
| Land | Ort, Bibliothek | Handschriften |
|---|---|---|
| Deutschland | Überlingen, Leopold-Sophien-Bibliothek | 1 |
| Österreich | St. Paul in Kärnten, Stiftsbibliothek St. Paul im Lavanttal | 1 |
| Land | Ort, Bibliothek | Handschriften |
|---|---|---|
| Frankreich | Paris, Bibliothèque nationale de France | 1 |
| USA | Cleveland, The Cleveland Museum of Art | 1 |
| Russland | St. Petersburg, National Library of Russia | 1 |
Anzahl Handschriften: 54, angezeigt: 1 – 20
Einsiedeln, Stiftsbibliothek, Codex 17(405)
Pergament · 384 pp. · 28.1-28.5 x 19.5 cm · St. Gallen · 10. Jahrhundert (vor 950)
Abschrift der vier Evangelien mit Kommentaren von Hieronymus, geschrieben im Kloster St. Gallen im 10. Jahrhundert (vor 950).
Einsiedeln, Stiftsbibliothek, Codex 27(1195)
Pergament · 140 ff. · 15.5 x 9.5 cm · Oberitalien, Schweiz (?) · 8./9. Jh. und 9. Jh. (2. Drittel)
Die Handschrift besteht aus zwei Teilen und enthält verschiedene Texte asketischen Inhalts. Der erste Teil (1-24)ist von verschiedenen ungeübten Händen in einer Minuskel mit rätischem Einfluss geschrieben worden, die ins 8./9. Jh. datierbar und in einem Skriptorium Oberitaliens oder der Schweiz zu lokalisieren ist. Der zweite Teil (25-140) wird ins zweite Drittel des 9. Jhs. datiert.
Einsiedeln, Stiftsbibliothek, Codex 28(1279)
Pergament · III + 518 + II pp. · 13.0 x 19.0 cm · 14. Jahrhundert
Der Band enthält mehrere Traktate ungenannter Autoren bzw. Auszüge aus Schriften zur biblischen Textkritik zu den einzelnen Büchern des Alten und des Neuen Testaments. Besonders genannt werden: Guilelmus <Brito> (+ um 1275), Johannes <de Colonia> (13. Jh.) und Guilelmus de Mara <de Lamara>(1230-um 1290). Es handelt sich um franziskanische Autoren, was nahelegt, dass die Handschrift in einem Minoritenkloster entstand.
Einsiedeln, Stiftsbibliothek, Codex 29(878)
Pergament · 239 pp. · 20.0 x 15.8 cm · Einsiedeln oder Südwestdeutschland · 9.-14. Jahrhundert
Sammelhandschrift, die im 9./10. Jahrhundert und im 14. Jahrhundert vermutlich in Einsiedeln oder in Südwestdeutschland geschrieben wurde. Sie enthält unter anderem Glossen aus den Evangelien, die Annales Heremi von der Geburt Christi bis zum Jahr 940, und verschiedene Astronomische Abhandlungen, darunter die Sphaera von Johannes de Sacrobosco und den Computus von Helpericus von Auxerre.
Einsiedeln, Stiftsbibliothek, Codex 32(1060)
Pergament · 358 pp. · 17.5/18.0 x 13.0 cm · 10.-12. Jahrhundert
Sammelhandschrift, die aus drei datierbaren Teilen besteht, der erste aus dem 10. Jahrhundert, die beiden anderen aus dem 12. Jahrhundert. Der erste Teil (1-222) enthält Glossen zu Priscian, der zweite (223-310) enthält eine Sammlung von medizinischen Traktaten, die von Constantinus Africanus zusammengestellt wurden, der dritte Teil (311-357) enthält den Liber Tegni von Galen (129/131-199/201).
Einsiedeln, Stiftsbibliothek, Codex 38(366)
Pergament · 1 + 189 ff. · 28.5 x 23 cm · Einsiedeln · 10. Jh. (2. Hälfte, um 960-965)
Kommentar zu den ersten acht Paulusbriefen. Es handelt sich um eine Abschrift des (verlorenen) Exemplars, das der Überlieferung nach von Abt Thietland († um 964) vor 945 verfasst wurde. Der Text ist in weiten Teilen vom Pauluskommentar von Bischof Atto von Vercelli (885-961) abhängig.
Einsiedeln, Stiftsbibliothek, Codex 40(481)
Pergament · II + 316 pp. · 26.0 x 19.0 cm · St. Gallen · 10. Jahrhundert (vor 950)
Lektionar, geschrieben im Kloster St. Gallen im 10. Jahrhundert (vor 950). Es wurde vielleicht zur Einsiedler Kirchweihe 948 zusammen mit Codex 17 von St. Gallen nach Einsiedeln geschenkt.
Einsiedeln, Stiftsbibliothek, Codex 60(580)
Pergament · a-b, I-II + 192 + y-z pp. · 28.8 x 13.5/13.7 cm · Westdeutschland (?) / Einsiedeln · 9. Jh. (2. Drittel) und 10. Jh. (2. Hälfte)
Aus zwei Teilen bestehende Sammelhandschrift, welche spätestens im 14. Jh. zusammengefügt wurde, wie dies die Datierung des Einbandes bestätigt. Der erste Teil (1-85) enthält den Kommentar der Genesis von Alkuin und wird ins zweite Drittel des 9. Jhs. datiert, einige Forscher lokalisieren die Handschrift in Westdeutschland, einige in Rätien. Der zweite Teil (87-191) enthält die Partitiones des Grammatikers Priscian und wurde in Einsiedeln in der zweiten Hälfte des 10. Jhs. geschrieben. Auf der letzten Seite wurde ein Brief, der im Jahr 1288 von Heinrich II. von Güttingen, Abt von Einsiedeln (1280 bis 1299) an den Vize-Kaplan der Pfarrkirche St. Peter und Paul auf der Ufenau geschickt wurde, abgeschrieben.
Einsiedeln, Stiftsbibliothek, Codex 83(76)
Pergament · 462 ff. · 34.5 x 26.0 cm · Einsiedeln · 11. Jahrhundert (um 1060-1075/1100)
Cod. 83 ist ein Vollbrevier mit folgenden Teilen: Kalendarium, Antiphonarium mit Neumennotation, Lektionar mit den biblischen Lesungen, Homiliar mit den Lesungen der Kirchenväter, Hymnar, Cantica des Alten und Neuen Testamentes, Psalterium, Kurzlesungen, Orarionen sowie Preces und Benedictiones. Besonders hervorzuheben ist die bei uns älteste fassung des Meinradsoffizums, das noch heute verwendet wird. Die Melodien des Antiphonars gehören dem alemannischen Choraldialekt an, wie er heute noch in Einsiedeln im Stundengebet gesungen wird.
Einsiedeln, Stiftsbibliothek, Codex 109(447)
Pergament · II + 256 + II pp. · 27.6 x 19.8 cm · St. Gallen · 11. Jahrhundert (2. Hälfte)
Diese im Kloster St. Gallen geschriebene Handschrift aus der zweiten Hälfte des 11. Jahrhunderts enthält in Abschrift 'De ecclesiasticis officiis Lib. I und II' von Amalarius (Metensis), wobei einige Kapitel fehlen. Die Fortsetzung mit Textunterbruch findet sich in Cod. 110, der ebenfalls in St. Gallen geschrieben wurde.
Einsiedeln, Stiftsbibliothek, Codex 110(463)
Pergament · II + 430 + II pp. · 27.0 x 18.7 cm · St. Gallen · 11. Jahrhundert (2. Hälfte)
Sammelhandschrift mit den Ordines Romani und Werken des Amalarius (Metensis). Der Inhalt des Codex ist fast identisch mit Cod. Sang. 446 der Stiftsbibliothek St. Gallen, und ist somit vermutlich eine in St. Gallen selbst hergestellte Abschrift, verfasst in der 2. Hälfte des 11. Jahrhunderts.
Einsiedeln, Stiftsbibliothek, Codex 121(1151)
Pergament · 300 pp. · 10.5 x 16 cm · Einsiedeln · um 960-970
Bei diesem Codex handelt es sich um das älteste, vollständig erhaltene und neumierte Messantiphonar mit verschiedenen Zusätzen (wie Alleluiaverse, Antiphonen und Psalmverse zu den Communio-Antiphonen). Da das Messantiphonar vollständig ist, ist die Handschrift bis heute wichtig für die Gregorianikforschung. Den zweiten Teil bildet der Libyer Ymnorum bzw. die Sequenzen Notkers von St. Gallen. Neuere Forschungen bestätigen, dass der Codex hier in Einsiedeln selbst (um 960-970) geschrieben wurde, wohl für den dritten Abt des Klosters, den Engländer Gregor.
Einsiedeln, Stiftsbibliothek, Codex 149(558)
Pergament · II + 178 + IV pp. · 23.8 x 18.2 cm · Einsiedeln und Reichenau bzw. reichenauisch. · 10. Jahrhundert
Diese reichenauische Handschrift des 10. Jahrhunderts enthält Epigramme des Prosper von Aquitanien sowie das „De consolatione philosophiae“ von Boethius.
Einsiedeln, Stiftsbibliothek, Codex 157(372)
Pergament · 280 pp. · 29.5 x 15.8 cm · Schweizer Skriptorium (?) · 8./9. Jh.
Die Handschrift enthält die Homilien Gregors des Grossen auf den Propheten Ezechiel. Sie ist von verschiedenen Händen in einer Minuskel, die im Allgemeinen nahe der rätischen Minuskel ist, geschrieben worden. Einige Forscher meinen, dass die Handschrift in einem schweizerischen oder rätischen Skriptorium erstellt wurde. Ein Teil der Seiten 204 und 206, und die ganze Seite 214 sind in Unziale geschrieben. Die Handschrift enthält zahlreiche Initialen mit geometrischen und vegetabilen Elementen, deren Stil nahe dem Remedius-Sakramentar (Cod. Sang. 348) ist. Die maniculae von Heinrich von Ligerz bestätigen, dass die Handschrift sich schon im 14. Jh. in Einsiedeln befand.
Einsiedeln, Stiftsbibliothek, Codex 166(413)
Pergament · 349 pp. · 28.0 x 19.5 cm. · Engelberg · 12. Jahrhundert (1143-1197)
Enthält die Expositio Evangelii secundum Lucam von Ambrosius von Mailand. Diese Handschrift wurde in Engelberg im Auftrag des Abtes Frowin (1143-1178) erstellt, wie es der Widmungsvers auf 1r belegt. Sie enthält ebenfalls drei Zierinitialen mit den für die Frowinzeit üblichen Rankenmotiven.
Einsiedeln, Stiftsbibliothek, Codex 169(468)
Pergament · II + 138 pp. · 25.0 x 16.5-17.0 cm · Einsiedeln und Italien · 9./10. Jahrhundert und 10. Jahrhundert und 12. Jahrhundert
Diese Handschrift enthält Werke des Isidor, Hucbaldus und Bernoldus sowie das Evangelium des Nikodemus, abgeschrieben zu verschiedenen Zeiten in Italien und Einsiedeln.
Einsiedeln, Stiftsbibliothek, Codex 172(1128)
Pergament · 216 pp. · 17.1 x 14.0 cm · 1. Teil vielleicht Reichenau; 2. Teil Reims · 3. Drittel des 9. Jhs. und 8./9. Jh.
Eine Sammelhandschrift bestehend aus zwei Teilen, die verschiedene grammatikalische Texte enthält. Vermutlich wurde die Handschrift im 14. Jh. anlässlich eines neuen Einbands zusammengefügt und seitdem befindet sie sich in der Stiftsbibliothek Einsiedeln. Der erste Teil (2-110) wurde vermutlich in Reichenau im 3. Drittel des 9. Jhs. abgeschrieben. Der zweite Teil (111-215) ist älter und ist vielleicht in Reims im 8./9. Jh. geschrieben worden. Gewisse Wissenschaftler (Bruckner) behaupten, dass die Schrift dieses zweiten Teils vielleicht churrätisch ist.
Einsiedeln, Stiftsbibliothek, Codex 179(482)
Pergament · 193 pp. · 26.5 x 22.0 cm · Einsiedeln · 10. Jahrhundert (2. Hälfte)
Sammelhandschrift mit Briefen Papst Gregor des Grossen sowie Kommentare zu Boethius. Der Text enthält neben lateinischen Glossen auch zahlreiche althochdeutsche Glossen in Geheimschrift. Die Handschrift wurde in der zweiten Hälfte des 10. Jahrhunderts in Einsiedeln geschrieben.
Einsiedeln, Stiftsbibliothek, Codex 182(414)
Pergament · 168 pp. · 29.0 x 18.5 cm · Reichenau · 9. Jahrhundert (1. Hälfte)
Enthält Tractatus super epistolam ad Titum, Expositio in epistulam Pauli ad Philemonem und Expositio in epistulam ad Hebraeos von Alkuin. Die Handschrift wurde vermutlich zur Zeit Reginberts im Skriptorium von Reichenau erstellt.
Einsiedeln, Stiftsbibliothek, Codex 191(277)
Pergament · 233 ff. · 31.8 x 23.0 cm · Nordostfrankreich · 8. / 9. Jahrhundert
Enthält neben anderen Texten eine Sammlung kirchenrechtlicher Canones, genannt Collectio Quesnelliana. Die Handschrift wurde vermutlich in einem Skriptorium im Nordosten Frankreichs erstellt und gehörte später der Hofbibliothek Karls des Grossen an. Im 11. Jahrhundert ist sie in der Kölner Dombibliothek belegt, wo sie mit Annotationen von Bernold von Konstanz versehen wurde. Sie gehörte später dem Konstanzer Weihbischof Jakob Johann Mirgel (1559-1629) und gelangte dann zusammen mit einem Teil seiner Bücher ins Kloster Einsiedeln.