
| Land | Ort, Bibliothek | Handschriften |
|---|---|---|
| Deutschland | Überlingen, Leopold-Sophien-Bibliothek | 1 |
| Österreich | St. Paul in Kärnten, Stiftsbibliothek St. Paul im Lavanttal | 1 |
| Land | Ort, Bibliothek | Handschriften |
|---|---|---|
| Frankreich | Paris, Bibliothèque nationale de France | 1 |
| USA | Cleveland, The Cleveland Museum of Art | 1 |
| Russland | St. Petersburg, National Library of Russia | 1 |
Anzahl Handschriften: 10
Wil, Dominikanerinnenkloster St. Katharina, M 1
Papier · 105 ff. · 33 x 22 cm · St. Gallen, Dominikanerinnenkonvent St. Katharina · zweite Hälfte des 15. Jahrhunderts (ca. 1470)
Diese Handschrift enthält die Psalmen, nach liturgischer Einteilung des Stundengebets, auf Lateinisch, jeweils gefolgt von der deutschen Übersetzung. Sie wurde von zwei Schreiberinnen kopiert, die Nonnen im Dominikanerinnenkonvent von St. Katharina in St. Gallen waren. Eine Hand ist wohl jene der Angela Varnbühler. Der Einband besteht aus einfachen Holztafeln, die ohne jede Verzierung mit Leder bezogen wurden, was typisch für die erste Phase des Skriptoriums von St. Katharina ist und ein zusätzliches Element darstellt, das die Herkunft der Handschrift bestätigt.
Wil, Dominikanerinnenkloster St. Katharina, M 32
Papier · 112 ff. · 18.5 x 15 cm · St. Gallen · 1543
Nachdem der Rat der Stadt St. Gallen am 2. Mai 1528 die Klausur des Dominikanerinnenklosters St. Katharina aufgehoben und der Konvent sich allmählich aufgelöst hatte, verblieb nur Regula Keller mit zwei Schwestern in den Klostergebäuden, wo sie ungebrochen 1543 die Augustinusregel und die Konstitutionen des Predigerordens abschrieb. Lektüre von Regel und Konstitutionen wurde in reformierten Klöstern stärker betont, entsptrechend dem Charakter der Observanz.
Wil, Dominikanerinnenkloster St. Katharina, M 41
Papier · 452 ff. · 21 x 14.5 cm · St. Gallen · 1484
Das Werk bietet in 24 Reden, die jeweils einem Thema zugeordnet sind, eine christliche Lebenslehre, zusammengefügt aus Sentenzen von mehr als 100 Autoren. Im Spätmittelalter beliebter Text für die Tischlesung, besonders das weitausholende Marienleben des "12. Alten", welches die Leidensgeschichte Jesu Christi mit dem Schicksal der Maria verknüpft.
Wil, Dominikanerinnenkloster St. Katharina, Konventsbuch
Papier · 187 ff. · 29 x 21.5 cm · St. Gallen · ca. 1481/82-1528
Die in der früheren Forschung mit „Chronik“ bezeichnete Handschrift war das Konventsbuch des Klosters St. Katharina in St. Gallen (61r:...und sol dis also in des convents buoch gesetz werden...). In diesem finden sich chronologisch geordnete Einträge zu wirtschaftlichen Belangen des Konventes. Die Handschrift wurde im Zuge der Reform angelegt, als der Konvent vom Eigen- zum Gemeinschaftsbesitz wechselte. So gestattete das Konventsbuch der Führung von St. Katharina der Gemeinschaft Rechenschaft über den verwalteten Besitz abzugeben und ermöglichte es den Schwestern, über den Verbleib ihrer ursprünglich eingebrachten Güter zu erfahren. Beiträge bezüglich Bautätigkeit, Ausstattung, Scriptorium, Rechtsstreitigkeiten, Zuwendungen, Einträge zu einzelnen Schwestern, Seelsorgern oder Arbeitern als auch sporadisch zur Geschichte des Konventes fanden so Niederschlag in diese Handschrift.
Wil, Dominikanerinnenkloster St. Katharina, M II
Pergament · 224 pp. · 53 x 39 cm · St. Gallen, Dominikanerinnenkonvent St. Katharina (?) · Ende des 15. Jahrhunderts
Die gegen Ende des 15. Jahrhunderts geschriebene Pergamenthandschrift mit Notation und Buchschmuck beinhaltet das Proprium de tempore (Winterteil, 1. Adventssonntag bis Karfreitag). Der Text bricht in der Karfreitagsantiphon zum dritten Psalm der Laudes am Seitenende ab. Das Antiphonar befand sich im St. Galler Dominikanerinnenkonvent St. Katharina, wo es vielleicht auch geschrieben wurde. Dieselbe Hand schrieb auch die Schwesterhandschrift mit dem Sommerteil des Antiphonars (Wil, Dominikanerinnenkloster St. Katharina, M III).
Wil, Dominikanerinnenkloster St. Katharina, M III
Pergament · 219 pp. · 53 x 39 cm · St. Gallen, Dominikanerinnenkonvent St. Katharina (?) · Ende des 15. Jahrhunderts
Von derselben Hand wie das Antiphonar mit dem Winterteil (Wil, Dominikanerinnenkloster St. Katharina, M II) stammt das Antiphonar zu den Heiligenfesten (Proprium de sanctis, Andreas bis Dominikus) mit der Signatur M III. Wie M II ist die ebenfalls gegen Ende des 15. Jahrhunderts geschriebene Pergamenthandschrift M III mit Notation und Buchschmuck vermutlich im St. Galler Dominikanerinnenkonvent St. Katharina entstanden.
Wil, Dominikanerinnenkloster St. Katharina, M VII
Pergament · 24 ff. · 22 x 15.5 cm · St. Gallen, Dominikanerinnenkonvent St. Katharina · 15. Jahrhundert (1484?)
Processionale, das von den Dominikanerinnen des Konvents von St. Katharina von St. Gallen in der zweiten Hälfte des 15. Jahrhunderts geschrieben wurde. Die Handschrift ist in einer Textualis von der Hand der gleichen Nonne geschrieben, die das Processionale M VIII, vielleicht auch das Processionale M VI und die Handschrift, die heute die Signatur Cod. Sang. 1914 trägt, geschrieben hat. Es könnte sich um die Handschrift ij nv́wi procesional handeln, die 1484 in der Chronik (jetzt „Konventsbuch“) erwähnt, und im Jahr 1485, laut der gleichen Quelle, neu gebunden wurde. Der Einband besteht aus einfachen Holztafeln, die ohne jede Verzierung mit Leder bezogen wurden, was typisch für die erste Phase des Skriptoriums von St. Katharina ist und ein zusätzliches Element darstellt, das die Herkunft der Handschrift bestätigt.
Wil, Dominikanerinnenkloster St. Katharina, M 3
Papier · 208 pp. · 24 x 17 cm · St. Gallen, Dominikanerinnenkonvent St. Katharina · 2. Hälfte des 15. Jahrhunderts
Das von den Dominikanerinnen Cordula von Schönau und Verena Gnepser aus dem Kloster St. Katharina in St. Gallen geschriebene Brevier aus der 2. Hälfte des 15. Jahrhunderts beinhaltet neben einem Kalendar den Sommerteil des Proprium de tempore (Ostersonntag bis 25. Sonntag nach der Pfingstoktav), das In dedicatione ecclesiae, die Collectae de sanctis et de communi sanctorum (Tiburtius und Valerian bis Dominikus), das Officium commune sanctorum sowie zwei Psalter und ein Hymnar. Im Kalendar, welches die Papierhandschrift eröffnet, finden sich von der Hand der Verena Gnepser einige Einträge mit Namen von Verwandten. Dies deutet auf die persönliche Benutzung des Breviers durch Verena Gnepser hin.
Wil, Dominikanerinnenkloster St. Katharina, Schwesternbuch
Papier · 257/266 ff. · 31 x 23.5 cm · St. Gallen · Anfang 1480er Jahre (?)
Bezeichnung irreführend: meint nicht, wie in der Forschung gebräuchlich, eine Vielzahl von Kurzviten verstorbener Schwestern eines bestimmten Klosters, herausgegeben von Angehörigen der nachfolgenden Schwesterngeneration. Hinsichtlich seines Inhalts ist das St. Galler Schwesternbuch zweigeteilt; seine Anlage erfolgte vermutlich zu Beginn der 1480er Jahre: 1. Teil, f. jr-f. xxiiijv (p. 5-32 der neuen Paginierung): Regesten zur Geschichte des Klosters in den Jahren 1228-1488, mit Verweis auf die betreffenden Urkunden. 2. Teil, f. xxvir-f. xxxvjr: Briefwechsel der St. Galler Dominikanerinnen mit dem Katharinen-Konvent Nürnberg f. xlviijr-f. CCLXIVv: nicht mehr in Briefform (mit Anrede, Grussfoemtl etc.), sondern in Berichtform redigierte, nach Themen gruppierte Resumés der Nürnberger Usanzen f. CCLIXr-CCLXIVv: Register.
Wil, Dominikanerinnenkloster St. Katharina, Urbar
Papier · 99 ff. · 31 x 41.5 cm · St. Gallen · Mitte des 15. Jahrhunderts
Beschrieben f. Ir-f. lxxxjv: Verzeichnis der Grundstücke, Höfe und Landstücke mit den darauf ruhenden Leistungen und Einkünften Nach f. 84 ein Faszikel eingelegt mit Register, von Hand um 1600, mit alphabetischer Registratur am Schnitt rechts.