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Schaffhausen, Stadtbibliothek

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Schaffhausen, Stadtbibliothek, Gen. 1
Pergament · 71 pp. · 29 x 22.5 cm · Irland · zwischen 688 und 713
Adamnanus de Iona, Vita Columbae

Die Handschrift aus dem schottischen Inselkloster Iona (oder Hy) enthält in ältester und bester Überlieferung die zwischen 608 und 704 verfasste Vita des irischen Heiligen Columba. Adamnan, der neunte Abt von Iona, erzählt darin das Leben des Klostergründers Columba (irisch Columcille), der von 519/522 bis 597 gelebt hatte. Die Handschrift ist datierbar auf die Zeit zwischen der Entstehung des Textes und dem Tod des Abtes (oder Bischofs) von Iona Dorbbene im Jahr 713. Es ist der älteste Kodex, der eine einzige Biographie in lateinischer Sprache enthält und er gehört zu den wenigen datierbaren insularen Schriften des 7. und 8. Jahrhunderts. Die Handschrift gelangte vor der Mitte des 9. Jahrhunderts nach Nordfrankreich und wenige Jahrzehnte später in den Bodenseeraum. (spe)

Online seit: 09.12.2008

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Schaffhausen, Stadtbibliothek, Gen. 8
Pergament · 335 ff. · 38 x 27.5 cm · Österreich · um 1340
Klosterneuburger Evangelienwerk

Diese grossformatige Handschrift des 14. Jahrhunderts enthält in ältester Fassung eine illustrierte Abschrift des so genannten Klosterneuburger Evangelienwerkes, einer deutschen Prosaübertragung der Evangelien einschliesslich der Apostelgeschichte und verschiedener neutestamentlicher Apokryphen. Über 400 lavierte Federzeichnungen begleiten den Text als fortlaufende Bilderzählung. Sie sind in unterschiedlicher Dichte über die ganze Handschrift verteilt. (spe)

Online seit: 09.12.2008

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Schaffhausen, Stadtbibliothek, Ministerialbibliothek, Min. 2
Pergament · 261 ff. · 36 x 25.5 cm · Schaffhausen · 1080-1096
Bibliorum sacrorum pars secunda

Teil der im Bücherverzeichnis des Allerheiligenklosters von ca. 1100 (Min. 17, f. 306v) aufgeführten Vollbibel in vier Bänden, von denen drei erhalten sind (Min. 2, Min. 3, Min. 4). Inhalt: Samuel, Könige, Chronik. Zweispaltig, von einer Hand, mit zahlreichen Korrekturen auf Rasur. Die 24-zeilige Initiale I der Incipitseite (f. 7v), das 22-zeilige F der Initialzierseite (f. 10v) und die Rankeninitialen am Beginn der einzelnen Bücher und Prologe sind in roter Federzeichnung ausgeführt; sie weisen blassblaue und -grüne Binnengründe auf, die sich von den satten Farben in Min. 3 und Min. 4 unterscheiden. Die Abnützung und Verfärbung von f. 1r und f. 261v lässt vermuten, dass die Handschrift ungebunden blieb, bis sie im 15. Jh. den jetzigen Einband erhielt. Als Überzug der Holzdeckel diente eine braune Ledertapete mit eingepressten Tier- und Pflanzenmotiven; solche schmücken auch die durchbrochene Fussplatte der beiden zentralen Messingbuckel. (spe)

Online seit: 22.06.2017

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Schaffhausen, Stadtbibliothek, Ministerialbibliothek, Min. 3
Pergament · 284 ff. · 36 x 26 cm · Schaffhausen · 1080-1096
Bibliorum sacrorum pars tertia

Teil der im Bücherverzeichnis des Allerheiligenklosters von ca. 1100 (Min. 17, f. 306v) aufgeführten Vollbibel in vier Bänden, von denen drei erhalten sind (Min. 2, Min. 3, Min. 4). Inhalt: Poetische Bücher (Sprüche bis Sirach), Tobias, Judith, Esther, Esra, Makkabäer. Zweispaltig, von einer Hand, mit zeitgenössischen Korrekturen. Spätere Marginalien und Glossen von verschiedenen Händen zeugen vom intensiven Gebrauch der Handschrift bis ins 14. Jh. Das 15-zeilige P der Initialzierseite (f. 7v) und die Rankeninitialen am Beginn der einzelnen Bücher und Prologe sind in roter Federzeichnung ausgeführt. Ähnlich wie in Min. 4 weisen sie Binnengründe in sattem Blau und Grün auf, die sich von den blassen Farben in Min. 2 unterscheiden. Romanischer Ledereinband des 12. Jahrhunderts, mit Streicheisenlinien und zwei Schliessen. (spe)

Online seit: 22.06.2017

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Schaffhausen, Stadtbibliothek, Ministerialbibliothek, Min. 4
Pergament · 330 ff. · 35.5 x 25 cm · Allerheiligen, Schaffhausen · 1080-1096
Bibliorum sacrorum pars prima

Teil einer vierbändigen Abschrift der lateinischen Bibel auf Pergament, entstanden kurz nach 1080 im Skriptorium des Klosters Allerheiligen in Schaffhausen. Zahlreiche Rankeninitialen, eine Initialzierseite in Deckfarben und Gold mit Initiale V (Vision des Jesaia) und eine historisierte Goldrankeninitiale V (Berufung des Jeremias), welche die Beeinflussung durch Reichenauer Handschriften erkennen lassen. Min. 4 gehört zusammen mit Min. 18 zu den wichtigsten Codices aus der Blütezeit von Allerheiligen, als das 1049 gegründete Kloster unter Abt Siegfried (gestorben 1096) die Hirsauer Reform unterstützte und zu diesem Zweck eine Bibliothek aufbaute. (spe)

Online seit: 04.10.2011

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Schaffhausen, Stadtbibliothek, Ministerialbibliothek, Min. 6
Pergament · 399 ff. · 34 x 25.5 cm · Südwestdeutschland · erstes Viertel des 14. Jahrhunderts
Biblia sacra

Lateinische Vollbibel auf feinem hochweissem Pergament, kopiert und illuminiert im Bodenseeraum im ersten Viertel des 14. Jahrhunderts. Bei den Prologen und biblischen Büchern zwei- bis achtzeilige gerahmte, meist figürliche Initialen in Deckfarben und Gold. Am Anfang zwei Bildseiten mit je sechs Medaillons (kolorierte Federzeichnungen), welche Episoden der Schöpfungsgeschichte bis zur Vertreibung aus dem Paradies, die Arche Noah und die Opferung Isaaks darstellen. Die Handschrift ist seit dem 15. Jahrhundert in Schaffhausen nachgewiesen. Min. 6 ist eine der schönsten Handschriften der Ministerialbibliothek, in der Pergament, Schrift und Buchschmuck eine Einheit bilden. (spe)

Online seit: 04.10.2011

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Schaffhausen, Stadtbibliothek, Ministerialbibliothek, Min. 8
Pergament · 194 ff. · 23.5 x 16 cm · Halberstadt (?) · 10. Jahrhundert
Evangeliar

Evangeliar auf Pergament, entstanden im 10. Jahrhundert, vermutlich in Halberstadt. Kanontafeln unter roten Säulenbögen und ganzseitige Darstellungen der Evangelisten und ihrer Symbole in Federzeichnung. Min. 8 ist eine der ältesten Handschriften der Ministerialbibliothek; der Codex ist seit 1357 in der Bibliothek des Klosters Allerheiligen nachgewiesen. (spe)

Online seit: 04.10.2011

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Schaffhausen, Stadtbibliothek, Ministerialbibliothek, Min. 11
Pergament · 208 ff. · 34.5 x 24.5 cm · Allerheiligen, Schaffhausen · Anfang des 12. Jahrhunderts
Hieronymus, Expositio in 12 prophetas minores, pars prima

Abschrift auf Pergament von Teil 1 des Kommentars zu den kleinen Propheten von Hieronymus. An der nach 1100 im Skriptorium des Klosters Allerheiligen in Schaffhausen entstandenen Handschrift wirkte auch ein sonst nicht nachweisbarer Künstler mit. Sein Werk sind die Initiale I in Gold und Deckfarben auf Incipitseite (1v): In mit Trauben behangenen Ranken tummeln sich ein Bär, zwei Greifvögel und zwei Hunde; ein Löwe reisst ein Kaninchen, ein Hahn und ein Fuchs tun sich an den Trauben gütlich und ein Jäger sticht einen Eber. Den Textbeginn (4r) hat derselbe Künstler mit einer Initiale V geschmückt, in deren Goldranken vier Tiere (Drache, Hund, Greifvogel, Reh) kunstvoll verschlungen sind. (spe)

Online seit: 19.12.2011

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Schaffhausen, Stadtbibliothek, Ministerialbibliothek, Min. 14
Pergament · 154 ff. · 32 x 22.5 cm · Allerheiligen, Schaffhausen · um 1100
Hieronymus

Die im Skriptorium des Klosters Allerheiligen in Schaffhausen entstandene Abschrift von 59 Hieronymus-Briefen ist erwähnt in den Nachträgen des Schaffhauser Bücherverzeichnisses (Min. 17, f. 306v). Für die Datierung um 1100 sprechen auch der romanische Einband und der Stil der Rankeninitialen. Ein Besitzvermerk des Klosters von 1356 und ein Ausleihvermerk des Frater Jacobus Winkelshan aus demselben Jahr zeugen für die Benutzung des Kodex im Spätmittelalter. (spe)

Online seit: 13.12.2013

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Schaffhausen, Stadtbibliothek, Ministerialbibliothek, Min. 18
Pergament · 265 ff. · 36 x 25.5 cm · Schaffhausen · 1080-1096
Augustinus, In Johannis evangelium tractatus

Abschrift auf Pergament von Augustins Abhandlungen über das Johannesevangelium, entstanden kurz nach 1080 im Skriptorium des Klosters Allerheiligen in Schaffhausen. Zahlreiche Rankeninitialen, eine Initialzierseite in Deckfarben und Gold mit Randleistenintiale I und eine historisierte Goldinitiale C (Abendmahl), welche die Beeinflussung durch Reichenauer Handschriften erkennen lassen. Min. 18 gehört zusammen mit Min. 4 zu den wichtigsten Codices aus der Blütezeit von Allerheiligen, als das 1049 gegründete Kloster unter Abt Siegfried (gestorben 1096) die Hirsauer Reform unterstützte und zu diesem Zweck eine Bibliothek aufbaute. (spe)

Online seit: 04.10.2011

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Schaffhausen, Stadtbibliothek, Ministerialbibliothek, Min. 20
Pergament · 103 ff. · 33.5 x 23.5 cm · Schaffhausen, Allerheiligen · 1080-1096
Augustinus

Sorgfältige, einspaltige Abschrift von Augustins De trinitate, mit einer Eröffnungs- und einer Initialzierseite sowie unterschiedlich hohen Rankeninitialen am Anfang der einzelnen Bücher. Die Handschrift ist im Bücherverzeichnis des Allerheiligenklosters von ca. 1100 aufgeführt (Min. 17, f. 306v). Im 15. Jahrhundert erhielt der Kodex, wie zahlreiche andere, einen neuen Ledereinband mit Metallbuckeln und zwei Schliessen; als Spiegel- und Vorsatzblätter dienten, wie bei Min. 24‬‬‬‬‬‬‬‬‬‬‬‬ und Min. 40‬‬‬‬‬‬‬‬‬‬‬‬, Fragmente eines Jahrzeitbuchs des Allerheiligenklosters aus dem 14. Jahrhundert. (spe)

Online seit: 23.06.2016

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Schaffhausen, Stadtbibliothek, Ministerialbibliothek, Min. 24
Pergament · 104 ff. · 24.5-25 x 17-17.5 cm · Schaffhausen, Allerheiligen · 1080-1096
Augustinus

Die einspaltige, bis auf eine Rankeninitiale schmucklose Abschrift einer Sammlung von echten und unechten Augustin-Predigten ist im Bücherverzeichnis des Allerheiligenklosters von ca. 1100 aufgeführt (Min. 17, 306v). Im 15. Jahrhundert erhielt der Kodex, wie zahlreiche andere, einen neuen Ledereinband mit Metallbuckeln und zwei Schliessen; als Spiegelblätter wurden dabei Fragmente eines Jahrzeitbuchs aus dem 14. Jahrhundert verwendet. (spe)

Online seit: 25.06.2015

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Schaffhausen, Stadtbibliothek, Ministerialbibliothek, Min. 25
Pergament · 80 ff. · 24 x 17,5 cm · Schaffhausen, Allerheiligen · 1080-1096
Augustinus

Die einspaltige, bis auf eine Rankeninitiale schmucklose Abschrift der Sammlung von echten und unechten Augustin-Predigten Collectio quinquaginta homiliarum sowie einer Predigt von Haimo von Halberstadt ist im Bücherverzeichnis des Allerheiligenklosters von ca. 1100 aufgeführt (Min. 17, 306v). Im 15. Jahrhundert erhielt der Kodex, wie zahlreiche andere, einen neuen Ledereinband mit Metallbuckeln und einer Schliesse sowie ein Titelschild auf Ir. Im 20. Jahrhundert wurde ein schmales Fragment einer irischen Handschrift - als Falz benutzt - entdeckt und herausgelöst. (spe)

Online seit: 25.06.2015

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Schaffhausen, Stadtbibliothek, Ministerialbibliothek, Min. 27
Pergament · 104 ff. · 21.5 x 14.5 cm · Schaffhausen, Allerheiligen · 1080-1096
Augustinus

Die einspaltige, von einer Hand verfertigte Abschrift von Augustins De doctrina christiana mit schöner Eröffnungsseite und Explizit in Auszeichnungsschrift ist im Bücherverzeichnis des Allerheiligenklosters von ca. 1100 aufgeführt (Min. 17, 306v). Im 15. Jahrhundert erhielt der Kodex, wie zahlreiche andere, einen neuen, auf dem Vorderdeckel beschrifteten Ledereinband mit Metallbuckeln und einer Schliesse sowie ein Titelschild auf 1r. (spe)

Online seit: 25.06.2015

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Schaffhausen, Stadtbibliothek, Ministerialbibliothek, Min. 28
Pergament · 78 ff. · 24.5 x 17.5 cm · Schaffhausen, Allerheiligen · 1080-1096
Augustinus

Die einspaltige, von einer Hand verfertigte Abschrift von mehreren Schriften Augustins mit schöner Eröffnungsseite mit Inhaltsübersicht sowie einer Rankeninitiale ist im Bücherverzeichnis des Allerheiligenklosters von ca. 1100 aufgeführt (Min. 17, 306v). Im 15. Jahrhundert erhielt der Kodex, wie zahlreiche andere, einen neuen, auf dem Vorderdeckel beschrifteten Ledereinband mit Metallbuckeln und einer Schliesse sowie ein Titelschild auf 1r. (spe)

Online seit: 25.06.2015

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Schaffhausen, Stadtbibliothek, Ministerialbibliothek, Min. 29
Pergament · 83 ff. · 22 x 16 cm · Schaffhausen, Allerheiligen · 1080-1096
Augustinus

Die einspaltige Handschrift mit fünf teilweise lückenhaften Augustin-Texten besteht aus zwei Teilen, die sich deutlich unterscheiden, aber schon vor 1100 eine Einheit bildeten, wie aus dem Eintrag im Bücherverzeichnis des Allerheiligenklosters von ca. 1100 (Min. 17, 306v) hervorgeht. Während der zweite Teil (69 ss) schmucklos ist, weist der erste eine Incipitseite und eine Rankeninitiale auf. Im 15. Jahrhundert erhielt der Kodex, wie zahlreiche andere, einen neuen, auf dem Vorderdeckel beschrifteten Ledereinband mit Metallbuckeln und einer Schliesse sowie ein Titelschild auf 1r; als vorderes Spiegelblatt diente ein Fragment eines neumierten Missales aus dem 12. Jahrhundert. (spe)

Online seit: 25.06.2015

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Schaffhausen, Stadtbibliothek, Ministerialbibliothek, Min. 31
Pergament · 92 ff. · 20.5 x 14.5 cm · Schaffhausen, Allerheiligen · 1080-1096
Augustinus

Die einspaltige, bis auf eine Rankeninitiale schmucklose Abschrift von fünf Augustin-Texten ist im Bücherverzeichnis des Allerheiligenklosters von ca. 1100 aufgeführt (Min. 17, 306v). Der Kodex wurde im 19. Jahrhundert, unter Verwendung der originalen romanischen Holzdeckel neu gebunden. (spe)

Online seit: 25.06.2015

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Schaffhausen, Stadtbibliothek, Ministerialbibliothek, Min. 32
Pergament · 151 ff. · 21 x 14 cm · Schaffhausen, Allerheiligen · 1080-1096
Augustinus

Die einspaltige, weitgehend schmucklose aber sehr gepflegte Abschrift von zwei Augustin-Texten ist im Bücherverzeichnis des Allerheiligenklosters von ca. 1100 aufgeführt (Min. 17, 306v). Besonders hervorzuheben ist der romanische Originaleinband aus der Entstehungszeit der Handschrift; einzig der Rücken wurde im 19. Jahrhundert wie bei Min. 34 mit Pergament überklebt. (spe)

Online seit: 25.06.2015

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Schaffhausen, Stadtbibliothek, Ministerialbibliothek, Min. 33
Pergament · 110 ff. · 18.5 x 12.5 cm · Schaffhausen, Allerheiligen · um 1100
Augustinus, Alcuinus

Die einspaltige Handschrift, die neben zwei Schriften von Augustin die einzige in der Bibliothek von Allerheiligen überlieferte Abschrift eines Werks von Alkuin (Genesiskommentar) enthält, ist im Bücherverzeichnis von ca. 1100 (Min. 17, 306v) als Nachtrag aufgeführt. Auch die Auszeichnungsschrift am Anfang, die drei Rankeninitialen und die Incipitseite des Genesiskommentars weisen stilistisch auf die jüngere Entstehungszeit hin. Besonders hervorzuheben ist der zeitgenössische romanische Originaleinband; einzig die Rückenschilder sind eine spätere Zutat. (spe)

Online seit: 25.06.2015

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Schaffhausen, Stadtbibliothek, Ministerialbibliothek, Min. 34
Pergament · 95 ff. · 22.5 x 17 cm · Tours · Mitte des 9. Jahrhunderts
Augustinus

Die stark abgenützten und verschmutzten Seiten 1r und 88v legen die Vermutung nahe, dass die im 9. Jahrhundert in Tours verfertigte einspaltige, weitgehend schmucklose Abschrift von Augustins Enchiridion lange ungebunden benutzt wurde. Wohl in Schaffhausen erhielt sie im 12. Jahrhundert ihren ersten Einband, dabei wurde der fehlende Schluss des Textes auf einem hinten beigebundenen Doppelblatt (89-90) nachgetragen. Diese einzige bekannte Turoner Handschrift in der Bibliothek von Allerheiligen ist im Bücherverzeichnis von ca. 1100 aufgeführt (Min. 17, 306v). Der romanische Einband ist weitgehend erhalten; einzig die Vorsätze und Spiegelblätter wurden im 19. Jahrhundert erneuert und der Rücken wie bei Min. 32‬‬ mit Pergament überklebt. (spe)

Online seit: 25.06.2015

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Schaffhausen, Stadtbibliothek, Ministerialbibliothek, Min. 35
Pergament · 126 ff. · 22 x 15 cm · Schaffhausen, Allerheiligen · 1080-1096
Augustinus

Die einspaltige, bis auf zwei Rankeninitialen schmucklose Abschrift von Augustin-Texten und –Briefen ist im Bücherverzeichnis des Allerheiligenklosters von ca. 1100 aufgeführt (Min. 17, 306v). Das zeitgenössische Inhaltsverzeichnis (1r) unterstreicht die Einheit der Handschrift, an deren Entstehung zahlreiche Hände beteiligt waren. Besonders hervorzuheben ist der romanische Einband, der sich ohne spätere Eingriffe erhalten hat. (spe)

Online seit: 25.06.2015

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Schaffhausen, Stadtbibliothek, Ministerialbibliothek, Min. 36
Pergament · 128 ff. · 22.5 x 16.5 cm · Schaffhausen, Allerheiligen · 1080-1096
Augustinus, Isidorus

An der Entstehung der einspaltigen, schmucklosen Gebrauchshandschrift mit Texten Augustins und Isidors von Sevilla waren zahlreiche Hände beteiligt; als Beschreibstoff dienten qualitativ unterschiedliche Pergamente, von denen einige wiederverwendet sind. Die Handschrift ist im Bücherverzeichnis des Allerheiligenklosters von ca. 1100 aufgeführt (Min. 17 306v). Im 15. Jahrhundert erhielt der Kodex, wie zahlreiche andere, einen neuen Ledereinband mit Metallbuckeln und zwei Schliessen; als hinteres Spiegelblatt diente ein Fragment eines neumierten Missales aus dem 12. Jahrhundert. (spe)

Online seit: 25.06.2015

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Schaffhausen, Stadtbibliothek, Ministerialbibliothek, Min. 39
Pergament · 126 ff. · 27 x 21 cm · Schaffhausen, Allerheiligen · 1080-1096
Augustinus

Einspaltige, abgesehen von einer Initialzierseite schmucklose Abschrift von Augustins De Genesi ad literam. Die Handschrift ist im Bücherverzeichnis des Allerheiligenklosters von ca. 1100 aufgeführt (Min. 17, f. 306v). Im 15. Jahrhundert erhielt der Kodex, wie zahlreiche andere, einen neuen Ledereinband mit Metallbuckeln und zwei Schliessen. Als Spiegelblatt vorne diente, wie bei Min. 44‬‬‬‬‬‬‬‬‬, ein Fragment aus einer Handschrift des 13. Jahrhunderts; zudem wurde vorne ein Doppelblatt aus Cassiodors Historia ecclesiastica beigebunden. (spe)

Online seit: 23.06.2016

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Schaffhausen, Stadtbibliothek, Ministerialbibliothek, Min. 40
Pergament · 97 ff. · 24.5 x 17 cm · Schaffhausen, Allerheiligen · 1080-1096
Ambrosius, Augustinus

Wie das Bücherverzeichnis des Allerheiligenklosters von ca. 1100 (Min. 17, f. 306v) beweist, bildeten die zwei Teile der Handschrift bereits im 11. Jahrhundert eine Einheit. Während der erste Teil (Ambrosius, De excessu fratrum) schmucklos ist, beginnt der zweite, der fünf Augustin-Texte enthält, mit einer Eröffnungsseite, die gleichzeitig Inhaltsverzeichnis ist. Im 15. Jahrhundert erhielt der Kodex, wie zahlreiche andere, einen neuen Ledereinband mit Metallbuckeln und zwei Schliessen. Als Vorsatzblätter dienten, wie bei Min. 20‬‬‬‬‬‬‬‬‬‬‬‬‬ und Min. 24‬‬‬‬‬‬‬‬‬‬‬‬, Fragmente eines Jahrzeitbuchs des Allerheiligenklosters aus dem 14. Jahrhundert. (spe)

Online seit: 23.06.2016

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Schaffhausen, Stadtbibliothek, Ministerialbibliothek, Min. 43
Pergament · 198 ff. · 23 x 16 cm · Reichenau · 10./11. Jahrhundert
Isidorus Hispalensis, Etymologiarum sive Originum libri 12-20.

Auf der Reichenau entstandene Abschrift der Bücher 12-20 von Isidors Etymologien. Der Band wird bereits im Bücherverzeichnis von Allerheiligen von 1096 erwähnt. (spe)

Online seit: 31.07.2009

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Schaffhausen, Stadtbibliothek, Ministerialbibliothek, Min. 44
Pergament · 193 ff. · 24.5 x 17.5 cm · Schaffhausen, Allerheiligen · 1080-1096
Hilarius

Gepflegte, einspaltige Abschrift von Hilarius De fide sive de trinitate mit einer ‬Initialzierseite‬‬‬‬‬‬‬‬‬‬‬. Die Handschrift ist im Bücherverzeichnis des Allerheiligenklosters von ca. 1100 aufgeführt (Min. 17, f. 306v). Im 15. Jahrhundert erhielt der Kodex, wie zahlreiche andere, einen neuen ‬‬Ledereinband‬‬‬‬‬ mit Metallbuckeln und zwei Schliessen. Als ‬Spiegelblätter dienten Fragmente aus derselben Handschrift des 13. Jahrhunderts wie bei Min. 39‬‬‬‬‬‬‬‬‬‬‬‬‬. Zudem wurde vorne ein ‬Doppelblatt‬‬‬‬‬‬‬‬‬ aus einer Gebethandschrift beigebunden. (spe)

Online seit: 23.06.2016

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Schaffhausen, Stadtbibliothek, Ministerialbibliothek, Min. 45
Pergament · 124 ff. · 24.5 x 17 cm · Reichenau? · 8. Jahrhundert / 11. Jahrhundert
Gregorius I. Papa, Homiliae in Ezechielem, liber 1, hom. 1-12.

Vermutlich auf der Reichenau entstandene Abschrift des ersten Buchs von Gregors Homiliae in Ezechielem. Der Band wird bereits im Bücherverzeichnis von Allerheiligen von 1096 erwähnt. Der Einband stammt im wesentlichen aus der Entstehungszeit. (spe)

Online seit: 31.07.2009

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Schaffhausen, Stadtbibliothek, Ministerialbibliothek, Min. 46
Pergament · 112 ff. · 24 x 16.5 cm · Schaffhausen, Allerheiligen · 1080-1096
Gregorius I. Papa

Weitgehend schmucklose, einspaltige Abschrift des 2. Buchs von Gregors Homeliae in Ezechielem. Die Handschrift ist im Bücherverzeichnis des Allerheiligenklosters von ca. 1100 aufgeführt (Min. 17, f. 306v). Auf das Verso des ersten Blatts und auf das Recto des letzten, wohl ursprünglich als Spiegelblätter gedacht, wurden später Urkunden aus dem 12. Jahrhundert kopiert. Im 15. Jahrhundert erhielt der Kodex, wie zahlreiche andere, einen neuen Ledereinband mit Metallbuckeln und zwei Schliessen. (spe)

Online seit: 23.06.2016

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Schaffhausen, Stadtbibliothek, Ministerialbibliothek, Min. 47
Pergament · 122 ff. · 24.5 x 18.5 cm · 10. Jahrhundert
Gregorius I. Papa

Die einspaltige, schmucklose Abschrift von Gregors Dialogi, an der mehrere Hände beteiligt waren, weist zahlreiche Lücken sowie spätere Rasuren und Korrekturen auf. Die Handschrift ist im Bücherverzeichnis des Allerheiligenklosters von ca. 1100 (Min. 17, f 306v) aufgeführt, indessen, bis auf eine Textergänzung aus dem 12. Jahrhundert (f 58r/v), nicht in Schaffhausen entstanden. Ob sie als Vorlage für Min. 48 (mit)benutzt wurde, bleibt zu untersuchen. Die Abnützungsspuren des ersten (f 1r) und des letzten (f 121v) Blattes lassen darauf schliessen, dass die Handschrift ungebunden blieb, bis sie im 15. Jahrhundert, wie zahlreiche andere, einen Ledereinband mit Metallbuckeln und zwei Schliessen erhielt. (spe)

Online seit: 13.10.2016

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Schaffhausen, Stadtbibliothek, Ministerialbibliothek, Min. 48
Pergament · 134 ff. · 31.5 x 22 cm · Schaffhausen · um 1100
Gregorius I. Papa

Die in den Nachträgen des Bücherverzeichnisses des Allerheiligenklosters von ca. 1100 (Min. 17, f 306v) aufgeführte Handschrift besteht aus zwei Teilen. Der erste enthält eine einspaltige, sorgfältige Abschrift von Gregors Dialogi, die auch in Min. 47 überliefert sind, mit Initialzierseite (f 1r) und Autorenporträt (f 1v). Besonders hervorgehoben sind die Benediktsvita in Buch 2 (f 23r) und mit grossen Rankeninitialen die Anfänge von Buch 3 (f 38r) und 4 (f 69r). Der Einband ist romanisch; ob Lage V zwischen f 32v und f 33r von Anfang an fehlte oder bei einer Restaurierung in neuerer Zeit verloren ging, ist unklar. Der zweite Teil (ab f 104r, Lagen XV bis XVIII) enthält eine weitgehend schmucklose Abschrift der Vita Johannis Eleemosynarii von Leontius Neapolitanus. (spe)

Online seit: 13.10.2016

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Schaffhausen, Stadtbibliothek, Ministerialbibliothek, Min. 50
Pergament · 132 ff. · 26.5 x 19.5 cm · Schaffhausen · 1080-1096
Gregorius I. Papa

Erster Teil einer sechsbändigen, im Bücherverzeichnis des Allerheiligenklosters von ca. 1100 (Min. 17, f 306v) aufgeführten Abschrift von Gregors Moralia in Iob (Min. 50-55), enthaltend die Bücher 1-5. Einspaltig, bis auf die Incipitseite (f 1r) und eine Rankeninitiale (f 1v) weitgehend schmucklos. Auf f 129 folgt ein Sermo von Odo von Cluny. Verfärbungen und Abnützungsspuren des ersten (f 1r) und des letzten Blattes (f 132v) lassen vermuten, dass die Handschrift ungebunden blieb, bis sie im 15. Jahrhundert, wie zahlreiche andere, einen Ledereinband mit Metallbuckeln und zwei Schliessen erhielt. Als Spiegelblätter wurden dabei zwei Blätter aus Min. 110 (2. Hälfte 12. Jahrhundert) verwendet. (spe)

Online seit: 13.10.2016

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Schaffhausen, Stadtbibliothek, Ministerialbibliothek, Min. 51
Pergament · 110 ff. · 27 x 19 cm · Schaffhausen · 1080-1096
Gregorius I. Papa

Zweiter Teil einer sechsbändigen, im Bücherverzeichnis des Allerheiligenklosters von ca. 1100 (Min. 17, f 306v) aufgeführten Abschrift von Gregors Moralia in Iob (Min. 50-55), auf f 1r als secunda pars bezeichnet, enthaltend die Bücher 6-10. Einspaltig, ausser der Incipitseite in gestreckter Rustica (f 1r) und einer nur in Vorzeichnung ausgeführten Rankeninitiale (f 1v) schmucklos. Interessant ist die komputistische Tafel auf f 110r/v. Im 15. Jahrhundert erhielt der Kodex, wie zahlreiche andere, einen neuen Ledereinband mit Metallbuckeln und zwei Schliessen. (spe)

Online seit: 13.10.2016

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Schaffhausen, Stadtbibliothek, Ministerialbibliothek, Min. 52
Pergament · 122 ff. · 24 x 17 cm · Schaffhausen · 1080-1096
Gregorius I. Papa

Dritter Teil einer sechsbändigen, im Bücherverzeichnis des Allerheiligenklosters von ca. 1100 (Min. 17, f 306v) aufgeführten Abschrift von Gregors Moralia in Iob (Min. 50-55), auf f 1r als tercia pars bezeichnet, enthaltend die Bücher 11-16. Die einspaltige Handschrift unterscheidet sich von den anderen fünf durch das kleinere Format, die verschnörkelte Ziercapitalis der Incipitseite (f 1r) und die schlichten Initialen. Gut erhaltener romanischer Einband. (spe)

Online seit: 13.10.2016

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Schaffhausen, Stadtbibliothek, Ministerialbibliothek, Min. 53
Pergament · 168 ff. · 27 x 20 cm · Schaffhausen · 1080-1096
Gregorius I. Papa

Vierter Teil einer sechsbändigen, im Bücherverzeichnis des Allerheiligenklosters von ca. 1100 (Min. 17, f. 306v) aufgeführten Abschrift von Gregors Moralia in Iob (Min. 5055), enthaltend die Bücher 17–22, auf f. 1r bezeichnet als IIII. Pars. Einspaltige, saubere, bis auf eine Rankeninitiale schmucklose Handschrift. Im 15. Jahrhundert erhielt der Kodex, wie zahlreiche andere, einen neuen Ledereinband mit Metallbuckeln, zwei Schliessen und Titelschild (f. 1r). Als Vorsätze dienten wie in Min. 20, Min. 24, Min. 40 und Min. 55 Fragmente eines Jahrzeitbuchs des Allerheiligenklosters aus dem 14. Jahrhundert (f. 169r-v; das vordere Vorsatzblatt ist verloren). (spe)

Online seit: 22.03.2017

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Schaffhausen, Stadtbibliothek, Ministerialbibliothek, Min. 54
Pergament · 102 ff. · 27.5 x 20.5 cm · Schaffhausen · 1080-1096
Gregorius I. Papa

Fünfter Teil einer sechsbändigen, im Bücherverzeichnis des Allerheiligenklosters von ca. 1100 (Min. 17, f. 306v) aufgeführten Abschrift von Gregors Moralia in Iob (Min. 5055), enthaltend die Bücher 23–27, auf f. 3r bezeichnet als quinta pars. Einspaltige, abgesehen von einer ganzseitigen, nicht vollständig ausgeführten Rankeninitiale auf der Incipitseite (f. 3r) schmucklose Handschrift. Als Spiegel-Vorsatzblätter des romanischen Einbands dienten Doppelblätter aus einer anderen, ebenfalls in Schaffhausen entstandenen Abschrift von Buch 23 der Moralia (f. 1v2v, 100r101v). (spe)

Online seit: 22.03.2017

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Schaffhausen, Stadtbibliothek, Ministerialbibliothek, Min. 55
Pergament · 187 ff. · 27.5 x 20.5 cm · Schaffhausen · 1080-1096
Gregorius I. Papa

Sechster Teil einer sechsbändigen, im Bücherverzeichnis des Allerheiligenklosters von ca. 1100 (Min. 17, f. 306v) aufgeführten Abschrift von Gregors Moralia in Iob (Min. 50–55), enthaltend die Bücher 28–35. Einspaltige, saubere Handschrift von mehreren Händen mit Incipitseite (f. 2v), ganzseitiger Rankeninitiale (f. 3r) und weiteren Rankeninitialen am Beginn der einzelnen Bücher. Am Schluss (f. 183v185v) Abschriften von vier Urkunden aus den Jahren 1090–1122. Im 15. Jahrhundert erhielt der Kodex, wie zahlreiche andere, einen neuen Ledereinband mit Metallbuckeln, zwei Schliessen und Titelschild (f. 1r). Als Vorsätze dienten wie in Min. 20, Min. 24, Min. 40 und Min. 53 Fragmente eines Jahrzeitbuchs des Allerheiligenklosters aus dem 14. Jahrhundert (f. 1r-v und 186r-v). (spe)

Online seit: 22.03.2017

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Schaffhausen, Stadtbibliothek, Ministerialbibliothek, Min. 75
Pergament · 97 ff. · 25 x 17 cm · 11. Jahrhundert
Julianus Toletanus, Liber Baruch, Capitularia, Theganus

Unvollständige Handschrift, geschrieben von mehreren Händen in karolingischer Minuskel. Sie enthält unter anderem die Bücher 2 und 3 des Prognosticum futuri seculi (1r-25v) von Julianus Toletanus (642-690), die Collectio Capitularium – Zivilrechtliche und geistliche Dokumente – von Ansegis von Fontenelle (32r-86v), die Capitularia Hludovici (86v-91r) und vor allem das Leben Ludwigs des Frommen von Theganus Treverensis (91r-97v). Zwei zeitgenössische Interlinearglossen auf S. 96v, die mit dem Taufbericht von Harald von Dänemark (Herioldus, Harald Klak Halfdansson) und der Verleihung des Frieslandes als Lehen an denselben im Jahr 826 übereinstimmen, deuten auf eine nördliche Herkunft der Handschrift hin. (ber)

Online seit: 23.06.2016

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Schaffhausen, Stadtbibliothek, Ministerialbibliothek, Min. 78
Pergament · 213 ff. · 34.5 x 25.5 cm · St. Gallen? · zweite Hälfte des 8. Jahrhunderts
Cassiodorus, Expositio psalmorum 1-50

Cassiodors Psalmenkommentar ist die älteste Handschrift der Ministerialbibliothek. Die Schrift weist nach St. Gallen, der Name des Schreibers "Wolfgisus presbyter" nach Konstanz. Ausleih- oder Schenkungsvermerk an Abt Wilhelm von Hirsau, der 1080 das Schaffhauser Allerheiligenkloster reformierte. (spe)

Online seit: 31.07.2009

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Schaffhausen, Stadtbibliothek, Ministerialbibliothek, Min. 95
Pergament · 173 ff. · 30.5 x 21.5 cm · Allerheiligen, Schaffhausen · erste Hälfte des 12. Jahrhunderts
Missale (Graduale, Sakramentar, Lektionar)

Grössere, teilweise neumierte Teile dieses Missales sind um 1100 entstanden. Nach 1300 wurden sie mit einem jüngeren Einschub zusammengebunden. Die charakteristischen Rankeninitialen, die Erwähnung von lokalen Heiligenfesten im Kalendar, der Einschub und weitere Nachträge lassen darauf schliessen, dass das Missale im Kloster Allerheiligen in Schaffhausen entstanden ist und dort während mehreren Jahrhunderten im Gebrauch war. Es handelt sich um eine der wenigen liturgischen Handschriften aus diesem Kloster, welche die Reformation überlebt haben. (spe)

Online seit: 19.12.2011

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Schaffhausen, Stadtbibliothek, Ministerialbibliothek, Min. 98
Pergament · 499 ff. · 25 x 19 cm · Konstanz · 1459
Breviarium OFM (pars hiemalis)

Erster Teil eines für franziskanischen Gebrauch, wohl für eine Klarisse, bestimmten Breviers, in der Literatur früher auch als Horae canonicae bezeichnet. 1459 auf qualitätvollem Pergament geschrieben vom bekannten Schreiber Johannes Frauenlob. Die Wappen der Konstanzer Familien Schatz und Guldinast lassen Rückschlüsse auf die Auftraggeber zu. Reicher Buchschmuck mit Goldgrundinitialen, Fleuronné und Randleisten. Rund 30 figurierte und historisierte Initialen von zwei stilistisch klar unterscheidbaren Händen, von denen die erste sich durch besondere Meisterschaft auszeichnet: «Der mit zahllosen Farbpunkten vorgenommene Farbauftrag, die heitere Rankenmalerei […] und auch das geschärfte Verständnis für Fernwirkung bei Landschaftsdarstellungen sind beinahe einzigartig für diese Zeit in der Bodenseemalerei.» (Bernd Konrad) (spe)

Online seit: 19.12.2011

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Schaffhausen, Stadtbibliothek, Ministerialbibliothek, Min. 99
Pergament · 516 ff. · 25.5 x 19 cm · Konstanz · 1460
Breviarium OFM (pars aestivalis)

Zweiter Teil eines für franziskanischen Gebrauch, wohl für eine Klarisse, bestimmten Breviers, in der Literatur früher auch als Horae canonicae bezeichnet. 1460 auf qualitätvollem Pergament geschrieben vom bekannten Schreiber Johannes Frauenlob. Reicher Buchschmuck mit Goldgrundinitialen, Fleuronné und Randleisten. 12 figurierte und historisierte Initialen von zwei stilistisch klar unterscheidbaren Händen, von denen die erste sich durch besondere Meisterschaft auszeichnet. Zusammen mit ihrem Pendant Min. 98 zählt die Handschrift «zu den schönsten Büchern des 15. Jahrhunderts am Bodensee». (Bernd Konrad) (spe)

Online seit: 19.12.2011

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Schaffhausen, Stadtbibliothek, Ministerialbibliothek, Min. 104
Pergament · 149 ff. · 21.5 x 16.5 cm · Schaffhausen · 1080-1096
Hieronymus, Athanasius, Rufinus

Im Bücherverzeichnis des Allerheiligenklosters von ca. 1100 (Min. 17, f. 306v) aufgeführte einspaltige, bis auf wenige Rankeninitialen schmucklose Abschrift von sieben hagiographischen Texten, denen wenig später eine Vita Longini angefügt wurde (f. 143v). Die gelbliche Verfärbung von f. 1r und f. 145v lässt vermuten, dass die Handschrift ungebunden blieb, bis sie in der 2. Hälfte des 15. Jahrhunderts, wie zahlreiche andere, einen Ledereinband mit Metallbuckeln und einer Schliesse erhielt. Als Spiegelblätter (f. I, f. 146) dienten, wie bei Min. 19, Min. 20, Min. 24, Min. 40, Min. 53 und Min. 55, Fragmente eines Jahrzeitbuchs des Allerheiligenklosters aus dem 14. Jahrhundert. (spe)

Online seit: 22.06.2017

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Schaffhausen, Stadtbibliothek, Ministerialbibliothek, Min. 107
Pergament · 151 ff. · 26 x 20 cm · Schaffhausen · 1080-1096
Vitas Patrum

Im Bücherverzeichnis des Allerheiligenklosters von ca. 1100 (Min. 17, f. 306v) aufgeführte einspaltige Abschrift von Auszügen aus den Büchern 3 bis 6 der Vitas Patrum (Palladius Helenopolitanus, Evagrius Ponticus u. a.), ausgeführt von mehreren, eher ungeübten Händen, auf grobem Pergament mit Löchern und Flickstellen. Bis auf zwei Rankeninitialen in roter Zeichnung mit blassblauen und -grünen Binnengründen (f. 3r) ist die Handschrift schmucklos. Die Verfärbung von f. 1r und f. 148v lässt vermuten, dass sie ungebunden blieb, bis sie in der 2. Hälfte des 15. Jahrhunderts einen gelblichen Ledereinband mit Streicheisenlinien erhielt. Als Spiegelblätter dienten dabei Urkunden von 1414 (vorne) bzw. 1413 (hinten); das Wasserzeichen der Vorsätze (f. I, 149) lässt sich auf 1455 datieren. (spe)

Online seit: 22.06.2017

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Schaffhausen, Stadtbibliothek, Ministerialbibliothek, Min. 109
Pergament · 121 ff. · 18 x 13 cm · Trier · um 960
Regino Prumiensis, Chronicon

Innerhalb der komplexen Überlieferung des Chronicon des Regino von Prüm nimmt die Handschrift eine wichtige, wenn auch nicht restlos geklärte Stellung ein. Sie entstand vermutlich um 960 herum in Trier, in St. Maximin oder im Domskriptorium, als Arbeit eines Kollektivs von gegen zwanzig (Schüler)händen, unter denen sich auch die erfahrene und korrigierende des hl. Wolfgang ausmachen lässt. Ins Allerheiligenkloster in Schaffhausen dürfte die Handschrift 1122 gelangt sein, durch Bruno, Erzbischof von Trier, Sohn des Klostergründers Eberhard von Nellenburg. (spe)

Online seit: 04.07.2012

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Schaffhausen, Stadtbibliothek, Ministerialbibliothek, Min. 112
Pergament · 136 ff. · 22 x 16 cm · vor 1318
Albertus Magnus

Einem getilgten Besitzvermerk zufolge, wurde die Pergamenthandschrift vor 1318 vollendet. Schreiber und Entstehungsort sind unbekannt. Sie enthält lateinischsprachige Kommentare des Dominikaners Albertus Magnus (ca. 1200-1280) zu sechs Basistexten des mittelalterlichen Logikunterrichts. Deren Wortlaut wurde im 14. Jahrhundert mittels einer anderen Texttradition korrigiert, die uns heute vor allem aus italienischen Renaissancehandschriften bekannt ist. So entstand ein Mischtext, der mit seinen guten, aber oft singulären Lesarten für die Edition dieser Kommentare von besonderem Wert ist. In der Schaffhauser Bibliotheca publica in der Kirche St. Johann ist die Handschrift seit 1589 nachgewiesen. (mey)

Online seit: 22.06.2010

Dokumente: 45