
| Land | Ort, Bibliothek | Handschriften |
|---|---|---|
| Deutschland | Überlingen, Leopold-Sophien-Bibliothek | 1 |
| Österreich | St. Paul in Kärnten, Stiftsbibliothek St. Paul im Lavanttal | 1 |
| Land | Ort, Bibliothek | Handschriften |
|---|---|---|
| Frankreich | Paris, Bibliothèque nationale de France | 1 |
| USA | Cleveland, The Cleveland Museum of Art | 1 |
| Russland | St. Petersburg, National Library of Russia | 1 |
Anzahl Handschriften: 10
St. Gallen, Stiftsarchiv (Abtei Pfäfers), Cod. Fab. II
Pergament · 305 ff. · 29 x 19 cm · St. Gallen und Reichenau (?) · 11. Jahrhundert
Die Homilien Gregors des Grossen in einer Schrift des 11. Jahrhunderts, mit roten Initialen und Überschriften. Das Werk ist schon in einem Bücherverzeichnis des 10./11. Jahrhunderts in Pfäfers belegt und blieb der Klosterbibliothek auch nach dem verheerenden Brand von 1665 sowie der Säkularisierung von 1838 erhalten. Auf den vorderen und hinteren Vorsatz- und Spiegelblättern ein Fragment der Historia ecclesiastica von Eusebius Caesariensis (9./10. Jh.).
St. Gallen, Stiftsarchiv (Abtei Pfäfers), Cod. Fab. X
Pergament · 115 ff. · 24-25 x 16.5-17 cm · Südwestdeutschland · erste Hälfte des 9. Jahrhunderts
Sammelhandschrift mit einer zeitgenössischen Überlieferung des Versus de bello Fontanetico, einem Gedicht auf die Schlacht von Fontenoy-en-Puisaye vom 25. Juni 841.
St. Gallen, Stiftsarchiv (Abtei Pfäfers), Cod. Fab. XI
Pergament · 169 ff. · 23.5-24 x 16.5 cm · Pfäfers · 10./11. Jahrhundert
Im Kloster Pfäfers vor ca. 1020 entstandene Handschrift, welche die Dialogi von Gregorius I. Papa enthält. Als Vorsatzblatt wurde ein Fragment verwendet, das ein bedeutendes deutschsprachiges Passionsspiel aus dem frühen 14. Jahrhundert enthält, welches neulich bei einer Restaurierung entfernt wurde.
St. Gallen, Stiftsarchiv (Abtei Pfäfers), Cod. Fab. XII
Pergament · 244 ff. · 25-26 x 19 cm · 9. und 10. Jahrhundert
Hagiographische Sammelhandschrift mit den Viten der Heiligen Columban, Eustachius, Gallus, Otmar, Nikolaus von Myra, Augustinus, Meinrad, Walburga, Sigismund, Alexius und Aper sowie dem Matthäuskommentar des Remigius von Auxerre.
St. Gallen, Stiftsarchiv (Abtei Pfäfers), Cod. Fab. XIII
Pergament · 127 ff. · 26.5–27.5 x 17–17.5 cm · Süddeutschland und Schweiz und Bodensee (?) · Anfang oder erste Hälfte des 9. Jahrhunderts
Die Pfäferser Handschrift der Vitas patrum oder Adhortationes sanctorum patrum ad profectum perfectionis monachorum stammt aus der ersten Hälfte des 9. Jahrhunderts. Sie enthält Belehrungen der christlichen Mönchsväter, die im Mittelalter äusserst erfolgreich waren und grossen Einfluss auf die Hagiographie hatten. Der Text wurde von einer Hand geschrieben und enthält schwarze, rot und gelb ausgefüllte Initialen und Überschriften. Auf vorderem und hinterem Spiegelblatt ein Homiliarium (Fragment).
St. Gallen, Stiftsarchiv (Abtei Pfäfers), Cod. Fab. XVI
Papier · 124 ff. · 29.5 x 21.5 cm · Oberrheinisch (?) · zweites Viertel des 15. Jahrhunderts
Papierhandschrift aus der Bibliothek der 1838 aufgehobenen Abtei Pfäfers mit dem im Spätmittelalter sehr verbreiteten Text der von Otto von Diemeringen ins Deutsche übersetzten Reisebeschreibung von Jean de Mandeville. Die Handschrift ist mit zahlreichen kolorierten Federzeichnungen illustriert, die einen kulturgeschichtlichen Einblick in die damalige Zeit bieten.
St. Gallen, Stiftsarchiv (Abtei Pfäfers), Cod. Fab. XXX
Pergament · 78 ff. · 24.5 x 15 cm · Churrätien · erste Hälfte des 9. Jahrhunderts
Neben Cod. Sang. 722 wichtige, unvollständige Abschrift der Lex Romana Curiensis, einer auf der Lex Romana Visigothorum basierenden und in der gallofränkischen Tradition der Breviarliteratur stehenden literarischen Privatarbeit. Als Schreiber unterzeichnet am Schluss der rätische Subdiakon Orsicinus.
St. Gallen, Stiftsarchiv (Abtei Pfäfers), Cod. Fab. 1
Pergament · 91 ff. · 31 x 20.5 cm · Churrätien · erstes Viertel des 9. Jahrhunderts und 9.–14. Jahrhundert
Der Liber viventium Fabariensis ist das wohl wichtigste überlieferte Werk der rätischen Buchkunst. Die Handschrift wurde ursprünglich als Evangelistar angelegt und mit Initialen, Kanonesbögen sowie ganzseitigen Darstellungen der vier Evangelistensymbole reich ausgestattet. Seit 830 wurden in die leeren Kanonesbögen Listen von verbrüderten Mönchsgemeinschaften sowie die Namen von lebenden und verstorbenen Wohltätern des Klosters eingetragen. Neben seiner Bestimmung als Evangelistar, Gedenk- und Verbrüderungsbuch diente der Liber viventium später auch als Kopialbuch und Schatzverzeichnis des Klosters Pfäfers. Aufgrund seiner rechtlichen Bedeutung, die der Liber viventium noch bis in die Neuzeit behielt, liegt der Band im Archivbestand des Klosters Pfäfers.
St. Gallen, Stiftsarchiv (Abtei Pfäfers), Cod. Fab. 2
Pergament · 78 ff. · 28 x 19 · Südwestdeutschland · 1080-1090 und um 1400 und letztes Viertel des 15. Jahrhunderts
Der Liber Aureus, das Goldene Buch von Pfäfers, wurde um 1080/90 als Evangelistar angelegt und mit kunstvollen Bildern der vier Evangelisten ausgestattet. Der zwischen den Lesungen frei gebliebene Platz wurde ab dem 14. Jahrhundert für die Eintragung von Weistümern (>Dorfrechten<) verwendet.
St. Gallen, Stiftsarchiv (Abtei Pfäfers), Fragm. Fab. IV
Pergament · 1 f. · 17-17/5 x 13-13,5 cm · erstes Drittel des 14. Jahrhunderts
Doppelblatt aus Pergament, das ein Fragment des Passionsspiels in alemannischer Sprache mit Neumen enthält. Es kann ungefähr auf das erste Drittel des 14. Jahrhunderts datiert werden. Vermutlich wurde es in einer im 14. Jahrhundert vorgenommenen Neubindung des Cod. Fab. XI aus dem 10./11. Jahrhundert als Deckelschutz benutzt und zu diesem Zweck zugeschnitten, so dass ein Teil des Textes verloren ging. Das Herauslösen des Fragments hatte noch einen weiteren Textverlust zur Folge.