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Einsiedeln, Stiftsbibliothek

Man darf mit Recht die Einsiedler Stiftsbibliothek als eine typische Klosterbibliothek bezeichnen. Um die Heilige Schrift legen sich in einem inneren Kreis die geistlichen, theologischen Wissenschaften, und in einem äusseren Kreis alle anderen Wissenschaften, über Geschichte, Philosophie und Rechtswissenschaft bis zu den Naturwissenschaften und der Medizin. Diese umfassende Weite dokumentieren schon die Handschriften aus der Frühzeit des Klosters, ebenso auch der sog. historische Bestand aus der nachreformatorischen Zeit, und in etwa gilt dies auch für die moderne Bibliothek. Zum Bestand der Stiftsbibliothek gehören heute ca. 1200 Handschriften (davon ca. 580 vor 1500), 1100 Inkunabeln und Frühdrucke (bis 1520) sowie 230'000 gedruckte Bände des 16.-21. Jahrhunderts. Zahlreiche laufende Zeitschriften bieten die jeweils neuesten Forschungsergebnisse aus den verschiedensten Wissensgebieten.

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Einsiedeln, Stiftsbibliothek, Codex 17(405)
Pergament · 384 pp. · 28.1-28.5 x 19.5 cm · St. Gallen · 10. Jahrhundert (vor 950)
IV Evangelia

Abschrift der vier Evangelien mit Kommentaren von Hieronymus, geschrieben im Kloster St. Gallen im 10. Jahrhundert (vor 950). (lan)

Online seit: 31.07.2009

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Einsiedeln, Stiftsbibliothek, Codex 18(576)
Pergament · 336 pp. · 21.2 x 16.0 cm · wahrscheinlich Oberitalien · 8./9. Jh.
Adelpertus, Commentarius in Psalmos LXX priores . Adhortationes Sanctorum Patrum

Der Kommentar zu den ersten 70 Psalmen von Adalpertus mit einer Auswahl von Sprüchen von Kirchenvätern im Schlussteil wurde am Ende des 8. Jahrhunderts wahrscheinlich in Oberitalien in einer vorkarolingischen Minuskel geschrieben. Die beiden fehlenden Blätter am Schluss sind in der Fragmentensammlung Einsiedeln, Stiftsbibliothek, 370, IV, Bl. 18-19 erhalten. (ber)

Online seit: 13.12.2013

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Einsiedeln, Stiftsbibliothek, Codex 27(1195)
Pergament · 140 ff. · 15.5 x 9.5 cm · Oberitalien, Schweiz (?) · 8./9. Jh. / 9. Jh. (2. Drittel)
Ascetica

Die Handschrift besteht aus zwei Teilen und enthält verschiedene Texte asketischen Inhalts. Der erste Teil (1-24) ist von verschiedenen ungeübten Händen in einer Minuskel mit rätischem Einfluss geschrieben worden, die ins 8./9. Jh. datierbar und in einem Skriptorium Oberitaliens oder der Schweiz zu lokalisieren ist. Der zweite Teil (25-140) wird ins zweite Drittel des 9. Jhs. datiert. (ber)

Online seit: 23.04.2013

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Einsiedeln, Stiftsbibliothek, Codex 28(1279)
Pergament · III + 518 + II pp. · 13.0 x 19.0 cm · 14. Jahrhundert
[Anonymus]. Veritas textus bibliorum

Der Band enthält mehrere Traktate ungenannter Autoren bzw. Auszüge aus Schriften zur biblischen Textkritik zu den einzelnen Büchern des Alten und des Neuen Testaments. Besonders genannt werden: Guilelmus Brito (+ um 1275), Johannes de Colonia (13. Jh.) und Guilelmus de Mara de Lamara (1230-um 1290). Es handelt sich um franziskanische Autoren, was nahelegt, dass die Handschrift in einem Minoritenkloster entstand. (lan)

Online seit: 04.11.2010

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Einsiedeln, Stiftsbibliothek, Codex 29(878)
Pergament · 239 pp. · 20.0 x 15.8 cm · Einsiedeln oder Südwestdeutschland · 9.-10. Jahrhundert / 14. Jahrhundert
Sammelhandschrift

Sammelhandschrift, die im 9./10. Jahrhundert und im 14. Jahrhundert vermutlich in Einsiedeln oder in Südwestdeutschland geschrieben wurde. Sie enthält unter anderem Glossen aus den Evangelien, die Annales Heremi von der Geburt Christi bis zum Jahr 940, und verschiedene Astronomische Abhandlungen, darunter die Sphaera von Johannes de Sacrobosco und den Computus von Helpericus von Auxerre. (ber)

Online seit: 19.12.2011

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Einsiedeln, Stiftsbibliothek, Codex 32(1060)
Pergament · 358 pp. · 17.5/18.0 x 13.0 cm · 10.-12. Jahrhundert
[Anonymus]. Glossae. Tractatus de medicina

Sammelhandschrift, die aus drei datierbaren Teilen besteht, der erste aus dem 10. Jahrhundert, die beiden anderen aus dem 12. Jahrhundert. Der erste Teil (1-222) enthält Glossen zu Priscian, der zweite (223-310) enthält eine Sammlung von medizinischen Traktaten, die von Constantinus Africanus zusammengestellt wurden, der dritte Teil (311-357) enthält den Liber Tegni von Galen (129/131-199/201). (ber)

Online seit: 19.12.2011

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Einsiedeln, Stiftsbibliothek, Codex 36(364)
Pergament · 260 pp. · 28.3 x 20.8 cm · Einsiedeln · 11./12. Jh.
[Godefridus Babio], Expositio super Mathaeum

Der Hauptteil des Inhalts setzt sich aus einem anonym überlieferten Kommentar zum Matthäusevangelium, der Gottfried von Babion zugeschrieben wird, und anderen kurzen Texten zusammen, die nicht alle identifiziert werden konnten. Wahrscheinlich ist die Handschrift in Einsiedeln entstanden, befindet sich aber sicher seit dem 14. Jh. dort, wie verschiedene Anmerkungen und Lesezeichen von Heinrich von Ligerz bezeugen. (ber)

Online seit: 23.09.2014

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Einsiedeln, Stiftsbibliothek, Codex 38(366)
Pergament · 1 + 189 ff. · 28.5 x 23 cm · Einsiedeln · 10. Jh. (2. Hälfte, um 960-965)
[Anonymus], Expositio octo priorum Epistolarum S. Pauli

Kommentar zu den ersten acht Paulusbriefen. Es handelt sich um eine Abschrift des (verlorenen) Exemplars, das der Überlieferung nach von Abt Thietland († um 964) vor 945 verfasst wurde. Der Text ist in weiten Teilen vom Pauluskommentar von Bischof Atto von Vercelli (885-961) abhängig. (pag)

Online seit: 20.12.2012

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Einsiedeln, Stiftsbibliothek, Codex 40(481)
Pergament · II + 316 pp. · 26.0 x 19.0 cm · St. Gallen · 10. Jahrhundert (vor 950)
Epistolae pro tempore et festis

Lektionar, geschrieben im Kloster St. Gallen im 10. Jahrhundert (vor 950). Es wurde vielleicht zur Einsiedler Kirchweihe 948 zusammen mit Codex 17 von St. Gallen nach Einsiedeln geschenkt. (lan)

Online seit: 31.07.2009

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Einsiedeln, Stiftsbibliothek, Codex 60(580)
Pergament · a-b, I-II + 192 + y-z pp. · 28.8 x 13.5/13.7 cm · Westdeutschland (?) / Einsiedeln · 9. Jh. (2. Drittel) / 10. Jh. (2. Hälfte)
Alcuinus, In Genesin . Priscianus, Partitiones

Aus zwei Teilen bestehende Sammelhandschrift, welche spätestens im 14. Jh. zusammengefügt wurde, wie dies die Datierung des Einbandes bestätigt. Der erste Teil (1-85) enthält den Kommentar der Genesis von Alkuin und wird ins zweite Drittel des 9. Jhs. datiert, einige Forscher lokalisieren die Handschrift in Westdeutschland, einige in Rätien. Der zweite Teil (87-191) enthält die Partitiones des Grammatikers Priscian und wurde in Einsiedeln in der zweiten Hälfte des 10. Jhs. geschrieben. Auf der letzten Seite wurde ein Brief, der im Jahr 1288 von Heinrich II. von Güttingen, Abt von Einsiedeln (1280 bis 1299) an den Vize-Kaplan der Pfarrkirche St. Peter und Paul auf der Ufenau geschickt wurde, abgeschrieben. (ber)

Online seit: 23.04.2013

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Einsiedeln, Stiftsbibliothek, Codex 83(76)
Pergament · 462 ff. · 34.5 x 26.0 cm · Einsiedeln · 11. Jahrhundert (um 1060-1075/1100)
Breviarium antiquissimum

Cod. 83 ist ein Vollbrevier mit folgenden Teilen: Kalendarium, Antiphonarium mit Neumennotation, Lektionar mit den biblischen Lesungen, Homiliar mit den Lesungen der Kirchenväter, Hymnar, Cantica des Alten und Neuen Testamentes, Psalterium, Kurzlesungen, Orarionen sowie Preces und Benedictiones. Besonders hervorzuheben ist die bei uns älteste fassung des Meinradsoffizums, das noch heute verwendet wird. Die Melodien des Antiphonars gehören dem alemannischen Choraldialekt an, wie er heute noch in Einsiedeln im Stundengebet gesungen wird. (lan)

Online seit: 04.11.2010

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Einsiedeln, Stiftsbibliothek, Codex 109(447)
Pergament · II + 256 + II pp. · 27.6 x 19.8 cm · St. Gallen · 11. Jahrhundert (2. Hälfte)
Amalarius (Metensis), De ecclesiasticis officiis Lib. I und II

Diese im Kloster St. Gallen geschriebene Handschrift aus der zweiten Hälfte des 11. Jahrhunderts enthält in Abschrift 'De ecclesiasticis officiis Lib. I und II' von Amalarius (Metensis), wobei einige Kapitel fehlen. Die Fortsetzung mit Textunterbruch findet sich in Cod. 110, der ebenfalls in St. Gallen geschrieben wurde. (lan)

Online seit: 31.07.2009

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Einsiedeln, Stiftsbibliothek, Codex 110(463)
Pergament · II + 430 + II pp. · 27.0 x 18.7 cm · St. Gallen · 11. Jahrhundert (2. Hälfte)
Ordines Romani

Sammelhandschrift mit den Ordines Romani und Werken des Amalarius (Metensis). Der Inhalt des Codex ist fast identisch mit Cod. Sang. 446 der Stiftsbibliothek St. Gallen, und ist somit vermutlich eine in St. Gallen selbst hergestellte Abschrift, verfasst in der 2. Hälfte des 11. Jahrhunderts. (lan)

Online seit: 31.07.2009

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Einsiedeln, Stiftsbibliothek, Codex 117(497)
Pergament · 126 pp. · 25 x 18.5 cm · Einsiedeln · Ende des 11. Jahrhunderts
Martyrologium, Regula S. Benedicti, Homiliarium

Die Handschrift enthält ein Martyrologium (S. 1-28), die Regel des Hl. Benedikt (S. 28-83) und ein Homiliar (S. 84-126). Sie wurde von zwei Kopisten in einer spätkarolingischen Minuskel geschrieben und enthält zwei mit Pflanzenzweigen aus Tinte verzierte Initialen. Im 13. Jahrhundert wurde an einer leer gelassenen Stelle am Ende des Textes der Benediktsregel (S. 83) eine Urkunde über die Gebetsverbrüderung zwischen den Abteien Einsiedeln und St. Blasien im Schwarzwald eingefügt. (ber)

Online seit: 17.03.2016

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Einsiedeln, Stiftsbibliothek, Codex 121(1151)
Pergament · 300 pp. · 10.5 x 16 cm · Einsiedeln · um 960-970
Graduale – Notkeri Sequentiae

Bei diesem Codex handelt es sich um das älteste, vollständig erhaltene und neumierte Messantiphonar mit verschiedenen Zusätzen (wie Alleluiaverse, Antiphonen und Psalmverse zu den Communio-Antiphonen). Da das Messantiphonar vollständig ist, ist die Handschrift bis heute wichtig für die Gregorianikforschung. Den zweiten Teil bildet der Libyer Ymnorum bzw. die Sequenzen Notkers von St. Gallen. Neuere Forschungen bestätigen, dass der Codex hier in Einsiedeln selbst (um 960-970) geschrieben wurde, wohl für den dritten Abt des Klosters, den Engländer Gregor. (lan)

Online seit: 31.03.2011

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Einsiedeln, Stiftsbibliothek, Codex 126(218)
Pergament · 267 (274) pp. · 31.5 x 21.5 cm · Disentis · erstes Drittel des 9. Jhs.
Hieronimus, Expositio in Evangelium Matthaei

Die Handschrift enthält den Matthäuskommentar von Hieronymus und wurde mit einer karolingischen Minuskel vom Schreiber Subo geschrieben, der am Ende des Textes (S. 267) zeichnet und auch auf der letzten Seite (S. 268), die heute als hintere Innenseite mit dem Einband verklebt ist. Der Stil der Initialen verweisen auf den rätischen Raum. Der Schreiber Subo ist im Kloster Disentis bezeugt. Mindestens seit dem 17. Jahrhundert befindet sich die Handschrift in Einsiedeln, was mit einem Exlibris auf Seite 1 belegt werden kann. (ber)

Online seit: 09.04.2014

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Einsiedeln, Stiftsbibliothek, Codex 131(1063)
Pergament · I-II + 272 pp. · 17.5 x 12.8 cm · 10./11. Jh. / 12./13. Jh.
Sammelhandschrift mit Werken von Hieronymus, Gennadius, Isidor und anderen

Die Sammelhandschrift enthält unter anderem De viris illustribus von Hieronymus und De viris illustribus von Gennadius, die Deflorata von Isidor von Sevilla und ganz Schluss den Tractatus de VII sacramentis, der erst im 12./13. Jh. hinzugefügt wurde. Der Einband des 14. Jh. stammt wahrscheinlich Einsiedeln. Sicher aber wa die Handschrift im 17. Jh. in der Klosterbibliothek, wie aus dem Exlibris entnommen werden kann. (ber)

Online seit: 09.04.2014

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Einsiedeln, Stiftsbibliothek, Codex 134(805)
Pergament · a-d + 380 + y-z pp. · 20.7 x 14.2 cm · Rätien · 9. Jh.
Hieronymus, in Evangelia

Im ersten Teil des Codex (S. 2-261) steht der Matthäuskommentar von Hieronymus und eine Isidor von Sevilla zugeschriebene Predigt (S. 261-262), während der zweite Teil (S. 263-378) eine Abschrift der Expositio quattuor evangeliorum des Pseudo-Hieronymus enthält. Verschiedene Kopisten haben die Handschrift mit einer vorkarolingischen Minuskel geschrieben, die Merkmale der rätischen Schrift enthalten könnten. Der Einfluss der rätischen Schrift ist zumindest deutlich sichtbar in einigen Initialen (siehe S. 2, 5 oder 65). (ber)

Online seit: 23.09.2014

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Einsiedeln, Stiftsbibliothek, Codex 149(558)
Pergament · II + 178 + IV pp. · 23.8 x 18.2 cm · Einsiedeln und Reichenau bzw. reichenauisch. · 10. Jahrhundert
Prosperi Epigrammata et Boethii Consolatio philosophiae

Diese reichenauische Handschrift des 10. Jahrhunderts enthält Epigramme des Prosper von Aquitanien sowie das „De consolatione philosophiae“ von Boethius. (lan)

Online seit: 31.07.2009

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Einsiedeln, Stiftsbibliothek, Codex 152(309)
Pergament · 330 pp. · 29.5 x 21 cm · Disentis · erstes Drittel des 9. Jhs.
Gregorius Magnus, Moralia in Job

Die Handschrift enthält die Moralia in Job von Gregor dem Grossen. Als Herkunft wird Disentis angenommen, da diese der karolingischen Minuskel mit der Handschrift 126, die vom Schreiber Subo von Disentis geschrieben wurde, sehr ähnlich ist. Sie müsste demzufolge ebenfalls ins erste Drittel des 9. Jhs. datiert werden. Die Handschrift wird sicher seit dem 17. Jh. in Einsiedeln aufbewahrt, wie ein Exlibris auf Seite 3 belegt. (ber)

Online seit: 09.04.2014

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