
| Land | Ort, Bibliothek | Handschriften |
|---|---|---|
| Deutschland | Überlingen, Leopold-Sophien-Bibliothek | 1 |
| Österreich | St. Paul in Kärnten, Stiftsbibliothek St. Paul im Lavanttal | 1 |
| Land | Ort, Bibliothek | Handschriften |
|---|---|---|
| Frankreich | Paris, Bibliothèque nationale de France | 1 |
| USA | Cleveland, The Cleveland Museum of Art | 1 |
| Russland | St. Petersburg, National Library of Russia | 1 |
Anzahl Handschriften: 10
Sarnen, Benediktinerkollegium, Cod. chart. 124
Papier · 143 pp. · 15.5 x 10.5 cm · 1495
Die Handschrift enthält einen Passionstraktat in hochalemannischer Sprache, bei dem es sich um eine Zusammenstellung aus den vier Evangelien, dem apokryphen Evangelium von Jacobus und Ps.-Anselm von Canterbury handelt. Die Handschrift wurde im Jahr 1494 von Barbara Grünenbächin, unbekannter Herkunft und nicht als Hermetschwiler Chorfrau belegt, geschrieben und gehörte dem Kloster Hermetschwil. Wird im Bücherverzeichnis von 1697 aufgeführt.
Sarnen, Benediktinerkollegium, Cod. chart. 208
Papier · 102 ff. · 14.5 x 10.5 cm · erstes Viertel des 15. Jahrhunderts
Gebetbuch aus dem ersten Viertel des 15. Jahrhunderts, in hochalemannischer Mundart verfasst, enthält unter anderem Heinrich Seuses Hundert Betrachtungen und einen Auszug aus dem Eucharistietraktat des Marquard von Lindau.
Sarnen, Benediktinerkollegium, Cod. membr. 6
Pergament · 274 pp. · 41.5-42.5 x 29.5 cm · südwestdeutscher Raum · zweite Hälfte des 12./Anfang des 13. Jahrhunderts
Lektionar aus der zweiten Hälfte des 12. /Anfang des 13. Jahrhunderts aus einem Benediktiner Kloster im südwestdeutschen Raum, was sich aus der Nennung verschiedener Heiliger aus diesem Gebiet ergibt. Gehört wohl zu den Handschriften, die von den Nonnen aus dem Doppelkloster Muri nach Hermetschwil gebracht wurden. Mit vielen figurierten und historisierten Initialen geschmückt.
Sarnen, Benediktinerkollegium, Cod. membr. 8
Pergament und Papier · 92 ff. · 31 x 23.5 cm · 1427
Im Jahre 1427 vielleicht vom Bruder Thomas de Austria ordinis sancti Johannis geschrieben. Das Speculum humanae salvationis stellt in Bild und Text heilsgeschichtliche Bezüge zwischen dem Neuen und dem Alten Testament her. Reichlich mit Federzeichnungen geschmückt ist dies eine der schönsten Handschriften des Klosters Muri und wird in dessen Handschriftenkatalog von 1744 aufgeführt.
Sarnen, Benediktinerkollegium, Cod. membr. 10
Pergament · 160 ff. · 30.5 x 22.5 cm · Engelberg (?) · um 1175
Diese Handschrift wurde vermutlich um 1175 im Kloster Engelberg erstellt, wie es die Schriftart und eine Notiz im Inhalt der Handschrift (8va) zu bestätigen scheinen. Sie enthält Ergänzungen und Annotationen, die um 1400 entstanden sind. Der Haupttext der Handschrift enthält eine Abschrift der sogenannten Reichenauer Kaiserchronik von Hermannus Augiensis (oder Hermannus Contractus) und der Excerpta der Fortsetzung der Chronik von Bertholdus Augiensis. Zwischen den Notizen, die in der ersten Hälfte des 14. Jahrhunderts hinzugefügt wurden, befindet sich jene, welche die Überführung des Bischoffsitzes von Windisch nach Konstanz zur Zeit König Dagoberts bezeugt (29v). Auf der letzten Seite befanden sich Notizen über die Geschichte des Klosters Muri im 14. und 15. Jahrhundert, welche vermutlich im 19. Jahrhundert entfernt wurden. Die Handschrift wird in der Liste der Handschriften von Muri von 1744 erwähnt, doch vermutlich war sie bereits um 1500 im Besitz des Klosters.
Sarnen, Benediktinerkollegium, Cod. membr. 19
Pergament · 161 ff. · 21.5 x 15 cm · Südwestdeutschland · 12. Jahrhundert
Der Psalter aus dem 12. Jahrhundert gehört zum alten Bestand der Bibliothek des Doppelklosters Muri. Er gelangte von dort an das Kloster Hermetschwil. Der Miniaturenzyklus ist unvollständig, das Kalendar enthält eine Reihe von nekrologischen Einträgen.
Sarnen, Benediktinerkollegium, Cod. membr. 20
Pergament · 87 ff. · 22 x 16.5 cm · Muri · 12. Jahrhundert
Der Psalter ist im 12. Jahrhundert im Kloster Muri geschrieben worden. Die nekrologischen Einträge im Kalendar verzeichnen sowohl Nonnen und wie Mönche der Murenser Klostergemeinschaft und sind somit ein wichtiges Zeugnis für die Existenz des Doppelklosters.
Sarnen, Benediktinerkollegium, Cod. membr. 35
Pergament · 141 ff. · 17.5 x 11.5 cm · Westschweiz oder Savoyen · um 1490
Das aus der Westschweiz oder Savoyen stammende Livre d’heures, etwa um 1490 entstanden, war einst Eigentum des Berner Patriziers Thomas Schöni und seiner Gattin Jeanne d’Arbignon. Die Miniaturen werden dem ‚Meister des Breviers des Jost von Silenen’ zugeschrieben.
Sarnen, Benediktinerkollegium, Cod. membr. 69
Pergament · 98 ff. · 9 x 6.5 cm · 12. Jahrhundert
Das kleine Gebetbuch aus dem 12. Jahrhundert, das älteste in deutscher Sprache, ist für eine Frau geschrieben worden. Es enthält verschiedene deutsche und lateinische Gebete, darunter die berühmte „Mariensequenz aus Muri“, die älteste bekannte Nachbildung der lateinischen Sequenzform in deutscher Sprache des Ave praeclara maris stella. Es wurde im 19. Jh. mit der Königin Agnes (ca. 1281-1364), die im Kloster Königsfelden gelebt hatte, in Verbindung gebracht. Im Handschriftenverzeichnis des Klosters Muri von 1790 aufgeführt.
Sarnen, Benediktinerkollegium, Cod. membr. 83
Pergament · 8 ff. · 21 x 16 cm · Muri (?) · erste Hälfte des 12. Jahrhunderts
Der Miniaturenzyklus aus der ersten Hälfte des 12. Jahrhunderts ist das Werk zweier Künstler. Nach den Einschnitten für die Heftung war der Zyklus einst in einen Codex eingebunden, möglicherweise war er einem Psalter vorangestellt.