
| Land | Ort, Bibliothek | Handschriften |
|---|---|---|
| USA | Cleveland, The Cleveland Museum of Art | 1 |
Anzahl Handschriften: 44, angezeigt: 41 – 44
Einsiedeln, Stiftsbibliothek, Codex 366(472)
Pergament · 91 pp. · 27 x 19/20 cm · Einsiedeln · 11. / 12. Jahrhundert
Die in dieser Fragmentensammlung zusammengestellten Fragmente wurden vor 1858 von P. Gall Morel von Bucheinbänden losgelöst und um 1860 in diesem Band zusammengestellt. Es handelt sich um Fragmente von Sequenzen (zwei Sammlungen), Hymnenmelodien (wie sie heute noch hier in Einsiedeln gesungen werden), drei Gloriamelodien (die dritte wird Papst Leo IX. zugeschrieben), drei liturgische Spiele sowie die Novem modi des Hermannus <Augiensis>. Der Codex ist musikgeschichtlich wichtig, weil hier erstmals für Einsiedeln die Neumen auf vier (eingeritzten) Notenlinien verteilt sind; es handelt sich um den alemannischen Choraldialekt.
Einsiedeln, Stiftsbibliothek, Codex 611(89)
Pergament · 280 ff. · 32 x 22 cm · Einsiedeln · 14. Jahrhundert (vor 1314)
Dieser Codex ist vermutlich die originale Transkription der Neumenhandschriften in die Notenschrift des Guido von Arezzo im Auftrag des Abtes Johannes I. von Schwanden kurz vor 1314. Nach dieser Vorlage wurden dann die kalligraphischen Abschriften in den übrigen „Schwandencodices“ hergestellt. Starke Gebrauchsspuren beweisen, dass diese Handschriften bis ins 17. Jh. in Gebrauch waren, d. h. bis zur Liturgiereform nach dem Konzil von Trient. Es handelt sich um den alemannischen Choraldialekt, wie er heute noch in Einsiedeln gesungen wird.
Einsiedeln, Stiftsbibliothek, Codex 629(258)
Pergament · 3 + 282 ff. · 30.5 x 21/21.5 cm · süddeutscher Raum · 1288
Diese Handschrift mit der Legenda aurea des Jacobus de Voragine gilt als die heute drittälteste Handschrift des Werkes, geschrieben noch zu Lebzeiten des Autors; sie ist datiert auf 1288. Der Codex enthält auch den sogenannten Provincia-Anhang, der hier sogar erstmal überliefert ist. Für die von A. Bruckner angenommene Herkunft aus der Abtei Rheinau finden sich im Codex selbst keinerlei Hinweise. Geschrieben wurde die Handschrift vermutlich im süddeutschen Raum (im Kreis der Augustinereremiten).
Einsiedeln, Stiftsbibliothek, Codex 710(322)
Papier · 3 + I + 234 + 2 ff. · 30.0 x 20.5 cm · Konstanz · 15. Jahrhundert (um 1490)
Christus und die Minnende Seele. Heinrich Seuse, Leben und Schriften. Die Handschrift kam aus dem Besitz des Ehepaares Ehinger-von Kappel (Konstanz) in das Dominikanerinnenkloster St. Peter in Konstanz und von dort vermutlich über die Abtei Rheinau nach deren Aufhebung als Depositum nach Einsiedeln.