
| Land | Ort, Bibliothek | Handschriften |
|---|---|---|
| USA | Cleveland, The Cleveland Museum of Art | 1 |
Anzahl Handschriften: 894, angezeigt: 1 – 50
Aarau, Aargauer Kantonsbibliothek, MsMurF 3
Pergament · 100 ff. · 31 x 24 cm · Muri (?) · 1508
Pontificale für Johannes Feierabend, 1500 bis 1508 Abt des Klosters Muri. Am 12.7.1507 hatte Papst Julius II Abt Johannes Feierabend und seinen Nachfolgern die Pontificalien verliehen.
Aarau, Aargauer Kantonsbibliothek, MsMurF 31a
Pergament · 6 ff. · 39 x 16,5-17,5 cm / 6 x 13-16 cm · Hochalemannischer Raum · Mitte des 13. Jahrhunderts
Das Osterspiel von Muri gilt als das älteste bekannte Schauspiel in deutschen Reimen. Der Autor ist unbekannt. Sprachanalysen lassen auf eine Herkunft aus dem mittleren oder westlichen Teil des hochalemannischen Raums schliessen. Die erhalten gebliebenen Teile des Osterspiels deuten auf ein reines Rededrama ohne lateinische oder musikalische Elemente hin.
Aarau, Aargauer Kantonsbibliothek, MsWettF 1
Pergament · 334 ff. · 40 x 30 cm · Zürich (?) · 1260-1280
Teil eins (Genesis bis Esra) einer illuminierten dreibändigen Bibel (erhalten sind MsWettF 1 und MsWettF 2, die wohl Rudolf Schwerz, Chorherr am Zürcher Grossmünster und Leutpriester in Altdorf, testamentarisch dem Kloster Wettingen vermacht hat.
Aarau, Aargauer Kantonsbibliothek, MsWettF 2
Pergament · 276 ff. · 40 x 30 cm · Zürich (?) · 1260-1280
Teil zwei (Neues Testament) einer illuminierten dreibändigen Bibel (erhalten sind MsWettF 1 und MsWettF 2), die wohl Rudolf Schwerz, Chorherr am Zürcher Grossmünster und Leutpriester in Altdorf, testamentarisch dem Kloster Wettingen vermacht hat. Die Herkunft der Biblia sacra ist nicht belegt, vermutet wird eine Entstehung im Zürcher Kunstkreis. Durch das Herausschneiden von Initialen entstanden Textverluste.
Aarau, Aargauer Kantonsbibliothek, MsWettF 11
Pergament · 417 ff. · 31.5 x 22.5 cm · deutscher Sprachraum · drittes Viertel des 13. Jahrhunderts
Die wahrscheinlich im deutschen Sprachraum entstandene Handschrift enthält neben einer mit zahlreichen historisierten Initialen auf Goldgrund versehenen Biblia sacra den Hugo von St. Viktor oder Konrad von Hirsau zugeschriebenen Kurztraktat De fructibus carnis et spiritus mit zwei Schemazeichnungen. Im 16. Jahrhundert war der reich illuminierte Codex im Besitz des Christoph Silberysen, Abt des Wettinger Zisterzienserklosters.
Aarau, Aargauer Kantonsbibliothek, MsWettF 15
Pergament · 175 ff. · 30 x 21.5 cm · 1270-1280
Wohl älteste Überlieferung vom Compendium theologicae veritatis des Hugo Argentinensis (Hugo Ripelin von Strassburg); Quaestiones super quatuor libros sententiarum des Guilelmus Rothwell. Vermutlich aus dem Vermächtnis von Rudolf Schwerz, Zürcher Chorherr und Leutpriester in Altdorf.
Aarau, Aargauer Kantonsbibliothek, MsWettF 16: 1
Papier · VIII + 1168 pp. · 37.5 x 24 cm · Wettingen · 1576
Reich illustrierte Schweizerchronik in drei Teilen resp. drei Büchern. Das jüngste und umfangreichste Buch (Teil I) enthält die Herkunft und die Geschichte der Eidgenossen bis ins 14. Jahrhundert. Das älteste Buch (Teil II) enthält eine Beschreibung der Burgunderkriege im 15. Jahrhundert. Das anschliessende Buch (Teil III) beschreibt punktuelle Ereignisse aus der eidgenössischen Geschichte des 15. und 16. Jahrhunderts wie Waldmannhandel (1489) und Schlacht bei Marignano (1515) und enthält ein illustriertes Verzeichnis der im Schwabenkrieg (1499) erbeuteten Geschütze.
Aarau, Aargauer Kantonsbibliothek, MsWettF 16: 2
Papier · VI + 262 + III ff. · 34.7 x 24 cm · Wettingen · 1572
Reich illustrierte Schweizerchronik in drei Teilen resp. drei Büchern. Das jüngste und umfangreichste Buch (Teil I) enthält die Herkunft und die Geschichte der Eidgenossen bis ins 14. Jahrhundert. Das älteste Buch (Teil II) enthält eine Beschreibung der Burgunderkriege im 15. Jahrhundert. Das anschliessende Buch (Teil III) beschreibt punktuelle Ereignisse aus der eidgenössischen Geschichte des 15. und 16. Jahrhunderts wie Waldmannhandel (1489) und Schlacht bei Marignano (1515) und enthält ein illustriertes Verzeichnis der im Schwabenkrieg (1499) erbeuteten Geschütze.
Aarau, Aargauer Kantonsbibliothek, MsWettF 16: 3
Papier · IV + 126 + V ff. · 38.1 x 23.5 cm · Wettingen · 1572
Reich illustrierte Schweizerchronik in drei Teilen resp. drei Büchern. Das jüngste und umfangreichste Buch (Teil I) enthält die Herkunft und die Geschichte der Eidgenossen bis ins 14. Jahrhundert. Das älteste Buch (Teil II) enthält eine Beschreibung der Burgunderkriege im 15. Jahrhundert. Das anschliessende Buch (Teil III) beschreibt punktuelle Ereignisse aus der eidgenössischen Geschichte des 15. und 16. Jahrhunderts wie Waldmannhandel (1489) und Schlacht bei Marignano (1515) und enthält ein illustriertes Verzeichnis der im Schwabenkrieg (1499) erbeuteten Geschütze.
Aarau, Aargauer Kantonsbibliothek, MsWettF 26: 4
Papier · 79 ff. · 30 x 21 cm · 1445; drittes Viertel des 15. Jahrhunderts
Sammelhandschrift mit Texten von Wasmodus de Homberg, Lampertus Episcopus Argentinensis, Johannes Mulberg und Felix Hemmerlin zum Beginenstreit und einem Traktat von Benedictus de Asinago zur Armut.
Aarau, Aargauer Kantonsbibliothek, MsWettFm 1
Pergament · 270 ff. · 60 x 40-41,5 · Köln · 1330-1335
Erster Band des dreiteiligen sogenannten Wettinger Graduale, entstanden in Köln für ein Kloster der Augustiner-Eremiten und nach der Reformation aus Zürich ins Zisterzienserkloster Wettingen gelangt. Die Bildinitialen des ersten Bandes stammen vom Älteren Gradualmeister (Willehalm-Meister).
Aarau, Aargauer Kantonsbibliothek, MsWettFm 3
Pergament · 209 ff. · 61 x 41 cm · Köln · 1330-1335
Dritter Band des dreiteiligen sogenannten Wettinger Graduale, entstanden in Köln für ein Kloster der Augustiner-Eremiten und nach der Reformation aus Zürich ins Zisterzienserkloster Wettingen gelangt. Die Bildinitialen des dritten Bandes stammen wie jene des zweiten (MsWettFm 2) vom Jüngeren Gradualmeister.
Aarau, Staatsarchiv Aargau, AA/0428
Pergament · 128 ff. · 35 x 25 cm · Königsfelden · um 1335
Abschriften von Privilegien, Ordnungen, Jahrzeitstiftungen und Urkunden betreffend den Klosterbesitz von Königsfelden. Unter Königin Agnes von Ungarn (ca. 1281-1364) angelegt.
Aarau, Staatsarchiv Aargau, AA/4530
Pergament · 107 ff. · 25.5 x 20 cm · Muri · 12. Jahrhundert
Nekrolog in der Zeit des Doppelklosters Muri, zwischen 1120 und 1140 angelegt. Enthält unter anderem den Nekrolog von Hermetschwil, Jahrzeitstiftungen und Zinsen, ein Martyrologium (Usuardus Sangermanensis) sowie eine Benediktsregel.
Aarau, Staatsarchiv Aargau, AA/4947
Papier · 182 ff. · 20 x 14.5 cm · Muri · Ende des 14. Jahrhunderts
Bericht zur Frühgeschichte der Benediktinerabtei Muri, verfasst um 1160. Nur erhalten in einer Kopie aus dem ausgehenden 14. Jahrhundert. Enthält ein umfassendes Güterurbar sowie eine genealogische Darstellung der Frühhabsburger.
Aarau, Staatsarchiv Aargau, AA/3115
Pergament · 49 ff. · 25-25.5 x 18.5-19 cm · Wettingen · zwischen 1248 und 1253
Abschriftensammlung päpstlicher und königlicher Privilegien zugunsten des Klosters Wettingen, angelegt von Johannes von Strassburg zwischen 1248 und 1253. Enthält zudem die Abschriften massgeblicher Urkunden unter anderem über Vergabungen und weitere Rechtsgeschäfte wie auch verschiedene Güterverzeichnisse mit Abgaben.
Aarau, Staatsarchiv Aargau, AA/3116
Papier · 333 ff. · 45 x 32,5 cm · Wettingen · um 1490
Umfassende Sammlung der wichtigsten Urkunden und Dokumente des Klosters Wettingen, angelegt von Peter Numagen um 1490. Auf Register und Prolog folgen Gründungslegende und Abschriften der päpstlichen, kaiserlichen und königlichen Privilegien. Enthält zudem die Ordensprivilegien und Abschriften von Urkunden über verschiedene Rechtsgeschäfte im Zusammenhang mit Grundbesitz. Ausgestattet mit den Wappen der Stifter, Äbte und Wohltäter.
Aarau, Staatsarchiv Aargau, V/4-1985/0001
Papier · 141 ff. · 31.5 x 19.5 cm · Aarau · 1622
Abriss der Habsburgergeschichte in Reimform mit Federzeichnungen der Wappen des habsburgischen Geschlechts inklusive Wappen der Ehepartner; oft als Allianzwappen dargestellt.
Basel, Universitätsbibliothek, A VII 3
Pergament · 95 ff. · 22.5 x 17.0 cm · 9. Jh., 2-3/3
Neben den griechisch-lateinischen Psalmen, welche auf dem Kontinent von irischen Mönchen zur Zeit der Karolinger abgeschrieben wurden, enthält der berühmte Codex aus Basel auch eine kleine Serie von Stücken für die private Andacht in lateinischer Sprache, die von den Mönchen angefügt wurde. Der genaue Ort der Abschrift und ihre aufeinanderfolgenden zahlreichen Reisen sind nicht bekannt, wenn auch, aufgrund einer Notiz, deren Interpretation umstritten ist, eine Beziehung zur Abtei St. Gallen und/oder zu jener von Bobbio häufig genannt wird. Um 1628-630 wird die Handschrift im Katalog der Familie Amerbach genannt, um 1672-1676 in jenem von Johannes Zwinger.
Basel, Universitätsbibliothek, AN II 3
Pergament · 232 ff. · 29 x 20.5 cm · Basel · 1460-1567
Die Basler Rektoratsmatrikel, in handschriftlicher Form von 1460 bis 2000 geführt, enthält semester- bzw. jahrweise Angaben zum jeweiligen Rektor sowie die Listen der eingeschriebenen Studenten und stellt so eine wichtige Quelle für die Geschichte der Universität Basel dar. In Bd. 1 ist ausserdem die Eröffnung der Universität in Bild und Textfestgehalten. Auffällig ist der reiche Buchschmuck der ersten drei Bände, der sich über 3 Jahrhunderte erstreckt und, dank dem chronologischen Aufbau genau datierbar, auf willkommene Weise die Entwicklung der Miniaturmalerei in Basel dokumentiert.
Basel, Universitätsbibliothek, AN II 4
Pergament · 239 ff. · 30 x 20 cm · Basel · 1568-1653
Die Basler Rektoratsmatrikel, in handschriftlicher Form von 1460 bis 2000 geführt, enthält jahrweise Angaben zum jeweiligen Rektor sowie die Listen der eingeschriebenen Studenten. Auffällig ist der reiche Buchschmuck der ersten drei Bände, der sich über 3 Jahrhunderte erstreckt und, dank dem chronologischen Aufbau genau datierbar, auf willkommene Weise die Entwicklung der Miniaturmalerei in Basel dokumentiert.
Basel, Universitätsbibliothek, AN II 4a
Pergament · 220 ff. · 30.5 x 19.5 cm · Basel · 1654-1764
Die Basler Rektoratsmatrikel, in handschriftlicher Form von 1460 bis 2000 geführt, enthält jahrweise Angaben zum jeweiligen Rektor sowie die Listen der eingeschriebenen Studenten. Auffällig ist der reiche Buchschmuck der ersten drei Bände, der sich über 3 Jahrhunderte erstreckt und, dank dem chronologischen Aufbau genau datierbar, auf willkommene Weise die Entwicklung der Miniaturmalerei in Basel dokumentiert.
Basel, Universitätsbibliothek, B III 8
Pergament · 343 ff. · 33 × 23 cm · Basel, Dominikanerkloster · 14. Jahrhundert
Die von mehrere Händen verfasste Pecienhandschrift enthält, mit kleinen Auslassungen, die Quaestiones disputatae (ohne De malo) sowie 11 Quodlibeta (Nr. 12 fehlt, ebenso Teile von Nr. 8) des Thomas von Aquin. Die Handschrift stammt aus dem Basler Dominikanerkloster und gehörte Johannes und Hugo von Münchenstein, beide zeitweilig Prioren des Basler Klosters. In den Spiegeln finden sich Urkunden des Basler Konzils von 1440.
Basel, Universitätsbibliothek, B IV 26
Pergament · 114 + 3 ff. · 28.5 x 23 cm · St. Gallen · 10. Jahrhundert
Die von verschiedenen, sehr schwer zu unterscheidenden Kopisten im 10. Jh. geschriebene Handschrift enthält das Homiliar von Paulus Diaconus für die Winterzeit. Sie ist mit zwei interessanten ganzseitigen Federzeichnungen (6r und 68v) und zahlreichen Zierinitialen im Stil der Buchmalerei von St. Gallen geschmückt. Sie gehörte der Basler Kartause und wurde dieser, wie B III 2, von Pierre de la Trilline, Bischof von Lodève in der Nähe von Montpellier (1430-1441), der verschiedene Funktionen am Basler Konzil hatte, geschenkt.
Basel, Universitätsbibliothek, D III 34
Pergament und Papier · 257 ff. · 23 x 17 cm · 15. Jahrhundert und 1495
Der Sammelband D III 34 besteht aus zwei Teilen: Teil I (Bl. 1-29) enthält die Pferdeheilkunde des Jordanus Ruffus; Teil II (Bl. 30-255) die Mulomedicina Chironis sowie einen unvollständigen Traktat eines Oliverius, Stallmeister am Hofe Ferdinand I. von Neapel. Nebst Cod. Monacensis latinus 243 die einzige Hs. der Mulomedicina; der Oliverius- Traktakt ist möglicherweise unediert.
Basel, Universitätsbibliothek, F II 29
Pergament · 236 ff. · 28 x 21.5 cm · 14. und 15. Jh.; Datierungen: Teil II 1467, Teil VII 1468 [?]
Der Sammelband F II 29 besteht aus sieben Teilen: Die Teile I-III (Bl. 2-99), IV (Bl. 100-121) und VI-VII (Bl. 181-237) enthalten Aristoteles-Kommentare des Thomas v. Aquin: Super libros Physicorum; Super libros Posteriorum Analyticorum; Super libros De Anima; Teil V (Bl. 122-180) enthält den Kommentar des Adam von Bockfeld zu Aristoteles’ Metaphysica Nova. Die Hs. stammt aus dem Basler Dominikanerkonvent (Besitzvermerk Bl. 179vb).
Basel, Universitätsbibliothek, F III 20
Pergament · 148 ff. · 23.5 x 16.5 cm · Basel, Dominikanerkonvent · 14. Jahrhundert
Der Sammelband besteht aus vier ursprünglich selbständigen Teilen: Teil I enthält Schriften des Hervaeus Natalis, Teil II die Schrift super sex principia des Albertus Magnus, Teil III Schriften des Petrus de Alverni und Teil IV zwei – vielleicht nur in dieser Hs. überlieferte - anonyme Schriften sowie den Traktat De medio demonstrationis des Aegidius Romanus. Die Hs. stammt aus dem Basler Dominikanerkonvent.
Bern, Burgerbibliothek, Cod. 360
Pergament · 12 ff. · 24.0 x 18.0 cm · Venedig · 1564
Katalog der griechischen Handschriften der Bibliothek von Jean Hurault de Boistaillé (†1572), die er zwischen 1561 und 1564 während seines Venedig-Aufenthalts als Botschafter des französischen Königs gesammelt hat. Für den Aufbau dieser Sammlung und das Abfassen des Katalogs hat Jean Hurault Zacharias Scordylios (zweite Hälfte des 16. Jahrhunderts) hinzugezogen, einen griechischen Theologen, Priester, Buchdrucker und Verleger, der in Venedig lebte. Obwohl dieser Katalog mehrmals veröffentlicht wurde, erweist sich das Zurückgreifen auf das Original manchmal als notwendig.
Bern, Burgerbibliothek, Cod. 402
Papier · 144 ff. · 23.5 x 15.5 cm · in Venezien · um 1480-1500
Eine Handschrift, die anscheinend während der letzten 20 Jahre des 15. Jahrhunderts vom Humanisten und berühmten Professor der aristotelischen Philosophie in Padua, Nicolaus Leonicus Thomaeus (1456-1531), abgeschrieben und annotiert wurde (er ist nicht zu verwechseln mit seinem Zeitgenossen Leoniceno Niccolò [1428-1524], der Arzt, Philosoph und Professor in Ferrara war). Diese Handschrift spielte in der Kulturgeschichte eine Rolle, da sie die Grundlage der Aldine-Ausgabe von 1497 für die darin enthaltenen Theoprastus-Texte und meisten Aristoteles-Texte war. Ebenso diente sie der Übersetzung der Mechanica von Aristoteles, die von ihrem Besitzer 1525 in Venedig veröffentlicht wurde; am Rand der Handschrift erkennt man die Versuche Nicolaus Thomaeus’, Figuren zur Illustration der Übersetzung zu entwerfen.
Bern, Burgerbibliothek, Cod. 459
Papier · 96 ff. · Paris; Padua · 2. Drittel des 16. Jahrhunderts und 1552 und zweite Hälfte des 16. Jahrhunderts
Handschrift, die aus drei Produktionseinheiten besteht. Die erste geht auf die zweite Hälfte des 16. Jahrhunderts zurück und stammt von Jakobus Diassorinos (†1563), einem griechischen Kopisten aus Rhodos, der damals in der Bibliothek von Fontainebleau arbeitete. Der zweite Teil wurde vermutlich 1552 in Padua von dem damals jungen Pariser Humanisten Henri Estienne (ca. 1531-1598) abgeschrieben, dessen Unterschrift auf Griechisch sich unten auf f. 47r. befindet. Der dritte Teil bewahrt das Geheimnis der Umstände seiner Herstellung bis heute.
Bern, Burgerbibliothek, Cod. 596
Papier · 240 ff. · 20.0 x 14.5 cm · um 1540
Handschrift, welche die byzantinische Chronik in neugriechischer Sprache enthält, bekannt unter dem Namen Anonymum Byzantinum chronicon, noch immer unveröffentlicht. Gegen Ende des 19. Jahrhunderts hat Karl Praechter (1858-1933), Lehrer und von 1889 bis 1907 Professor an der Universität Bern, diese Handschrift verwendet, um die Chronik aus ihrem Schattendasein zu holen.
Bern, Burgerbibliothek, Cod. 703
Papier · 104 ff. · 13.5 x 9.0 cm. · Paris (Teil A und B · Ende des 15. Jahrhunderts und letztes Viertel des 15. Jahrhunderts
Eine Handschrift, die aus drei Produktionseinheiten besteht. Die ersten beiden wurden in Paris abgeschrieben, vermutlich gegen Ende des 15. Jahrhunderts vom berühmten Professor für Griechisch, Georgius Hermonymus von Sparta (†1511-1516). Sie enthalten Gebete und liturgische Stücke, insbesondere aus der Abtei Saint-Denis in Frankreich, einschliesslich einer scheinbar unveröffentlichten Übersetzung des Messformulars der Heiligen Dionysius, Rusticus und Eleutherius ins Griechische. Der letzte Teil, der hinzukommt, ist das Werk einer Hand, welche jener von Hermonymus ähnlich sieht, vielleicht jener eines Schülers.
Beromünster, Stiftskirche St. Michael, Cantatorium
Pergament · 72 ff. · 25.9 x 15.5 cm · 13. Jahrhundert
Das Cantatorium von Beromünster enthält die solistisch vorgetragenen Gesänge der Messe mit Notation, und als Nachtrag des 14. Jhs. einige Tropen. Unter diesen die Kyrientrope Kyrie fons bonitatis und Cunctipotens. Interessant ist der Bestand an Conductus. Der Codex ist in einen Holzkasten mit zwei Elfenbeintafeln des 8.-9. Jhs. eingebunden.
Beromünster, Stiftskirche St. Michael, Epistolar
Pergament · 129 ff. · 23.5 x 17.2 cm · erste Hälfte des 11. Jahrhunderts
Das Epistolar ist die älteste Handschrift der Bibliothek des Stifts Beromünster und laut „Haustradition“ wurde es von einem Mitglied der Stifterfamilie von Lenzburg, dem Grafen Ulrich († vor 1050), geschenkt. Der Vorderdeckel besteht aus einer später hinzugefügten Elfenbeintafel der 2. Hälfte-Ende des 13. Jhs.
Cleveland, The Cleveland Museum of Art, Purchase from the J. H. Wade Fund 1955.74
Pergament · 1 f. · ca. 27 x 20 cm · Engelberg · 1143-1178
Die Bildseite enthält auf der oberen Hälfte den nackten Hiob und seine drei Freunde, auf der unteren Hälfte den Verfasser Gregor den Grossen von der Taube des hl. Geistes inspiriert und einen Benediktiner, der wie üblich Petrus Diaconus darstellt, letzterer möglicherweise von einem anderen Künstler gezeichnet. Auf der Rückseite steht ein zweizeiliger Leoniner auf Frowin, der das Blatt eindeutig Engelberg zuweist. Das Blatt eröffnete gemäss P. Karl Stadler noch 1787 den ersten Band der Moralia in Iob von Gregor dem Grossen (Engelberg, Stiftsbibliothek, Cod. 20, hier unmittelbar vor f. 1). Mitte des 19. Jh. befand es sich im Besitz von Jacob Heinrich von Hefner-Alteneck (1811–1903) und wird in dessen Buch « Trachten des Mittelalters » (1840-54, hier Bd. 1, Tafel 57 und S. 76f.) sehr präzis nachgezeichnet. Im November 1953 wurde das Blatt vom J.H. Wade Fund für das Cleveland Museum of Art gekauft.
Cologny, Fondation Martin Bodmer, Cod. Bodmer 3
Papier · 55 ff. · 21 x 14.3 cm · Ende des 15. Jahrhunderts
Der Dichter Aischylos überragt die Geschichte der griechischen Tragödie. Seine Kunst kristallisiert sich in der Schrift Perses (5. Jahrhundert vor Christus). Dieses Stück, eines der wenigen uns erhaltenen Werke, ist das älteste von diesen.
Cologny, Fondation Martin Bodmer, Cod. Bodmer 5
Papier · 96 ff. · 21.0 x 15.4/15.6 cm · ca. 1491
Obwohl die äsopische Tradition im Mittelalter dank der Verbreitung der lateinischen Übersetzungen einen grossen Erfolg hatte, wurde der griechische Text des Fabeldichters erst in der Renaissance wiederentdeckt. Der CB 5, welcher gegen das Ende des 15. Jahrhunderts auf Papier abgeschrieben wurde, vereint etwa 150 Fabeln, die diesem Dichter zugeschrieben werden und von denen sich auch La Fontaine inspirierte. Darauf folgen, unter anderem, die delphischen Weisungen des Pseudo-Pythagoras, in denen man auch das bekannte „Erkenne ich selbst“ lesen kann, und Die Wolken, jene Komödie, die den Athener Dichter Aristophanes berühmt machte.
Cologny, Fondation Martin Bodmer, Cod. Bodmer 6
Pergament · 48 ff. · 28.8 x 18 cm · England? · 14.-15. Jahrhundert
Die Historiae de preliis Alexandri Magni gehört zur umfangreichen lateinischen Literatur des abendländischen Mittelalters, die Alexander dem Grossen gewidmet ist. Diese Handschrift, die auf Pergament im 14. oder 15. Jahrhundert (vielleicht gegen 1400) geschrieben wurde, ist nach ihrer ziemlich runden gotischen Schrift zu beurteilen vermutlich englischen Ursprungs. Die Titel sind rubriziert und einige zeitgenössische Glossen und Korrekturen wurden am Rand angefügt.
Cologny, Fondation Martin Bodmer, Cod. Bodmer 7
Pergament · 59 ff. · 20.8 x 14.2 cm · Italien, Neapel · 15. Jahrhundert
Die lateinische Handschrift mit astronomischem Inhalt enthält Werke von Germanicus, Plinius dem Älteren und Hyginus. Der Codex weist zahlreiche Tuschzeichnungen auf, darunter eine Planisphäre aus fünf goldenen, konzentrischen Kreisen, die als Personen oder Tiere abgebildete Sternbilder enthalten. Die ins 15. Jahrhundert zu datierenden Zeichnungen werden Antonio di Mario im neapolitanischen Umland zugeschrieben.
Cologny, Fondation Martin Bodmer, Cod. Bodmer 8
Papier · 247 ff. · 33.0 x 22.4 cm · gegen 1541
Mehrere Abhandlungen von Archimedes, insbesondere Kugel und Zylinder und Die Quadratur der Parabel sind in dieser Handschrift vereint, die gegen 1541 auf Papier geschrieben wurde. Ihnen gehen die Kommentare vom Geometer Eutocius zu den Abhandlungen des berühmten Mathematikers Heron von Alexandrien über die Messinstrumente voran.
Cologny, Fondation Martin Bodmer, Cod. Bodmer 9
Pergament · I + 81 ff. · 19.8 x 12.3 cm · [Frankreich] · 11./12. Jahrhundert und 12. Jahrhundert
Während des ganzen abendländischen Mittelalters waren die Texte von Aristoteles und Boethius reichlich in Umlauf und inspirierten zahlreiche Denker. Diese beiden grossen Philosophen werden in diesem Band, der aus zwei unterschiedlichen Handschriften besteht, vereint. Die erste, die zwischen dem 11. und 12. Jahrhundert datiert werden kann, enthält Werke von Aristoteles. Darin befindet sich ein sehr interessantes Schema (fol. 27) sowie grün hervorgehobene oder mit Rankenornamenten verzierte Initialen. Der Text von Boethius, der etwas später entstand, wurde im 12. Jahrhundert abgeschrieben. Man kann darin einige Korrekturen und Glossen aus dem 14. Jahrhundert finden.
Cologny, Fondation Martin Bodmer, Cod. Bodmer 10
Pergament · 251 ff. · 26.6 x 19.3 cm · Frankreich · 13. Jahrhundert
Die wahrscheinlich für den didaktischen Gebrauch vorgesehene Handschrift CB 10 enthält Werke von Aristoteles, Avicenna, Nicolaus Damascenus, Qusta Ibn-Luqa und Alexander Aphrodisiensis. Diese auf Pergament des 13. Jahrhunderts geschriebene Handschrift gehörte vermutlich einem Studenten der Artesfakultät in Leipzig, wie sich aus einer im Codex enthaltenen Liste besuchter Vorlesungen aus dem Jahr 1439 schliessen lässt. Die Liste enthält ferner Namen der Professoren, Titel der behandelten Texte, Gehälter der Lehrer sowie Anfangs- und Enddaten der Vorlesungen.
Cologny, Fondation Martin Bodmer, Cod. Bodmer 11
Pergament · 80 ff. · 26.3 x 18.0 cm · 13. Jahrhundert
In der Estoire de la guerre sainte, die Ambroise d'Evreux zugeschrieben wird, wird uns berichtet, dass die Soldaten von Richard von Löwenherz und Philipp August, die in Sizilien stationiert waren, während des Winters 1190, durch die Erzählungen des Chanson d'Apresmont (Lied von Apremont) Unterhaltung fanden. Dieses Chanson de Geste in gereimten Zehnsilbern und Alexandrinern berichtet vom Feldzug Karls des Grossen in Italien, gegen den heidnischen König Agolant und seinen Sohn Helmont. Die anglo-normannische Handschrift, die in der Fondation Martin Bodmer aufbewahrt wird, wurde im 13. Jahrhundert abgeschrieben, und enthält interlineare und marginale Korrekturen, die von einer zweiten Hand angefügt wurden, welche etwas jünger ist als jene, welche den Text abgeschrieben hat. Da diese Zusätze ohne Zweifel anhand einer Kontroll-Handschrift vorgenommen wurden, kann so die grosse Komplexität der Überlieferung dieses Textes erkannt werden.
Cologny, Fondation Martin Bodmer, Cod. Bodmer 14
Pergament · 263 ff. · 43.5 x 27.2 cm · Italien, Bologna (?) · 14. Jahrhundert
Diese lateinische Pergamenthandschrift des 14. Jahrhunderts enthält einen umfassenden Kommentar von Bologneser Juristen zum Corpus Iuris Civils, so u.a. zum Codex Iustinianus oder den Digesten.
Cologny, Fondation Martin Bodmer, Cod. Bodmer 18
Pergament · II + 268 + II ff. · 30.0 x 20.0 cm · Abtei Tongerloo, Diözese von Cambrai, Dekanat Antwerpen · Ende des 13. Jahrhundert
In der Mitte des 12. Jahrhunderts wurden lateinische Werke von Statius und Vergil oder auch Adaptationen Homers in die Volkssprache übersetzt. Mit der Übertragung dieser Texte in die «romanische» Sprache entstanden auch die ersten als «romans» bezeichneten französischen Versdichtungen. Die Pergamenthandschrift CB 18 enthält zwei dieser Werke, den «Roman de Troie» des Benoît de Sainte-Maure und den anonym verfassten «Roman de Thèbes».
Cologny, Fondation Martin Bodmer, Cod. Bodmer 19
Pergament · 66 ff. · 10.6 x 8.0 cm · Zisterzienserabtei Maulbronn (Diözese Speyer, Württemberg) · 1480
Diese Handschrift von 1480 aus der Zisterzienserabtei Maulbronn (Diözese Speyer, Württemberg, cf. f. 44r) enthält Schriften Ekberts von Schönau, dem Bruder der Heiligen Elisabeth von Schönau, sowie von anderer Hand geschriebene Mariengebete.
Cologny, Fondation Martin Bodmer, Cod. Bodmer 21
Pergament · 347 ff. · 28 x 23.5 cm · Spanien (?) · 13. Jahrhundert
Der in CB 21 enthaltene hebräische Text des Alten Testaments stammt aus dem maurischen Spanien, Al-Andalus, und gehört damit nicht zur aschkenasischen Tradition, wie die Mehrzahl der überlieferten Handschriften dieser Art, sondern ist Zeuge sephardischer Buchkultur des 13. Jahrhunderts. Der Buchschmuck ist stark von der kalligraphischen Kunst geprägt.
Cologny, Fondation Martin Bodmer, Cod. Bodmer 25
Pergament · (2) 196+23 bis (2) ff. · 31.9 x 24.8 cm · Konstantinopel und Izmir · Ende des 10. Jahrhunderts
Eine bedeutende Handschrift vom Ende des 10. Jahrhunderts, die sicherlich in Konstantinopel oder Izmir erstellt wurde, vereinigt die vier Evangelien in griechischer Sprache. Der biblische Text ist umgeben vom Kommentar von Peter von Laodikeia (exegetische Kette) in kursiver Schrift. Das Buch ist geschmückt mit zwei wertvollen, ganzseitigen Miniaturen, die Lukas und Markus vor einem goldenen Hintergrund darstellen.
Cologny, Fondation Martin Bodmer, Cod. Bodmer 28
Pergament · 416 ff. · 35.7 × 25 cm · Nordfrankreich (?) · 13. Jahrhundert
Diese lateinische Bibel, die im 13. Jahrhundert vermutlich im Norden Frankreichs abgeschrieben wurde, vereinigt in einem einzigen Band die Bücher des Alten und Neuen Testaments, denen in den meisten Fällen ein Prolog vorangeht. Sie überträgt den Standart-Text der Vulgata, der Pariser Fassung genannt wird, in eine Aufteilung der Kapitel, welche Stephen Langton zugeschrieben werden. Zudem fügt sie auf den letzten dreissig Seiten eine Interpretation der hebräischen Namen an. Historisierte Initialen eröffnen die verschiedenen biblischen Bücher und strukturieren das Buch. Eine kleinere Schrift als jene des restlichen Texts hat auf f. 1 den Kommentar des Baumes der Blutsverwandtschaft angefügt, ein Text, der üblicher Weise in juristischen Werken übermittelt wurde und hier durch die Darstellung eines Baumes unterstützt wird.
Cologny, Fondation Martin Bodmer, Cod. Bodmer 30
Pergament · 163 ff. + 16 ff. ff. · 22.7 x 15.7 cm · Süddeutschland · um 1200 und 13./14. Jahrhundert
Dieser Codex aus Süddeutschland besteht aus zwei Teilen, zusammengebunden in einem deutschen Einband von 1569. Der erste Teil der Handschrift enthält rund hundert Blätter aus dem 12. und 13. Jahrhundert. Er beginnt mit einem Kalender, der zahlreiche Sternzeichen und ganzseitige Illustrationen aufweist. Darauf folgen Gebete und liturgischen Gesänge. Der zweite Teil besteht aus dreissig Blättern und verzeichnet in sorgfältiger gotischer Schrift des 14. Jahrhunderts eine Folge von lateinischen Gebeten.