
| Land | Ort, Bibliothek | Handschriften |
|---|---|---|
| Deutschland | Überlingen, Leopold-Sophien-Bibliothek | 1 |
| Österreich | St. Paul in Kärnten, Stiftsbibliothek St. Paul im Lavanttal | 1 |
| Land | Ort, Bibliothek | Handschriften |
|---|---|---|
| Frankreich | Paris, Bibliothèque nationale de France | 1 |
| USA | Cleveland, The Cleveland Museum of Art | 1 |
| Russland | St. Petersburg, National Library of Russia | 1 |
Anzahl Handschriften: 4
Orselina, Convento della Madonna del Sasso, Codice I
Pergament · 177 ff. · 52.8 x 37.5 cm · Norditalien · 14. Jh. (erste Jahrzehnte)
Franziskaner-Graduale, geschrieben und illuminiert in Norditalien (Padua oder Bologna) und in die ersten Jahrzehnte des 14. Jhs. datierbar. Die Handschrift wurde im Franziskanerkloster S. Francesco von Locarno benutzt, das sie zusammen mit den Antiphonarium de tempore Codice II und Codice III sowie dem Antiphonarium de sanctis Codice IV aus Anlass der Neueinweihung der Kirche im Jahre 1316 erworben hatte. Am Ende des Textes (c. 181r) befindet sich eine Praefatio (Statutum pro libris choralibus scribendis), die normalerweise vorangestellt ist, in der die Richtlinien für die Redaktion der Choralbücher des Ordens enthalten sind. Auf der letzten Seite hat der Bruder Giacomo di Rastelli Orelli einige Urkunden, die das Kloster betreffen, transkribiert: eine Notiz über die Herstellung der Bibliotheksschränke, die Weihurkunde des Jahres 1316 und die Notiz einer Schenkung zum Ankauf liturgischer Geräte.
Orselina, Convento della Madonna del Sasso, Codice II
Pergament · 162 ff. · 54.0 x 38.4 cm · Norditalien · 14. Jh. (erste Jahrzehnte)
Das Antiphonar enthält den ersten Teil des Proprium de Tempore (vom Vorabend des ersten Adventsonntags bis zum fünften Sonntag nach dem Dreikönigsfest) und eine Auswahl der Feiertage aus dem Proprium Sanctorum (von Vortag des Namenstages des Heiligen Andreas bis der Verkündigung) für franziskanischen Gebrauch. Geschrieben und illuminiert in Norditalien (Padua oder Bologna) und in die ersten Jahrzehnte des 14. Jhs. datierbar. Die Handschrift wurde im Franziskanerkloster S. Francesco in Locarno benutzt, das sie zusammen mit dem Graduale und den Antiphonarium de tempore Codice III und dem Antiphonarium de sanctis Codice IV – aus Anlass der Neueinweihung der Kirche im Jahre 1316 erworben hatte.
Orselina, Convento della Madonna del Sasso, Codice III
Pergament · 207 ff. · 54.7 x 37.7 cm · Norditalien · 14. Jh. (erste Jahrzehnte)
Das Antiphonar enthält den zweiten Teil des Proprium de Tempore (vom Vorabend des Sonntags in der Septuagesima bis zum ersten Sonntag der Novemberkalenden) für franziskanischen Gebrauch. Geschrieben und illuminiert in Norditalien (Padua oder Bologna) und in die ersten Jahrzehnte des 14. Jhs. datierbar. Die Handschrift wurde in Franziskanerkloster S. Francesco in Locarno benutzt, das sie zusammen mit dem Graduale und den Antiphonarium de tempore Codice II und dem Antiphonarium de sanctis Codice IV aus Anlass der Neueinweihung der Kirche im Jahr 1316 erworben hatte.
Orselina, Convento della Madonna del Sasso, Codice IV
Pergament · 167 ff. · 54.0 x 38.5 cm · Norditalien · 14. Jh. (erste Jahrzehnte)
Das Antiphonar enthät die Gesänge für die Gedenktage der Heiligen, das Totenoffizium und ein Offizium für Antonius von Padua. Geschrieben und illuminiert in Norditalien (Padua oder Bologna) und in die ersten Jahrzehnte des 14. Jhs. datierbar. Die Handschrift wurde im Franziskanerkloster S. Francesco in Locarno benutzt, das sie zusammen mit dem Graduale und den Antiphonarium de tempore Codice II und Codice III aus Anlass der Neueinweihung der Kirche im Jahre 1316 erworben hatte. Auf das Deckblatt war eine Papierseite geklebt, die bei der letzten Restaurierung abgelöst wurde. Auf ihr befindet sich auf beiden Seiten ein kommentierter Plan eines "rivellino", eines bei Befestigungsanlagen normalerweise vorhandenen Vormauerwerks.