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Aarau, Aargauer Kantonsbibliothek

Die Handschriftenabteilung der Kantonsbibliothek Aargau beherbergt in ihrem mittelalterlichen und frühneuzeitlichen Bestand zahlreiche kostbare Raritäten und Unikate. Die nicht selten prachtvoll illustrierten Manuskripte entstammen hauptsächlich der 1803 vom Kanton erworbenen Privatbibliothek und Sammlung der Zuger Magistratenfamilie Zurlauben und den Bibliotheken der 1841 säkularisierten Klöster Muri und Wettingen. Eine der wichtigsten mittelalterlichen Handschriften im Bestand der Kantonsbibliothek ist das so genannte Osterspiel von Muri, dessen Entstehungszeit um 1250 angesetzt wird. Es gilt, obgleich nur ein Fragment, als ältestes erhaltenes Schauspiel in deutschen Reimen. Zu den kunsthistorisch herausragendsten Manuskripten der Kantonsbibliothek gehören daneben die drei aufwändig illuminierten Bände des Wettinger Graduale, datiert 1330–1335. Ebenfalls aus dem Kloster Wettingen stammt die wichtige dreibändige Schweizer Bilderchronik des Abtes Christoph Silberysen (1542–1608).

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Aarau, Aargauer Kantonsbibliothek, MsBN 49
Pergament · 184 ff. · 12.5 x 8.5 cm · Böhmen · Ende 14. / erste Hälfte des 15. Jahrhunderts
Gebetbuch

Die Handschrift enthält eine Gebetssammlung in böhmischer Sprache; acht Gebete werden Johannes von Neumarkt (um 1310-1380), einem frühen Vertreter des böhmischen Humanismus, zugeschrieben. Die Handschrift ist mit einigen roten und blauen Lombarden verziert; auf f. 39r war ehemals ein Bild der Arma Christi eingeklebt, von welchem nur noch Leimspuren vorhanden sind. (sau)

Online seit: 18.12.2014

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Aarau, Aargauer Kantonsbibliothek, MsMurF 2
Pergament · 398 ff. · 43 x 30 cm · zweites Viertel des 14. Jahrhunderts
Antiphonarium CanA, Pars aestivalis

Das grossformatige Antiphonar mit reichem Fleuronnéschmuck aus dem zweiten Viertel des 14. Jahrhunderts enthält die Gesänge des Offiziums von Pfingsten bis zu Beginn des Advents. Es wurde für das Basler Augustiner Chorherrenstifts St. Leonhard geschrieben und gelangte erst in der Neuzeit ins Kloster Muri. (gam)

Online seit: 18.06.2020

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Aarau, Aargauer Kantonsbibliothek, MsMurF 3
Pergament · 100 ff. · 31 x 24 cm · Muri (?) · 1508
Pontificale Murense

Pontificale für Johannes Feierabend, 1500 bis 1508 Abt des Klosters Muri. Am 12.7.1507 hatte Papst Julius II Abt Johannes Feierabend und seinen Nachfolgern die Pontificalien verliehen. (pel)

Online seit: 03.11.2009

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Aarau, Aargauer Kantonsbibliothek, MsMurF 5
Pergament · 258 ff. · 30.5-31 x 22.5-23 cm · erste Hälfte des 14. Jahrhunderts
Jacobus de Voragine

Der italienische Dominikaner Jacobus de Voragine, bekannt als Verfasser der Legenda aurea, schrieb neben Heiligenviten auch umfangreiche Predigtzyklen. Die vorliegende Sammlung aus der ersten Hälfte des 14. Jahrhunderts enthält rund 340 Predigten zu allen Sonn- und Feiertagen des Kirchenjahres. Sie gelangte 1553 in die Bibliothek des Klosters Muri. (gam)

Online seit: 14.12.2018

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Aarau, Aargauer Kantonsbibliothek, MsMurF 6
Pergament · 77 ff. · 30 x 20.5 cm · 15. Jahrhundert
Missale speciale

Das Missale speciale aus dem 15. Jahrhundert enthält die Messformulare der höchsten Feiertage des Kirchenjahres (Weihnachten, Epiphanie, Ostern, Auffahrt, Pfingsten, Trinitas, Michael, Allerheiligen und Kirchweih) sowie die Totenmesse und einige Votivmessen. Diese Zusammenstellung war geeignet für den Gottesdienst in einer Kapelle. In der vorliegenden Handschrift ist das Kanonbild mit der Kreuzigung Christi herausgeschnitten. (gam)

Online seit: 14.12.2018

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Aarau, Aargauer Kantonsbibliothek, MsMurF 7
Pergament · 92 ff. · 29-30 x 21-21.5 cm · zweite Hälfte des 13. Jahrhunderts
Eusebius Caesariensis, Rufinus Aquileiensis

Die Geschichte der frühchristlichen Kirche des griechischen Kirchenvaters Eusebius von Caesarea wurde von Rufinus von Aquileia in die lateinische Sprache übertragen und bis zum Ende des 4. Jahrhunderts fortgesetzt. Die elf Bücher der Kirchengeschichte beginnen in der vorliegenden Handschrift aus der zweiten Hälfte des 13. Jahrhunderts jeweils mit mehrfarbigen, markanten Initialen. (gam)

Online seit: 18.06.2020

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Aarau, Aargauer Kantonsbibliothek, MsMurF 8
Pergament · 217 ff. · 27 x 18.5 cm · 12. Jahrhundert
Hieronymus, Commentarii in evangelia

Die Handschrift aus dem 12. Jahrhundert mit Kommentaren zu den vier Evangelien dürfte aus dem Elsass stammen. Darauf deutet die Gründungsgeschichte des benediktinischen Priorats St. Fides in Schlettstadt hin, die auf den letzten Seiten eingetragen ist. 1530 befand sie sich im Besitz von Johannes Schornegg, Pfarrer in Muri. (gam)

Online seit: 04.10.2018

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Aarau, Aargauer Kantonsbibliothek, MsMurF 14
Papier · 293 ff. · 41 x 31 cm · Luzern · 1474
Ps-Aegidius Romanus, Nicolaus de Dinkelspühl, Bernardus de Parentis

Adam Keuten, seit 1467 Leutpriester an der Luzerner Hofkirche, legte 1474 einen grossformatigen Band mit den Proprietates rerum naturalium moralisatae an, einer siebenteiligen Enzyklopädie zu den wichtigsten Bereichen der geschaffenen Natur mit daran anschliessenden allegorischen Deutungen der natürlichen Erscheinungen. Der Band enthält ausserdem einen medizinischen Traktat und einige kurze Werke über die Eucharistie und einen längeren Traktat über die Messe. (gam)

Online seit: 14.12.2018

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Aarau, Aargauer Kantonsbibliothek, MsMurF 31a
Pergament · 6 ff. · 39 x 16.5-17.5 cm / 6 x 13-16 cm · Hochalemannischer Raum · Mitte des 13. Jahrhunderts
Osterspiel von Muri

Das Osterspiel von Muri gilt als das älteste bekannte Schauspiel in deutschen Reimen. Der Autor ist unbekannt. Sprachanalysen lassen auf eine Herkunft aus dem mittleren oder westlichen Teil des hochalemannischen Raums schliessen. Die erhalten gebliebenen Teile des Osterspiels deuten auf ein reines Rededrama ohne lateinische oder musikalische Elemente hin. (pel)

Online seit: 15.04.2010

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Aarau, Aargauer Kantonsbibliothek, MsMurF 84
Papier · 388 ff. · 26.5 x 19.5 cm · Alpirsbach · 1498-1499
Petrus Hispanus, Petrus Tartaretus

Der Sammelband besteht aus einem Inkunabeldruck aus Freiburg i. Br. von 1494 und zwei handschriftlichen Teilen, die Frater Johannes Bengel, Konventuale des Schwarzwälder Klosters Alpirsbach, in den Jahren 1498 und 1499 kopierte. Die drei Schriften zur scholastischen Logik stammen von Petrus Hispanus und Petrus Tartaretus, einem zeitgenössischen Pariser Philosophen, dessen „Eselsbrücke“ (pons asinorum) genannte logische Figur ebenfalls kopiert ist. (gam)

Online seit: 14.12.2018

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Aarau, Aargauer Kantonsbibliothek, MsMurF 85
Papier · 149 ff. · 28 x 21 cm · Oberitalien · um 1470-1480
Antonius Guainerius; Tractatus medicinales

Der medizinische Sammelband aus Oberitalien enthält drei Inkunabeldrucke mit Werken des in Pavia tätigen Arztes Antonio Guainerio und einen handschriftlichen Teil aus den 1470er Jahren mit Traktaten über die Unfruchtbarkeit, über den Urin und über Bauchschmerzen, ergänzt durch einige kurze Rezepte und ein medizinisches Konsilium für den Humanisten und Diplomaten Marcolino Barbavara. (gam)

Online seit: 14.12.2018

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Aarau, Aargauer Kantonsbibliothek, MsMurFm 4
Pergament · 339 ff. · 49 x 35 cm · letztes Viertel des 15., erstes Viertel des 16. Jahrhunderts
Graduale, pars de tempore

Erster Band (Temporale) des zweibändigen Graduale mit den Gesängen der Messe, das der Murenser Abt Laurentius von Heidegg im Jahr 1532 dem Kanonissenstift Säckingen abkaufte, nachdem die Kirchenausstattung des Klosters Muri mitsamt den liturgischen Büchern im Zweiten Kappelerkrieg zerstört worden war. Die grosse Fleuronné-Initiale zu Beginn liess der Abt übermalen und mit der Inful, dem Abtstab, seinem Wappen und demjenigen des Klosters versehen. (gam)

Online seit: 04.10.2018

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Aarau, Aargauer Kantonsbibliothek, MsMurFm 5
Pergament · 300 ff. · 49 x 36 cm · letztes Viertel des 15., erstes Viertel des 16. Jahrhunderts
Graduale, pars de sanctis

Zweiter Band (Sanctorale) des zweibändigen Graduale, das der Murenser Abt Laurentius von Heidegg im Jahr 1532 dem Kanonissenstift Säckingen abkaufte, nachdem die Kirchenausstattung des Klosters Muri mitsamt den liturgischen Büchern im Zweiten Kappelerkrieg zerstört worden war. Die grosse Fleuronné-Initiale zu Beginn liess der Abt übermalen und mit der Inful, dem Abtstab, seinem Wappen und demjenigen des Klosters versehen. (gam)

Online seit: 04.10.2018

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Aarau, Aargauer Kantonsbibliothek, MsMurFm 6
Pergament · 303 ff. · 51-52 x 34 cm · 15. Jahrhundert
Antiphonarium OCist, Pars hiemalis

Erster Band (Winterteil) des zweibändigen Antiphonariums mit den Gesängen des Stundengebets; es wurde im Wechsel mit MsMurFm9 verwendet. Die grossformatige Handschrift aus dem 15. Jahrhundert ist weitgehend schmucklos. Sie lässt sich aufgrund der Responsorien der Adventszeit dem Zisterzienserorden zuweisen. (gam)

Online seit: 18.06.2020

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Aarau, Aargauer Kantonsbibliothek, MsMurFm 9
Pergament · 383 ff. · 50 x 34 cm · 15. Jahrhundert
Antiphonarium OCist, Pars aestvalis

Zweiter Band (Sommerteil) des zweibändigen Antiphonariums, das im Wechsel mit MsMurFm6 verwendet wurde. Die grossformatige Handschrift aus dem 15. Jahrhundert ist weitgehend schmucklos. Sie lässt sich aufgrund der Heiligenfeste (Bernhard von Clairvaux, Edmund von Abingdon, Robert von Molesme) dem Zisterzienserorden zuweisen. (gam)

Online seit: 18.06.2020

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Aarau, Aargauer Kantonsbibliothek, MsMurQ 1
Pergament · 325 ff. · 23 x 16–16.5 cm · Südwestdeutsch · zweite Hälfte des 14. Jahrhunderts
Breviarium monasticum

Das Brevier aus der zweiten Hälfte des 14. Jahrhunderts enthält die Texte für das Offizium während des ganzen Kirchenjahres. Nach den Gebetsformeln und den deutschen Rubriken war es für ein Frauenkloster des Benediktinerordens bestimmt, einige Antiphonen weisen auf das Umfeld der Klöster Engelberg und Muri hin. (gam)

Online seit: 29.03.2019

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Aarau, Aargauer Kantonsbibliothek, MsMurQ 2
Pergament · I + 6 + I ff. · 23.5 x 17 cm · Muri · Ende des 15., Anfang des 16. Jahrhunderts
Kalendarium murense

Im nur sechs Blätter zählenden Kalendar aus dem späten 15. oder frühen 16. Jahrhundert ist neben den Festen und den Heiligen auch die Dedicatio Murensis eingetragen. Nach der Reformation benutzten es die Äbte Christoph von Grüt (1549-1564), Hieronymus Frey (1564-1585) und Jakob Meyer (1585-1596), um die Daten ihres Klostereintritts, ihrer Wahl zum Abt, den Tod ihrer Vorgänger und weitere Ereignisse im Kloster zu notieren. (gam)

Online seit: 04.10.2018

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Aarau, Aargauer Kantonsbibliothek, MsMurQ 4
Pergament · 138 ff. · 17 x 12.5–13 cm · 14. Jahrhundert
Sermones · Franciscus de Maironis

Der Pergamentband des 14. Jahrhunderts ist franziskanischer Herkunft und besteht aus zwei unterschiedlichen Teilen. Der erste Teil ist ein unvollständig überlieferter Predigtzyklus für Herren- und Heiligenfeste, der zweite Teil enthält die Moralia des Pariser Philosophen Franciscus de Maironis. (gam)

Online seit: 29.03.2019

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Aarau, Aargauer Kantonsbibliothek, MsMurQ 5
Pergament · 539 ff. · 21 x 15 cm · um 1300, 14. Jahrhundert, um 1500
Breviarium monasticum

Das umfangreiche Brevier mit deutschen Rubriken wurde um 1300 für ein dominikanisches Frauenkloster hergestellt. In den folgenden zwei Jahrhunderten trugen verschiedene Hände am Ende neue Reimoffizien ein, die meisten zu dominikanischen Heiligen. Im 17. Jahrhundert gehörte das Brevier dem Zisterzienserinnenkloster Wurmsbach am Zürichsee. (gam)

Online seit: 18.06.2020

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Aarau, Aargauer Kantonsbibliothek, MsMurQ 6
Pergament · 91 ff. · 17 x 12.5 cm · 1483
Missale OFM

Das kleinformatige, 1483 geschriebene Missale wurde nach dem vorangestellten Kalendar von Angehörigen des Franziskanerordens verwendet. Im 16. Jahrhundert gehörte es dem Murenser Konventualen Rudolf Gwicht, der später Abt des Klosters Engelberg wurde. Er notierte im Kalendar seinen Klostereintritt und brachte auf dem hinteren Spiegelblatt sein Wappen an. (gam)

Online seit: 04.10.2018

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