
| Land | Ort, Bibliothek | Handschriften |
|---|---|---|
| USA | Cleveland, The Cleveland Museum of Art | 1 |
Anzahl Handschriften: 44, angezeigt: 1 – 20
Einsiedeln, Stiftsbibliothek, Codex 17(405)
Pergament · 384 pp. · 28.1-28.5 x 19.5 cm · St. Gallen · 10. Jahrhundert (vor 950)
Abschrift der vier Evangelien mit Kommentaren von Hieronymus, geschrieben im Kloster St. Gallen im 10. Jahrhundert (vor 950).
Einsiedeln, Stiftsbibliothek, Codex 28(1279)
Pergament · III + 518 + II pp. · 13.0 x 19.0 cm · 14. Jahrhundert
Der Band enthält mehrere Traktate ungenannter Autoren bzw. Auszüge aus Schriften zur biblischen Textkritik zu den einzelnen Büchern des Alten und des Neuen Testaments. Besonders genannt werden: Guilelmus <Brito> (+ um 1275), Johannes <de Colonia> (13. Jh.) und Guilelmus de Mara <de Lamara>(1230-um 1290). Es handelt sich um franziskanische Autoren, was nahelegt, dass die Handschrift in einem Minoritenkloster entstand.
Einsiedeln, Stiftsbibliothek, Codex 29(878)
Pergament · 239 pp. · 20.0 x 15.8 cm · Einsiedeln oder Südwestdeutschland · 9.-14. Jahrhundert
Sammelhandschrift, die im 9./10. Jahrhundert und im 14. Jahrhundert vermutlich in Einsiedeln oder in Südwestdeutschland geschrieben wurde. Sie enthält unter anderem Glossen aus den Evangelien, die Annales Heremi von der Geburt Christi bis zum Jahr 940, und verschiedene Astronomische Abhandlungen, darunter die Sphaera von Johannes de Sacrobosco und den Computus von Helpericus von Auxerre.
Einsiedeln, Stiftsbibliothek, Codex 32(1060)
Pergament · 358 pp. · 17.5/18.0 x 13.0 cm · 10.-12. Jahrhundert
Sammelhandschrift, die aus drei datierbaren Teilen besteht, der erste aus dem 10. Jahrhundert, die beiden anderen aus dem 12. Jahrhundert. Der erste Teil (1-222) enthält Glossen zu Priscian, der zweite (223-310) enthält eine Sammlung von medizinischen Traktaten, die von Constantinus Africanus zusammengestellt wurden. Diese Sammlung ist eine Kopie der Originalhandschrift von Montecassino, die im 2. Weltkrieg verloren ging. Der dritte Teil (311-357) enthält den Liber Tegni von Galen (129/131-199/201).
Einsiedeln, Stiftsbibliothek, Codex 40(481)
Pergament · II + 316 pp. · 26.0 x 19.0 cm · St. Gallen · 10. Jahrhundert (vor 950)
Lektionar, geschrieben im Kloster St. Gallen im 10. Jahrhundert (vor 950). Es wurde vielleicht zur Einsiedler Kirchweihe 948 zusammen mit Codex 17 von St. Gallen nach Einsiedeln geschenkt.
Einsiedeln, Stiftsbibliothek, Codex 83(76)
Pergament · 462 ff. · 34.5 x 26.0 cm · Einsiedeln · 11. Jahrhundert (um 1060-1075/1100)
Cod. 83 ist ein Vollbrevier mit folgenden Teilen: Kalendarium, Antiphonarium mit Neumennotarion, Lektionar mit den biblischen Lesungen, Homiliar mit den Lesungen der Kirchenväter, Hymnar, Cantica des Alten und Neuen Testamentes, Psalterium, Kurzlesungen, Orarionen sowie Preces und Benedictiones. Besonders hervorzuheben ist die bei uns älteste fassung des Meinradsoffizums, das noch heute verwendet wird. Die Melodien des Antiphonars gehören dem alemannischen Choraldialekt an, wie er heute noch in Einsiedeln im Stundengebet gesungen wird.
Einsiedeln, Stiftsbibliothek, Codex 109(447)
Pergament · II + 256 + II pp. · 27.6 x 19.8 cm · St. Gallen · 11. Jahrhundert (2. Hälfte)
Diese im Kloster St. Gallen geschriebene Handschrift aus der zweiten Hälfte des 11. Jahrhunderts enthält in Abschrift 'De ecclesiasticis officiis Lib. I und II' von Amalarius (Metensis), wobei einige Kapitel fehlen. Die Fortsetzung mit Textunterbruch findet sich in Cod. 110, der ebenfalls in St. Gallen geschrieben wurde.
Einsiedeln, Stiftsbibliothek, Codex 110(463)
Pergament · II + 430 + II pp. · 27.0 x 18.7 cm · St. Gallen · 11. Jahrhundert (2. Hälfte)
Sammelhandschrift mit den Ordines Romani und Werken des Amalarius (Metensis). Der Inhalt des Codex ist fast identisch mit Cod. Sang. 446 der Stiftsbibliothek St. Gallen, und ist somit vermutlich eine in St. Gallen selbst hergestellte Abschrift, verfasst in der 2. Hälfte des 11. Jahrhunderts.
Einsiedeln, Stiftsbibliothek, Codex 121(1151)
Pergament · 300 pp. · 10.5 x 16 cm · Einsiedeln · um 960-970
Bei diesem Codex handelt es sich um das älteste, vollständig erhaltene und neumierte Messantiphonar mit verschiedenen Zusätzen (wie Alleluiaverse, Antiphonen und Psalmverse zu den Communio-Antiphonen). Da das Messantiphonar vollständig ist, ist die Handschrift bis heute wichtig für die Gregorianikforschung. Den zweiten Teil bildet der Libyer Ymnorum bzw. die Sequenzen Notkers von St. Gallen. Neuere Forschungen bestätigen, dass der Codex hier in Einsiedeln selbst (um 960-970) geschrieben wurde, wohl für den dritten Abt des Klosters, den Engländer Gregor.
Einsiedeln, Stiftsbibliothek, Codex 149(558)
Pergament · II + 178 + IV pp. · 23.8 x 18.2 cm · Einsiedeln und Reichenau bzw. reichenauisch. · 10. Jahrhundert
Diese reichenauische Handschrift des 10. Jahrhunderts enthält Epigramme des Prosper von Aquitanien sowie das „De consolatione philosophiae“ von Boethius.
Einsiedeln, Stiftsbibliothek, Codex 166(413)
Pergament · 349 pp. · 28.0 x 19.5 cm. · Engelberg · 12. Jahrhundert (1143-1197)
Enthält die Expositio Evangelii secundum Lucam von Ambrosius von Mailand. Diese Handschrift wurde in Engelberg im Auftrag des Abtes Frowin (1143-1178) erstellt, wie es der Widmungsvers auf 1r belegt. Sie enthält ebenfalls drei Zierinitialen mit den für die Frowinzeit üblichen Rankenmotiven.
Einsiedeln, Stiftsbibliothek, Codex 169(468)
Pergament · II + 138 pp. · 25.0 x 16.5-17.0 cm · Einsiedeln und Italien · 9./10. Jahrhundert und 10. Jahrhundert und 12. Jahrhundert
Diese Handschrift enthält Werke des Isidor, Hucbaldus und Bernoldus sowie das Evangelium des Nikodemus, abgeschrieben zu verschiedenen Zeiten in Italien und Einsiedeln.
Einsiedeln, Stiftsbibliothek, Codex 179(482)
Pergament · 193 pp. · 26.5 x 22.0 cm · Einsiedeln · 10. Jahrhundert (2. Hälfte)
Sammelhandschrift mit Briefen Papst Gregor des Grossen sowie Kommentare zu Boethius. Der Text enthält neben lateinischen Glossen auch zahlreiche althochdeutsche Glossen in Geheimschrift. Die Handschrift wurde in der zweiten Hälfte des 10. Jahrhunderts in Einsiedeln geschrieben.
Einsiedeln, Stiftsbibliothek, Codex 182(414)
Pergament · 168 pp. · 29.0 x 18.5 cm · Reichenau · 9. Jahrhundert (1. Hälfte)
Enthält Tractatus super epistolam ad Titum, Expositio in epistulam Pauli ad Philemonem und Expositio in epistulam ad Hebraeos von Alkuin. Die Handschrift wurde vermutlich zur Zeit Reginberts im Skriptorium von Reichenau erstellt.
Einsiedeln, Stiftsbibliothek, Codex 191(277)
Pergament · 233 ff. · 31.8 x 23.0 cm · Nordostfrankreich · 8. / 9. Jahrhundert
Enthält neben anderen Texten eine Sammlung kirchenrechtlicher Canones, genannt Collectio Quesnelliana. Die Handschrift wurde vermutlich in einem Skriptorium im Nordosten Frankreichs erstellt und gehörte später der Hofbibliothek Karls des Grossen an. Im 11. Jahrhundert ist sie in der Kölner Dombibliothek belegt, wo sie mit Annotationen von Bernold von Konstanz versehen wurde. Sie gehörte später dem Konstanzer Weihbischof Jakob Johann Mirgel (1559-1629) und gelangte dann zusammen mit einem Teil seiner Bücher ins Kloster Einsiedeln.
Einsiedeln, Stiftsbibliothek, Codex 206(49)
Pergament · 92 pp. · 36.2 x 27.5 cm · Frankreich (Paris?) oder Flandern · 15. Jahrhundert (um 1430-1450)
Es handelt sich um ein besonders schönes, in Frankreich (Paris?) oder Flandern geschriebenes Exemplar des sog. Heilsspiegels, des Speculum humanae salvationis. Das Werk selbst ist in über 200 Handschriften und zahlreichen Drucken erhalten. Der Heilsspiegel gliedert sich in die Vorgeschichte des Heils (Altes Testament), die Heilsgeschichte des Neuen Testaments (von der Verkündigung bis zum Weltgericht), die 7 Stationen der Leidensgeschichte, die 7 Schmerzen und die 7 Freuden Marias. Heute fehlen 4 Blätter, auch der Anfang ist nicht mehr vorhanden.
Einsiedeln, Stiftsbibliothek, Codex 214(241)
Papier · 191 ff. · 31.3 x 22.2 cm · Bodenseeraum · [14]52/[14]54/[14]55
Auf die Jahre [14]52, [14]54 und [14]55 datierte homiletische und pastoraltheologische Textsammlung, die aus dem Bodenseeraum nach Einsiedeln kam. Die Hauptwerke sind Nikolaus von Dinkelsbühl: Sermones de sanctis, De tribus partibus poenitentiae, De indulgentiis, De oratione Dominica; eine Sammlung der lateinischen Schriften Marquards von Lindau OFM; Jordanus de Quedlinburg OESA: Sermones super commune sanctorum, Sermones ad personas religiosas.
Einsiedeln, Stiftsbibliothek, Codex 240(641)
Pergament · A-D + 468 + Y-Z pp. · 22.0 x 16.2 cm · Engelberg · 12. Jahrhundert (1143-1178)
Enthält als Haupttext die Explanatio Dominicae Orationis des Engelberger Abtes Frowin (†1178), welcher diese Handschrift vermutlich auch in Auftrag gegeben hat, wie es aus den Versen auf der letzten Seite (468) hervorgeht. Die Handschrift kam vermutlich zu Beginn des 17. Jahrhunderts nach Einsiedeln.
Einsiedeln, Stiftsbibliothek, Codex 262(972)
Pergament · a-d + 166 + y-z pp. · 19 x 15 · süddeutscher Raum und Einsiedeln und St. Gallen (?) · 9./10. Jahrhundert
Die Sammelhandschrift aus dem 9./10. Jahrhundert enthält die Vita Antigoni, Fragmente einer angeblichen Collatio Alexandri et Dindimi und eines gefälschten Briefs von Seneca an Apostel Paulus und Augustinus’ das “Enchiridion, seu De fide, spe et caritate". Später beigefügt eine Abschrift des Wormser Konkordats von 1122. Ihre Niederschrift fand sie in Einsiedeln und im süddeutschen Raum, evtl. in St. Gallen.
Einsiedeln, Stiftsbibliothek, Codex 266(1296)
Pergament · II + 306 pp. · 13.0 x 9.5/10.0 cm · Einsiedeln und St. Gallen · 10./11. Jahrhundert und 13./14. Jahrhundert
Geschrieben wurde diese Sammelhandschrift im 10./11. bzw. im 13./14. Jahrhundert in Einsiedeln und St. Gallen. Sie enthält verschiedene Schriften zur religiösen Erbauung wie die Heiligenviten der Heiligen Faustinus, Jovita und Gangolf, die Benediktsregel, Predigten, ein liturgisches Traktat und De ratione temporum.