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Ort, Bibliothek Handschriften
Alle Bibliotheken und Sammlungen894
Aarau, Aargauer Kantonsbibliothek12
Aarau, Staatsarchiv Aargau6
Basel, Universitätsbibliothek9
Bern, Burgerbibliothek5
Beromünster, Stiftskirche St. Michael2
Cologny, Fondation Martin Bodmer96
Einsiedeln, Stiftsbibliothek44
Engelberg, Stiftsbibliothek51
Frauenfeld, Kantonsbibliothek Thurgau13
Fribourg/Freiburg, Bibliothèque cantonale et universitaire / Kantons- und Universitätsbibliothek10
Fribourg/Freiburg, Couvent des Cordeliers / Franziskanerkloster8
Fribourg/Freiburg, Staatsarchiv Freiburg1
Genève, Bibliothèque de Genève31
Lausanne, Bibliothèque cantonale et universitaire de Lausanne4
Luzern, Provinzarchiv Schweizer Kapuziner Luzern1
Luzern, Zentral- und Hochschulbibliothek12
Neuchâtel, Bibliothèque publique et universitaire de Neuchâtel5
Orselina, Biblioteca Madonna del Sasso4
Porrentruy, Bibliothèque cantonale jurassienne2
Sarnen, Benediktinerkollegium9
Sarnen, Staatsarchiv Obwalden1
Schaffhausen, Staatsarchiv5
Schaffhausen, Stadtbibliothek14
Schlatt, Eisenbibliothek1
Sion/Sitten, Archives du Chapitre/Kapitelsarchiv5
Sion/Sitten, Médiathèque du Valais2
Solothurn, Domschatz der St.-Ursen-Kathedrale Solothurn3
Solothurn, Zentralbibliothek10
St. Gallen, Kantonsbibliothek, Vadianische Sammlung18
St. Gallen, Stiftsarchiv (Abtei Pfäfers)10
St. Gallen, Stiftsbibliothek436
Trogen, Kantonsbibliothek Appenzell Ausserrhoden7
Utopia, armarium codicum bibliophilorum2
Wil, Dominikanerinnenkloster St. Katharina8
Zofingen, Stadtbibliothek2
Zürich, Zentralbibliothek44

Schweizer Handschriften im Ausland


Land Ort, Bibliothek Handschriften
USACleveland, The Cleveland Museum of Art1
    Anzahl Hss. pro Seite: 20 50 100 alle

Anzahl Handschriften: 894, angezeigt: 1 – 50

Aarau, Aargauer Kantonsbibliothek, MsMurF 3

Pergament · 100 ff. · 31 x 24 cm · Muri (?) · 1508

Pontificale Murense

Pontificale für Johannes Feierabend, 1500 bis 1508 Abt des Klosters Muri. Am 12.7.1507 hatte Papst Julius II Abt Johannes Feierabend und seinen Nachfolgern die Pontificalien verliehen. (pel)

Online seit: 03.11.2009

Aarau, Aargauer Kantonsbibliothek, MsMurF 31a

Pergament · 6 ff. · 39 x 16,5-17,5 cm / 6 x 13-16 cm · Hochalemannischer Raum · Mitte des 13. Jahrhunderts

Osterspiel von Muri

Das Osterspiel von Muri gilt als das älteste bekannte Schauspiel in deutschen Reimen. Der Autor ist unbekannt. Sprachanalysen lassen auf eine Herkunft aus dem mittleren oder westlichen Teil des hochalemannischen Raums schliessen. Die erhalten gebliebenen Teile des Osterspiels deuten auf ein reines Rededrama ohne lateinische oder musikalische Elemente hin. (pel)

Online seit: 15.04.2010

Aarau, Aargauer Kantonsbibliothek, MsWettF 1

Pergament · 334 ff. · 40 x 30 cm · Zürich (?) · 1260-1280

Biblia sacra

Teil eins (Genesis bis Esra) einer illuminierten dreibändigen Bibel (erhalten sind MsWettF 1 und MsWettF 2, die wohl Rudolf Schwerz, Chorherr am Zürcher Grossmünster und Leutpriester in Altdorf, testamentarisch dem Kloster Wettingen vermacht hat. (pel)

Online seit: 04.11.2010

Aarau, Aargauer Kantonsbibliothek, MsWettF 2

Pergament · 276 ff. · 40 x 30 cm · Zürich (?) · 1260-1280

Biblia Sacra

Teil zwei (Neues Testament) einer illuminierten dreibändigen Bibel (erhalten sind MsWettF 1 und MsWettF 2), die wohl Rudolf Schwerz, Chorherr am Zürcher Grossmünster und Leutpriester in Altdorf, testamentarisch dem Kloster Wettingen vermacht hat. Die Herkunft der Biblia sacra ist nicht belegt, vermutet wird eine Entstehung im Zürcher Kunstkreis. Durch das Herausschneiden von Initialen entstanden Textverluste. (wue)

Online seit: 19.12.2011

Aarau, Aargauer Kantonsbibliothek, MsWettF 11

Pergament · 417 ff. · 31.5 x 22.5 cm · deutscher Sprachraum · drittes Viertel des 13. Jahrhunderts

Biblia Sacra . Kurztraktat „De fructibus carnis et spiritus“

Die wahrscheinlich im deutschen Sprachraum entstandene Handschrift enthält neben einer mit zahlreichen historisierten Initialen auf Goldgrund versehenen Biblia sacra den Hugo von St. Viktor oder Konrad von Hirsau zugeschriebenen Kurztraktat De fructibus carnis et spiritus mit zwei Schemazeichnungen. Im 16. Jahrhundert war der reich illuminierte Codex im Besitz des Christoph Silberysen, Abt des Wettinger Zisterzienserklosters. (fas)

Online seit: 04.11.2010

Aarau, Aargauer Kantonsbibliothek, MsWettF 15

Pergament · 175 ff. · 30 x 21.5 cm · 1270-1280

Hugo Argentinensis; Guilelmus Rothwell

Wohl älteste Überlieferung vom Compendium theologicae veritatis des Hugo Argentinensis (Hugo Ripelin von Strassburg); Quaestiones super quatuor libros sententiarum des Guilelmus Rothwell. Vermutlich aus dem Vermächtnis von Rudolf Schwerz, Zürcher Chorherr und Leutpriester in Altdorf. (pel)

Online seit: 04.11.2010

Aarau, Aargauer Kantonsbibliothek, MsWettF 16: 1

Papier · VIII + 1168 pp. · 37.5 x 24 cm · Wettingen · 1576

Silbereisen: Chronicon Helvetiae, Teil I

Reich illustrierte Schweizerchronik in drei Teilen resp. drei Büchern. Das jüngste und umfangreichste Buch (Teil I) enthält die Herkunft und die Geschichte der Eidgenossen bis ins 14. Jahrhundert. Das älteste Buch (Teil II) enthält eine Beschreibung der Burgunderkriege im 15. Jahrhundert. Das anschliessende Buch (Teil III) beschreibt punktuelle Ereignisse aus der eidgenössischen Geschichte des 15. und 16. Jahrhunderts wie Waldmannhandel (1489) und Schlacht bei Marignano (1515) und enthält ein illustriertes Verzeichnis der im Schwabenkrieg (1499) erbeuteten Geschütze. (pel)

Online seit: 03.11.2009

Aarau, Aargauer Kantonsbibliothek, MsWettF 16: 2

Papier · VI + 262 + III ff. · 34.7 x 24 cm · Wettingen · 1572

Silbereisen: Chronicon Helvetiae, Teil II

Reich illustrierte Schweizerchronik in drei Teilen resp. drei Büchern. Das jüngste und umfangreichste Buch (Teil I) enthält die Herkunft und die Geschichte der Eidgenossen bis ins 14. Jahrhundert. Das älteste Buch (Teil II) enthält eine Beschreibung der Burgunderkriege im 15. Jahrhundert. Das anschliessende Buch (Teil III) beschreibt punktuelle Ereignisse aus der eidgenössischen Geschichte des 15. und 16. Jahrhunderts wie Waldmannhandel (1489) und Schlacht bei Marignano (1515) und enthält ein illustriertes Verzeichnis der im Schwabenkrieg (1499) erbeuteten Geschütze. (pel)

Online seit: 03.11.2009

Aarau, Aargauer Kantonsbibliothek, MsWettF 16: 3

Papier · IV + 126 + V ff. · 38.1 x 23.5 cm · Wettingen · 1572

Silbereisen: Chronicon Helvetiae, Teil III

Reich illustrierte Schweizerchronik in drei Teilen resp. drei Büchern. Das jüngste und umfangreichste Buch (Teil I) enthält die Herkunft und die Geschichte der Eidgenossen bis ins 14. Jahrhundert. Das älteste Buch (Teil II) enthält eine Beschreibung der Burgunderkriege im 15. Jahrhundert. Das anschliessende Buch (Teil III) beschreibt punktuelle Ereignisse aus der eidgenössischen Geschichte des 15. und 16. Jahrhunderts wie Waldmannhandel (1489) und Schlacht bei Marignano (1515) und enthält ein illustriertes Verzeichnis der im Schwabenkrieg (1499) erbeuteten Geschütze. (pel)

Online seit: 03.11.2009

Aarau, Aargauer Kantonsbibliothek, MsWettF 26: 4

Papier · 79 ff. · 30 x 21 cm · 1445; drittes Viertel des 15. Jahrhunderts

Wasmodus de Homberg; Varia in materia beghardorum et beginarum; Johannes Mulberg; Benedictus de Asinago; Felix Hemmerlin

Sammelhandschrift mit Texten von Wasmodus de Homberg, Lampertus Episcopus Argentinensis, Johannes Mulberg und Felix Hemmerlin zum Beginenstreit und einem Traktat von Benedictus de Asinago zur Armut. (pel)

Online seit: 04.11.2010

Aarau, Aargauer Kantonsbibliothek, MsWettFm 1

Pergament · 270 ff. · 60 x 40-41,5 · Köln · 1330-1335

Graduale oesa, Proprium de tempore, pars hiemalis

Erster Band des dreiteiligen sogenannten Wettinger Graduale, entstanden in Köln für ein Kloster der Augustiner-Eremiten und nach der Reformation aus Zürich ins Zisterzienserkloster Wettingen gelangt. Die Bildinitialen des ersten Bandes stammen vom Älteren Gradualmeister (Willehalm-Meister). (pel)

Online seit: 04.11.2010

Aarau, Aargauer Kantonsbibliothek, MsWettFm 3

Pergament · 209 ff. · 61 x 41 cm · Köln · 1330-1335

Graduale oesa, Proprium de sanctis

Dritter Band des dreiteiligen sogenannten Wettinger Graduale, entstanden in Köln für ein Kloster der Augustiner-Eremiten und nach der Reformation aus Zürich ins Zisterzienserkloster Wettingen gelangt. Die Bildinitialen des dritten Bandes stammen wie jene des zweiten (MsWettFm 2) vom Jüngeren Gradualmeister. (pel)

Online seit: 04.11.2010

Aarau, Staatsarchiv Aargau, AA/0428

Pergament · 128 ff. · 35 x 25 cm · Königsfelden · um 1335

Königsfelder Kopialbuch I

Abschriften von Privilegien, Ordnungen, Jahrzeitstiftungen und Urkunden betreffend den Klosterbesitz von Königsfelden. Unter Königin Agnes von Ungarn (ca. 1281-1364) angelegt. (rau)

Online seit: 14.04.2008

Aarau, Staatsarchiv Aargau, AA/4530

Pergament · 107 ff. · 25.5 x 20 cm · Muri · 12. Jahrhundert

Kapiteloffiziumsbuch von Hermetschwil

Nekrolog in der Zeit des Doppelklosters Muri, zwischen 1120 und 1140 angelegt. Enthält unter anderem den Nekrolog von Hermetschwil, Jahrzeitstiftungen und Zinsen, ein Martyrologium (Usuardus Sangermanensis) sowie eine Benediktsregel. (rau)

Online seit: 14.04.2008

Aarau, Staatsarchiv Aargau, AA/4947

Papier · 182 ff. · 20 x 14.5 cm · Muri · Ende des 14. Jahrhunderts

Acta Murensia

Bericht zur Frühgeschichte der Benediktinerabtei Muri, verfasst um 1160. Nur erhalten in einer Kopie aus dem ausgehenden 14. Jahrhundert. Enthält ein umfassendes Güterurbar sowie eine genealogische Darstellung der Frühhabsburger. (rau)

Online seit: 14.04.2008

Aarau, Staatsarchiv Aargau, AA/3115

Pergament · 49 ff. · 25-25.5 x 18.5-19 cm · Wettingen · zwischen 1248 und 1253

Kleines Urbar (Registrum Privilegiorum; Urbaria)

Abschriftensammlung päpstlicher und königlicher Privilegien zugunsten des Klosters Wettingen, angelegt von Johannes von Strassburg zwischen 1248 und 1253. Enthält zudem die Abschriften massgeblicher Urkunden unter anderem über Vergabungen und weitere Rechtsgeschäfte wie auch verschiedene Güterverzeichnisse mit Abgaben. (rau)

Online seit: 15.04.2010

Aarau, Staatsarchiv Aargau, AA/3116

Papier · 333 ff. · 45 x 32,5 cm · Wettingen · um 1490

Diplomatarium Wettingense

Umfassende Sammlung der wichtigsten Urkunden und Dokumente des Klosters Wettingen, angelegt von Peter Numagen um 1490. Auf Register und Prolog folgen Gründungslegende und Abschriften der päpstlichen, kaiserlichen und königlichen Privilegien. Enthält zudem die Ordensprivilegien und Abschriften von Urkunden über verschiedene Rechtsgeschäfte im Zusammenhang mit Grundbesitz. Ausgestattet mit den Wappen der Stifter, Äbte und Wohltäter. (rau)

Online seit: 15.04.2010

Aarau, Staatsarchiv Aargau, V/4-1985/0001

Papier · 141 ff. · 31.5 x 19.5 cm · Aarau · 1622

Wappenbuch des Hans Ulrich Fisch

Abriss der Habsburgergeschichte in Reimform mit Federzeichnungen der Wappen des habsburgischen Geschlechts inklusive Wappen der Ehepartner; oft als Allianzwappen dargestellt. (rau)

Online seit: 14.04.2008

Basel, Universitätsbibliothek, A VII 3

Pergament · 95 ff. · 22.5 x 17.0 cm · 9. Jh., 2-3/3

Psalterium graeco-latinum

Neben den griechisch-lateinischen Psalmen, welche auf dem Kontinent von irischen Mönchen zur Zeit der Karolinger abgeschrieben wurden, enthält der berühmte Codex aus Basel auch eine kleine Serie von Stücken für die private Andacht in lateinischer Sprache, die von den Mönchen angefügt wurde. Der genaue Ort der Abschrift und ihre aufeinanderfolgenden zahlreichen Reisen sind nicht bekannt, wenn auch, aufgrund einer Notiz, deren Interpretation umstritten ist, eine Beziehung zur Abtei St. Gallen und/oder zu jener von Bobbio häufig genannt wird. Um 1628-630 wird die Handschrift im Katalog der Familie Amerbach genannt, um 1672-1676 in jenem von Johannes Zwinger. (and)

Online seit: 22.03.2012

Basel, Universitätsbibliothek, AN II 3

Pergament · 232 ff. · 29 x 20.5 cm · Basel · 1460-1567

Rektoratsmatrikel der Universität Basel, Band 1 (1460-1567)

Die Basler Rektoratsmatrikel, in handschriftlicher Form von 1460 bis 2000 geführt, enthält semester- bzw. jahrweise Angaben zum jeweiligen Rektor sowie die Listen der eingeschriebenen Studenten und stellt so eine wichtige Quelle für die Geschichte der Universität Basel dar. In Bd. 1 ist ausserdem die Eröffnung der Universität in Bild und Textfestgehalten. Auffällig ist der reiche Buchschmuck der ersten drei Bände, der sich über 3 Jahrhunderte erstreckt und, dank dem chronologischen Aufbau genau datierbar, auf willkommene Weise die Entwicklung der Miniaturmalerei in Basel dokumentiert. (mit)

Online seit: 21.12.2010

Basel, Universitätsbibliothek, AN II 4

Pergament · 239 ff. · 30 x 20 cm · Basel · 1568-1653

Rektoratsmatrikel der Universität Basel, Band 2 (1568-1653)

Die Basler Rektoratsmatrikel, in handschriftlicher Form von 1460 bis 2000 geführt, enthält jahrweise Angaben zum jeweiligen Rektor sowie die Listen der eingeschriebenen Studenten. Auffällig ist der reiche Buchschmuck der ersten drei Bände, der sich über 3 Jahrhunderte erstreckt und, dank dem chronologischen Aufbau genau datierbar, auf willkommene Weise die Entwicklung der Miniaturmalerei in Basel dokumentiert. (mit)

Online seit: 21.12.2010

Basel, Universitätsbibliothek, AN II 4a

Pergament · 220 ff. · 30.5 x 19.5 cm · Basel · 1654-1764

Rektoratsmatrikel der Universität Basel, Band 3 (1654-1764)

Die Basler Rektoratsmatrikel, in handschriftlicher Form von 1460 bis 2000 geführt, enthält jahrweise Angaben zum jeweiligen Rektor sowie die Listen der eingeschriebenen Studenten. Auffällig ist der reiche Buchschmuck der ersten drei Bände, der sich über 3 Jahrhunderte erstreckt und, dank dem chronologischen Aufbau genau datierbar, auf willkommene Weise die Entwicklung der Miniaturmalerei in Basel dokumentiert. (mit)

Online seit: 21.12.2010

Basel, Universitätsbibliothek, B III 8

Pergament · 343 ff. · 33 × 23 cm · Basel, Dominikanerkloster · 14. Jahrhundert

Thomas Aquinas: Quaestiones; Quodlibeta

Die von mehrere Händen verfasste Pecienhandschrift enthält, mit kleinen Auslassungen, die Quaestiones disputatae (ohne De malo) sowie 11 Quodlibeta (Nr. 12 fehlt, ebenso Teile von Nr. 8) des Thomas von Aquin. Die Handschrift stammt aus dem Basler Dominikanerkloster und gehörte Johannes und Hugo von Münchenstein, beide zeitweilig Prioren des Basler Klosters. In den Spiegeln finden sich Urkunden des Basler Konzils von 1440. (mit)

Online seit: 21.12.2010

Basel, Universitätsbibliothek, B IV 26

Pergament · 114 + 3 ff. · 28.5 x 23 cm · St. Gallen · 10. Jahrhundert

Homiliarium

Die von verschiedenen, sehr schwer zu unterscheidenden Kopisten im 10. Jh. geschriebene Handschrift enthält das Homiliar von Paulus Diaconus für die Winterzeit. Sie ist mit zwei interessanten ganzseitigen Federzeichnungen (6r und 68v) und zahlreichen Zierinitialen im Stil der Buchmalerei von St. Gallen geschmückt. Sie gehörte der Basler Kartause und wurde dieser, wie B III 2, von Pierre de la Trilline, Bischof von Lodève in der Nähe von Montpellier (1430-1441), der verschiedene Funktionen am Basler Konzil hatte, geschenkt. (ber)

Online seit: 17.02.2010

Basel, Universitätsbibliothek, D III 34

Pergament und Papier · 257 ff. · 23 x 17 cm · 15. Jahrhundert und 1495

Miscellanhandschrift zur Pferdemedizin

Der Sammelband D III 34 besteht aus zwei Teilen: Teil I (Bl. 1-29) enthält die Pferdeheilkunde des Jordanus Ruffus; Teil II (Bl. 30-255) die Mulomedicina Chironis sowie einen unvollständigen Traktat eines Oliverius, Stallmeister am Hofe Ferdinand I. von Neapel. Nebst Cod. Monacensis latinus 243 die einzige Hs. der Mulomedicina; der Oliverius- Traktakt ist möglicherweise unediert. (mit)

Online seit: 31.03.2011

Basel, Universitätsbibliothek, F II 29

Pergament · 236 ff. · 28 x 21.5 cm · 14. und 15. Jh.; Datierungen: Teil II 1467, Teil VII 1468 [?]

Thomas de Aquino, Adamus Bucfeldus: Expositiones super Aristotelem

Der Sammelband F II 29 besteht aus sieben Teilen: Die Teile I-III (Bl. 2-99), IV (Bl. 100-121) und VI-VII (Bl. 181-237) enthalten Aristoteles-Kommentare des Thomas v. Aquin: Super libros Physicorum; Super libros Posteriorum Analyticorum; Super libros De Anima; Teil V (Bl. 122-180) enthält den Kommentar des Adam von Bockfeld zu Aristoteles’ Metaphysica Nova. Die Hs. stammt aus dem Basler Dominikanerkonvent (Besitzvermerk Bl. 179vb). (mit)

Online seit: 22.03.2012

Basel, Universitätsbibliothek, F III 20

Pergament · 148 ff. · 23.5 x 16.5 cm · Basel, Dominikanerkonvent · 14. Jahrhundert

Commenta super logicam veterem

Der Sammelband besteht aus vier ursprünglich selbständigen Teilen: Teil I enthält Schriften des Hervaeus Natalis, Teil II die Schrift super sex principia des Albertus Magnus, Teil III Schriften des Petrus de Alverni und Teil IV zwei – vielleicht nur in dieser Hs. überlieferte - anonyme Schriften sowie den Traktat De medio demonstrationis des Aegidius Romanus. Die Hs. stammt aus dem Basler Dominikanerkonvent. (mit)

Online seit: 31.03.2011

Bern, Burgerbibliothek, Cod. 360

Pergament · 12 ff. · 24.0 x 18.0 cm · Venedig · 1564

Handschriftenkatalog von Jean Hurault de Boistaillé

Katalog der griechischen Handschriften der Bibliothek von Jean Hurault de Boistaillé (†1572), die er zwischen 1561 und 1564 während seines Venedig-Aufenthalts als Botschafter des französischen Königs gesammelt hat. Für den Aufbau dieser Sammlung und das Abfassen des Katalogs hat Jean Hurault Zacharias Scordylios (zweite Hälfte des 16. Jahrhunderts) hinzugezogen, einen griechischen Theologen, Priester, Buchdrucker und Verleger, der in Venedig lebte. Obwohl dieser Katalog mehrmals veröffentlicht wurde, erweist sich das Zurückgreifen auf das Original manchmal als notwendig. (and)

Online seit: 12.08.2010

Bern, Burgerbibliothek, Cod. 402

Papier · 144 ff. · 23.5 x 15.5 cm · in Venezien · um 1480-1500

Corpus Theophrasticum; Corpus Aristotelicum

Eine Handschrift, die anscheinend während der letzten 20 Jahre des 15. Jahrhunderts vom Humanisten und berühmten Professor der aristotelischen Philosophie in Padua, Nicolaus Leonicus Thomaeus (1456-1531), abgeschrieben und annotiert wurde (er ist nicht zu verwechseln mit seinem Zeitgenossen Leoniceno Niccolò [1428-1524], der Arzt, Philosoph und Professor in Ferrara war). Diese Handschrift spielte in der Kulturgeschichte eine Rolle, da sie die Grundlage der Aldine-Ausgabe von 1497 für die darin enthaltenen Theoprastus-Texte und meisten Aristoteles-Texte war. Ebenso diente sie der Übersetzung der Mechanica von Aristoteles, die von ihrem Besitzer 1525 in Venedig veröffentlicht wurde; am Rand der Handschrift erkennt man die Versuche Nicolaus Thomaeus’, Figuren zur Illustration der Übersetzung zu entwerfen. (and)

Online seit: 12.08.2010

Bern, Burgerbibliothek, Cod. 459

Papier · 96 ff. · Paris; Padua · 2. Drittel des 16. Jahrhunderts und 1552 und zweite Hälfte des 16. Jahrhunderts

Miscellanea

Handschrift, die aus drei Produktionseinheiten besteht. Die erste geht auf die zweite Hälfte des 16. Jahrhunderts zurück und stammt von Jakobus Diassorinos (†1563), einem griechischen Kopisten aus Rhodos, der damals in der Bibliothek von Fontainebleau arbeitete. Der zweite Teil wurde vermutlich 1552 in Padua von dem damals jungen Pariser Humanisten Henri Estienne (ca. 1531-1598) abgeschrieben, dessen Unterschrift auf Griechisch sich unten auf f. 47r. befindet. Der dritte Teil bewahrt das Geheimnis der Umstände seiner Herstellung bis heute. (and)

Online seit: 12.08.2010

Bern, Burgerbibliothek, Cod. 596

Papier · 240 ff. · 20.0 x 14.5 cm · um 1540

Anonymum Byzantinum chronicon

Handschrift, welche die byzantinische Chronik in neugriechischer Sprache enthält, bekannt unter dem Namen Anonymum Byzantinum chronicon, noch immer unveröffentlicht. Gegen Ende des 19. Jahrhunderts hat Karl Praechter (1858-1933), Lehrer und von 1889 bis 1907 Professor an der Universität Bern, diese Handschrift verwendet, um die Chronik aus ihrem Schattendasein zu holen. (and)

Online seit: 12.08.2010

Bern, Burgerbibliothek, Cod. 703

Papier · 104 ff. · 13.5 x 9.0 cm. · Paris (Teil A und B · Ende des 15. Jahrhunderts und letztes Viertel des 15. Jahrhunderts

Gebete und liturgische Stücke aus dem Abend- und Morgenland

Eine Handschrift, die aus drei Produktionseinheiten besteht. Die ersten beiden wurden in Paris abgeschrieben, vermutlich gegen Ende des 15. Jahrhunderts vom berühmten Professor für Griechisch, Georgius Hermonymus von Sparta (†1511-1516). Sie enthalten Gebete und liturgische Stücke, insbesondere aus der Abtei Saint-Denis in Frankreich, einschliesslich einer scheinbar unveröffentlichten Übersetzung des Messformulars der Heiligen Dionysius, Rusticus und Eleutherius ins Griechische. Der letzte Teil, der hinzukommt, ist das Werk einer Hand, welche jener von Hermonymus ähnlich sieht, vielleicht jener eines Schülers. (and)

Online seit: 04.11.2010

Beromünster, Stiftskirche St. Michael, Cantatorium

Pergament · 72 ff. · 25.9 x 15.5 cm · 13. Jahrhundert

Cantatorium

Das Cantatorium von Beromünster enthält die solistisch vorgetragenen Gesänge der Messe mit Notation, und als Nachtrag des 14. Jhs. einige Tropen. Unter diesen die Kyrientrope Kyrie fons bonitatis und Cunctipotens. Interessant ist der Bestand an Conductus. Der Codex ist in einen Holzkasten mit zwei Elfenbeintafeln des 8.-9. Jhs. eingebunden. (ber)

Online seit: 21.12.2009

Beromünster, Stiftskirche St. Michael, Epistolar

Pergament · 129 ff. · 23.5 x 17.2 cm · erste Hälfte des 11. Jahrhunderts

Epistolar

Das Epistolar ist die älteste Handschrift der Bibliothek des Stifts Beromünster und laut „Haustradition“ wurde es von einem Mitglied der Stifterfamilie von Lenzburg, dem Grafen Ulrich († vor 1050), geschenkt. Der Vorderdeckel besteht aus einer später hinzugefügten Elfenbeintafel der 2. Hälfte-Ende des 13. Jhs. (ber)

Online seit: 21.12.2009

Cleveland, The Cleveland Museum of Art, Purchase from the J. H. Wade Fund 1955.74

Pergament · 1 f. · ca. 27 x 20 cm · Engelberg · 1143-1178

Gregorius M., Moralia in Job (Autorenbild)

Die Bildseite enthält auf der oberen Hälfte den nackten Hiob und seine drei Freunde, auf der unteren Hälfte den Verfasser Gregor den Grossen von der Taube des hl. Geistes inspiriert und einen Benediktiner, der wie üblich Petrus Diaconus darstellt, letzterer möglicherweise von einem anderen Künstler gezeichnet. Auf der Rückseite steht ein zweizeiliger Leoniner auf Frowin, der das Blatt eindeutig Engelberg zuweist. Das Blatt eröffnete gemäss P. Karl Stadler noch 1787 den ersten Band der Moralia in Iob von Gregor dem Grossen (Engelberg, Stiftsbibliothek, Cod. 20, hier unmittelbar vor f. 1). Mitte des 19. Jh. befand es sich im Besitz von Jacob Heinrich von Hefner-Alteneck (1811–1903) und wird in dessen Buch « Trachten des Mittelalters » (1840-54, hier Bd. 1, Tafel 57 und S. 76f.) sehr präzis nachgezeichnet. Im November 1953 wurde das Blatt vom J.H. Wade Fund für das Cleveland Museum of Art gekauft. (flu)

Online seit: 19.12.2011

Cologny, Fondation Martin Bodmer, Cod. Bodmer 3

Papier · 55 ff. · 21 x 14.3 cm · Ende des 15. Jahrhunderts

Aischylos, Persae

Der Dichter Aischylos überragt die Geschichte der griechischen Tragödie. Seine Kunst kristallisiert sich in der Schrift Perses (5. Jahrhundert vor Christus). Dieses Stück, eines der wenigen uns erhaltenen Werke, ist das älteste von diesen. (jos)

Online seit: 02.06.2010

Cologny, Fondation Martin Bodmer, Cod. Bodmer 5

Papier · 96 ff. · 21.0 x 15.4/15.6 cm · ca. 1491

Aesopus, Fabulae, Epigrammata et proverbia, Oraculum sibyllinum · Ps. Pythagoras, Carmen aureum, Praecepta delphica · Phocylides, Sententiae · Aristophanes, Nubes, Vita Aristophanis, Hypothesis in Aritophanis Plutum

Obwohl die äsopische Tradition im Mittelalter dank der Verbreitung der lateinischen Übersetzungen einen grossen Erfolg hatte, wurde der griechische Text des Fabeldichters erst in der Renaissance wiederentdeckt. Der CB 5, welcher gegen das Ende des 15. Jahrhunderts auf Papier abgeschrieben wurde, vereint etwa 150 Fabeln, die diesem Dichter zugeschrieben werden und von denen sich auch La Fontaine inspirierte. Darauf folgen, unter anderem, die delphischen Weisungen des Pseudo-Pythagoras, in denen man auch das bekannte „Erkenne ich selbst“ lesen kann, und Die Wolken, jene Komödie, die den Athener Dichter Aristophanes berühmt machte. (jos)

Online seit: 04.11.2010

Cologny, Fondation Martin Bodmer, Cod. Bodmer 6

Pergament · 48 ff. · 28.8 x 18 cm · England? · 14.-15. Jahrhundert

Historia de preliis Alexandri Magni

Die Historiae de preliis Alexandri Magni gehört zur umfangreichen lateinischen Literatur des abendländischen Mittelalters, die Alexander dem Grossen gewidmet ist. Diese Handschrift, die auf Pergament im 14. oder 15. Jahrhundert (vielleicht gegen 1400) geschrieben wurde, ist nach ihrer ziemlich runden gotischen Schrift zu beurteilen vermutlich englischen Ursprungs. Die Titel sind rubriziert und einige zeitgenössische Glossen und Korrekturen wurden am Rand angefügt. (jos)

Online seit: 15.04.2010

Cologny, Fondation Martin Bodmer, Cod. Bodmer 7

Pergament · 59 ff. · 20.8 x 14.2 cm · Italien, Neapel · 15. Jahrhundert

Genus Arati

Die lateinische Handschrift mit astronomischem Inhalt enthält Werke von Germanicus, Plinius dem Älteren und Hyginus. Der Codex weist zahlreiche Tuschzeichnungen auf, darunter eine Planisphäre aus fünf goldenen, konzentrischen Kreisen, die als Personen oder Tiere abgebildete Sternbilder enthalten. Die ins 15. Jahrhundert zu datierenden Zeichnungen werden Antonio di Mario im neapolitanischen Umland zugeschrieben.

Online seit: 31.07.2007

Cologny, Fondation Martin Bodmer, Cod. Bodmer 8

Papier · 247 ff. · 33.0 x 22.4 cm · gegen 1541

Archimedes, Opera . Eutocius, Commentarii in Archimeden . Hero Alexandrinus, De mensuris

Mehrere Abhandlungen von Archimedes, insbesondere Kugel und Zylinder und Die Quadratur der Parabel sind in dieser Handschrift vereint, die gegen 1541 auf Papier geschrieben wurde. Ihnen gehen die Kommentare vom Geometer Eutocius zu den Abhandlungen des berühmten Mathematikers Heron von Alexandrien über die Messinstrumente voran. (jos)

Online seit: 02.06.2010

Cologny, Fondation Martin Bodmer, Cod. Bodmer 9

Pergament · I + 81 ff. · 19.8 x 12.3 cm · [Frankreich] · 11./12. Jahrhundert und 12. Jahrhundert

Aristoteles, Categoriae uel Praedicamenta; De interpretatione uel Periermenias . Boethius, Commentarius in Aristotelis Categorias

Während des ganzen abendländischen Mittelalters waren die Texte von Aristoteles und Boethius reichlich in Umlauf und inspirierten zahlreiche Denker. Diese beiden grossen Philosophen werden in diesem Band, der aus zwei unterschiedlichen Handschriften besteht, vereint. Die erste, die zwischen dem 11. und 12. Jahrhundert datiert werden kann, enthält Werke von Aristoteles. Darin befindet sich ein sehr interessantes Schema (fol. 27) sowie grün hervorgehobene oder mit Rankenornamenten verzierte Initialen. Der Text von Boethius, der etwas später entstand, wurde im 12. Jahrhundert abgeschrieben. Man kann darin einige Korrekturen und Glossen aus dem 14. Jahrhundert finden. (jos)

Online seit: 02.06.2010

Cologny, Fondation Martin Bodmer, Cod. Bodmer 10

Pergament · 251 ff. · 26.6 x 19.3 cm · Frankreich · 13. Jahrhundert

Aristoteles, Opera; Avicenna, De congelatione seu De mineralibus; Nicolaus Damasceus, De plantis; Costa-Ben-Luca, De differentia spiritus et animae; Alexander Aphrodisiensis, Opera

Die wahrscheinlich für den didaktischen Gebrauch vorgesehene Handschrift CB 10 enthält Werke von Aristoteles, Avicenna, Nicolaus Damascenus, Qusta Ibn-Luqa und Alexander Aphrodisiensis. Diese auf Pergament des 13. Jahrhunderts geschriebene Handschrift gehörte vermutlich einem Studenten der Artesfakultät in Leipzig, wie sich aus einer im Codex enthaltenen Liste besuchter Vorlesungen aus dem Jahr 1439 schliessen lässt. Die Liste enthält ferner Namen der Professoren, Titel der behandelten Texte, Gehälter der Lehrer sowie Anfangs- und Enddaten der Vorlesungen.

Online seit: 20.12.2007

Cologny, Fondation Martin Bodmer, Cod. Bodmer 11

Pergament · 80 ff. · 26.3 x 18.0 cm · 13. Jahrhundert

Chanson d’Apresmont

In der Estoire de la guerre sainte, die Ambroise d'Evreux zugeschrieben wird, wird uns berichtet, dass die Soldaten von Richard von Löwenherz und Philipp August, die in Sizilien stationiert waren, während des Winters 1190, durch die Erzählungen des Chanson d'Apresmont (Lied von Apremont) Unterhaltung fanden. Dieses Chanson de Geste in gereimten Zehnsilbern und Alexandrinern berichtet vom Feldzug Karls des Grossen in Italien, gegen den heidnischen König Agolant und seinen Sohn Helmont. Die anglo-normannische Handschrift, die in der Fondation Martin Bodmer aufbewahrt wird, wurde im 13. Jahrhundert abgeschrieben, und enthält interlineare und marginale Korrekturen, die von einer zweiten Hand angefügt wurden, welche etwas jünger ist als jene, welche den Text abgeschrieben hat. Da diese Zusätze ohne Zweifel anhand einer Kontroll-Handschrift vorgenommen wurden, kann so die grosse Komplexität der Überlieferung dieses Textes erkannt werden. (mes)

Online seit: 04.10.2011

Cologny, Fondation Martin Bodmer, Cod. Bodmer 14

Pergament · 263 ff. · 43.5 x 27.2 cm · Italien, Bologna (?) · 14. Jahrhundert

Hazo Bononiensis . Hugolinus Bononiensis . Iohannes Bassianus . Placentinus

Diese lateinische Pergamenthandschrift des 14. Jahrhunderts enthält einen umfassenden Kommentar von Bologneser Juristen zum Corpus Iuris Civils, so u.a. zum Codex Iustinianus oder den Digesten.

Online seit: 31.07.2007

Cologny, Fondation Martin Bodmer, Cod. Bodmer 18

Pergament · II + 268 + II ff. · 30.0 x 20.0 cm · Abtei Tongerloo, Diözese von Cambrai, Dekanat Antwerpen · Ende des 13. Jahrhundert

Benoît de Sainte-More: Roman de Troie, Thèbes (Roman de)

In der Mitte des 12. Jahrhunderts wurden lateinische Werke von Statius und Vergil oder auch Adaptationen Homers in die Volkssprache übersetzt. Mit der Übertragung dieser Texte in die «romanische» Sprache entstanden auch die ersten als «romans» bezeichneten französischen Versdichtungen. Die Pergamenthandschrift CB 18 enthält zwei dieser Werke, den «Roman de Troie» des Benoît de Sainte-Maure und den anonym verfassten «Roman de Thèbes».

Online seit: 25.03.2009

Cologny, Fondation Martin Bodmer, Cod. Bodmer 19

Pergament · 66 ff. · 10.6 x 8.0 cm · Zisterzienserabtei Maulbronn (Diözese Speyer, Württemberg) · 1480

Pseudo-Bernard von Clairvaux

Diese Handschrift von 1480 aus der Zisterzienserabtei Maulbronn (Diözese Speyer, Württemberg, cf. f. 44r) enthält Schriften Ekberts von Schönau, dem Bruder der Heiligen Elisabeth von Schönau, sowie von anderer Hand geschriebene Mariengebete.

Online seit: 25.03.2009

Cologny, Fondation Martin Bodmer, Cod. Bodmer 21

Pergament · 347 ff. · 28 x 23.5 cm · Spanien (?) · 13. Jahrhundert

Tanach/Hebräische Bibel

Der in CB 21 enthaltene hebräische Text des Alten Testaments stammt aus dem maurischen Spanien, Al-Andalus, und gehört damit nicht zur aschkenasischen Tradition, wie die Mehrzahl der überlieferten Handschriften dieser Art, sondern ist Zeuge sephardischer Buchkultur des 13. Jahrhunderts. Der Buchschmuck ist stark von der kalligraphischen Kunst geprägt.

Online seit: 31.07.2007

Cologny, Fondation Martin Bodmer, Cod. Bodmer 25

Pergament · (2) 196+23 bis (2) ff. · 31.9 x 24.8 cm · Konstantinopel und Izmir · Ende des 10. Jahrhunderts

Tetraevangelium

Eine bedeutende Handschrift vom Ende des 10. Jahrhunderts, die sicherlich in Konstantinopel oder Izmir erstellt wurde, vereinigt die vier Evangelien in griechischer Sprache. Der biblische Text ist umgeben vom Kommentar von Peter von Laodikeia (exegetische Kette) in kursiver Schrift. Das Buch ist geschmückt mit zwei wertvollen, ganzseitigen Miniaturen, die Lukas und Markus vor einem goldenen Hintergrund darstellen. (mes)

Online seit: 21.12.2009

Cologny, Fondation Martin Bodmer, Cod. Bodmer 28

Pergament · 416 ff. · 35.7 × 25 cm · Nordfrankreich (?) · 13. Jahrhundert

Biblia latina

Diese lateinische Bibel, die im 13. Jahrhundert vermutlich im Norden Frankreichs abgeschrieben wurde, vereinigt in einem einzigen Band die Bücher des Alten und Neuen Testaments, denen in den meisten Fällen ein Prolog vorangeht. Sie überträgt den Standart-Text der Vulgata, der Pariser Fassung genannt wird, in eine Aufteilung der Kapitel, welche Stephen Langton zugeschrieben werden. Zudem fügt sie auf den letzten dreissig Seiten eine Interpretation der hebräischen Namen an. Historisierte Initialen eröffnen die verschiedenen biblischen Bücher und strukturieren das Buch. Eine kleinere Schrift als jene des restlichen Texts hat auf f. 1 den Kommentar des Baumes der Blutsverwandtschaft angefügt, ein Text, der üblicher Weise in juristischen Werken übermittelt wurde und hier durch die Darstellung eines Baumes unterstützt wird. (mes)

Online seit: 21.12.2009

Cologny, Fondation Martin Bodmer, Cod. Bodmer 30

Pergament · 163 ff. + 16 ff. ff. · 22.7 x 15.7 cm · Süddeutschland · um 1200 und 13./14. Jahrhundert

Calendarium, Biblia latina: Liber Psalmorum; Cantica biblica; Orationes; Hymni etc.

Dieser Codex aus Süddeutschland besteht aus zwei Teilen, zusammengebunden in einem deutschen Einband von 1569. Der erste Teil der Handschrift enthält rund hundert Blätter aus dem 12. und 13. Jahrhundert. Er beginnt mit einem Kalender, der zahlreiche Sternzeichen und ganzseitige Illustrationen aufweist. Darauf folgen Gebete und liturgischen Gesänge. Der zweite Teil besteht aus dreissig Blättern und verzeichnet in sorgfältiger gotischer Schrift des 14. Jahrhunderts eine Folge von lateinischen Gebeten.

Online seit: 20.12.2007