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Cologny, Fondation Martin Bodmer

Die Fondation Martin Bodmer ist eine der wichtigsten Privatbibliotheken der Welt. Sie bemüht sich darum, das “Abenteuer des menschlichen Geistes” seit den Anfängen der Schrift zu reflektieren, dem Beispiel ihres Gründers Martin Bodmer folgend, ein Sammler, der die Gründung einer “Bibliothek der Weltliteratur” in Angriff nahm. Sie beherbergt ungefähr 160’000 Stücke, hunderte von okzidentalischen und orientalischen Handschriften, ägyptische Totenbücher, 270 Inkunabeln wozu eines der seltenen Exemplare der Gutenbergbibel gehört, Autographen von Goethe, Einstein oder Mozart...

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Cologny, Fondation Martin Bodmer, Cod. Bodmer 1
Pergament · IV + 133 + II ff. · 25.0 x 17.6 cm · Ende des 13. Jahrhunderts
Adenet le Roi, Cleomadés

Das achtsilbige Gedicht Cleomadés wird als Meisterwerk des französischen Dichters Adenet le Roi aus dem 13. Jahrhundert betrachtet. Dieser lebte im 13. Jh., in Fürstenhöfen in Brabant, Frankreich und Flandern und dichtete verschiedene Chansons de geste und höfische Romane. (ber)

Online seit: 09.04.2014

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Cologny, Fondation Martin Bodmer, Cod. Bodmer 3
Papier · 55 ff. · 21 x 14.3 cm · Ende des 15. Jahrhunderts
Aischylos, Persae

Der Dichter Aischylos überragt die Geschichte der griechischen Tragödie. Seine Kunst kristallisiert sich in der Schrift Perses (5. Jahrhundert vor Christus). Dieses Stück, eines der wenigen uns erhaltenen Werke, ist das älteste von diesen. (jos)

Online seit: 02.06.2010

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Cologny, Fondation Martin Bodmer, Cod. Bodmer 4
Papier · II + 23 + I ff. · 21.7 x 15.4 cm · Italien · 14. Jahrhundert
Galterius Anglicus, Fabulae

Handschrift aus Italien mit der verbreiteten und erfolgreichen Sammlung von mittellateinischen Fabeln in elegischen Distichen, die Esopus genannt wurde. Diese wurde 1610 von Isaac Nevelet erstmals anonym veröffentlicht und wird deshalb auch dem Anonymus Neveleti zugeschrieben. Der Editor Léopold Hervieux schrieb 1884 diese einem Galterius Anglicus zu, der im 12. Jahrhundert in Palermo lebte. Diese Zuschreibung wurde jedoch in den letzten Jahren von verschiedenen Spezialisten in Frage gestellt. Die Fabeln haben als Protagonisten verschiedene Tiere und enden mit einer Moral in Form eines Distichon. (ber)

Online seit: 13.12.2013

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Cologny, Fondation Martin Bodmer, Cod. Bodmer 5
Papier · 96 ff. · 21.0 x 15.4/15.6 cm · ca. 1491
Aesopus, Fabulae, Epigrammata et proverbia, Oraculum sibyllinum · Ps. Pythagoras, Carmen aureum, Praecepta delphica · Phocylides, Sententiae · Aristophanes, Nubes, Vita Aristophanis, Hypothesis in Aritophanis Plutum

Obwohl die äsopische Tradition im Mittelalter dank der Verbreitung der lateinischen Übersetzungen einen grossen Erfolg hatte, wurde der griechische Text des Fabeldichters erst in der Renaissance wiederentdeckt. Der CB 5, welcher gegen das Ende des 15. Jahrhunderts auf Papier abgeschrieben wurde, vereint etwa 150 Fabeln, die diesem Dichter zugeschrieben werden und von denen sich auch La Fontaine inspirierte. Darauf folgen, unter anderem, die delphischen Weisungen des Pseudo-Pythagoras, in denen man auch das bekannte „Erkenne ich selbst“ lesen kann, und Die Wolken, jene Komödie, die den Athener Dichter Aristophanes berühmt machte. (jos)

Online seit: 04.11.2010

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Cologny, Fondation Martin Bodmer, Cod. Bodmer 6
Pergament · 48 ff. · 28.8 x 18 cm · England? · 14.-15. Jahrhundert
Historia de preliis Alexandri Magni

Die Historiae de preliis Alexandri Magni gehört zur umfangreichen lateinischen Literatur des abendländischen Mittelalters, die Alexander dem Grossen gewidmet ist. Diese Handschrift, die auf Pergament im 14. oder 15. Jahrhundert (vielleicht gegen 1400) geschrieben wurde, ist nach ihrer ziemlich runden gotischen Schrift zu beurteilen vermutlich englischen Ursprungs. Die Titel sind rubriziert und einige zeitgenössische Glossen und Korrekturen wurden am Rand angefügt. (jos)

Online seit: 15.04.2010

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Cologny, Fondation Martin Bodmer, Cod. Bodmer 7
Pergament · 59 ff. · 20.8 x 14.2 cm · Italien, Neapel · 15. Jahrhundert
Genus Arati

Die lateinische Handschrift mit astronomischem Inhalt enthält Werke von Germanicus, Plinius dem Älteren und Hyginus. Der Codex weist zahlreiche Tuschzeichnungen auf, darunter eine Planisphäre aus fünf goldenen, konzentrischen Kreisen, die als Personen oder Tiere abgebildete Sternbilder enthalten. Die ins 15. Jahrhundert zu datierenden Zeichnungen werden Antonio di Mario im neapolitanischen Umland zugeschrieben. (fmb)

Online seit: 31.07.2007

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Cologny, Fondation Martin Bodmer, Cod. Bodmer 8
Papier · 247 ff. · 33.0 x 22.4 cm · ca. 1541
Archimedes, Opera . Eutocius, Commentarii in Archimeden . Hero Alexandrinus, De mensuris

Mehrere Abhandlungen von Archimedes, insbesondere Kugel und Zylinder und Die Quadratur der Parabel sind in dieser Handschrift vereint, die gegen 1541 auf Papier geschrieben wurde. Ihnen gehen die Kommentare vom Geometer Eutocius zu den Abhandlungen des berühmten Mathematikers Heron von Alexandrien über die Messinstrumente voran. (jos)

Online seit: 02.06.2010

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Cologny, Fondation Martin Bodmer, Cod. Bodmer 9
Pergament · I + 81 ff. · 19.8 x 12.3 cm · [Frankreich] · 11./12. Jahrhundert / 12. Jahrhundert
Aristoteles, Categoriae uel Praedicamenta; De interpretatione uel Periermenias . Boethius, Commentarius in Aristotelis Categorias

Während des ganzen abendländischen Mittelalters waren die Texte von Aristoteles und Boethius reichlich in Umlauf und inspirierten zahlreiche Denker. Diese beiden grossen Philosophen werden in diesem Band, der aus zwei unterschiedlichen Handschriften besteht, vereint. Die erste, die zwischen dem 11. und 12. Jahrhundert datiert werden kann, enthält Werke von Aristoteles. Darin befindet sich ein sehr interessantes Schema (fol. 27) sowie grün hervorgehobene oder mit Rankenornamenten verzierte Initialen. Der Text von Boethius, der etwas später entstand, wurde im 12. Jahrhundert abgeschrieben. Man kann darin einige Korrekturen und Glossen aus dem 14. Jahrhundert finden. (jos)

Online seit: 02.06.2010

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Cologny, Fondation Martin Bodmer, Cod. Bodmer 10
Pergament · 251 ff. · 26.6 x 19.3 cm · Frankreich · 13. Jahrhundert
Aristoteles, Opera; Avicenna, De congelatione seu De mineralibus; Nicolaus Damasceus, De plantis; Costa-Ben-Luca, De differentia spiritus et animae; Alexander Aphrodisiensis, Opera

Die wahrscheinlich für den didaktischen Gebrauch vorgesehene Handschrift CB 10 enthält Werke von Aristoteles, Avicenna, Nicolaus Damascenus, Qusta Ibn-Luqa und Alexander Aphrodisiensis. Diese auf Pergament des 13. Jahrhunderts geschriebene Handschrift gehörte vermutlich einem Studenten der Artesfakultät in Leipzig, wie sich aus einer im Codex enthaltenen Liste besuchter Vorlesungen aus dem Jahr 1439 schliessen lässt. Die Liste enthält ferner Namen der Professoren, Titel der behandelten Texte, Gehälter der Lehrer sowie Anfangs- und Enddaten der Vorlesungen. (fmb)

Online seit: 20.12.2007

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Cologny, Fondation Martin Bodmer, Cod. Bodmer 11
Pergament · 80 ff. · 26.3 x 18.0 cm · 13. Jahrhundert
Chanson d’Aspremont

In der Estoire de la guerre sainte, die Ambroise d'Evreux zugeschrieben wird, wird uns berichtet, dass die Soldaten von Richard von Löwenherz und Philipp August, die in Sizilien stationiert waren, während des Winters 1190, durch die Erzählungen des Chanson d'Aspremont (Lied von Apremont) Unterhaltung fanden. Dieses Chanson de Geste in gereimten Zehnsilbern und Alexandrinern berichtet vom Feldzug Karls des Grossen in Italien, gegen den heidnischen König Agolant und seinen Sohn Helmont. Die anglo-normannische Handschrift, die in der Fondation Martin Bodmer aufbewahrt wird, wurde im 13. Jahrhundert abgeschrieben, und enthält interlineare und marginale Korrekturen, die von einer zweiten Hand angefügt wurden, welche etwas jünger ist als jene, welche den Text abgeschrieben hat. Da diese Zusätze ohne Zweifel anhand einer Kontroll-Handschrift vorgenommen wurden, kann so die grosse Komplexität der Überlieferung dieses Textes erkannt werden. (mes)

Online seit: 04.10.2011

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Cologny, Fondation Martin Bodmer, Cod. Bodmer 12
Pergament · I + 319 ff. · 33.5 x 25 cm · Italien (Florenz?) · Anfang des 15. Jahrhunderts
Augustinus, De civitate Dei, italienische Übersetzung von Jacopo Passavanti (?)

Vom Gottesstaat, dem eindrücklichen apologetischen Werk Augustins in 22 Büchern, existiert nur eine einzige volkssprachige Übersetzung ins Italienische, die am Ende des 14. oder zu Beginn des 15. Jahrhunderts erstellt wurde. Diese wird normalerweise dem Florentiner Dominikaner Jacopo Passavanti (ca. 1302 – 1357) zugeschrieben, doch entbehrt diese Zuschreibung jeglicher Grundlage. Das Frontispiz der Handschrift ist reich verziert mit Blattwerk auf allen vier Rändern und Rankeninitialen zu Beginn jedes einzelnen Buches. (ber)

Online seit: 17.12.2015

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Cologny, Fondation Martin Bodmer, Cod. Bodmer 13
Pergament · 144 ff. · 26.5 x 17.5 cm · Frankreich · 12. Jahrhundert
Augustinus, Enarrationes in Psalmos . Hugo de Sancto Victore, De meditatione

Diese französische, wahrscheinlich unvollständige Handschrift enthält den Psalmenkommentar (Ps. 101-117, f. 1r-110v und 113r-136v) von Augustinus von Hippo. Zwischen dem 108. (f. 110v) und 109. Psalm (f. 113v) wurde De meditatione von Hugo von Sankt-Viktor eingefügt. Die Handschrift kommt wahrscheinlich aus dem Handschriftenbestand der Abtei Hautecombe in Savoyen, die der Turiner Erzbischof Giacinto della Torre (1747-1814) für die Bibliothek seines erzbischöflichen Priesterseminars anschaffte, welche später zerstreut wurde. Die Handschrift wurde von Martin Bodmer im Jahre 1957 vom Buchhändler Hoepli in Mailand gekauft. (ber)

Online seit: 23.06.2014

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Cologny, Fondation Martin Bodmer, Cod. Bodmer 14
Pergament · 263 ff. · 43.5 x 27.2 cm · Italien, Bologna (?) · 14. Jahrhundert
Hazo Bononiensis . Hugolinus Bononiensis . Iohannes Bassianus . Placentinus

Diese lateinische Pergamenthandschrift des 14. Jahrhunderts enthält einen umfassenden Kommentar von Bologneser Juristen zum Corpus Iuris Civils, so u.a. zum Codex Iustinianus oder den Digesten. (fmb)

Online seit: 31.07.2007

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Cologny, Fondation Martin Bodmer, Cod. Bodmer 16
Pergament · 113 ff. · 30.0 x 20.5 cm · Deutschland (Abtei Gladbach?) · 12. Jahrhundert
Beda Venerabilis, In Marci Evangelium Expositio

Erstellt im deutschen Raum im 12. Jahrhundert. Die Handschrift enthält den Kommentar des Markus-Evangeliums von Beda Venerabilis († 735). Der Codex gehörte zur Bibliothek der Benediktinerabtei Gladbach bei Köln. (ber)

Online seit: 07.10.2013

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Cologny, Fondation Martin Bodmer, Cod. Bodmer 17
Pergament · 4 ff. · 13.9 x 9.7 cm · erste Hälfte des 13. Jahrhunderts
Benedeit, Reise des Heiligen Brendan

Die vier Pergamentfragmente, die aus einem Einband herausgelöst wurden, enthalten Teile des Berichts der Seereise, der sogenannten Navigatio sancti Brandani des Heiligen Brendan, eines irischen Mönchs des 5. und 6. Jahrhundert. Das anonym überlieferte Werk in lateinischer Prosa gilt als Klassiker der mittelalterlichen Hagiographie und Reiseliteratur und ist in zahlreichen Handschriften seit dem 10. Jahrhundert überliefert. Die vorliegende Version enthält eine anglonormannische Übersetzung des Mönchs Benedeit (um 1120). (ber)

Online seit: 13.12.2013

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Cologny, Fondation Martin Bodmer, Cod. Bodmer 18
Pergament · II + 268 + II ff. · 30.0 x 20.0 cm · Abtei Tongerloo, Diözese von Cambrai, Dekanat Antwerpen · Ende des 13. Jahrhundert
Benoît de Sainte-More: Roman de Troie, Thèbes (Roman de)

In der Mitte des 12. Jahrhunderts wurden lateinische Werke von Statius und Vergil oder auch Adaptationen Homers in die Volkssprache übersetzt. Mit der Übertragung dieser Texte in die «romanische» Sprache entstanden auch die ersten als «romans» bezeichneten französischen Versdichtungen. Die Pergamenthandschrift CB 18 enthält zwei dieser Werke, den «Roman de Troie» des Benoît de Sainte-Maure und den anonym verfassten «Roman de Thèbes». (fmb)

Online seit: 25.03.2009

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Cologny, Fondation Martin Bodmer, Cod. Bodmer 19
Pergament · 66 ff. · 10.6 x 8.0 cm · Zisterzienserabtei Maulbronn (Diözese Speyer, Württemberg) · 1480
Pseudo-Bernard von Clairvaux

Diese Handschrift von 1480 aus der Zisterzienserabtei Maulbronn (Diözese Speyer, Württemberg, cf. f. 44r) enthält Schriften Ekberts von Schönau, dem Bruder der Heiligen Elisabeth von Schönau, sowie von anderer Hand geschriebene Mariengebete. (fmb)

Online seit: 25.03.2009

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Cologny, Fondation Martin Bodmer, Cod. Bodmer 21
Pergament · 347 ff. · 28 x 23.5 cm · Spanien (?) · 13. Jahrhundert
Tanach/Hebräische Bibel

Der in CB 21 enthaltene hebräische Text des Alten Testaments stammt aus dem maurischen Spanien, Al-Andalus, und gehört damit nicht zur aschkenasischen Tradition, wie die Mehrzahl der überlieferten Handschriften dieser Art, sondern ist Zeuge sephardischer Buchkultur des 13. Jahrhunderts. Der Buchschmuck ist stark von der kalligraphischen Kunst geprägt. (fmb)

Online seit: 31.07.2007

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Cologny, Fondation Martin Bodmer, Cod. Bodmer 25
Pergament · (2) 196+23 bis (2) ff. · 31.9 x 24.8 cm · Konstantinopel / Izmir · Ende des 10. Jahrhunderts
Tetraevangelium

Eine bedeutende Handschrift vom Ende des 10. Jahrhunderts, die sicherlich in Konstantinopel oder Izmir erstellt wurde, vereinigt die vier Evangelien in griechischer Sprache. Der biblische Text ist umgeben vom Kommentar von Peter von Laodikeia (exegetische Kette) in kursiver Schrift. Das Buch ist geschmückt mit zwei wertvollen, ganzseitigen Miniaturen, die Lukas und Markus vor einem goldenen Hintergrund darstellen. (mes)

Online seit: 21.12.2009

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Cologny, Fondation Martin Bodmer, Cod. Bodmer 28
Pergament · 416 ff. · 35.7 x 25 cm · Nordfrankreich (?) · 13. Jahrhundert
Biblia latina

Diese lateinische Bibel, die im 13. Jahrhundert vermutlich im Norden Frankreichs abgeschrieben wurde, vereinigt in einem einzigen Band die Bücher des Alten und Neuen Testaments, denen in den meisten Fällen ein Prolog vorangeht. Sie überträgt den Standart-Text der Vulgata, der Pariser Fassung genannt wird, in eine Aufteilung der Kapitel, welche Stephen Langton zugeschrieben werden. Zudem fügt sie auf den letzten dreissig Seiten eine Interpretation der hebräischen Namen an. Historisierte Initialen eröffnen die verschiedenen biblischen Bücher und strukturieren das Buch. Eine kleinere Schrift als jene des restlichen Texts hat auf f. 1 den Kommentar des Baumes der Blutsverwandtschaft angefügt, ein Text, der üblicher Weise in juristischen Werken übermittelt wurde und hier durch die Darstellung eines Baumes unterstützt wird. (mes)

Online seit: 21.12.2009

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