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Lausanne, Bibliothèque cantonale et universitaire - Lausanne

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Lausanne, Bibliothèque cantonale et universitaire - Lausanne, IS 1841
Pergament · a-c + I + 56 + II-IV + d-f ff. · 38.3 x 26.5 cm · Frankreich · 13. Jahrhundert
Liber sapientiae glossatus

Diese Handschrift stammt aus Frankreich und war seit dem 14. Jahrhundert sicherlich Teil der Libraria secreta des Klosters des Heiligen Franziskus von Assisi, wie dies ein Eintrag im Inventar der Bibliothek belegt. Dieses Inventar wurde 1381 vom Bruder Giovanni Ioli geschrieben, der sich zwischen 1377 und 1384 um dessen Neuerstellung kümmerte. Die Handschrift enthielt ursprünglich nicht nur den Liber sapientiae, sondern auch den dritten und vierten Teil der Sentenzen des Petrus Lombardus. Sie gehört zur wichtigen Gruppe der französischen Handschriften, welche vom Kloster seit der Gründung der Bibliothek erworben wurden und von denen einige sehr reich geschmückt sind. Als die Handschrift noch in Besitz des Antiquars Leo Olschki war, war sie noch vollständig; die Kantons- und Universitätsbibliothek Lausanne kaufte sie in bereits geteiltem Zustand 1960 beim Genfer Antiquar Nicolas Rauch. (ber)

Online seit: 14.12.2018

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Lausanne, Bibliothèque cantonale et universitaire - Lausanne, IS 4254
Pergament · 22 ff. · 20.4 x 15.5 cm · erstes Drittel des 15. Jahrhunderts
Othon de Grandson. Poesien

Othon de Grandson, Ritter und Dichter, zeichnete sich sowohl durch seine Verse als auch durch seine Heldentaten während des Hundertjährigen Krieges aus. Er war ein Berater von Amadeus VII. von Savoyen. Nach dem Tode seines Herren floh er nach England. Nach seiner Rückkehr ins Waadtland starb er durch ein Gottesurteil in Form eines Duells in Bourg-en-Bresse im Jahre 1397. Durch seine Dichtkunst trug Othon de Grandson dazu bei, dass insbesondere der Valentinstag bekannt wurde, der bis anhin hauptsächlich im angelsächsischen Raum gefeiert wurde. (swe)

Online seit: 31.03.2011

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Lausanne, Bibliothèque cantonale et universitaire - Lausanne, M 454
Pergament · 124 ff. · 28.5 x 20 cm · Frankreich · erste Hälfte des 14. Jahrhunderts
Roman de la Rose

Diese auf die erste Hälfte des 14. Jahrhunderts zu datierende Handschrift enthält eine Abschrift des Roman de la Rose, einer allegorischen Traumvision in alter französischer Sprache, welche von Willhelm von Lorris und Jean de Meung im 13. Jahrhunderts verfasst wurde. Diese Abschrift, sie stellt eine von mehr als 300 ganz oder teilweise erhaltenen dar, ist mit häufigen Annotationen versehen und zeigt Anzeichen einer intensiven Nutzung durch mehrere verschiedene Leser. (sti)

Online seit: 21.01.2011

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Lausanne, Bibliothèque cantonale et universitaire - Lausanne, M 1016
Papier · 141 ff. · 29 x 20 cm · Genf · 16. Jahrhundert
„Recueil Grenet“

Der „Recueil Grenet“ ist ein Gedichtsammelband, der vom Genfer Kaufmann Gilbert Grenet (1510 ?-1568) geschrieben wurde und der französische Gedichte, die während der Jahre 1530-1560 entstanden sind, enthält. Der Sammelband beginnt mit um die vierzig Episteln und Zehnzeilern von Clément Marot, die vermutlich während und nach seinem Aufenthalt in Genf (1542-1543) abgeschrieben wurden. Danach folgen anonyme Gedichte über die Tugend der Erziehung und die Kunst des Schreibens. Zum Schluss folgen etwa vierzig Epigramme und Gedichte, die die Reformation preisen und gegen den Katholizismus polemisieren. Einige sind persönliche Überarbeitungen von Texten von Théodore de Bèze und Ronsard. Die Handschrift ist teilweise illuminiert und illustriert die Rolle der militanten Dichtung im kaufmännischen Milieu, welches die Reformation in der Stadt Genf zur Zeit Calvins unterstütze. Sie wurde von der Bibliothèque cantonale et universitaire de Lausanne 1844 erworben. (dou)

Online seit: 12.12.2019

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Lausanne, Bibliothèque cantonale et universitaire - Lausanne, Ms 350
Papier · 181 ff. · 22 x 14.5 cm · um 1430
Othon de Grandson, Les Responses des cent Balades

Othon de Grandson, Ritter und Dichter, zeichnete sich sowohl durch seine Verse als auch durch seine Heldentaten während des Hundertjährigen Krieges aus. Er war ein Berater von Amadeus VII. von Savoyen. Nach dem Tode seines Herren floh er nach England. Nach seiner Rückkehr ins Waadtland starb er durch ein Gottesurteil in Form eines Duells in Bourg-en-Bresse im Jahre 1397. Othon de Grandson verfasste seine Gedichte vermutlich zwischen 1366 und 1372. Dieser Sammelband enthält ebenfalls Balladen von dreizehn verschiedenen Autoren. (swe)

Online seit: 31.03.2011

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Lausanne, Bibliothèque cantonale et universitaire - Lausanne, Ms 398
Pergament · 1 f. · ca. 14.5 x 18.5 · Fulda · ca. 830
Iordanes Gothus, De origine actibusque Getarum (Fragment)

Das Fragment aus dem Scriptorium des Klosters Fulda steht neben Heidelberg, Universitätsbibliothek Pal. lat. 921 für eine der beiden nachweisbaren Handschriften der Getica des Iordanes in (festländischer) angelsächsischer Minuskel; es handelt sich jedoch nicht um einen Teil des zu Beginn des 19. Jh. fehlenden letzten Blattes von Pal. lat. 921. Nach Palermo, Archivio di Stato "Codice Basile" sowie Rom, Biblioteca Vaticana Ottob. lat. 1346 und gemeinsam mit Pal. lat. 920 gehört der Blattrest zu den ältesten Testzeugen der Getica. Er könnte Teil einer Iordanes-Handschrift gewesen sein, die sich bis zur Mitte des 16. Jhs. in Fulda nachweisen lässt. (stb)

Online seit: 13.10.2016

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Lausanne, Bibliothèque cantonale et universitaire - Lausanne, Ms 403
Pergament · 113 ff. · 24 x 12.3 cm · Frankreich? · Ende des 12. Jahrhunderts
P. Ovidii Nasonis, Metamorphoses

Die Handschrift, in einer frühgotischen Schrift geschrieben und auf das Ende des 12. Jahrhunderts datiert, enthält eine unvollständige Kopie der Metamorphosen von Ovid (2,52 – 3,466; 3, 651 – 14,43; 14,414 – 15,668). Man findet darin Marginal- und Interlinearglossen, sowie Varianten von verschiedenen Händen. (del)

Online seit: 22.06.2017

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Lausanne, Bibliothèque cantonale et universitaire - Lausanne, Ms 5011
Pergament · IV + 45 ff. + V-VIII ff. · 33.5 x 22. 5 cm · Romainmôtier (?) · 12. Jahrhundert (ff. 1-30); gegen 1300 (ff. 31-45)
Kartular des Kluniazenserpriorats von Romainmôtier (Schweiz, Kanton Waadt)

Es handelt sich bei dieser Handschrift um ein Kartular, das zu Gunsten des Kluniazenserpriorats von Romainmôtier (Kanton Waadt) erstellt und wahrscheinlich im Kloster kopiert wurde. Es setzt sich aus zwei verschiedenen Einheiten mit unterschiedlicher Datierung zusammen, die zu einem unbekannten Zeitpunkt vereint wurden. Der erste Teil stammt aus dem 12. Jahrhundert und besteht aus 77 Dokumenten, eingeleitet durch ein Vorwort, das die wichtigsten Ereignisse der Institutionsgeschichte erzählt. Der zweite Teil wurde Ende des 13. Jahrhunderts kopiert und enthält 80 Dokumente, wovon die meisten auf die Jahre 1270-1286 zurückgehen. (anm)

Online seit: 29.03.2019

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Lausanne, Bibliothèque cantonale et universitaire - Lausanne, U 964
Pergament · VI + 522 + VI ff. · 33 x 24.5 cm · Frankreich · Ende des 13. Jahrhunderts
Biblia Porta

Die Biblia Porta – die den Namen ihres letzten privaten Besitzers trägt – ist eine illuminierte Bibel aus der franko-flämischen Region, die Ende des 13. Jahrhunderts entstanden ist. Der Reichtum dieses einmaligen und aussergewöhnlichen Werks befindet sich in der Qualität seiner Text-Illustrationen: 337 Szenen von einer grossen künstlerischen Feinheit, voller Leben und Ausdruck. Die Illustrationen bestehen aus historisierten Initialen, Ornament-Initialen, aus Drolerien und Randillustrationen. Der Text, der in einer sehr sorgfältigen Kalligraphie auf sehr feinem Pergament geschrieben wurde, ist die lateinische Version der Bibel des Heiligen Hieronymus, die in Paris im zweiten Viertel des 13. Jahrhunderts überarbeitet wurde. Dieses Dokument ist eines der seltenen noch vorhandenen Werke dieser Buchmalerei-Schule aus dem Norden Frankreichs. (min)

Online seit: 21.12.2009

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Lausanne, Bibliothèque cantonale et universitaire - Lausanne, V 1765
Pergament und Papier · 117 ff. · 25 x 18.5 cm · 1. Teil: Italien; 2. Teil: Frankreich oder Schweiz · 1. Teil: Ende des 14./ Anfang des 15. Jahrhunderts (Palimpsest 13. Jahrhundert); 2. Teil: 15. Jahrhundert
Heinrich Seuse, Horologium Sapientiae, Francesco Petrarca, De Vita Solitaria

Diese Handschrift enthält zwei unvollständige Texte in einem Einband aus dem 19. Jahrhundert. Dabei handelt es sich einerseits um das Horologium Sapientiae von Heinrich Seuse (1-66), einen Text, der in Konstanz entstand und im Spätmittelalter eine weite Verbreitung genoss, andererseits um Francesco Petrarcas De Vita Solitaria (67-116). Der erste Text ist eine Abschrift aus Italien auf Pergament, die auf das Ende des 14. oder den Anfang des 15. Jahrhunderts datiert werden kann und von einer Hand in einer gotischen Halbkursiven in zwei Spalten geschrieben wurde. Sie wurde auf palimpsestiertem Pergament geschrieben, welches ursprünglich juristische Texte enthielt, die im 13. Jahrhundert geschrieben wurden. Der zweite Text von einer anderen Hand aus dem französischen oder Schweizer Raum enthält einen Text von Petrarca in einer Bastarda in zwei Spalten, die ins 15. Jahrhundert zu datieren ist. Beide Texte enthalten Fleuronnée-Initialen und Manikeln. (fav)

Online seit: 10.10.2019

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