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Anzahl Handschriften: 353, angezeigt: 51 – 100
Signatur: Cod. Sang. 82
St. Gallen, Stiftsbibliothek, Cod. Sang. 82
Pergament · 551 pp. · 40.5 x 29.5 cm · St. Gallen · 3. Viertel des 9. Jahrhunderts
Bibelhandschrift aus der Zeit des Abt-Stellvertreters (ca. 850-872) und Abtes (872-883) Hartmut mit der Abschrift der alttestamentlichen Bücher Isaias, Jeremias, Ezechiel, Daniel und der Kleinen Propheten. Band der so genannten Grossen Hartmut-Bibel
Signatur: Cod. Sang. 83
St. Gallen, Stiftsbibliothek, Cod. Sang. 83
Pergament · 418 pp. · 40.5 x 30.5 cm · St. Gallen · um 850-860
Bibelhandschrift aus der Zeit des Abt-Stellvertreters (ca. 850-872) und Abtes (872-883) Hartmut mit der Abschrift der Paulusbriefe, der Apostelgeschichte und der Apokalypse. Letzter Band (6) der so genannten Grossen Hartmut-Bibel
Signatur: Cod. Sang. 85
St. Gallen, Stiftsbibliothek, Cod. Sang. 85
Pergament · 472 pp. · 45 x 26 cm · St. Gallen · 1. Drittel des 9. Jahrhunderts
Auslegung des Lukas-Evangeliums durch Beda Venerabilis, geschrieben vom Mönch und Schreibmeister Wolfcoz um 820/840
Signatur: Cod. Sang. 86
St. Gallen, Stiftsbibliothek, Cod. Sang. 86
Pergament · 234 pp. · 2° · Einsiedeln · um 950-970
Die "Pseudo-Klementinen" in einer Abschrift aus dem Kloster Einsiedeln aus der Zeit um 950/970, mit einem Titelbild, das den Konflikt zwischen dem Apostel Petrus und Simon Magus zeigt. Die in zehn Büchern gegliederten "Pseudo-Klementinen erzählen aus der Sicht des Petrus-Begleiters Klemens von den Reisen des Petrus, von seinen Kämpfen mit Simon Magus und der Bekehrung des Apostelschülers Klemens von Rom.
Signatur: Cod. Sang. 87
St. Gallen, Stiftsbibliothek, Cod. Sang. 87
Pergament · 345 pp. · 25.5x36.5 cm · St. Gallen · 9. Jahrhundert
Abschrift der Homilien des frühchristlichen Kirchenschriftstellers Origenes (185-254) zu den alttestamentlichen Büchern Genesis, Exodus und Leviticus, geschrieben im 9. Jahrhundert im Kloster St. Gallen.
Signatur: Cod. Sang. 88
St. Gallen, Stiftsbibliothek, Cod. Sang. 88
Pergament · 596 pp. · 29 x 22 cm · St. Gallen · zweite Hälfte 9. Jahrhundert
Qualitätvolle Abschrift des zehnteiligen Kommentars des griechischen Theologen Origenes (185-253/54) zum Römerbrief („Commentarii in epistulas ad Romanos), geschrieben im Kloster St. Gallen in der zweiten Hälfte des 9. Jahrhunderts.
Signatur: Cod. Sang. 89
St. Gallen, Stiftsbibliothek, Cod. Sang. 89
Pergament · 217 pp. · 15.2 15.4x23.4 23.5 cm · St. Gallen · Ende des 9. Jahrhundert
Textgeschichtlich bedeutende Sammelhandschrift, mit verschiedenen Werken des Bischofs Cyprianus von Karthago († 258), darunter De dominica oratione, De mortalitate und De opere et eleemosynis, mit dem von einem unbekannten Autor irischer Provenienz verfassten Traktat De duodecim abusivis saeculi sowie der Aufruf von Gregor von Nazianz in lateinischer Übersetzung an die Einwohner von Nazianz (Ad cives Nazianzenos gravi timore perculsos et praefectum irascentem), geschrieben gegen Ende des 9. Jahrhunderts im Kloster St. Gallen.
Signatur: Cod. Sang. 90
St. Gallen, Stiftsbibliothek, Cod. Sang. 90
Pergament · 170 pp. · 2° min. · zweite Hälfte des 9. Jahrhunderts (?)
Textgeschichtlich wichtige Abschrift der Altercatio contra Arrium des Kirchenvaters Athanasius in lateinischer Sprache sowie eine der fünf ältesten Abschriften der Epistola adversus Luciferianum hereticum des Kirchenvaters Hieronymus, geschrieben möglicherweise vom St. Galler Mönch Rifine in der zweiten Hälfte des 9. Jahrhunderts.
Signatur: Cod. Sang. 92
St. Gallen, Stiftsbibliothek, Cod. Sang. 92
Pergament · 184 pp. · 17.9 18.1x24.4 24.5 cm · St. Gallen · 9. Jahrhundert
Abschrift von verschiedenen Werken des syrischen Kirchenvaters Ephraem (des Syrers) in lateinischer Sprache, geschrieben im Kloster St. Gallen im 9. Jahrhundert. Darunter finden sich die Werke De iudicio dei et resurrectione, De beatitudine animae, De poenitentia, De luctaminibus oder De die iudicii et monita. Die Blätter des letzten Teils der Handschrift, die den Sermo 60 von Caesarius von Arles enthalten, waren früher gefaltet.
Signatur: Cod. Sang. 93
St. Gallen, Stiftsbibliothek, Cod. Sang. 93
Pergament · 112 ff. · 14.5 x 22.6-22.7 cm · St. Gallen · 9. Jahrhundert
Teilweise unvollständige Abschriften von verschiedenen kürzeren Sermones von Ephrem dem Syrer († 373) in lateinischer Sprache, darunter „De compunctione cordis“, „De iudiciis dei“ oder „De beatitudine animarum“, geschrieben im Kloster St. Gallen im 9. Jahrhundert.
Signatur: Cod. Sang. 94
St. Gallen, Stiftsbibliothek, Cod. Sang. 94
Pergament · 112 ff. · 4° min. · 9. Jahrhundert
Nicht sehr gepflegte Abschrift von drei Briefen des Ambrosius, drei Kapiteln aus dem Werk „De fide contra Arianos“ des Faustinus, der Relatio des römischen Präfekten Symmachus (um 342-402/403) zum Streit um den Victoria-Altar sowie der Rede des Augustinus gegen die Arianer („Contra sermonem Arrianorum“), dem die Rede der Arianer („Sermo Arrianorum“) vorangeht. Der Codex wurde im 9. Jahrhundert im Kloster St. Gallen geschrieben.
Signatur: Cod. Sang. 95
St. Gallen, Stiftsbibliothek, Cod. Sang. 95
Pergament · 285 pp. · 4° · St. Gallen · 9. Jahrhundert
Qualitätvolle St. Galler Abschrift des Werks De fide ad Gratianum contra perfidiam Arrianorum aus dem 9. Jahrhundert, verfasst vom Kirchenvater Ambrosius (um 339 – 397). Der karolingische Einband des 9. Jahrhunderts ist noch im Originalzustand erhalten.
Signatur: Cod. Sang. 96
St. Gallen, Stiftsbibliothek, Cod. Sang. 96
Pergament · 516 ff. · 18.1-18.5 x 26 cm · St. Gallen · 10. Jahrhundert
Abschrift der Auslegung des Lukas-Evangeliums (Homilien zum Lukas-Evangelium) durch den Kirchenvater Ambrosius, geschrieben im Kloster St. Gallen im 10. Jahrhundert. Mit zahlreichen Glossen von der Hand des Mönchs Ekkehart IV. († um 1060). Mit dem lateinischen Vers Nectaris Ambrosii carpito mella (Koste des ambrosischen Nektars duftenden Honig), den Ekkehart IV. in seinen „Casus sancti Galli“, der Geschichte des Klosters St. Gallen nennt.
Signatur: Cod. Sang. 97
St. Gallen, Stiftsbibliothek, Cod. Sang. 97
Pergament · 285 pp. · 4° · um 900
Zusammenfassende Darstellung der christlichen Ethik im Werk des Kirchenvaters Ambrosius (um 339 – 397) De officiis ministrorum. Abschrift aus der Zeit um 900, vermutlich nicht im Kloster St. Gallen geschrieben. Enthält vor dem Ambrosius-Werk auch ein Kurzpsalterium, eine Litanei sowie Orationen.
Signatur: Cod. Sang. 98
St. Gallen, Stiftsbibliothek, Cod. Sang. 98
Pergament · 238 pp. · 2° min. · Metz (wahrscheinlich in der Gegend von Metz) · Mitte des 9. Jahrhunderts
Sammelband mit den dogmatischen Werken De spiritu sancto libri tres ad Gratianum und Libri tres de incarnatione contra Apollinaristes, beide verfasst vom Kirchenvater Ambrosius († 397) sowie mit dem Werk des Bischofs Victricius von Rouen († vor 409) De laude sanctorum. Nordfranzösische Abschrift aus der Mitte des 9. Jahrhunderts, vermutlich nicht im Kloster St. Gallen, sondern in der Gegend von Metz geschrieben. Enthält zu Beginn sechs Widmungsverse des Priesters Regimarus an König Ludwig den Deutschen (833-876) in lateinischen Hexametern.
Signatur: Cod. Sang. 99
St. Gallen, Stiftsbibliothek, Cod. Sang. 99
Pergament · 522 pp. · 21-21.4 x 30.3-30.5 cm · St. Gallen · Anfangs des 9. Jahrhunderts
Abschrift der Auslegung des Lukas-Evangeliums durch Ambrosius, geschrieben von mehreren St. Galler Mönchen im 9. Jahrhundert.
Signatur: Cod. Sang. 100
St. Gallen, Stiftsbibliothek, Cod. Sang. 100
Pergament · 324 pp. · 2° · s. IX
Abschrift des so genannten Ambrosiaster, eines lange Zeit irrtümlich dem Kirchenvater Ambrosius (um 339-397) zugeschriebenen Kommentars zu den Paulusbriefen, geschrieben im Kloster St. Gallen anfangs des 9. Jahrhunderts. Der Verfasser des Ambrosiaster ist nicht bekannt.
Signatur: Cod. Sang. 101
St. Gallen, Stiftsbibliothek, Cod. Sang. 101
Pergament · 364 pp. · 23.1 23.3x31.9 32 cm · St. Gallen · 9. Jahrhundert
Abschrift eines Kommentars zu den Briefen des Apostels Paulus an die Römer und an die Korinther (so genannter Ambrosiaster), geschrieben im 9. Jahrhundert im Kloster St. Gallen.
Signatur: Cod. Sang. 102
St. Gallen, Stiftsbibliothek, Cod. Sang. 102
Pergament · 304 pp. · 2° · s. X
Qualitätvolle Abschrift der Werke "De spiritu sancto" und "De incarnationis dominicae sacramento" des Kirchenvaters Ambrosius und des Werks "De laude sanctorum" des Bischofs Victricius von Rouen, geschrieben im Kloster St. Gallen in der zweiten Hälfte des 9. Jahrhunderts. In der ersten Hälfte des 11. Jahrhunderts vom Mönch Ekkehart IV. mit einigen Glossen versehen.
Signatur: Cod. Sang. 103
St. Gallen, Stiftsbibliothek, Cod. Sang. 103
Pergament · 530 ff. · s. IX
Textgeschichtlich wichtige Abschrift de so genannten “Chrysostomus Latinus”, einer Sammlung von 38 Predigten und Werken, die dem Kirchenlehrer Johannes Chryostomus (349/50-407) zugeschrieben wurden. Es finden sich darin einerseits altlateinische Übersetzungen gesicherter originaler griechischer Werke des Johannes Chrysostomus, aber auch originallateinische Stücke teils identifizierten, teils unidentifizierten Inhalts, für die der gefeierte Prediger als Autor beansprucht wird. St. Galler Abschrift aus der zweiten Hälfte des 9. Jahrhunderts.
Signatur: Cod. Sang. 105
St. Gallen, Stiftsbibliothek, Cod. Sang. 105
Pergament · 212 pp. · St. Gallen · ersten Hälfte des 9. Jahrhunderts und 10. Jahrhundert
Sammelhandschrift aus dem Kloster St. Gallen, bestehend hauptsächlich aus zwei Teilen. Im vorderen Teil findet sich eine Abschrift der Vita des heiligen Martin von Tours, verfasst von Sulpicius Severus nach 400 n.Chr. Diese Martins-Vita, die unterbrochen wird von 5 Seiten mit einem Ausschnitt aus der „Historia Francorum“ des Gregor von Tours, wurde in zwei Etappen geschrieben, einerseits in der ersten Hälfte des 9. Jahrhunderts im Umkreis des Schreibers Wolfcoz und andererseits in der zweiten Hälfte des 9. Jahrhunderts. Der zweite Teil, geschrieben im 10. Jahrhundert im Kloster St. Gallen, enthält eine textgeschichtlich wichtige Abschrift des Medizintraktats „De medicina ex Graecis logicae sectae auctoribus“ des spätrömischen Arztes Cassius Felix (um 450).
Signatur: Cod. Sang. 106
St. Gallen, Stiftsbibliothek, Cod. Sang. 106
Pergament · 266 pp. · 4° · St. Gallen (?) · 9. Jahrhundert
Abschrift des Kommentars eines Pseudo-Hieronymus (Pseudo-Hrabanus Maurus) zum alttestamentlichen Buch Hiob, geschrieben im 9. Jahrhundert möglicherweise im Kloster St. Gallen und im originalen karolingischen Einband erhalten.
Signatur: Cod. Sang. 107
St. Gallen, Stiftsbibliothek, Cod. Sang. 107
Pergament · 561 pp. · 2° · 10. Jahrhundert
Psalmenkommentar des Hieronymus „Tractatus super psalmos“, geschrieben an einem unbekannten Ort (nicht im Kloster St. Gallen) wohl im 10. Jahrhundert.
Signatur: Cod. Sang. 108
St. Gallen, Stiftsbibliothek, Cod. Sang. 108
Pergament · 278 ff. · 27,0 x 17,1-17,4 cm · Norditalien (?) · 8.-9. Jahrhundert
Die Handschrift enthält eine der wenigen Abschriften des Scarpsum de dictis sancti Effrem prope fine mundi, hier als Sermo sancti Ysidori dem Isidor von Sevilla zugeschrieben, und des Psalmenkommentars des Hieronymus (eines Pseudo-Hieronymus?), geschrieben wahrscheinlich in Norditalien gegen Ende des 8. Jahrhunderts.
Signatur: Cod. Sang. 109
St. Gallen, Stiftsbibliothek, Cod. Sang. 109
Pergament · 524 pp. · 25 x 16.5 cm · St. Gallen · 760-780
Eine Winithar-Handschrift: Hieronymus, Auslegung der Psalmen 1 bis 59
Signatur: Cod. Sang. 110
St. Gallen, Stiftsbibliothek, Cod. Sang. 110
Pergament · 558 pp. · 20-20,2 x 27,8-27,9 cm · St. Gallen · 9. Jahrhundert
Sammelhandschrift, bestehend aus zwei unterschiedlichen Teilen: 1) St. Galler Abschriften des Kommentars des Hieronymus zum alttestamentlichen Buch Kohelet und des Kommentars von Bischof Justus aus Seu de Urgel (Urgelitanus) zum Hohelied aus dem 9. Jahrhundert, 2) Sammelhandschrift vorwiegend patristischen Inhalts mit Exzerpten aus Werken von Hieronymus, Benedikt, Eucherius und Augustinus. Die Handschrift, im originalen karolingischen Einband erhalten, heisst auch Egino-Codex und dürfte von einer Gruppe von Veroneser Schreibern um 800 im Kloster Reichenau angefertigt worden sein, die sich mit ihrem ehemaligen (Veroneser) Bischof (796-799) Egino nach dessen Amtsniederlegung auf die Klosterinsel Reichenau begaben.
Signatur: Cod. Sang. 113
St. Gallen, Stiftsbibliothek, Cod. Sang. 113
Pergament · 376 pp. · 28 x 19.5 cm · St. Gallen · 1. Drittel des 9. Jahrhunderts
Aus der Wolfcoz-Zeit (820-840): Hieronymus: Auslegung der Bücher 1 bis 5 des alttestamentlichen Propheten Esaias
Signatur: Cod. Sang. 114
St. Gallen, Stiftsbibliothek, Cod. Sang. 114
Pergament · 280 pp. · 33.5 x 22.5 cm · St. Gallen · 1. Drittel des 9. Jahrhunderts
Aus der Wolfcoz-Zeit (820-840): Hieronymus: Auslegung der Bücher 14 bis 18 des alttestamentlichen Propheten Esaias
Signatur: Cod. Sang. 115
St. Gallen, Stiftsbibliothek, Cod. Sang. 115
Pergament · 344 pp. · 36.5 x 25.5 cm · St. Gallen · 1. Drittel des 9. Jahrhunderts
Aus der Wolfcoz-Zeit (820-840): Hieronymus, Auslegung der Bücher 6 bis 13 des alttestamentlichen Propheten Esaias
Signatur: Cod. Sang. 116
St. Gallen, Stiftsbibliothek, Cod. Sang. 116
Pergament · 412 pp. · 32 x 24 cm · St. Gallen · 1. Drittel des 9. Jahrhunderts
Aus der Wolfcoz-Zeit (820-840): Hieronymus, Auslegung des alttestamentlichen Buches Jeremias
Signatur: Cod. Sang. 117
St. Gallen, Stiftsbibliothek, Cod. Sang. 117
Pergament · 312 pp. · 30.5 x 25 cm · St. Gallen · 2. Viertel des 9. Jahrhunderts
Aus der Wolfcoz-Zeit (820-840): Hieronymus, Auslegung der Bücher 1 bis 6 des alttestamentlichen Propheten Ezechiel
Signatur: Cod. Sang. 118
St. Gallen, Stiftsbibliothek, Cod. Sang. 118
Pergament · 374 pp. · 33.5 x 25 cm · St. Gallen · 2. Viertel des 9. Jahrhunderts
Aus der Wolfcoz-Zeit (820-840): Hieronymus, Auslegung der Bücher 7 bis 14 des alttestamentlichen Propheten Ezechiel
Signatur: Cod. Sang. 121
St. Gallen, Stiftsbibliothek, Cod. Sang. 121
Pergament · 259 pp. · 27.5 x 18 cm · St. Gallen · 1. Drittel des 9. Jahrhunderts
Aus der Wolfcoz-Zeit (820-840): Hieronymus, Auslegung des alttestamentlichen Buches Hoseas
Signatur: Cod. Sang. 124
St. Gallen, Stiftsbibliothek, Cod. Sang. 124
Pergament · 360 pp. · 4° · St-Amand in der Nähe von Lille (Kloster) · um 810/820
Exegetisch-liturgische Sammelhandschrift, geschrieben wahrscheinlich um 810/820 im Kloster St-Amand in der Nähe von Lille in Nordwestfrankreich. Enthält unter anderem einen Evangelienkommentar des Pseudo-Hieronymus (mit irisch beeinflussten Symbolbildern der vier Evangelisten), Texte der Kirchenväter Augustinus, Isidor von Sevilla oder Beda Venerabilis, einen Brief Karls des Grossen an Alkuin, ein Bischof Jesse von Amiens († 836/37)zugeschriebenes Rituale für die Spendung der Taufe und am Ende eine Kurzfassung der St. Galler Annalen.
Signatur: Cod. Sang. 125
St. Gallen, Stiftsbibliothek, Cod. Sang. 125
Pergament · 276 pp. · 24 x 16 cm · St. Gallen · um 770-780
Sammelhandschrift mit Kirchenvätertexten aus der Zeit von Abt Waldo (782-784)
Signatur: Cod. Sang. 127
St. Gallen, Stiftsbibliothek, Cod. Sang. 127
Pergament · II + 470 pp. · 29.5-29.7 x 19.8-20.3 cm · St. Gallen · um 800
Abschriften des Kommentars des Kirchenvaters Hieronymus zum Matthäus- und zum Markus-Evangelium, geschrieben im Kloster St. Gallen zu Beginn des 9. Jahrhunderts, versehen mit zahlreichen lateinischen und althochdeutschen Glossen, die auf eine intensive Beschäftigung mit dem Text schliessen lassen. Am Schluss des Kommentars zum Matthäus-Evangelium: Name eines Mönchs(?) Ratgar oder Radgaer in Runenschrift.
Signatur: Cod. Sang. 128
St. Gallen, Stiftsbibliothek, Cod. Sang. 128
Pergament · 246 pp. · 29 x 20.5 cm · St. Gallen · 1. Drittel des 9. Jahrhunderts
Aus der Wolfcoz-Zeit (820-840): Hieronymus, Kommentar zum Galaterbrief des Apostels Paulus
Signatur: Cod. Sang. 134
St. Gallen, Stiftsbibliothek, Cod. Sang. 134
Pergament · 266 pp. · 4° · s. X und s. XIII und s. XI
Sammelhandschrift aus drei ursprünglich selbständigen Teilen. Vorne eine unvollständige Abschrift der Werke Cathemerinon (bis Buch X) und Peristephanon (Bücher I und V) des Aurelius Prudentius Clemens aus der Zeit um 900, in der Mitte ein lateinischer Kommentar zum Werk Perihermeneias des Aristoteles aus dem 13./14. Jahrhundert und schliesslich hinten eine Abschrift der Werke “De trinitate”, “De divinitate”, “De substantiis” und “Contra Nestorium” des Boethius aus der Zeit um 1000. Der Codex ist mit einer Vielzahl lateinischer und althochdeutscher Glossen versehen.
Signatur: Cod. Sang. 135
St. Gallen, Stiftsbibliothek, Cod. Sang. 135
Pergament · 527 pp. · 23 x 16 cm · St. Gallen · 10. Jahrhundert und 3. Viertel des 11. Jahrhunderts
Sammelhandschrift des 11. Jahrhunderts mit einer mit Federzeichnungen illustrierten Fassung der "Psychomachia" des Prudentius
Signatur: Cod. Sang. 136
St. Gallen, Stiftsbibliothek, Cod. Sang. 136
Pergament · 366 pp. · 21.4-21.7 x 14.9 cm · St. Gallen · Mitte des 9. Jahrhunderts
Textgeschichtlich bedeutende Abschrift verschiedener Werke des Prudentius (348-nach 405; Kathemerinon, Peristephanon, Apotheosis, Hamartigenia, Psychomachia, Libri contra Symmachum; vereinzelt nicht ganz vollständig überliefert), entstanden um die Mitte des 9. Jahrhunderts im Kloster St. Gallen. Die Abschrift enthält zahlreiche lateinische und althochdeutsche Glossen.
Signatur: Cod. Sang. 152
St. Gallen, Stiftsbibliothek, Cod. Sang. 152
Pergament · 260 pp. · 19-19.3 x 24.5-25 cm · St. Gallen · 9. Jahrhundert
Patristische Sammelhandschrift mit Auszügen von Werken des Augustinus („Retractationes“, „De octo quaestionibus ex veteri testamento“; „Enchiridion de fide, spe et caritate“), Paschasius Radbertus („Epistola ad Paulam et Eustochium“, irrtümlich dem Kirchenvater Hieronymus zugeschrieben) und Gregor dem Grossen sowie der Vita des Märtyrers Quintinus, geschrieben in der zweiten Hälfte des 9. Jahrhunderts im Kloster St. Gallen.
Signatur: Cod. Sang. 153
St. Gallen, Stiftsbibliothek, Cod. Sang. 153
Pergament · 138 pp. · 2° · s. IX
Abschrift der “Retractationes” des Kirchenvaters Augustinus (354-430), geschrieben um die Mitte des 9. Jahrhunderts im Kloster St. Gallen. In diesen gegen Ende seines Lebens um 426 verfassten „Retractationes“ (Neubearbeitungen) gibt Augustinus eine chronologisch angelegte Entstehungsgeschichte und inhaltliche Einschätzung von 93 seiner Schriften, die er zeit seines Lebens schrieb.
Signatur: Cod. Sang. 158
St. Gallen, Stiftsbibliothek, Cod. Sang. 158
Pergament · 210 pp. · 24.5 x ca. 31.5 cm · St. Gallen · 9. Jahrhundert
Textgeschichtlich bedeutende Abschrift des Werks „De baptismo“ (Über die Taufe) des Kirchenvaters Augustinus (gest. 430), geschrieben im 9. Jahrhundert im Kloster St. Gallen.
Signatur: Cod. Sang. 159
St. Gallen, Stiftsbibliothek, Cod. Sang. 159
Pergament · 384 pp. · 31.5 x 24.5 cm · s. X
Abschrift von 40 Briefen des Kirchenvaters Hieronymus, im Kloster St. Gallen um die Mitte des 9. Jahrhunderts von mehreren Händen in karolingischer Minuskelschrift geschrieben. Im 11. Jahrhundert mit einer reichen interlinearen und marginalen Kommentierung durch den Mönch Ekkehart IV. († um 1060) versehen. Der Codex enthält auch die Homilien des Origenes zum Hohelied in der lateinischen Übersetzung durch Hieronymus und das Werk „De anima“ des Cassiodor.
Signatur: Cod. Sang. 160
St. Gallen, Stiftsbibliothek, Cod. Sang. 160
Pergament · 592 pp. · 22.2-22.3 x 30.1-30.2 cm · St. Gallen · 9. Jahrhundert
Eine der textgeschichtlich wichtigsten Abschriften des Kommentars des Kirchenvaters Augustinus zu den ersten sieben Büchern des Alten Testamentes (Heptateuch; „Quaestiones in Heptateuchum libri VII“), geschrieben im Kloster St. Gallen im 9. Jahrhundert.
Signatur: Cod. Sang. 168
St. Gallen, Stiftsbibliothek, Cod. Sang. 168
Pergament · 408 pp. · 2° · s. IX
Hauptinhalt des Codex ist einer nach 800 entstandene Abschrift der Sermones des Kirchenvaters Augustinus zum Johannes-Evangelium. Vorne findet sich die lateinische, mit Neumen versehene Fassung des verloren gegangenen althochdeutschen Gallusliedes (die Übersetzung ins Latein fertigte der Mönch Ekkehart IV. in der ersten Hälfte des 11. Jahrhunderts an), das der Mönch Ratpert vor dem Jahr 900 gedichtet hatte. Hinten sind die Verse des Ekkehart IV. über die Ausmalungen des Kreuzgangs im romanischen Kloster St. Gallen enthalten. Mit Textglossierungen Ekkeharts IV.
Signatur: Cod. Sang. 174
St. Gallen, Stiftsbibliothek, Cod. Sang. 174
Pergament · 194 pp. · 2° · s. IX
Hauptinhalt der Handschrift sind Abschriften von Briefen des Kirchenvaters Augustinus († 430), die in der zweiten Hälfte des 9. Jahrhunderts möglicherweise in Mainz geschrieben wurden. Der kleine Vorspann und die letzten Seiten wurden hingegen im 11. Jahrhundert zur Zeit von Ekkehart IV. († um 1060) im Kloster St. Gallen geschrieben; darin finden sich die lateinische Übersetzung des althochdeutschen Galluslied (Verfasser: der St. Galler Mönch Ratpert) durch Ekkehart IV. und diverse Exzerpte mathematischen und astronomischen Inhalts.
Signatur: Cod. Sang. 176
St. Gallen, Stiftsbibliothek, Cod. Sang. 176
Pergament · 476 pp. · 2° maj. · s. IX
Abschrift der im Mittelalter sehr geschätzten Exzerpte des Eugippius († nach 533) aus den Werken des Augustinus, geschrieben im Kloster St. Gallen um die Mitte des 9. Jahrhunderts. In der ersten Hälfte des 11. Jahrhunderts studierte der Mönch Ekkehart IV. den Text akribisch und fügte eine Vielzahl von Anmerkungen und Kommentaren an. Auf der Innenseite des hinteren Buchdeckels finden sich ein von Ekkehart IV. gezeichnetes karaffenähnliches Trinkgefäss und drei dazugehörige Kurzgedichte auf seinen trinkfreudigen Mitbruder Crimalt oder Crimolt.
Signatur: Cod. Sang. 183
St. Gallen, Stiftsbibliothek, Cod. Sang. 183
Pergament · 268 pp. · 32.5 x 23 cm · St. Gallen · 1. Drittel des 9. Jahrhunderts
Aus der Wolfcoz-Zeit (820-840): Cassian, "De constitutione coenobiorum"
Signatur: Cod. Sang. 184
St. Gallen, Stiftsbibliothek, Cod. Sang. 184
Pergament · 266 pp. · 2° · X. und XI. Jh.
Die Handschrift besteht aus zwei Teilen: Der erste Teil enthält den Psalmenkommentar ("Expositio psalmorum"; Kommentar zu den Psalmen 100-150) des Prosper von Aquitanien in einer Abschrift aus der zweiten Hälfte des 9. Jahrhunderts. Im zweiten Teil sind neben Auszügen aus Augustinus-Werken und dem Beginn des Bussbuchs des Halitgar von Cambrai vor allem komputistisch-astronomische Texte, Schemata und Tabellen sowie ein Sachglossar überliefert. Auf Seite 242: Zeichnung einer kleinen einfachen T-O-Weltkarte. Abschrift aus dem Kloster St. Gallen.