, die von anderer Hand beschrieben sind, wurden in die Paginierung integriert und eingegliedert. Das vierte Heft beinhaltet eine Liste von skizzenhaften Wappen und Emblemen. (beg)

Online seit: 17.03.2016

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Neuchâtel, Bibliothèque publique et universitaire de Neuchâtel, Ms. A 45 Vol. 2
Papier · 178 pp. · 22 x 17.8 cm · [1672]
Bariller Frédéric, Neuchâtel-Chronik von 1476-1664

Diese französische Handschrift mit historischem Inhalt enthält auch Texte in lateinischer Sprache, und wurde von der Familie Merveilleux 1822 testamentarisch der Bibliothek hinterlassen. Es besteht aus vier getrennten, jeweils zusammengenähten Heften, von denen eines in einen ‬‬‬Pergamenteinband‬‬‬ eingefasst ist. Die jeweiligen Formate sind ungleichmässig und teilweise wurden Seiten beschnitten. Einige Blätter, die von anderer Hand beschrieben sind, wurden in die Paginierung integriert und eingegliedert. Das ‬vierte Heft‬‬‬ beinhaltet eine Liste von skizzenhaften Wappen und Emblemen. (beg)

Online seit: 17.03.2016

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Neuchâtel, Bibliothèque publique et universitaire de Neuchâtel, Ms. A 45 Vol. 3
Papier · 40 pp. · 34.5 x 11. 5 cm · [1672]
Bariller Frédéric, Neuchâtel-Chronik von 1476-1664

Diese französische Handschrift mit historischem Inhalt enthält auch Texte in lateinischer Sprache, und wurde von der Familie Merveilleux 1822 testamentarisch der Bibliothek hinterlassen. Es besteht aus vier getrennten, jeweils zusammengenähten Heften, von denen eines in einen Pergamenteinband eingefasst ist. Die jeweiligen Formate sind ungleichmässig und teilweise wurden Seiten beschnitten. Einige Blätter, die von anderer Hand beschrieben sind, wurden in die Paginierung integriert und eingegliedert. Das ‬vierte Heft‬ beinhaltet eine Liste von skizzenhaften Wappen und Emblemen. (beg)

Online seit: 17.03.2016

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Neuchâtel, Bibliothèque publique et universitaire de Neuchâtel, Ms. A 45 Vol. 4
Papier · 92 pp. · 34.5 x 11cm · [1672]
Bariller Frédéric, Neuchâtel-Chronik von 1476-1664

Diese französische Handschrift mit historischem Inhalt enthält auch Texte in lateinischer Sprache, und wurde von der Familie Merveilleux 1822 testamentarisch der Bibliothek hinterlassen. Es besteht aus vier getrennten, jeweils zusammengenähten Heften, von denen eines in einen ‬‬‬Pergamenteinband‬‬‬ eingefasst ist. Die jeweiligen Formate sind ungleichmässig und teilweise wurden Seiten beschnitten. Einige Blätter, die von anderer Hand beschrieben sind, wurden in die Paginierung integriert und eingegliedert. Das vierte Heft beinhaltet eine Liste von skizzenhaften Wappen und Emblemen. (beg)

Online seit: 17.03.2016

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Neuchâtel, Bibliothèque publique et universitaire de Neuchâtel, Ms. A 558
Papier · 24 + 18 + 662 pp. · 35 x 22 cm · [1750-1790]
Abriss der Geschichte der Grafschaft Neuchâtel und deren Dependance

Diese Handschrift enthält folgende Texte: Abrégé de l’histoire du Comté de Neuchatel et de ses dépendances, Abrégé de l’histoire de la Souveraineté de Neuchatel et Valengin und Sommaire description des Comtés de Neufchatel et Vallangin. Sie gehörte der Familie de Dardel und beschreibt den historischen Zeitraum von 1035 bis 1707. Die Handschrift besteht aus einem Band, begleitet von zwei getrennten Heften, mit Randbemerkungen. Der Autor ist unbekannt. Datierung gibt es keine. Es handelt es sich um eine von zahlreichen Kopien, deren Ursprungstext auf Daniel Droz und D. Quartier-dit-Maire zurückgeführt wird, der 1749 verfasst und 1786 unter dem Titel Abrégé chronologique de l’histoire du Comté de Neuchatel et Valengin depuis l’an 1035 jusqu’en 1787 [sic] publiziert wurde. Auf Seite 661 sind drei gedruckte Blätter des Journal helvétique von Oktober 1750 eingeklebt. Erzählt wird darin von den Überschwemmung der Stadt Neuenburg vom 8. Oktober 1579, die gleichermassen auf Seite 439 der Handschrift erwähnt wird. (beg)

Online seit: 17.03.2016

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Porrentruy, Bibliothèque cantonale jurassienne, Ms. 6c
Papier · 241 ff. · 40 x 29 cm · Südwestdeutschland (Basel?) · 2. Drittel des 15. Jh.
Paulus Burgensis

Die Handschrift enthält die Additiones ad postillam Nicolai de Lyra von Paulus Burgensis, auch genannt Paulus de Santa Maria, ein spanischer Jude, der zum Katholizismus konvertierte und in der Folge Bischof, Kanzler und Exeget wurde. Die Handschrift, wurde im gleichen Atelier wie der Codex Ms. 6a‬‬‬‬‬‬‬‬ und ‬Ms. 6b‬‬‬‬‬‬‬, wahrscheinlich im zweiten Drittel des 15. Jahrhunderts im südwestdeutschen Raum erstellt. Sie ist im Inventar des Fürstbischofs Philipp von Gundelsheim (1487-1553) erwähnt. Im 18. Jahrhundert befand sie sich, gemäss dem Eintrag auf 1r, im Besitz des Jesuitenkollegiums von Porrentruy. Im 19. Jahrhundert ging die Handschrift in den Besitz des Collège de Porrentruy über, danach wurde sie in den Bestand der jurassischen Kantonsbibliothek aufgenommen. (ber)

Online seit: 17.03.2016

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Porrentruy, Bibliothèque cantonale jurassienne, Ms. 14
Pergament · 24 ff. · 21/21.5 x 14.5 cm · Niederlande · 15. Jh.
Legende (niederländisch, Fragmente)

Die niederländische Handschrift vereinigt diverse Fragmente: der Speculum perfectionis, die Léon von Assisi zugeordnet wird, und verschiedene Legenden des heiligen Polykarp, der heiligen Thekla, der heiligen Marie Romaine, der heiligen Radegundis und ein Teil der Legende der heiligen Elisabeth aus Thüringen, verfasst vom Dominikaner Dietrich von Apolda. Bevor die Handschrift nach Porrentruy gelangte, gehörte sie zum Besitz des Domherren Nicolas-Antoine Labbey de Billy, Generalvikar in Langres († 1825). (ber)

Online seit: 17.03.2016

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Porrentruy, Bibliothèque cantonale jurassienne, Ms. 19
Pergament · 231 ff. · 39.5/40 x 29 cm · 15. Jh.
Missale compositionis mixte (basileensis et lausannensis)

Dem Missale geht ein gemischter Heiligenkalender (von September bis Dezember), bezogen auf die Bistümer Basel und Lausanne voraus sowie eine Widmung der jeweiligen Kathedralen. Bezüglich des Messetextes gibt es Passagen die sich der lausanner Benutzung anpassen und solche, die sich dem basler Gebrauch richten. Eine Anmerkung auf der vorderen Innenseite liefert ein Indiz dafür, dass die Handschrift aus Saint-Ursanne stammt. (ber)

Online seit: 17.03.2016

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Porrentruy, Bibliothèque cantonale jurassienne, Ms. 22
Pergament · 634 ff. · 19 x 14 cm · Basel (?) · zwischen 1451 und 1458
Breviarium basileense

Dieses Breviarium war für den Gebrauch des Bistums Basel gedacht. Zum Teil sind auf kleinen Wappen wiederausgelöschte Hinweise sichtbar (ff. 33r, 41r, 129r, 279r), die es gestatten die Handschrift dem ehemaligen Besitz Arnolds von Rotberg zuzuordnen. Er amtierte von 1451-1458 in Basel als Bischoff. Sein Nachfolger Johann von Venningen (Bischoff von 1458-1478) datiert in einer Anmerkung auf f. 5r den Rückkauf von Schloss Porrentruy am 29. Juni 1461. (ber)

Online seit: 17.03.2016

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Porrentruy, Bibliothèque cantonale jurassienne, Ms. 23
Papier · 100 ff. · 21 x 14.5 cm · Süddeutscher Raum · 1453
Abhandlung über die Busse (Deutsch)

Diese Handschrift beinhaltet eine in deutscher Sprache gefasste Abhandlung über die Busse. Sie ist datiert auf den 25. April 1453 (f. 72r). Die Vorsatzblätter bestehen aus Fragmenten der Prima collectio decretalium Innocentii III, des Rainerius von Pomposa. (ber)

Online seit: 17.03.2016

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Porrentruy, Bibliothèque cantonale jurassienne, Ms. 24
Pergament · 19 ff. · 16.5 x 12 cm · Süddeutscher Raum · 14. Jh.
Legendae

Diese Handschrift besteht aus lediglich 19 Blättern. Auf ihnen finden sich Viten einiger Heilige aus dem Süddeutschen Raum, darunter auch die Vita Erhardi und Vita Adelberti. Bevor die Handschrift nach Porrentruy gelangte, gehörte sie zum Besitz des Domherren Nicolas-Antoine Labbey de Billy, Generalvikar in Langres († 1825). (ber)

Online seit: 17.03.2016

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Porrentruy, Bibliothèque cantonale jurassienne, Ms. 29
Papier · 286 ff. · 21.5 x 15 cm · Oberrheinischer Raum (vermutlich Basel) · 1428
Abhandlung zur Passion „Do der minnecliche got“

Die Abhandlung zur Passion Do der minnecliche got welches in dieser Handschrift abgefasst ist, wurde 1428 von Johanna von Mörsberg niedergeschrieben, oder zumindest in Auftrag gegeben. Sie gehörte dem Klarissenkonvent Gnadenthal bei Basel an und ab 1430 als Büsserin dem Konvent des Klosters Sankt Maria Magdalena an den Steinen, dass ebenfalls bei Basel lag. (ber)

Online seit: 17.03.2016

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Porrentruy, Bibliothèque cantonale jurassienne, Ms. 30
Papier · 221 ff. · 22 x 16 cm · letztes Viertel des 15. Jh.
Grammatica

Diese vom Holzwurm stark beschädigte Handschrift beinhaltet unter anderem folgende Grammatikabhandlungen: Die Ars minor cum commento des Donatus (1r-61r), die Regulae grammaticales cum commento des Nicolaus Kempf (69r-91r) und den zweiten Teil aus der Doctrinale des Alexander de Villa Dei, mit einem zusätzlichen Kommentar (95r-220v). (ber)

Online seit: 17.03.2016

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Schlatt, Eisenbibliothek, Mss 38
Papier · 1 + 444 + 1 pp. · 17 x 11 cm · 1526
Anno domini 1526 am tag fabiany vn[d] Sebastiany ayn liblichs piechel angefange[n] durch mych wocken pniowsky von aylem-berk obristem Sudy des margrafftum yn marhern […]

Der Verfasser der Handschrift nennt sich eingangs selbst (S. 3): Wok Pniowsky von Eulenberg (tsch. Vok Pňovský ze Sovince) stammte aus dem mährischen Adelsgeschlecht von Eulenberg (tsch. ze Sovince), dessen Wappen in der Handschrift abgebildet ist (S. 130). Wok ist 1499-1531 nachweisbar, er bekleidete 1518-1525 das Amt des Oberstlandrichters von Mähren. Im Jahr 1526 hat er mit dem vorliegenden Manuskript ein frühes Probierbuch verfasst, in dem Verfahren zur Analyse und Weiterverarbeitung verschiedener Erze und Metalle behandelt werden. Der erste Teil der Handschrift gliedert sich in 40 Kapitel (S. 4-130), im zweiten Teil sind die Abschnitte nicht nummeriert (S. 133-420). Angebunden ist ein später (17. Jh. ?) entstandenes Inhaltsverzeichnis (S. 429-444), das kurze Zusammenfassungen der Kapitel bietet. Die Probierkunst besass für die Praxis des frühneuzeitlichen Bergbaus und Hüttenwesens grosse Bedeutung. In der Nähe der Eulenburg (tsch. hrad Sovinec), dem Stammsitz des Geschlechts in Nordmähren, engagierte sich Wok selbst im Bergbau auf Edelmetalle (Papajík 2005, S. 198-200). In Woks Person fielen demnach der Montanunternehmer und der Probierer zusammen. Die Handschrift gehörte vor 1924 zum Bestand der Bibliothek des Gymnasialmuseums (tsch. Knihovna gymnazijního muzea) in Troppau (tsch. Opava), einer Vorgängerinstitution der heutigen Bibliothek des Schlesischen Landesmuseums (tsch. Knihovna Slezského zemského muzea). Seit 1924 gilt die Handschrift als verschollen. Nach einem verheerenden Brand im Frühjahr 1945, dem auch alle Akzessionsjournale zum Opfer gefallen sind, gibt es in der Museumsbibliothek heute keinerlei Unterlagen zur Handschrift mehr (Auskunft vom 16.07.2015). Den aktuellen Kenntnisstand der tschechischen Forschung fasst David Papajík zusammen: "Vok beschäftigte sich auch mit theoretischen Aspekten des Bergbaus. Im Jahre 1526 verfasste er darüber ein umfangreiches, 420 Seiten umfassendes deutschsprachiges Werk, das zwar bis in die jüngste Vergangenheit erhalten geblieben und in der Bibliothek des Museums von Opava aufbewahrt worden, aber schon 1924 verschollen war. Wir kennen lediglich eine Beschreibung aus dem Jahr 1881, die Josef Zukal angefertigt hat. [...]. Es ist ungemein schade, dass sich dieses einzigartige Dokument der damaligen Auffassungen des Bergbaus nicht bis in die Gegenwart erhalten hat" (Papajík 2005, S. 200). Die erwähnte Beschreibung von 1881 bietet zusätzlich folgende Informationen: «Ms. chart. sec. XVI. Kl. Oct. kunstlos in schwarzes Leder geheftet, 420 Seiten [...]. Die Gegend von Eulenberg hatte im 15. und 16. Jahrhundert einen schwunghaften Bergbau; dem praktischen Bedürfniss [sic!] verdankt also das vorliegende Werk seine Entstehung. Es ist zweifelsohne Wok’s Originalmanuscript und gewährt einen interessanten Einblick in den [d]amaligen Stand der Metallurgie. Der beigefügte Index stammt von einer andern Hand aus viel späterer Zeit; dieser Umstand sowie die starke Abnützung zeigen, dass das Buch lange gebraucht worden ist» (Zukal 1881, S. 15 f.). Die Handschrift wurde 1955 in New York erworben. (ruh)

Online seit: 17.03.2016

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Solothurn, Zentralbibliothek, Cod. S 160
Papier · 187 + III ff. · 21 x 15 cm · Oberrhein/Schweiz (Zürich?) · Anfang des 15. Jahrhunderts
Sammelhandschrift für Dominikanerinnen: Psalterium und Cantica, deutsch

Diese deutschsprachige Sammelhandschrift ist Anfang des 15. Jahrhunderts vermutlich im Zürcher Dominikanerinnenkloster Oetenbach entstanden. Sie enthält neben dem liturgischen Psalter (für das monastische Stundengebet, Psalterium feriatum) auch die Cantica des Breviers und die Heiligenlitanei in deutscher Sprache, sowie ein Gebet. Spätestens im 17. Jahrhundert befand sich die Handschrift im Besitz des Solothurner St. Ursenstifts. (hol)

Online seit: 17.03.2016

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Solothurn, Zentralbibliothek, Cod. S 398
Papier · 868 + IV ff. · ca. 21 x 17 cm · Obwalden · um 1560
Sammelhandschrift

Die Sammelhandschrift wurde in den 1560er Jahren in Obwalden angelegt, als Schreiber nennt sich ein Hans Werb. Sie enthält neben mittelalterlichen mystischen Texten (Rulman Merswin, Neunfelsenbuch; Heinrich Seuse, Büchlein der ewigen Weisheit) weitere geistliche Texte wie Gebete, Betrachtungen, Prophezeiungen, Legenden (u.a. um Niklaus von Flüe) und Abschriften von zeitgenössischen Flugschriften. (hol)

Online seit: 17.03.2016

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Solothurn, Zentralbibliothek, Cod. SI 144
Papier · 340 + II ff. · 28.5 x 21 cm · Oberrhein/Schweiz · um 1460/1470
Österreichischer Bibelübersetzer: Psalmenkommentar; Cantica, deutsch

Diese Handschrift entstand im dritten Viertel des 15. Jahrhunderts vermutlich im oberrheinischen Raum bzw. in der Schweiz, wie auch der ursprüngliche, mit zahlreichen Einzelstempeln versehene, Einband zeigt. Neben der kommentierten Psalmenübersetzung, die früher Heinrich von Mügeln zugeschrieben wurde, enthält die Handschrift auch die Cantica des Breviers auf Deutsch. Unter welchen Umständen der Band nach Solothurn kam, ist nicht genauer bekannt. (hol)

Online seit: 17.03.2016

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St. Gallen, Stiftsbibliothek, Cod. Sang. 76
Pergament · 858 (822) pp. · 34.4 x 48.3 cm · St. Gallen (?) · 12. Jahrhundert
Biblia latina utriusque Testamenti

Grossformatige Vollbibel, nur die Psalmen und das Buch Baruch sind darin nicht enthalten. Mit mehrzeiligen roten Initialen zu Beginn der einzelnen Bücher (z. B. p. 3). Auf der Innenseite des Hinterdeckels Abklatsche von Blättern in Unzialschrift, wahrscheinlich einer Vetus-Latina-Version des 5. Jahrhunderts. (sno)

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St. Gallen, Stiftsbibliothek, Cod. Sang. 384
Pergament · 508 pp. · 21 x 14.5 cm · 13.–15. Jahrhundert
Breviarium

Breviarium, bestehend aus mehreren Teilen: 1) Capitula und orationes für die Zeit vom 1. Advent bis zur Pfingstoktav sowie für Sonntage und Wochentage (p. 348). 2) Proprium de tempore (mit Lesungen, Gebeten, Predigtauszügen, Antiphonen, Responsorien und Hymnen), für die Zeit vom 1. Advent bis zum Samstag nach Pfingsten (p. 49280). Die Antiphonen und Responsorien sind mit Neumen versehen. 3) Proprium de sanctis (p. 281419), die Gesänge hier ohne Neumen. Es beginnt mit dem hl. Andreas (30. November) und endet mit der hl. Petronella (31. Mai). 4) Proprium für Ostern bis zum zweiten Sonntag nach der Osteroktav (p. 421466). 5) Responsorien und Antiphonen De sanctis in pascali tempore (p. 466468). 6) Lectiones per totam ebdomadam für Wochentage der dritten und vierten Woche nach der Osteroktav (p. 469484). 7) Capitula für Nokturnen, Sext und Non in der Osterzeit (p. 485). 8) Orationes für Nokturnen, Sext und Non an Wochentagen usque ad ascensionem Domini (p. 486487). 9) Capitula und orationes für Vespern, Laudes und Sext für den ersten bis vierten Sonntag nach der Osteroktav (p. 488489). 10) Hymnen (und Sequenz Cantemus cuncti melodum, p. 504) (p. 502504 und 506). Die Teile 1–3 wurden zum grössten Teil im 13. Jahrhundert geschrieben (mit zahlreichen Nachträgen und Korrekturen auf Rasur bis ins 15. Jahrhundert). Teile 4–6 stammen aus dem 14. Jahrhundert, Teile 7–10 aus dem 15. Jahrhundert. Spätestens seit dem 15. Jahrhundert (vielleicht 1450, vgl. p. 1) im Besitz des Klosters St. Gallen. (sno)

Online seit: 17.03.2016

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St. Gallen, Stiftsbibliothek, Cod. Sang. 840
Papier · 209 ff. · 22 x 16.2 cm · Provenienz unbekannt · 1459
Kommentar des Nikolaus Theoderici von Amsterdam zur Metaphysik des Aristoteles

Abschrift des Kommentars des Philosophen Nikolaus Theoderici von Amsterdam († vor 1456 in Greifswald) zu den ersten zwölf Büchern der Metaphysik des Aristoteles (Quaestiones Metaphysicae), fertiggestellt am 21. Mai 1459 (fol. 203v). Dem Text folgt auf fol. 204r205r ein Inhaltsverzeichnis. Gemäss dem Besitzeintrag auf fol. 209v (Liber monasterii sancti Galli) dürfte sich der Band um 1500 in der Bibliothek des Klosters St. Gallen befunden haben. Die Notizen auf fol. 1r (genannt werden ein Wernher Müntzmaister; Jakob Grübel; Albert von Glarus) lassen darauf schliessen, dass sich der Band bereits vorher in der Ostschweiz befunden haben dürfte. Theoderici war ab 1422 Professor an der theologischen Fakultät der Universitäten Rostock, Leipzig und Greifswald; Studenten aus St. Gallen sind im 15. Jahrhundert in Leipzig nachweisbar. (smu)

Online seit: 17.03.2016

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St. Gallen, Stiftsbibliothek, Cod. Sang. 965
Papier · 484 pp. · 21.2 x 14.7 cm · Frauengemeinschaft von St. Georgen oberhalb von St. Gallen; Friedrich Kölner (oder Colner); weitere (drei?) Schreiber · 1430/36 (Teile Kölner); 15. Jahrhundert (übrige Teile)
Sammelhandschrift des 15. Jahrhunderts mit aszetisch-mystischen Texten

Die wahrscheinlich für die Frauengemeinschaft von St. Georgen oberhalb von St. Gallen in nordostschweizerisch-alemannischer Mundart geschriebene Sammelhandschrift enthält zahlreiche kürzere und längere Texte von bekannten und unbekannten Autoren, unter anderem: p. 1106: Thomas a Kempis, 3. Buch der Imitatio Christi; p. 106123: Bonaventura, Exzerpte aus dem Werk De triplici via; p. 124126: St. Georgener Prediger, Predigt Geistliche Blume; p. 126134: Meister Eckhart (zugeschrieben), Traktat Von der Vollkommenheit; p. 135166: Johannes Tauler, Predigt über Mt 13,8 und weitere Predigtexzerpte; p. 167181: zwei anonyme Predigten Vom Leiden und Meiden; p. 184259: Traktat von der Schwester Katrei; p. 259268 anonymes Lehrgespräch mit Fragen des Timotheus an Paulus; p. 271372: Johannes von Neumarkt, Auszüge aus dem 3. sogenannten Hieronymus-Brief; p. 377407: Marquard von Lindau, Hiob-Traktat; p. 409434 und p. 472481 (von einem Buchbinder falsch zusammengebunden): Das Buch des Lebens eines anonymen Autors; p. 435442: Auszüge aus Meister Wichwolt (Cronica Alexandri des grossen Königs); p. 446448: Ps.-Berthold von Regensburg, Zehn Lehren Bertholds für eine geistliche Schwester. Ungefähr die Hälfte der Texte schrieb der von 1430 bis 1436 im Kloster St. Gallen tätige Hersfelder Reformmönch Friedrich Kölner; die übrigen Teile wurden im 15. Jahrhundert von drei weiteren Händen geschrieben. (smu)

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St. Gallen, Stiftsbibliothek, Cod. Sang. 1119
Papier · 226 + 82 pp. · 19.8 x 155 cm · Paris, Collège de Navarre · 1565/1566
Universitäre Lehrtexte aus dem Collège de Navarre in Paris

Der Band enthält vier Texte: 1. (p. 1149) Vom St. Galler Konventualen Mauritius Enk (1538-1575) angefertigte Mitschrift von Vorlesungen des Michael Dionysius über die Libri magistri sententiarum (die Sentenzen des Petrus Lombardus). Dionysius begann die Vorlesung am 10. Dezember 1565 (p. 1) und brach sie am 4. Februar 1566 mangels Zuhörern ab (p. 149: ob defectum auditorum). 2. (p. 153195) Annotationes de immortalitate animae des spanischen Jesuiten Johannes Maldonatus in einer Mitschrift des St. Galler Konventualen Johannes Ruostaller († 1575). 3. (p. 197203) Notizen von Mauritius Enk. 4. (p. 205226) Kirchenrechtliche Abhandlung über Priester, die in eheähnlichen Verhältnissen leben (Quid sit sentiendum de concubinariis), notiert von einem späteren (?) Schreiber. Auf p. 220 ein an Priester gerichtetes kurzes Gedicht in Distichen (Ad quemvis sacerdotem, Inc. Huc age, tende gradus) mit der Aufforderung, das Büchlein immer wieder zu lesen und das Gelesene zu befolgen. (sno)

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St. Gallen, Stiftsbibliothek, Cod. Sang. 1346
Papier · 7 + 120 pp. · 16.5 x 20 cm · Jodocus Metzler · 1611 (?)
Columban der Jüngere, Instructiones, Epistulae

Vom St. Galler Konventualen Jodocus Metzler (1574–1639) angefertigte Abschrift von Werken Columbans des Jüngeren: Instructiones I–XIII (p. 158), Exhortatoria S. Columbani in conventu ad Fratres (p. 5860; Autorschaft Columbans ist zweifelhaft), Epistula IV (p. 6070), Epistula VI (= Instructio XIV) (p. 7072), De octo vitiis (p. 7374), Epistulae III, II, V, I (p. 74119). Gemäss Aussage Metzlers auf p. 1 kopierte er einen in irischer Schrift geschriebenen Codex aus Bobbio (ex manuscripto codice monasterii Bobiensis, litteris Hibernicis confecto); dieser ist heute allerdings nicht mehr erhalten. Metzler fertigte die Abschrift möglicherweise 1611 auf einer seiner Rom-Reisen bei einem Zwischenhalt in Bobbio an. Für Columbans Briefe I–V ist sie der einzige handschriftliche Textzeuge. Es ist denkbar, dass Metzlers Abschrift auf dieselben Codices zurückgeht wie die postum erschienene Edition von Patrick Fleming (Collectanea sacra, Löwen 1667; Fleming kopierte 1623 zwei heute ebenfalls verlorene Handschriften aus Bobbio). (sno)

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St. Gallen, Stiftsbibliothek, Cod. Sang. 1718a
Papier · VII + 691 + 82 + 60 pp. · 31.7 x 21 cm · Kloster St. Gallen (P. Gregor Schnyder) · 1693 (mit zeitgenössischen Nachträgen bis 1793)
Das Hierogazophylacium Monasterii Sancti Galli – das Verzeichnis des Kirchenschatzes im Gallusmünster aus dem Jahr 1693

Band 1 des sechsbändigen sogenannten Sacrarium Sancti Galli (der zum Zeitpunkt der Handschriftenkatalogisierung von Gustav Scherrer vor 1875 nicht auffindbar war). Die Bände 2 bis 6 des Sacrarium tragen die Signaturen Cod. Sang. 1719−1723. Dieser Band verzeichnet die im Jahr 1693 im Kirchenschatz des Klosters St. Gallen befindlichen Kultgegenstände wie Kelche, Statuen, Monstranzen, Leuchter, kleine Altärchen, Patenen, Rauchfässer, Reliquiare etc. Diese von Pater Gregor Schnyder (1642−1708) zusammengestellte und geschriebene, dem damaligen St. Galler Fürstabt Cölestin Sfondrati (1687−1696) gewidmete Übersicht umfasst historische Informationen zu den einzelnen Kultgegenständen und illustriert die Objekte mit 60 naturgetreu gezeichneten Deckfarbenbildern. Da bei den militärischen Einmärschen von Zürcher und Berner Truppen im Jahr 1712 und von Franzosen im Mai 1798 sowie bei der 1805 erfolgten Säkularisierung des Klosters und der anschliessenden Liquidierung eines grossen Teils des Stiftsbesitzes viele dieser Gegenstände verloren gingen, in Beschlag genommen oder eingeschmolzen wurden, kommt diesem Verzeichnis hohe Bedeutung zu. Verschiedene Arbeiten von namhaften Gold- und Silberschmieden der Frühen Neuzeit (u.a. Hans Jacob Bayr, Augsburg; Heinrich Domeisen, Rapperswil; Fidel Ramsperg, Appenzell; Johannes Renner, Wil) sind nur dank dem Hierogazophylacium (verdeutscht: Heiligschatzbehälter) rekonstruierbar. Andere Kultgegenstände sind heute noch im Domschatz von St. Gallen erhalten, so etwa der heute noch in liturgischem Gebrauch befindliche Löffel des heiligen Gallus (p. 170b) oder die kleine Reliquienmonstranz mit Teilen des Bussgürtels und des Bussgewandes des heiligen Gallus (p. 168b). Ein besonderes Augenmerk richtete P. Gregor Schnyder in seiner Zusammenstellung auf die in den verschiedenen Gegenständen enthaltenen Reliquien; er nannte ihre Herkunft und kopierte Atteste über ihre Echtheit. Der Band wird durch ein in Brauntönen gehaltenes Frontispiz (fol. IIIr) eingeleitet, das die Gründungslegende des Klosters St. Gallen vor dem Hintergrund des Gallusmünsters in der Zeit um 1693 zeigt. (smu)

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