Beerle, Gallus (1734-1815)
Teil 1 (S. 3-35) umfasst chronikalische Notizen des Sakristans und Speisgadenmitarbeiters Br. Gallus Beerle (1734–1815) über die Jahre 1790–1794 (Speisgaden und Kellerei) sowie 1804–1809 (Sakristan). Der für die Geschichte der Stiftsbibliothek wichtige Teil 2 (S. 1-65) enthält das bis zu dieser aus dem Jahr 1841 stammenden Abschrift durch Stiftsbibliothekar Franz Weidmann (1774–1843) in St. Gallen unbekannte Verzeichnis der St. Galler Handschriften in der Bibliothek von Zürich, das Johann Jakob Scheuchzer (1672–1733) 1713 nach dem Toggenburgerkrieg und der Verschleppung der Bestände nach Zürich angefertigt hatte (Zürich, Zentralbibliothek Ms C 366), ergänzt durch Zusätze insbesondere aus dem Katalog von Waser (S. 63–65). Weidmann überprüfte den Bestand und machte ein Kreuzzeichen bei den Handschriften, die er in St. Gallen vorfand und somit zurückgegeben worden waren. Auf Seite 62 kopierte er zudem eine Datierung mit „Z[ürich], 16. Jenner 1841“ und den Namen „J. Horn“, möglicherweise sein Mittelsmann in Zürich. Die Handschrift bildete die Grundlage für die Liste der in Zürich vermuteten Handschriften in der gedruckten Bibliotheksgeschichte Weidmanns (S. 423–438).
Online seit: 11.12.2025
- Beerle, Gallus (Autor) Gefunden in: Standardbeschreibung
- Beerle, Gallus (Autor) | Scheuchzer, Johann Jacob (Autor) Gefunden in: Standardbeschreibung