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Aarau, Aargauer Kantonsbibliothek, MsWett 4
Pergament · 112 ff. · 16 x 11.5 cm · zweite Hälfte des 13. Jahrhunderts
Richardus de Sancto Victore; Hugo de Sancto Victore; Augustinus; De canone mystici libaminis; Ps.-Bernardus Claraevallensis

Die in frühgotischer Minuskel geschriebene Sammelhandschrift der zweiten Hälfte des 13. Jahrhunderts besteht aus fünf Teilen. Unter anderem beinhaltet sie den Beniamin minor des Richard von St. Viktor, mehrere Schriften von Hugo von St. Viktor, das De sermone domini in monte secundum Matthaeum des Augustinus und das De cognitione humanae conditionis des Bernhard von Clairvaux. Auf dem letzten Blatt sind Notizen zu Rezepten und Heilsegen. (red)

Online seit: 17.12.2015

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Aarau, Aargauer Kantonsbibliothek, MsWettF 13
Pergament · 104 ff. · 26.5 x 19 cm · zweite Hälfte des 12. Jahrhunderts; 17. Jahrhundert
Epistolare OCist

Liturgiebuch (Epistolare Cisterciense), welches sich sowohl paläographisch als auch aufgrund der darin gebotenen Festfolge ziemlich genau um 1173 datieren lässt. Das Epistelbuch ist die zweitälteste Handschrift unter den Wettinger Kodizes, die dem Kloster Wettingen allem Anschein nach bei der Neugründung im Jahre 1227 als Geschenk des Mutterklosters Salem überbracht wurde. (mul)

Online seit: 17.12.2015

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Aarau, Aargauer Kantonsbibliothek, MsWettFm 2
Pergament · 187 ff. · 61 x 41 cm · Köln · 1330-1335
Graduale oesa, Proprium de tempore, pars aestivalis

Zweiter Band des dreiteiligen sogenannten Wettinger Graduale, entstanden in Köln für ein Kloster der Augustiner-Eremiten und nach der Reformation aus Zürich ins Zisterzienserkloster Wettingen gelangt. Die Bildinitialen des zweiten Bandes stammen vom Jüngeren Gradualmeister. (sau)

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Appenzell, Landesarchiv Appenzell Innerrhoden, E.10.02.01.01
Pergament · 86 + 7 + 2 ff. · 28 x 21 cm · 1585
Silbernes Landbuch

Das Silberne Landbuch enthält auf 86 Pergamentblättern die Satzungen des gemeinsamen Landes Appenzell. Es ist eine Zusammenfügung älterer Rechtstexte und wurde in späterer Zeit mit neuen Satzungen ergänzt. Im Zuge der Landteilung 1597 ging das Landbuch in das Eigentum des Kantons Appenzell Innerrhoden über und besass bis ins 19. Jahrhundert Geltung. Aufwendig gestaltete Miniaturen und Initialen verweisen auf die hohe Relevanz des Bandes. (fre)

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Appenzell, Landesarchiv Appenzell Innerrhoden, M.03.02/PfAA A 2.1
Pergament · 158 ff. · 32 x 22 cm · um 1160
Appenzeller Missale

Das Missale ist das älteste bis heute überlieferte Dokument im Kanton Appenzell Innerrhoden und befindet sich im Besitz der Pfarrei St. Mauritius Appenzell. Es entstand wohl für eine im Bistum Konstanz gelegene Kirche, seine genaue Herkunft ist jedoch unbekannt. Von Bedeutung für die Appenzeller Landesgeschichte ist das Missale auch deshalb, weil sich darin die einzige überlieferte Abschrift der Stiftungsurkunde der Pfarrei Appenzell von 1071 befindet. Der Band umfasst getrennte Corpora (Kalendar, Graduale, Sequentiar, Sakramentar, Lektionar). Das Kalendar ist besonders reich mit Heiligenfesten besetzt, wobei keines als Patronatsfest rubriziert ist. (fre)

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Appenzell, Landesarchiv Appenzell Innerrhoden, M.03.02/PfAA A 2.3
Papier · 265 ff. · 30 x 22 cm · 1466
Sermones de tempore et de sanctis

Der Band Sermones de tempore et de Sanctis umfasst Sonntags- und Festtagspredigten, die der primissarius Michael Kuhn in Hundwil gemäss den Angaben auf der letzten Seite bis 1466 niedergeschrieben hatte. Der Band befindet sich heute im Eigentum der Pfarrei St. Mauritius Appenzell. (fre)

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Appenzell, Landesarchiv Appenzell Innerrhoden, M.03.02/PfAA B 6.1.01.01f
Pergament · 80 ff. · 42 x 33 cm · 1566
Jahrzeitbuch

Das Jahrzeitbuch der Pfarrei St. Mauritius Appenzell war nach dem grossen Dorfbrand von 1560 angelegt worden und ersetzte ein älteres, verbranntes Exemplar. Im als Gedicht abgefassten Prolog werden Abfassungszeit, Schreiber und Auftraggeber des Werkes erwähnt. Jahrzeitstiftungen vor dem Dorfbrand mussten aus dem Gedächtnis rekonstruiert werden, spätere wurden bis 1650 nachgeführt. (fre)

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Bern, Burgerbibliothek, Cod. 165
Pergament · 219 ff. · 32.5 x 24.5 cm · Frankreich: Tours, Abtei Saint-Martin OSB · zweites Viertel des 9. Jh
Vergilius: Bucolica, Georgica, Aeneis / Scholia Turonensia

Prächtige Gesamtausgabe der Werke Vergils (Bucolica, Georgica, Aeneis), die vom Leviten Berno dem Benediktinerkloster Saint-Martin in Tours geschenkt wurde (Eintrag und Bücherfluch auf f. 1v). Der Vergiltext ist mit zahlreichen spätantiken Kommentaren (Scholien) des Servius und des Donatus durchsetzt, die in dieser Form fast ausschliesslich in Bongarsiana-Handschriften überliefert sind. Cod. 165 bietet allerdings nicht die reinen Scholia Bernensia wie Cod. 167 und Cod. 172, sondern eine offenbar in Tours angefertigte Zusammenstellung verschiedener Scholiasten – deshalb der Name Scholia Turonensia. (mit)

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Bern, Burgerbibliothek, Cod. 167
Pergament · 214 ff. · 32 x 23-23.5 cm · Frankreich: Auxerre oder Bretagne · zweite Hälfte 9. Jh.
Vergilius: Bucolica, Georgica, Aeneis / Scholia Bernensia

In Zusammenhang mit Auxerre stehende Gesamtausgabe der Werke Vergils (Bucolica, Georgica, Aeneis). Die Handschrift enthält zu Beginn zahlreiche Paratexte zu Vergil, wie die Viten, Argumenta etc.; ab f. 6v ist die innere Spalte jeweils für den Text, die äussere für die Scholien reserviert. Der Vergiltext ist mit zahlreichen spätantiken Kommentaren (Scholien) des Servius und des Donatus durchsetzt, die in dieser Form fast ausschliesslich in Bongarsiana-Handschriften überliefert sind. Cod. 167 bietet die reinen Scholia Bernensia, allerdings nur die linke, nicht aber die rechte Kolumne von Cod. 172; ob er von letzterem kopiert wurde, ist umstritten. (mit)

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Bern, Burgerbibliothek, Cod. 172
Pergament · 151 ff. · 31-31.5 x 27.5-28 cm · Frankreich: Fleury. Umkreis von Paris (Saint-Denis?) · zweites Drittel 9. Jahrhundert
Vergilius: Bucolica, Georgica, Aeneis / Scholia Bernensia

Aus Fleury stammende Gesamtausgabe der Werke Vergils. Die Handschrift enthält nur die Bucolica, Georgica sowie die ersten fünf Bücher der Aeneis, der zweite Teil mit den Büchern VI bis XII befindet sich heute in Paris (Bibliothèque Nationale, lat. 7929). Die Handschrift enthält zu Beginn die sog. Vita Donatiana und verschiedene leicht spätere Texte. Sie ist sorgfältig kalligraphisch gestaltet, so ist die mittlere Textspalte jeweils rechts und links von einer Scholienspalte eingefasst. Cod. 172 ist der Hauptvertreter der Scholien (= Kommentare) des Servius und des Donatus, die in dieser Form fast ausschliesslich in Bongarsiana-Handschriften überliefert sind. (mit)

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Bern, Burgerbibliothek, Cod. 756.72
Pergament · 1 f. · 13 x 31 cm · 1580-1590
Französische Notariatsurkunde (Einbandmakulatur von Cod. 172)

Das Fragment wurde bei der Restaurierung des Vorgängereinbandes von Cod. 172‬‬ entfernt; es stammt vermutlich aus der Anwaltskanzlei Pierre Daniels in Orléans, wie dessen Name auf der Urkunde bezeugt. (mit)

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Cologny, Fondation Martin Bodmer, Cod. Bodmer 12
Pergament · I + 319 ff. · 33.5 x 25 cm · Italien (Florenz?) · Beginn des 15. Jh.
Augustinus, De civitate Dei, italienische Übersetzung von Jacopo Passavanti (?)

Vom Gottesstaat, dem eindrücklichen apologetischen Werk Augustins in 22 Büchern, existiert nur eine einzige volkssprachige Übersetzung ins Italienische, die am Ende des 14. oder zu Beginn des 15. Jahrhunderts erstellt wurde. Diese wird normalerweise dem Florentiner Dominikaner Jacopo Passavanti (ca. 1302 – 1357) zugeschrieben, doch entbehrt diese Zuschreibung jeglicher Grundlage. Das Frontispiz der Handschrift ist reich verziert mit Blattwerk auf allen vier Rändern und Rankeninitialen zu Beginn jedes einzelnen Buches. (ber)

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Cologny, Fondation Martin Bodmer, Cod. Bodmer 36
Papier · I + 107 + I ff. · 29.1 x 21 cm · Rheinfranken · 1. Viertel des 15. Jhs.
Frühneuhochdeutscher Psalter mit Cantica

In einer zweispaltig geschriebenen Bastarda mit Fleuronné-Initialenschmuck aus dem 1. Viertel des 15. Jhs. (Wetzel) mit zwei auf dem alten Vorsatzblatt (Bl. 1r) noch im 15. Jh. (Wetzel) nachgetragenen astrologischen Tafeln. Der rheinfränkische (hessische?) Text des Psalters ist eng verwandt mit dem Psalter Göttingen, Niedersächsische Staats- und Universitätsbibliothek, Cod. Ms. theol. 214 vom Beginn des 15. Jhs. R. Wetzel nimmt mindestens eine gemeinsame Vorlage an. Damit gehört die Übersetzung in Schöndorfs 9. Gruppe, Untergruppe c) um München, Bayerische Staatsbibliothek, Cgm 182 bzw. zu Walters 18. Psalter. (kun)

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Cologny, Fondation Martin Bodmer, Cod. Bodmer 66
Papier · 24 pp. · 16.2 x 9.7 cm · Mitte des 18. Jahrhunderts
Doktor Fausts Dreifacher Höllenzwang

Zu Beginn des 17. Jahrhunderts wurde ein Buch der Schwarzen Magie veröffentlicht, welches dem mythenhaften Faust unter dem Namen Höllenzwang zugeschrieben wurde. Die Bibliothek von Weimar besass eine Handschrift dieses Textes, von welcher Goethe Kenntnis hatte. Eine ähnliche Handschrift konnte Martin Bodmer 1949 kaufen. Dieses Dokument, welches schwierig zu datieren ist, wurde in unverständlichen Zeichen geschrieben und soll laut einer deutschen Glosse eine Anzahl von magischen Zaubersprüchen für Exorzisten enthalten, mit welchen man namentlich die sieben Dämonen herbeirufen kann. (red)

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Cologny, Fondation Martin Bodmer, Cod. Bodmer 106
Pergament · 2 ff. · 16.2 x 24.4-25 cm; 16 x 13.5 cm · vermutlich Konstantinopel · 11. Jh.
Fragmente eines Lektionars des Neuen Testaments

Zwei aneinandergrenzende Fragmente des selben Blattes, das früher zu einem Luxus-Lektionar des Neuen Testaments gehörte, welches im 11. Jahrhundert, vermutlich in Konstantinopel, abgeschrieben wurde. Diese beiden Stücke wurden später auch für zahlreiche ungeschickte Zeichnungen, Graffiti und Rechenübungen benutzt. (and)

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Cologny, Fondation Martin Bodmer, Cod. Bodmer 149
Pergament · III + 64 + II ff. · 31.3 x 20.5 cm · Frankreich · 16. Jahrhundert
Diego de San Pedro, Carcel de amor

Die Handschrift enthält die französische Übersetzung von François Dassy des Carcel de amor von Diego San Pedro (1437-1498). Diese stützt sich auf die italienische Übersetzung von Lelio Manfredi, die 1513 fertiggestellt wurde. Diego de San Pedro ist ein Dichter und Erzähler der frühen spanischen Renaissance, der vermutlich hebräischer Abstammung war und zum Christentum konvertierte. Carcel de amor, eine seiner beiden bekannten Novellen, ist eine Liebesgeschichte über die Bezähmung der leidenschaftlichen Liebe durch die Vernunft. Sie wurde 1492 in Sevilla zum ersten Mal gedruckt und in verschiedene Sprachen übersetzt. Die Handschrift ist mit 19 Vignetten illustriert, welche meist von architektonischen Rahmen umgeben sind, in welchen Personen in zeitgenössischen Kleidern dargestellt sind. Die Handschrift wurde vermutlich zwischen 1521 und 1527 für Charles III. de Bourbon-Montpensier (Charles de Bourbon) ausgeführt – sein Wappen befindet sich nämlich auf f. 1v. Bevor die Handschrift zur Sammlung von Martin Bodmer kam, gehörte sie der Familie Demidow, dem Grafen Alexis Golowkin und Sir Thomas Philipps. (ber)

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Cologny, Fondation Martin Bodmer, Cod. Bodmer 165
Pergament · 54 ff. · 25.8 x 16.4 cm · Frankreich · 12. Jh.
Vergilius, Aeneis (I-VI)

Die französische Handschrift des 12. Jahrhunderts enthält die ersten sechs Bücher der Aeneis von Vergil mit den Argumenta, die dem Pseudo-Ovid zugeschrieben werden. Unter den berühmten Vorbesitzern dieses Codex ist Montesquieu (1689-1755) hervorzuheben, dessen Exlibris wir auf Blatt 1r finden. Später gelangte die Handschrift in den Besitz von Sir Thomas Philipps, von dem Martin Bodmer diese für seine Sammlung kaufte. (ber)

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Cologny, Fondation Martin Bodmer, Cod. Bodmer 172
Pergament · 194 ff. · 20 x 13 cm · Neapel · um 1490
Anthologia latina

Humanistische Handschrift der italienischen Spätrenaissance mit Auszügen aus verschiedenen Werken lateinischer und griechischer Autoren, unter anderem von Plinius, Cicero, Silius Italicus, Plautus, Titus Livius, Horaz, Sallust, Plutarch, Seneca und anderen. E. Pellegrin ordnet die Schrift wie schön früher Tammaro de Marini dem Kopisten Gian Marco Cinico zu, der zwischen 1458 und 1494 für die Könige von Neapel arbeitete. Die verschiedenen Teile beginnen mit Initialen aus Gold mit bianchi Girari, die nur teilweise ausgeführt wurden (Bll. 1v, 4v, 20r, 22r, 50r, 186v). Einige Ranken wurden ausgelassen, finden sich aber auf einem blauen, roten, grünen oder schwarzen Hintergrund, andere wurden rosa, grün oder blau eingefärbt und und finden sich auf schwarzem oder goldenem Hintergrund. Viele sind mit Putten und Tieren wie Hasen, Hirschen, Schmetterlingen oder Vögeln versehen. In zahlreichen Rahmen sind Putten dargestellt, die jagen oder andere spielerische Aktivitäten ausführen (z.B. Bll. 55r, 79r, 139r, 169r). (ber)

Online seit: 17.12.2015

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Cologny, Fondation Martin Bodmer, Cod. Bodmer 182
Pergament · 81 ff. · 29 x 21.5 cm · Deutschland (Tegernsee?) · 11./12. Jh.
Adnotationes super Lucanum

In dieser Handschrift finden sich die Adnotationes super Lucanum, denen die Vita Lucani von Vacca, einem spätantiken Grammatiker des 6. Jahrhunderts, vorangestellt ist. Entstanden ist der Codex wahrscheinlich in der Benediktinerabtei Tegernsee in Bayern, von wo er in die Bibliothek der Fürsten von Oettingen-Wallerstein gelangte. Der Text bildet als Codex Wallersteinensis I.2 zusammen mit weiteren vier Textzeugen die Grundlage für die heute noch als grundlegend betrachtete Edition von Iohannes Endt aus dem Jahre 1909. (ber)

Online seit: 17.12.2015

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Cologny, Fondation Martin Bodmer, Cod. Bodmer 184
Pergament · (1) + 54 + (2) ff. · 19.5 x 11.5 cm · Florenz · 15. Jh., ca. 1482-1485
Maximos Planudes, Vita Aesopi

Halb historisches, halb sagenumwobenes Luxusexemplar des Leben des Aesop, das von Maximos Planudes um 1300 zusammengestellt wurde. Diese Seiten bildeten einst den ersten Teil einer Handschrift der Fabeln von Aesop, welche heute hauptsächlich in New York aufbewahrt wird. Sie wurde in Florenz zwischen 1482 und 1485 von Démétrios Damilas, einem der Hauptkopisten des Hofes der Medici, für den jungen Sohn Lorenzos des Prächtigen, Piero II. de’ Medici, geschrieben, der damals 10-12 Jahre alt war. Im prachtvollen Frontispiz kann man die Porträts von Planudes und Piero II. erkennen. (and)

Online seit: 17.12.2015

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Cologny, Fondation Martin Bodmer, Cod. Bodmer 187
Pergament · 597 ff. · 18.3 x 15 cm · Frankreich · Mitte oder zweite Hälfte des 13. Jhs.
Die Rothschild-Bibel

Exemplar der sogenannten Pariser Bibel, einer Taschenbibel in der jeweils der ganze Bibeltext des Alten und Neuen Testaments auf relativ kleinem Format in zwei Spalten mit kleiner Schrift enthalten ist. Dieser Codex wurde in Zentralfrankreich oder Ostfrankreich um die Mitte des 13. oder in der zweiten Hälfte dieses Jahrhunderts produziert. Sie zeichnet sich durch nicht weniger als 82 historisierte Initialen und 66 Ornamentinitialen aus. Besonders ist auch die Tatsache, dass der biblische Text Spuren einer sorgfältigen Korrektur aufweisen und dass die Psalmen in kleine Abschnitte unterteilt sind und dies nach einem Schema, das einen monastischen Auftraggeber ausschliesst, sondern eher annehmen lässt, dass dieser ein Laienpriester oder sogar jemand aus dem Laienstand gewesen sein könnte. Aus einem radierten Besitzernachweis ist zu entnehmen, dass die Handschrift 1338 dem Coelestinerpriorat Notre-Dame von Ternes (Limoges) gehörte und möglicherweise ein Geschenk von Roger le Fort, dem Stifter des Priorats war. Dieser war selber Sprössling der Edlen von Ternes (Limoges) und ab 1343 Erzbischof von Bourges. Bevor diese Taschenbibel in den Besitz der Sammlung Martin Bodmers gelangte, war sie Teil der Sammlung von Baron Edmond de Rotschild (1845-1935), von dem sie den Namen “Rotschild-Bibel” erhielt. (ber)

Online seit: 17.12.2015

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Cologny, Fondation Martin Bodmer, E-4.1
Papier · 12 ff. · 33 x 21 cm · 1920
Albert Einstein, Aether und Relativitätstheorie, Autograph

Zum Antritt seiner mehrwöchigen Gastprofessur an der Reichs-Universität zu Leiden hielt Albert Einstein am 5. Mai 1920 diese Vorlesung mit dem Titel „Aether und Relativitätstheorie“. Diese eigenhändige Niederschrift enthält zahlreiche Korrekturen und Streichungen. Noch im gleichen Jahr wurde die Vorlesung publiziert. Die Begrifflichkeiten dieser Rede finden sich auch in späteren Überlegungen Einsteins wieder. (fri)

Online seit: 17.12.2015

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Cologny, Fondation Martin Bodmer, G-72.1
Papier · 66 ff. · 22 x 18 cm · [1810]
Grimm, Jacob und Wilhelm, Sammelhandschrift mit 45 Märchen und einer Sage (Autograph, unsigniert)

Am 25. Oktober und 15. Dezember 1810 sandte Jacob Grimm das vorliegende Manuskript Clemens Brentano. Es handelt sich um die älteste handschriftliche Überlieferung der Kinder- und Hausmärchen, denn die Brüder Grimm hatten ihre Vorarbeiten zur Märchenedition konsequent vernichtet, vermutlich um den Vergleich zwischen den handschriftlichen Versionen und der späteren, stark überarbeiteten und literarisierten Druckfassung (Erstausgabe 1812) zu verhindern. Laut der Analyse von Heinz Rölleke (Rölleke Heinz (Hg.), Die älteste Märchensammlung der Brüder Grimm. Synopse der handschriftlichen Urfassung von 1810 und der Erstdrucke von 1812, Cologny-Genève 1975) wurden 25 Märchen von Jacob Grimm geschrieben, 14 von Wilhelm Grimm (tlw. mit Nachträgen seines Bruders) und weitere 7 stammen von vier verschiedenen Händen. Martin Bodmer erwab diese Handschrift 1953 bei Mary A. Benjamin, New York. (fri)

Online seit: 17.12.2015

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Cologny, Fondation Martin Bodmer, H-51.4
Papier · 1 f. · 32.5 x 21 cm · 1843 / (20.01.1756)
Friedrich Hölderlin, Der Frühling, Autograph

Dieses eigenhändige Gedicht in zwei Strophen zu vier Versen mit dem Titel “Der Frühling” wurde von Friedrich Hölderlin (1770-1843) am Schluss signiert “Mit Unterthänigkeit Scardanelli” und auf den 20. Januar 1756 datiert. Hölderlin, der ab ca. 1802 geistig erkrankt war, zeichnete seine Werke tlw. mit erfundenen Namen, darunter Scardanelli, und erfundenen Datumsangaben. Das angegebene Datum wurde von fremder Hand mit Bleistift auf 1843 berichtigt und legt nahe, dass dieses Gedicht kurz vor dem Tode Hölderlins entstand. (fri)

Online seit: 17.12.2015

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Cologny, Fondation Martin Bodmer, H-51.5
Papier · 1 f. · 32.3 x 20.5 cm · 12.6.1842 / (15.11.1759)
Friedrich Hölderlin, Der Herbst, Autograph

Dieses eigenhändige Gedicht in drei Strophen zu vier Versen mit dem Titel “Der Herbst” wurde von Friedrich Hölderlin am Schluss auf den 15. November 1759 datiert. Hölderlin, der ab ca. 1802 geistig erkrankt war, zeichnete seine Werke tlw. mit erfundenen Namen und erfundenen Datumsamgaben. Am Kopf des Blattes von fremder Hand „Autographie v Hölderlin“ und die Berichtigung „Tübingen d 12 Juli 1842“. (fri)

Online seit: 17.12.2015

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Cologny, Fondation Martin Bodmer, H-51.6
Papier · 1 f. · 32.5 x 20.5 cm · 7.11.1842 / (24.4.1849)
Friedrich Hölderlin, Der Winter, Autograph

Dieses eigenhändige Gedicht in zwei Strophen zu vier Versen mit dem Titel “Der Winter” wurde von Friedrich Hölderlin am Schluss signiert “Mit Unterthänigkeit Scardanelli” und auf den 24. April 1849 datiert. Hölderlin, der ab ca. 1802 geistig erkrankt war, zeichnete seine Werke tlw. mit erfundenen Namen, darunter Scardanelli, und erfundenen Datumsamgaben. Das angegebene Datum wurde von fremder Hand auf den 7. November 1842 berichtigt. (fri)

Online seit: 17.12.2015

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Cologny, Fondation Martin Bodmer, H-71.3
Papier · 3 ff. · 21 x 30 cm · [Brüssel ?] · 11.10.1869
Victor Hugo, [Impératrice] « Si j’étais femme (Hélas ! que je vous plains, ô mères !... ) », Autograph

Dieses unsignierte Gedicht von Victor Hugo beginnt mit den Zeilen „Si j’étais femme (Hélas ! que je vous plains, ô mères ! ...)“ und blieb bis 2009 unveröffentlicht. Den ursprünglichen Titel „Impératrice“ hat Hugo wohl aufgrund seiner Eindeutigkeit selbst durchgestrichen. Der Text richtet sich nämlich an die Frau Napoleons III., Eugénie de Montijo, welcher Hugo ihre „bigoterie“ (3r) und ihr „signe de croix grotesque à l’espagnole“ (1r) vorwirft. Somit weitet er seine bereits in den Châtiments dargestellte Kritik an Napoléon III. auf dessen Gemahlin aus. Die eigenhändige Datierung auf den 11. Oktober 1869 lässt auf eine Entstehung in Brüssel schliessen, wo Hugo seit dem Staatsstreich vom 2. Dezember 1851 im Exil lebte. (fri)

Online seit: 17.12.2015

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Cologny, Fondation Martin Bodmer, L-5.2
Papier · 30 pp. · 18.9 x 11.9 cm · ca. 1824-1826 und ca. 1851
Alphonse de Lamartine, Les Visions (Gesang II), Autograph

In den 1820er-Jahren begann Lamartine ein ambitioniertes dichterisches Projekt: Les Visions. Obwohl Fragmente in Jocely (1836) oder in La Chute d’un ange (1838) verwendet wurden, blieben die meisten dieser Verse während dreissig Jahren unveröffentlicht und wurden vom Dichter unermüdlich neu begonnen, abgeändert und korrigiert bis zur endgültigen Publikation 1851. Dieses Autograph des 2. Gesangs enthält eine Textstelle von zehn Versen, die schlussendlich nicht publiziert wurde (Auslassungspunkte kennzeichnen die Stelle in der Erstedition). (duc)

Online seit: 17.12.2015

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Cologny, Fondation Martin Bodmer, M-23.3
Papier · 23 pp. · 19.6 x 29.8 cm · Undatiert [Mai-Juni 1887]
Guy de Maupassant, Le rosier de Madame Husson, Autograph

Mit seinen sechs Romanen und seinen berühmten Novellensammlungen, die über dreihundert solcher Texte umfassen, hat sich Guy de Maupassant (1850-1893) einen Platz unter den wichtigsten französischen Autoren vom Ende des 19. Jahrhunderts geschaffen. Er zeichnete ein häufig ungeschminktes Bild der kleinstädtischen wie auch der Pariser Gesellschaft seiner Zeit. Dies ist auch in der vorliegenden Novelle der Fall, die als einzige eine separate Originaledition erhalten hatte, welche der Publikation im gleichnamigen Sammelband voranging. Dieses Manuskript wurde für den ersten Druck des Textes verwendet, welcher erstmals in La Nouvelle Revue vom 15. Juni 1887 veröffentlicht wurde. Es enthält zahlreiche Korrekturen und Streichungen (welche von der Entstehung der Novelle zeugen) sowie leichte Varianten im Vergleich zur im Band vom 28. März 1888 publizierten Version. (duc)

Online seit: 17.12.2015

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Cologny, Fondation Martin Bodmer, M-45.1
Papier · 1 p. · 21.5 x 28.7 cm · Undatiert [1541]
Michelangelo, Sonett und Brief an die Dichterin Vittoria Colonna, Autograph

Michelangelo (1475-1564) adressierte dieses Sonett und seinen Widmungstext an eine seiner nächsten Freundinnen, die Dichterin Vittoria Colonna (1492-1547), Markgräfin von Pescara. Obwohl der Maler häufig sehr sparsam mit Papier umging, verwendete er für diese Linien ein schönes und grosses In-Folio-Blatt, welches er faltete und zusammenklebte (um es dicker zu machen). In einer humanistischen Schrift, welche einer Zierschrift gleicht, wandte er mit Zeilenabständen und eingerückten Linien, welche die übliche Architektur des sonetto untermauern, besondere Sorgfalt für das Layout auf. Der Ton ist sehr respektvoll: Michelangelo grüsst freilich eine Freundin, doch auch eine Dame der feinen Gesellschaft, die ihm ein wertvolles Geschenk gemacht hat. Diese Gabe, welche seinen Empfänger „in paradiso“ bringen sollte, war sicherlich eine Handschrift der Sonetti spirituali der Dichterin (die sich in der Regel sehr diskret verhielt und nur selten ihre Verse zeigte). (duc)

Online seit: 17.12.2015

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Cologny, Fondation Martin Bodmer, N-4.1
Papier · 3 pp. · 20.5 x 31 cm · 1818
Napoleon, César, Autograph

Während seines Exils auf St. Helena konnte Napoleon (1769-1821) eine Bibliothek von 3'000 Büchern benutzen – ein klägliches Mittel gegen Langeweile. Der gestürzte Kaiser fand dennoch Gefallen daran, die antiken und modernen Klassiker zu lesen und zu annotieren. Als Theaterliebhaber las er den Personen aus seinem Umfeld mehrmals La Mort de César von Voltaire vor. Er bekannte sich auch zu seinem Projekt eines Stücks zum gleichen Thema. Dieses Manuskript zeigt eine schnelle Skizze der ersten zwei Szenen. Auf der Seite 3 notiert der von seinem Stoff ermüdete Eroberer strategische und militärische Berechnungen, indem er Fregatten auf Regimenter und Geschütze treffen lässt. (duc)

Online seit: 17.12.2015

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Cologny, Fondation Martin Bodmer, V-7.2
Papier · 114 pp. · 15.9 x 21.5 cm · 1. Februar 1611
Felix Lope de Vega y Carpi, Barlaán y Josafat, Autograph

Felix Lope de Vega y Carpio (1562-1635), Autor von zahlreichen comedias de santos, beendete diese Historia de Barlán y Josafat, comedia in drei Akten und in Versen in seinem Haus „En Madrid a primero de febrero de 1611“. Diese vollständige Handschrift enthält zahlreiche Korrekturen und Nachbearbeitungen. Diese Geschichte einer Bekehrung ist mehr als eine authentische christliche Legende (die damals dem Heiligen Johannes von Damaskus zugeschrieben wurde) – sie ist eine christianisierte Erzählung. Im Prinzen, der zuerst seinen Palast aufgibt, um die Plagen der Welt kennenzulernen, danach seinen Thron für ein meditatives Leben in Askese verlässt, kann man gewiss Buddha wiedererkennen. Die erbauliche christliche Geschichte, die an den Ufern des Ganges spielt, ist nichts anderes als eine Umsetzung des Vie du Bodhisattva, einem Text in Sanskrit des 2.-4. Jhs., der während der Jahrhunderte zuerst von den Manichäern, danach von den Arabern, Georgiern und Byzantinern übersetzt und bearbeitet wurde, bevor er schliesslich die Völker des weit entfernten Abendlandes erreichte: das Werk von Lope de Vega fügt sich also in eine eindrückliche Kette von geistigen Überlieferungen ein (ohne dass dies dem Autor bewusst gewesen wäre). (duc)

Online seit: 17.12.2015

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Einsiedeln, Stiftsbibliothek, Codex 362(440)
Pergament · 57 ff. · 28.9 x 23.5 cm · Westdeutschland · 10. Jahrhundert
Terentius Comoediae, Hymnus

Die Handschrift enthält Fragmente der Komödien von Terenz aus zwei nicht mehr erhaltenen Handschriften aus dem 10. Jahrhundert (Bll. 3r-26v und Bll. 28r-55v, respektive ε and η in Editionen) und einer dritten Handschrift (Bll. 56r-57v), einschliesslich Teilen von des Phormio von Terenz und einer Hymne auf St. Nikolaus. Die Grösse, Lesbarkeit und der Zustand der verschiedenen Fragmente ist unterschiedlich. Einige fehlende Seiten der zweiten Handschrift (η) sind in der Fragmentensammlung St. Gallen, Stiftsbibliothek Cod. Sang. 1394 erhalten (S. 115-120). (pez)

Online seit: 17.12.2015

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Engelberg, Stiftsbibliothek, Cod. 43
Pergament · 32 ff. · 29 x 19 cm · Engelberg · 1143-1197
Liber evangeliorum pro festis solemnioribus

Dünnes, nur 32 Pergamentblätter umfassendes Evangelistar mit 27 Perikopen. Der besonders sorgfältig hergestellte und nur in einen ledernen Umschlag gebundene Codex ist mit kunstvollen rot-schwarzen Federzeichnungsinitialen geschmückt. Obschon nicht datiert, kann die Handschrift aufgrund von Schrift und Buchschmuck den Äbten Frowin (1143-1178) und Berchtold (1178-1197) zugeordnet werden. (grd)

Online seit: 17.12.2015

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Fribourg/Freiburg, Archives de l'État de Fribourg/Staatsarchiv Freiburg, RN 9/1
Papier · 3 + 123 + 3 ff. · 29.5 x 22 cm · Freiburg · 1356-1359
Registrum Lombardorum

Die Handschrift RN 9/1 enthält das älteste Notariatsregister des Staatsarchivs Freiburg und stammt aus der Kanzlei von Pierre Nonans. Es setzt sich aus zwei deutlich getrennten Teilen zusammen. Die ersten 110 Blätter enthalten den „normalen“ Teil, welcher Rechtssachen zwischen dem 1. Februar 1356 (n. St.) und dem 21. März 1359 (n. St.) umfasst. Der zweite Teil beginnt in entgegengesetzter Richtung auf Blatt 123 und endet auf Blatt 110, so dass sich die beiden Texte auf Blatt 110r treffen. Dieser zweite Teil ist ein spezielles Register (Bll. 110-123), welches zwischen dem 1. März 1356 (n. St.) und dem 20. März 1359 (n. St.) vereinbarte Darlehen der Freiburger Lombarden (seit dem Ende des 13. Jahrhunderts in Freiburg ansässige und aus der Lombardei stammende Geldverleiher) enthält und den Namen Registrum Lombardorum trägt. Unter diesem Namen ist das gesamte Register in die Geschichtsschreibung eingegangen. (drt)

Online seit: 17.12.2015

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Krakow, Jagiellonian Library, Depositum (Ms. Berol. Theol. Lat. Qu. 1)
Pergament · 252 ff. · 24.5 x 18.5 cm · St. Gallen · um 1022-1036
Epistolar

Aus der Zeit zwischen 1022 und 1036 sind uns insgesamt acht Handschriften überliefert, die in St. Gallen entstanden sind und für Sigebert, Bischof von Minden (1022-1036), geschrieben und illuminiert wurden. Es handelt sich um eine geschlossene Gruppe von liturgischen Handschriften mit Sakramentar, Epistolar, Evangelistar, Graduale, Tropar-Sequentiar, Graduale-Hymnar, Hymnar und Ordo missae. Das hier vorliegende Epistolar weist in allen Teilen grosse Ähnlichkeiten mit demjenigen von Einsiedeln, Cod. 40(481)‬‬ (vor 950) auf. Der wertvolle Einband mit Gold, Edelsteinen und Elfenbeintafel, der im 15. Jh. noch beschrieben wurde, ist leider verloren. Die Handschrift kam 1683 in die Bibliothek des Kurfürsten Friedrich Wilhelm von Brandenburg und von dort in die Staatsbibliothek. Im zweiten Weltkrieg wurde sie mit weiteren Handschriften (u. a. auch dem Tropar-Sequentiar) ausgelagert und wird heute in Krakau als Depositum aufbewahrt. (flu)

Online seit: 17.12.2015

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Krakow, Jagiellonian Library, Depositum (Ms. Berol. Theol. Lat. Qu. 11)
Pergament · 266 ff. · 21 x 13.5 cm · St. Gallen · um 1024-1027
Tropar-Sequentiar

Aus der Zeit zwischen 1022 und 1036 sind uns insgesamt acht Handschriften überliefert, die in St. Gallen entstanden sind und für Sigebert, Bischof von Minden (1022-1036), geschrieben und illuminiert wurden. Es handelt sich um ein geschlossene Gruppe von liturgischen Handschriften mit Sakramentar, Epistolar, Evangelistar, Graduale, Tropar-Sequentiar, Graduale-Hymnar, Hymnar und Ordo missae. Das vorliegende Tropar-Sequentiar enthält im Sequentiar-Teil auf f. 144r ein Autorenbild von Notker Balbulus (um 840-912). Er wird als Schreiber seiner Pfingstsequenz Sancti Spiritus Assit nobis gratia und als Heiliger mit Nimbus dargestellt. Die Handschrift kam 1683 in die Bibliothek des Kurfürsten Friedrich Wilhelm von Brandenburg und von dort in die Staatsbibliothek. Im zweiten Weltkrieg wurde sie jedoch mit weiteren Handschriften (u. a. auch dem Epistolar) ausgelagert und wird heute in Krakau als Depositum aufbewahrt. (flu)

Online seit: 17.12.2015

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Montreux, Bibliotheca Sefarad, Ms. J 4
Pergament · 1 f. · 31 x 58 cm · Saragossa · 1478
Privileg (Kopie)

Kopie des Privilegs, gewisse Steuern, welche die jüdische Gemeinde von Tudela zahlen musste, zu verändern und die Renten, die verschiedenen Rittern und Bediensteten des Königs, darunter Juan Sanz de Berrozpe, bewilligt wurden, zu erhöhen. Das vom König Juan II. in Saragossa verfasste Privileg ist auf den 17. Dezember 1475 datiert. Die Kopie wurde am 23. Februar 1478 vom Pronotarius Juan Ortiz geschrieben, von der Prinzessin Donna Leonor bestätigt und von Juan de Ara, dem Hofnotar, geprüft. (lop)

Online seit: 17.12.2015

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Montreux, Bibliotheca Sefarad, Ms. J 11
Pergament und Papier · 212 ff. · 29 x 22 cm · Spanien · 2. Hälfte des 15 Jhs.
Alonso de Oropesa, 'Lumen ad revelationem gentium et gloriam plebis Dei Israel' - De unitate fidei et de concordi et pacifica equalitate fidelium

Das Werk von Fray Alonso de Oropesa OSH († 1469) steht im Kontext der seit der Mitte des 15. Jh. zunehmenden diskriminierenden Angriffe in Spanien und vor allem auch in Toledo gegen die konvertierten Juden, den sogenannten Conversos. Als General des Ordens der Hieronymiten (seit 1457), aber auch als enger Vertrauter und Berater von König Heinrich IV. von Kastilien (1454-1474) vertrat Alonso eine tolerante Haltung. Das 'Lumen ad revelationem gentium et gloria plebis Dei Israel' - De unitate fidei et de concordia et pacifica equalitate fidelium ("Ein Licht zu erleuchten die Heiden und Herrlichkeit für das Volk Israel" - Über die Einheit des Glaubens und über die Eintracht und friedfertige Gleichstellung der Gläubigen) (f. 1-203, Tabula 204-207) begann dieser 1450 zu schreiben und widmete das Buch in 52 Kapiteln 1465 Erzbischof Alfonso Carrillo von Toledo (1410-1485). Die Abhandlung gilt als die wichtigste theologische Abhandlung über Conversos im 15. Jh. Im Jahre 1979 wurde von Luis A. Diaz y Diaz eine spanische Übersetzung (!) aufgrund der bisher bekannten drei Handschriften erstellt. Die vorliegende Handschrift wurde von der bisherigen Forschung nicht zur Kenntnis genommen und ist somit die vierte bisher bekannte Handschrift. Sie wurde sicher noch im 15. Jh. geschrieben und setzt sich aus Pergament und Papierblättern zusammen. Trotz seiner Bedeutung wurde das Hauptwerk von Fray Alonso noch nie ediert. (flu)

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Neuchâtel, Bibliothèque publique et universitaire de Neuchâtel, AF A2, Vol. 1
Pergament · 181 ff. · 30.3 x 20.4 cm · 13. Jahrhundert
Lectiones evangeliorum, cum orationibus, hymnis et homeliis beati Gregorii papae

Handschrift ohne Anfang. Titel später angefügt (18. Jahrhundert?). Das verwendete Pergament ist von sehr ungleicher Qualität. Ende des Mittelalters, vermutlich gegen das Ende des 15. Jahrhunderts, wurde die Handschrift sorgfältig restauriert, wobei Teile des Textes neu geschrieben wurden. Es handelt sich um ein Chorbuch in mehreren Bänden, welches der täglichen Messe einer Gemeinschaft von Geistlichen diente. Zahlreiche Anfügungen des 14. und 15. Jahrhunderts bezeugen den Gebrauch in der Stiftskirche Notre-Dame in Neuenburg. Zwei (von vier?) Bände sind erhalten. Man kann ableiten, dass sie dem Kalender für den Gebrauch in der St.-Johannes-Kathedrale von Besançon folgen. Der erste Band enthält das Sanktorale vom 6. Mai bis zum 30. November. Er wurde 1813 vom Regierungsrat der Bibliothek von Neuenburg übergeben. (beg)

Online seit: 17.12.2015

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Neuchâtel, Bibliothèque publique et universitaire de Neuchâtel, AF A2, Vol. 2
Pergament · 147 ff. · 30.8 x 21 cm · 13. Jahrhundert
Lectiones evangeliorum, cum orationibus, hymnis et homeliis beati Gregorii papae

Handschrift ohne Anfang. Titel später angefügt (18. Jahrhundert?). Das verwendete Pergament ist von sehr ungleicher Qualität. Ende des Mittelalters, vermutlich gegen das Ende des 15. Jahrhunderts, wurde die Handschrift sorgfältig restauriert, wobei Teile des Textes neu geschrieben wurden. Es handelt sich um ein Chorbuch in mehreren Bänden, welches der täglichen Messe einer Gemeinschaft von Geistlichen diente. Zahlreiche Anfügungen des 14. und 15. Jahrhunderts bezeugen den Gebrauch in der Stiftskirche Notre-Dame in Neuenburg. Zwei (von vier?) Bände sind erhalten. Man kann ableiten, dass sie dem Kalender für den Gebrauch in der St.-Johannes-Kathedrale von Besançon folgen. Der Band II enthält das Temporale vom Karsamstag bis zum letzten Sonntag nach Pfingsten und das Sanktorale vom 14. April bis zum 3. Mai. Er wurde 1813 vom Regierungsrat der Bibliothek von Neuenburg übergeben. (beg)

Online seit: 17.12.2015

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Neuchâtel, Bibliothèque publique et universitaire de Neuchâtel, Ms. R 17
Papier · 182 + 48 pp. · 25 x 20 cm · 1764-1767
Jean-Jacques Rousseau, Bekenntnisse

Manuskript der ersten drei Bücher der Confessions und eines Teils des vierten. Im Vergleich zu den anderen beiden verzeichneten Abschriften zahlreiche Korrekturen und Varianten. Halbeinband aus Pergament (Rücken und Ecken) mit der handschriftlichen Signatur 23 auf dem Deckel, welcher mit einer permanenten Schutzhülle aus Papier überzogen ist. Der Einführungstext wurde in der veröffentlichten Version des Textes weggelassen. (beg)

Online seit: 17.12.2015

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Neuchâtel, Bibliothèque publique et universitaire de Neuchâtel, Ms. R 79
Papier · 25 + 33 ff. · 15.5 x 10.3 cm · 1777-1778
Jean-Jacques Rousseau, Entwurf der „Promenades“

Kleines Heft mit einem Kartoneinband des 18. Jahrhunderts, der mit Pergament überzogen wurde. Doppelte Seitenzählung von Théophile Dufour. Tinte und Bleistift. Das stark korrigierte Manuskript enthält den Entwurf der Spaziergänge acht bis zehn der Rêveries du Promeneur solitaire und Teile der Dialogues. Enthält auch Bezüge zur Botanik. (beg)

Online seit: 17.12.2015

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Neuchâtel, Bibliothèque publique et universitaire de Neuchâtel, Ms. R 79bis
Papier · 1 f. · 7.8 x 23 cm · [1776-1778 ?]
Jean-Jacques Rousseau, Bleistiftnotiz, die dem Entwurf der „Rêveries“ angefügt wurde

Bleistiftnotiz am Rande einer gedruckten Seite, die im Einband des Entwurfs der Rêveries gefunden wurde (Promenades 8 -10). (beg)

Online seit: 17.12.2015

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Saint-Imier, Mémoires d'Ici, FER 1
Papier · IV + 330 + IV pp. · 33.5 x 21 cm · Diesse (Bern) · 17. Jahrhundert
Sammlung von Hexenprozessen und -geständnissen

Als aussergewöhnliches Zeugnis der grossen Hexenverfolgung, die sich im 17. Jahrhundert in Europa ausbreitete, enthält dieser Band ein Konvolut von 67 Hexenprozessen, die auf dem Tessenberg, im Berner Jura, zwischen 1611 und 1667 untersucht und deren Urteil gesprochen wurden. Die Geständnisse der 56 Frauen und 11 Männer, die von den Gerichtsschreibern in die definitive Form übertragen wurden, wurden den Angeklagten bei der Urteilsverkündung vorgelesen, damit diese sie öffentlich gestehen. (mai)

Online seit: 17.12.2015

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St. Gallen, Kantonsbibliothek, Vadianische Sammlung, VadSlg Ms. 1000
Pergament · 1 f. · 646 x 44.5 cm · 2. Hälfte des 14. Jhs.
Iohannes de Utino, Compilatio nova super tota biblia

Die 6,5 m lange Pergamentrolle stellt die Weltgeschichte von Adam und Eva bis zu Christus als Heilsgeschichte dar, wobei zentrale Ereignisse in vielfarbigen Federzeichnungen veranschaulicht werden. Für die nachfolgende Zeit bis zur Mitte des 14. Jahrhunderts werden die Päpste bis zu Innozenz IV (gewählt 1352) und die Kaiser und Könige bis zu Karl IV. in Tabellenform aufgeführt. (gam)

Online seit: 17.12.2015

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St. Gallen, Stiftsbibliothek, Cod. Sang. 1343
Papier · 316 pp. · 19.3 x 15.5 cm · Zisterzienser Nonnenkloster Günterstal · Frühes 16. Jh.?
Eine Reihe liturgischer Anweisungen des Zisterzienser Nonnenklosters in Günterstal nahe bei Freiburg im Breisgau

Die Handschrift wurde 1779 vom St. Galler Mönch Gall Metzler (1743-1820) erworben, dem Pfarrer in Ebringen nahe bei Freiburg, die wiederum zu St. Gallen gehörte. Sie beinhaltet, unterteilt in zwei Teile, liturgische Anweisungen für das Kirchenjahr (de tempore und de sanctis). Geschrieben in Deutschland, sollte sie helfen ‘vnwißenheit’ (Unkenntnisse) in liturgischen Themenbereichen zu vermeiden. Orientierungen über den Umgang mit der Kollekte wurden ausgelassen, um Platz zu sparen und auch, weil diese Informationen lediglich von den Priestern beansprucht würden. Dieser Umstand weist darauf hin, dass die Handschrift für die Nonnen gedacht war (jedoch wurde die grammatisch maskuline Form beibehalten). Es bleibt noch zu klären, worauf sich der Ursprungstext bezieht, wenn er im Prolog von ‘Index’ spricht. (war)

Online seit: 17.12.2015

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St. Gallen, Stiftsbibliothek, Cod. Sang. 1344
Papier · 936 pp. · 19.8 x 15 cm · Zisterzienser Nonnenkloster Günterstal · Frühes 16. Jh.?
Eine Handschrift mit Regelwerken in lateinischer und deutscher Sprache geschrieben für das Zisterzienserinnenkloster Günterstal nahe bei Freiburg im Breisgau

Die Handschrift beinhaltet mehrere Regelwerke des Zisterzienserinnenklosters Günterstal, zum Teil in deutscher als auch in lateinischer Sprache. Der erste Text ist ein Traktat über Simonie, der von ‘brůder Johannes’ lateinisch und deutsch abgefasst und ‘der erwurdigen frowen von Mulheim’, vermutlich Veronica von Mülheim, gewidmet wurde, welche von Dezember 1504 bis zu ihrem Ableben im Mai 1508 Äbtissin des Konvents war. Johannes könnte ein Mönch von Tennenbach gewesen sein, dem Zisterzienserkloster, das die Verantwortung über die cura animarum der Nonnen trug. Weiter beinhaltet die Handschrift mehrere Regelwerke des Zisterzienserordens, inklusive deutsche Übersetzungen des Liber definitionum und der Ecclesiastica Officia. Die Annahme, dass diese Texte von den Nonnen gebraucht wurden, wird durch die deutschen Übersetzungen und die gezielte Auswahl von lediglich relevanten Kapitel bestärkt. Viele dieser Übersetzungen wurden auch nach Lichtenthal, nahe bei Baden-Baden, ins dortige Kloster geschickt. Obschon der Konvent nie offiziell eine Reform erfuhr, zeigt die Handschrift, dass es im frühen 16. Jh. Impulse gab, Reformen anzustreben. Die Handschrift wurde 1782 vom St. Galler Mönch Gall Metzler (1743-1820), Pfarrer der Pfarrei Ebringen nahe bei Freiburg, welche zu St. Gallen gehörte, erworben. (war)

Online seit: 17.12.2015

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St. Gallen, Stiftsbibliothek, Cod. Sang. 1345
Papier · 710 pp. · 20.8 x 14 cm · Zisterzienser Nonnenkloster Günterstal · 1583
Eine Deutsche Übersetzung der Statuten des Zisterzienserordens für das Nonnenkloster in Günterstal nahe bei Freiburg im Breisgau

Diese Handschrift wurde von Jodicus Lorichius (1540-1612), Theologieprofessor der Universität Freiburg, für die Zisterziensernonnen in Günterstal geschrieben. Gewidmet war sie der Äbtissin Maria Störin von Störenberg. Anschließend an Lorichius’ Prolog über die Nützlichkeit des liturgischen Zeremoniells stellt der Autor den Nonnen Übersetzungen zweier im 12. Jh. bedeutender Texte des Zisterzienserordens zur Verfügung: das Exordium Cistercii, eine Erzählung der frühen Geschichte des Ordens, und die Ecclesiastica Officia, eine Auswahl an Anweisungen für das liturgische sowie das klösterliche Leben. Sie endet mit einer kurzen Erklärung darüber, warum die Zisterzienser die sieben Bußpsalmen am Freitag beten. Zusätzlich ist eine Auswahl ins Deutsche übersetzter Statuten (der Usus Conversorum) für Laienbrüder angehängt. Lorichius widmete zwischen 1581 bis 1598 den Nonnen in Günterstal insgesamt vier gedruckte Bücher, allesamt in deutscher Sprache. Diese Handschrift hier muss dementsprechend als Teil dieser engen Beziehung verstanden werden. (war)

Online seit: 17.12.2015

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Wädenswil, Dokumentationsstelle Oberer Zürichsee, LC 11
Papier · 638 pp. · 40.5 x 25 cm · Wädenswil · 1797-1855
Chronik der Lesegesellschaft Wädenswil, Band 1

Die 1790 gegründete Lesegesellschaft Wädenswil führte ab 1797 eine handschriftliche Chronik, die alle lokalen Ereignisse eines Jahres zusammenfasst. Ein Vereinsmitglied wurde jeweils als Chronist bezeichnet. Seine Aufgabe war es, zum Jahresende alle aus seiner Sicht wichtigen Ereignisse in Wädenswil zu beschreiben. Zu einzelnen Personen sind ausführliche Nachrufe enthalten. Für die meisten Jahre sind Beschreibungen des Wetters, eine Bevölkerungsstatistik und eine Übersicht der Lebensmittelpreise beigefügt. Neben lokalen Vorkommnissen werden auch kantonale und eidgenössische Themen gestreift (u.a. Bockenkrieg, Ustertag, Sonderbundskrieg). Die Chronik wurde bis 1886 handschriftlich geführt. Der handschriftliche Teilbestand umfasst 2 Bände im Folio-Format. Spätere Bände bestehen aus eingeklebten Zeitungsausschnitten (1890 bis 1945) und aus maschinengeschriebenen Seiten, die jahrgangsweise zusammengebunden sind (1948-1974). Die beiden Bände für den Zeitraum 1797 bis 1886 gelten als eine der bedeutendsten Quellen für die Geschichte Wädenswils im 19. Jahrhundert. (scr)

Online seit: 17.12.2015

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