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Teilprojekt: e-codices 2017-2020

Januar 2017

Status: Laufend

Finanziert durch: swissuniversities

Beschreibung des Teilprojekts: Die anhaltende Unterstützung des Programms « Wissenschaftliche Information » von swissuniversities wird die Verstetigung und Überführung von einem Projekt zu einem etablierten Service ermöglichen. Ferner soll die technische Infrastruktur weiter verbessert werden. Diese Weiterentwicklung wird als notwendig erachtet, um die grundlegenden technischen Entwicklungen der kommenden Jahre im Bereich der Interoperabilität mitzugestalten. Schliesslich werden weitere Teilprojekte aufgebaut, um bis 2020 die meisten aus der heutigen Sicht als forschungsrelevant geltenden Handschriften der Schweiz online zu publizieren.

Alle Bibliotheken und Sammlungen

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Basel, Universitätsbibliothek, AN I 8
Pergament und Papier · 385 ff. · ca. 38 x 27 cm · 13. Jahrhundert
Elias Cretensis, Commentarius in S. Gregorii Nazianzeni orationes

Berühmt für die zwei Porträts von Gregor von Nazianz und Elias von Kreta, sowie für seinen einzigartigen Miniaturenzyklus zu Ehren des Gregor (wovon 5 verloren sind), ist dieser Kodex ebenfalls bemerkenswert für seinen Inhalt (19 Kommentare des Elias von Kreta, nach wie vor unveröffentlicht auf Griechisch) und für die Geschichte seiner Entstehung. Die Kommentare wurden gegen Ende des 12. oder zu Beginn des 13. Jahrhunderts kopiert, ohne dass die Einfügung von Miniaturen im Titelbild vorgesehen war. Trotzdem wurden diese zusammen mit einem Prolog kurze Zeit später hinzugefügt. Der Kodex ist noch immer in den Einband gebunden, der in Konstantinopel zwischen 1435 und 1437 anlässlich einer Restaurierung für den Dominikaner Johannes von Ragusa gemacht worden war. Letzterer nahm ihn als sein neuer Besitzer 1437 nach Basel mit. (and)

Online seit: 22.06.2017

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Frauenfeld, Kantonsbibliothek Thurgau, Y 96
Papier · 22 ff. · 32.5 x 21.5 cm · zwischen 1614 und 1638
Chronik des Klosters Hauterive

Diese Chronik des Klosters Hauterive (FR) entstammt im Gegensatz zu den anderen Murer Chroniken gänzlich nicht der Hand Heinrich Murers (1588-1638, seit 1614 Konventuale in der Kartause Ittingen), sondern entstand vermutlich nur in Auftrag des Ittinger Mönchs im Kloster Hautrive selbst. Die Handschrift baut sich inhaltlich aus zwei Teilen auf: die Klostergeschichte und eine Auflistung kirchlicher Ereignisse. Erstere beginnt mit Abt Girard (1138-1157) und endet mit Abt Petrus (Ende 16. Jh.), letztere betrifft die Jahre zwischen 1500 und 1510. (sol)

Online seit: 22.06.2017

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Frauenfeld, Kantonsbibliothek Thurgau, Y 97
Papier · 7 ff. · 30.5 x 20 cm · Ittingen, Kartause · zwischen 1614 und 1638
Chronik des Basler Predigerklosters und des Frauenklosters OP Maria Magdalena in Basel

Chronik des Basler Predigerklosters und des Frauenklosters OP Maria Magdalena in Basel von Heinrich Murer (1588-1638, seit 1614 Konventuale in der Kartause Ittingen). Die Handschrift teilt sich in die Chronik des Predigerklosters und die Chronik des Frauenklosters in Basel auf. Im ersten Teil spricht Murer über die Erbauung des Predigerklosters 1233 und die Entwicklungen der Diözese Basel im 13. bis 15. Jahrhundert. Im zweiten Teil wendet sich Murer der Entstehung des Frauenklosters im 11. Jahrhundert und dem Wiederaufbau 1253, sowie weiteren kirchlichen Ereignissen bis 1465 zu. (sol)

Online seit: 22.06.2017

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Frauenfeld, Kantonsbibliothek Thurgau, Y 98
Papier · 42 ff. · 31.5 x 21 cm · Ittingen, Kartause · zwischen 1614 und 1638
Chronik des Bistums Chur

Chronik des Bistums Chur von Heinrich Murer (1588-1638, seit 1614 Konventuale in der Kartause Ittingen). Murer berichtet über die Entstehung des Bistums Chur und nennt Asinio (451) als ersten Bischof, dem 75 weitere Bischöfe bis Johannes IV. (1418-1440) folgen. Der Chronik wurden vier neuzeitliche Abschriften von Schenkungsurkunden Kaiser Ottos I. und König Ludwigs des Deutschen, sowie annalistische Notizen beigefügt. (sol)

Online seit: 22.06.2017

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Frauenfeld, Kantonsbibliothek Thurgau, Y 99
Papier · 53 + 1 ff. · 32.5 x 20.5 cm · Ittingen, Kartause · zwischen 1629 und 1638
Chronik des Klosters Einsiedeln

Chronik des Klosters Einsiedeln von Heinrich Murer (1588-1638, seit 1614 Konventuale in der Kartause Ittingen). Der Beschreibung der Äbte Eberhard (934-958) bis Plazidus (1629-1670) geht eine Federzeichnung der Kirchenpatrone und ein Faltplan der Einsiedler Klosteranlage voran. Innerhalb der Chronik finden sich von Murer abgeschriebene Schenkungs- und Bestätigungsurkunden mit Bezug zum Kloster Einsiedeln. (sol)

Online seit: 22.06.2017

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Frauenfeld, Kantonsbibliothek Thurgau, Y 100
Papier · 7 ff. · 30.5 x 20 cm · Ittingen, Kartause · zwischen 1614 und 1638
Chronik der Propstei Embrach

Chronik der Propstei Embrach von Heinrich Murer (1588-1638, seit 1614 Konventuale in der Kartause Ittingen). In dieser sowohl bezüglich des Buchschmucks als auch inhaltlich unvollendeten Chronik geht Murer auf wenige einzelne Äbte und wichtige Ereignisse in der Geschichte des Klosters ein. (sol)

Online seit: 22.06.2017

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Frauenfeld, Kantonsbibliothek Thurgau, Y 101
Papier · 22 ff. · 32.3 x 20.2 cm · Ittingen, Kartause · zwischen 1631 und 1638
Chronik des Klosters Engelberg und des Frauenklosters St. Andreas

Chronik des Klosters Engelberg und des Frauenklosters St. Andreas von Heinrich Murer (1588-1638, seit 1614 Konventuale in der Kartause Ittingen). Die Chronik beginnt mit einer Beschreibung der geographischen Lage und der Stiftung des Klosters (1119). Darauf folgt die Geschichte des Klosters Engelberg von Abt Adelhelm (1124/26-1131) bis Abt Plazidus Knüttel (1630-1658). In einem zweiten, kurzen Teil geht Murer auf die Gründung (1199) und die Geschichte des Klosters St. Andreas von 1254-1455 ein. (sol)

Online seit: 22.06.2017

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Frauenfeld, Kantonsbibliothek Thurgau, Y 107
Papier · 126 ff. · 31 x 20.5 cm · Ittingen, Kartause · zwischen 1614 und 1638
Chronik der Konstanzer Domkirche, der Kollegiatskirchen des Bistums, der Stadt Konstanz und der Reichenau

Chronik der Konstanzer Domkirche, der Kollegiatskirchen des Bistums, der Stadt Konstanz und der Reichenau von Heinrich Murer (1588-1638, seit 1614 Konventuale in der Kartause Ittingen). Während sich Murer in Y 106 nur mit der Geschichte des Bistums Konstanz beschäftigte, geht er in dieser Handschrift ausführlicher auf Konstanz und ihre Umgebung ein. Als Quellen dienten ihm Schriften anderer Geistlicher wie die Konstanzer Chronik von Jakob Rassler (1568-1617). (sol)

Online seit: 22.06.2017

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Frauenfeld, Kantonsbibliothek Thurgau, Y 114
Papier · 6 ff. · 30.5 x 20 cm · Ittingen, Kartause · zwischen 1614 und 1638
Chronik des Kloster zu Selnau

Chronik des Klosters zu Selnau von Heinrich Murer (1588-1638, seit 1614 Konventuale in der Kartause Ittingen). Diese unvollendete Handschrift hätte sich in einem ersten Teil den Zisterzienserklöstern der Schweiz und in einem zweiten ausführlicher dem Frauenkloster zu Selnau zuwenden sollen. Die Handschrift blieb fragmentarisch. (sol)

Online seit: 22.06.2017

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Frauenfeld, Kantonsbibliothek Thurgau, Y 116
Papier · 26 ff. · 31 x 20 cm · Ittingen, Kartause · zwischen 1614 und 1638
Chronik des Grossmünsters Zürich

Chronik des Grossmünsters Zürich von Heinrich Murer (1588-1638, seit 1614 Konventuale in der Kartause Ittingen). Heinrich Murer befasst sich in dieser Chronik zuerst ausführlich mit der Geschichte der Stadt Zürich und des Grossmünsters, bevor er mit der Auflistung und Beschreibung der einzelnen Pröpste beginnt. (sol)

Online seit: 22.06.2017

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Frauenfeld, Kantonsbibliothek Thurgau, Y 118
Papier · 16 ff. · 31 x 20 cm · Ittingen, Kartause · zwischen 1614 und 1638
Chronik der kleineren Zürcher Klöster und Stifte

Chronik der kleineren Zürcher Klöster und Stifte von Heinrich Murer (1588-1638, seit 1614 Konventuale in der Kartause Ittingen). Dieser Band ist eine Sammlung von kurzen, unvollendeten Beschreibungen der Geschichte der Zürcher Klöster und Stifte, eingeführt durch Titelblätter mit blaulavierten Federzeichnungen. Behandelt werden das Augustinerkloster der minderen Stadt Zürich, das Barfüsserkloster der grossen Stadt Zürich, das Predigerkloster, die Beginengemeinschaft der Heiligen Verena und das Frauenkloster der Heiligen Maria Magdalena in Oetenbach. (sol)

Online seit: 22.06.2017

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Porrentruy, Archives cantonales jurassiennes, 187 J 35e
Pergament · 189 ff. · 24.5 x 17 cm · Diözese von Besançon · 1. Hälfte des 14. Jahrhunderts
Breviar von Besançon

Das Breviar, das einzig den Winterteil enthält, wird auf die erste Hälfte des 14. Jahrhunderts datiert. Es stammt aus der Diözese von Besançon (der auch Porrentruy angegliedert war) wie aus der Nennung gewisser Heiliger in den Litaneien geschlossen werden kann, wie etwa der heilige Ferreolus oder der heilige Germanus, die Responsorien der Adventssonntage sowie das Triduum Sacrum. (gle)

Online seit: 22.06.2017

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St. Gallen, Stiftsarchiv (Abtei Pfäfers), Cod. Fab. XXIV
Papier · 190 ff. · 33.5 x 20 cm · Ende des 16.-Anfang des 17. Jhs.
Hans Ardüser

Die Aufzeichnungen Ardüsers beginnen im Jahr 1572 und enden 1614. Die Chronik gilt als eine wichtige Quelle des politischen und gesellschaftlichen Lebens im damaligen Alt Fry Rätien. Erst in den 1870er Jahren wurde Hans Ardüsers „Rätische Chronik“ vom damaligen Bündner Kantonsschulrektor, J. Bott, entdeckt und in Druck gegeben. Ein grosser Teil der Chronik umfasst Berichte über politische Ereignisse des ausgehenden 16. und beginnenden 17. Jahrhunderts. In seinem Werk erwähnt Ardüser auch Verbrechen, die Hinrichtung von Hexen und berichtet u.a. über ausserordentliche Wetterereignisse und die daraus folgenden Missernten. Aus seinen autobiographischen Notizen, welche ebenfalls in der „Rätischen Chronik“ festgehalten sind, geht hervor, dass Ardüser ein begnadeter Leser war. Man kann daraus schliessen, dass er sein Wissen über all diese Themen aus schriftlichen Quellen wie Pfarrbüchern, zirkulierenden Nachrichtenblättern, amtlichen Druckschriften und persönlichen Kontakten zu Amtsleuten, heimkehrenden Söldnern oder reisenden Kaufleuten hatte. (jan)

Online seit: 22.06.2017

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St. Gallen, Stiftsbibliothek, Cod. Sang. 1002
Papier · 483 pp. · 15 x 11 cm · 15. Jahrhundert
Humbertus de Romanis, De tribus votis substantialibus religionis in deutscher Sprache – Jan van Ruusbroec, Brulocht in oberdeutscher Überlieferung

Die Handschrift, die auf p. 3 zwei Besitzvermerke der Schwesterngemeinschaft von St. Georgen oberhalb von St. Gallen aufweist (wohl aus der Zeit um 1500), enthält zwei spirituelle Texte des 13. bzw. 14. Jahrhunderts. Es sind eine Übertragung der Anleitung des dominikanischen Generalmeisters Humbert von Romans († 1277) zur Regel seines Ordens ins Deutsche (p. 5295) und das Werk Die geistliche Hochzeit (Brulocht) des flämischen Theologen Jan von Ruusbroec († 1381) in einer oberdeutschen Fassung (p. 296482). (smu)

Online seit: 22.06.2017

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Zürich, Braginsky Collection, B316
Pergament · 1 f. · 18.5 x 12.1 cm · Wien, kopiert von Aaron Wolf Herlingen · 1751
Septem Psalmi Poenitentiales und Ps. 138

Dieses Figurengedicht stellt den harfenspielenden König David dar und besteht aus dem lateinischen Text der sogenannten Sieben Bußpsalmen (6, 31, 37, 50, 101, 129 und 142) sowie des Psalmes 138. Das Figurengedicht wurde von dem wohlbekannten jüdischen Schreiber-Künstler Aaron Wolf Herlingen signiert, der Schöpfer der Haggadah von 1725 (B284) in der Braginsky Collection. Der Künstler benutzte die auch Mikrographie genannte Technik, bei der der Text in winzigen Buchstaben geschrieben wird. Herlingen schrieb dieses Figurengedicht für Prinz Joseph II (1741-1790), den Sohn des Kaiserpaares Maria Theresia und Franz I. (red)

Online seit: 20.12.2016

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Zürich, Braginsky Collection, K21
Pergament · 1 f. · 66.6 x 56.7 cm · Gibraltar · 1822
Ketubba (כתובה), Gibraltar, 4. Tevet 5583 (18. Dezember 1822)

Zur Zeit der Herstellung dieser Ketubba, wurde der grösste Teil des Einzelhandels in Gibraltar von der örtlichen sephardischen Gemeinde geführt. Viele ihrer Mitglieder kamen aus den benachbarten Teilen Nordafrikas. Der vorliegende Vertrag aus Gibraltar gehört zu einer frühen Periode der dortigen Ketubba-Dekoration, obwohl einige Kennzeichen spätere Entwicklungen bereits andeuten. Im oberen Teil werden zwei Rücken an Rücken kauernde Löwen dargestellt, die von Tafeln mit den abgekürzten Zehn Geboten überlagert werden. Die Konstellation erinnert an den oberen Teil eines Toraschreins und ist oben tatsächlich auch mit einer Krone abgeschlossen, die als Krone der Tora zu verstehen ist. Die kauernden Löwen werden von Blumenvasen flankiert. In den Seitenrändern stehen unter an Bändern hängenden Trompeten und Theatervorhängen Urnen auf phantasievollen Säulenfundamenten. Mehrere Elemente in diesem Heiratsvertrag sind typisch für Ketubbot aus Gibraltar. Das Anfangswort, der Heiratstag Mittwoch, wurde wie üblich vergrössert und verziert. Ebenso typisch ist unten in der Mitte das Monogramm aus lateinischen Buchstaben. Die Initialen SJB verweisen auf Vor- (Solomon, Judith) und Familiennamen (Benoleil) des Hochzeitspaares. (red)

Online seit: 22.03.2017

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Zürich, Braginsky Collection, K29
Pergament · 1 f. · 80.8 x 54.3 cm · Ancona · 1789
Ketubba (כתובה), Ancona, 14. Tishri 5550 (4. Oktober 1789)

Dieser Heiratsvertrag wurde in einer der wichtigsten jüdischen Gemeinden Italiens hergestellt, in der adriatischen Hafenstadt Ancona, die auch eines der führenden Zentren der Herstellung illustrierter Ketubbot war. Die Hauptszene oben in der Mitte stellt den Propheten Elija dar, der in seinem feurigen, von Pferden gezogenen Wagen zum Himmel auffährt, während sein staunender Schüler Elischa von unten zuschaut. Diese Szene spielt auf den ersten Namen des Bräutigams Elia an. Die anderen beiden biblischen Episoden sind in den Kartuschen der Seitenbordüren dargestellt. Rechts die Szene des Triumphs Mordechais, die auf den zweiten Namen des Bräutigams Bezug nimmt, und links die Szene mit David, der das Haupt Goliaths hält, eine Anspielung auf den Vater der Braut, David Camerino. (red)

Online seit: 22.03.2017

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Zürich, Braginsky Collection, K37
Pergament · 1 f. · 40.3 x 33.3 cm · Amsterdam · 1668
Ketubba (כתובה), Amsterdam, 2. Nissan 5428 (14. März 1668)

Unter dem Einfluss italienischer Ketubba-Künstler lebte im frühen 17. Jahrhundert in Amsterdam der Brauch wieder auf, für Hochzeiten illustrierte Heiratsverträge herstellen zu lassen. In den späten 1640ern schuf der bekannte jüdische Graveur Salom Italia einen Kupferstichrahmen für Ketubbot der spanisch-portugiesischen Gemeinde, was wiederum einen anonymen lokalen Künstler zum vorliegenden modifizierten Nachstich von 1668 inspirierte. Mehr als zweihundert Jahre lang schmückte dieser Rahmen sephardische Ketubbot, die in Hamburg, Bayonne, London, New York und Curaçao hergestellt wurden. Der kalligraphische Text hält die Heirat eines bekannten sephardischen Arztes, Daniel Zemach Aboab, fest. (red)

Online seit: 22.03.2017

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Zürich, Braginsky Collection, K40
Pergament · 1 f. · 69.2 x 46 cm · Ancona · 1795
Ketubba (כתובה), Ancona, 13. Adar 5555 (4. März 1795)

Diese geschmückte Ketubba, wie auch die sechs Jahre zuvor hergestellte K29 aus der Braginsky Collection, veranschaulicht den Höhepunkt der Ketubba-Illustration in Ancona. Der Text dieser Ketubba ist unter einem Bogen zentriert, der von einem Paar Ziersäulen gehalten wird. Während es seit den frühesten bekannten Ketubbot aus der Kairoer Geniza üblich war, Bögen als Rahmenelemente in Ketubba-Dekorationen zu benutzen, fügen die goldenen Buchstaben, die in den blauen Zwickeln eingeschrieben sind, eine zusätzliche Bedeutung hinzu. Die sechs hebräischen Buchstaben, ein Akronym für Psalm 118:20: „Dies ist das Tor des Herrn, durch das die Gerechten eingehen werden“, verweisen auf die Vorstellung, dass das Brautpaar symbolisch durch ein himmlisches Tor einen geheiligten Abschnitt ihres Lebens betreten. In einer Kartusche oben in der Mitte befindet sich eine Darstellung der Opferung Isaaks, eine Anspielung auf den zweiten Vornamen des Bräutigams. Diese Szene, ein Symbol für Treue und die messianische Verheissung, die auf vielen italienischen Ketubbot erscheint, war im Laufe der Zeit die beliebteste Geschichte in der jüdischen Kunst. Die weibliche Figur darunter konnte bisher nicht identifiziert werden. (red)

Online seit: 22.03.2017

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Zürich, Braginsky Collection, K41
Pergament · 1 f. · 74 x 45.8 cm · Rom · 1798
Ketubba (כתובה), Rom, 22. Siwan 5558 (6. Juni 1798)

Die Ausschmückung dieser Ketubba, die an die Verbindung zweier bedeutender Familien erinnert, Toscano und Di Segni aus dem römischen Ghetto, wiederspiegelt das Goldene Zeitalter der Ketubba-Dekoration in Rom. Der dekorative Rahmen ist in innere und äussere Bordüren getrennt. Die Seitenränder des Textes werden von Feldern mit Blumen auf Goldgrund geschmückt. Im äusseren Rahmen bilden sich kreuzende, mikrographische Inschriften diamantförmige Flächen, die je eine grosse Blume enthalten. Das Muster der inneren und äusseren Bordüre ist von winzigen, quadratischen hebräischen Buchstaben umgeben, die alle vier Kapitel des Buches Ruth wiedergeben. (red)

Online seit: 22.03.2017

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