
| Land | Ort, Bibliothek | Handschriften |
|---|---|---|
| Deutschland | Überlingen, Leopold-Sophien-Bibliothek | 1 |
| Österreich | St. Paul in Kärnten, Stiftsbibliothek St. Paul im Lavanttal | 1 |
| Land | Ort, Bibliothek | Handschriften |
|---|---|---|
| Frankreich | Paris, Bibliothèque nationale de France | 1 |
| USA | Cleveland, The Cleveland Museum of Art | 1 |
| Russland | St. Petersburg, National Library of Russia | 1 |
Anzahl Handschriften: 5
Neuchâtel, Bibliothèque publique et universitaire de Neuchâtel, A1
Pergament · 148 ff. · 26.5 x 35.5 cm · zweite Hälfte-Ende des 9. Jhs.
Handschrift ohne Anfang, häufig zugeschnittene Ränder, von verschiedenen Händen geschrieben und in die zweite Hälfte - Ende des 9. Jahrhunderts datierbar. Enthält Lesungen über den Text der Evangelien für die Feste von Weihnachten bis Pfingsten und für einige Heilige. Die ersten Worte des Texts der Evangelien wurden später (12. Jahrhundert) am äusseren Rand ergänzt. Besonders hervorgehoben wurde der Text zum Fest der Geburt des Heiligen Erzengels Michael (129v-131v) durch eine Federzeichnung des Heiligen am Rande und ein Lesezeichen in der unteren Ecke. Das fordere Vorsatzblatt besteht aus einer Notariatsurkunde von 1373 für Isabelle von Neuenburg.
Neuchâtel, Bibliothèque publique et universitaire de Neuchâtel, A3
Papier · 372 pp. · 20 x 29.5 cm · 14. Jahrhundert
Zweispaltige Papierhandschrift ohne Anfang, ins 14. Jahrhundert datierbar, abwechslungsweise von verschiedenen Händen in Textura und Cursiva geschrieben. Enthält eine Sammlung von ursprünglich 74 Fabeln und Legenden in Versen auf Altfranzösisch, welche die Vitae Patrum als Modell haben, die in der ersten Hälfte des 12. Jahrhunderts von verschiedenen Autoren verfasst wurde. Die Handschrift befindet sich im ursprünglichen Einband aus weissem Leder; die Vorsatzblätter bestehen aus einer Notariatsurkunde des 13./14. Jahrhunderts, welche Spuren der Schrift auf der Innenseite des Buchdeckels hinterlassen hat. Auf f. 186v steht zweimal das Exlibris Iste liber est de Joni de Densseuto und auf f. 92v die Notiz der Geburt des Sohns von Pierre de Vatravers im Jahr 1465.
Neuchâtel, Bibliothèque publique et universitaire de Neuchâtel, A21
Papier · 142 ff. · 21.5 cm · 17. Jh., erste Hälfte
Autograph der Lektionen des jungen Königs Louis XIII. (1601-1643) von seinen Präzeptoren, dem Philosophen und Humanisten Nicolas Le Fèvre (1544-1612) und Monsieur Fleurence. Auf jede Übersetzung der ausgewählten Ausschnitte aus den Werken des Kaisers Manuel Palaiologos für dessen Sohn Johannes Praecepta educationis regiae vom Lateinischen ins Französische, geschrieben von der Hand des jungen Prinzen, folgt ein Ausspruch einer lateinischen Sentenz des Präzeptors, mit welcher der Unterricht fortgesetzt wurde. Die Handschrift wurde 1796 der Bibliothek von Samuel von Chambrier, einem Politiker und Historiker aus Neuenburg, geschenkt.
Neuchâtel, Bibliothèque publique et universitaire de Neuchâtel, A25
Pergament · 158 ff. · 14 x 21 cm · 13. Jahrhundert
Diese Handschrift des 13. Jahrhunderts enthält die Adhortaciones sanctorum patrum (ff. 13-96v) und das De miraculis (ff. 97r-158r), eine Sammlung von Wundern, die von Petrus Venerabilis, Reformator und letztem der grossen Äbte von Cluny, zusammengestellt wurde. Die vorderen Vorsatzblätter bestehen aus einer Notariatsurkunde aus dem 14. Jahrhundert, während die hinteren Vorsatzblätter verschiedene Notizen, vermutlich Besitznotizen, enthalten, die vermutlich ausradiert wurden.
Neuchâtel, Bibliothèque publique et universitaire de Neuchâtel, A28
Pergament · 229 ff. · 14.2 x 10.4 cm · Flandern, wahrscheinlich Brügge · um 1500
Stundenbuch nach dem liturgischen Gebrauch von Rom, reich illustriert mit ganzseitigen Miniaturen, Bordüren und Initialen, in kursiver Schrift (Bastarda) geschrieben, die um 1500 datiert werden kann, mit Texten auf Lateinisch, Französisch und Flämisch. Der Stil der Miniaturen, vor allem der naturalistischen Bordüren mit Blumen, Insekten aber auch mit szenischen Darstellungen, scheint typisch für die Gent-Brügger-Schule zu sein.