Wurstisen, Christian (1544-1588)
Seit dem 13. Jahrhundert hatten die Quatuor libri sententiarum, eine von Petrus Lombardus Mitte 12. Jahrhundert zusammengestellte Sammlung von Lehräusserungen der Kirchenväter zu wichtigen theologischen Problemen, an den theologischen Fakultäten den Status eines Handbuches. Sie waren grundlegender Teil des Grundstudiums und wurden in Vorlesungen und Kommentaren intensiv interpretiert. Die im 14. Jahrhundert entstandene Handschrift aus der Kettenbibliothek des Basler Dominikanerkonventes enthält Kommentare unter anderem von Heinrich de Cervo, Wilhelm von Ockham oder Jakobus von Altavilla.
Online seit: 19.03.2015
- Wurstisen, Christian (Annotator) Gefunden in: Standardbeschreibung
- Adamus, Goddamus (Autor) | Conradus, de Ebraco (Autor) | Henricus, de Cervo (Autor) | Jacobus, de Altavilla (Autor) | Johannes, de Basilea (Autor) | Ockham, Guilelmus de (Autor) | Schretz, Heinricus (Annotator) | Wurstisen, Christian (Annotator) Gefunden in: Standardbeschreibung
Die Handschrift ist aus drei ursprünglich selbstständigen Teilen zusammengesetzt, die auf das 10. und 11. Jahrhundert datieren. Sie enthält Paulusbriefe, die Glossen des Sedulius Scottus zu den Paulusbriefen sowie die Schlussbücher des Neuen Testaments. Das Buch wurde im 15. Jahrhundert vom Basler Domkaplan und Dompropsteischaffenden Heinrich Gügelin von Rheinfelden einem nicht näher definierten Basler Kloster geschenkt.
Online seit: 22.06.2017
- Wurstisen, Christian () Gefunden in: Standardbeschreibung
Die beiden mehr als 1000 Jahre alten, aber vielleicht erst im 15. Jahrhundert zusammengebundenen Teile dieser Handschrift stammen aus dem Kloster Murbach und gelangten möglicherweise mit Conrad Pellikan in das Basler Barfüsserkloster. Wie die wenigen übrigen aus diesem Konvent überlieferten Bände ist auch diese Sammlung von Schriften des Kirchenvaters Augustinus keine typische Franziskanerhandschrift. Teil 1 enthält einen Text des katalogartigen, von Briefen zu seiner Entstehungsgeschichte eingeleitenten Buchs De haeresibus ad Quodvultdeum, geschrieben um 429, sowie eine Regula ancillarum (Brief 211). Teil 2 ist einer der beiden ältesten Überlieferungsträger der um 395 entstandenen Abhandlung über den freien Willen (De libero arbitrio), jedoch beschränkt auf Buch 1: Unde malum.
Online seit: 21.08.2025
- Wurstisen, Christian (Annotator) Gefunden in: Standardbeschreibung
- Augustinus, Aurelius (Autor) | Pellicanus, Conrad (Bibliothekar) | Wurstisen, Christian (Annotator) Gefunden in: Standardbeschreibung
Die Handschrift enthält die deutsche Chronik des Jakob Twinger von Königshofen, als Anhang die Rötteler Chronik sowie Nachträge zu Ereignissen aus den Jahren 1487 bis 1497. Da sich in den Nachträgen diverse Bezüge zum Basel Augustiner-Chorfrauenkloster Klingental finden, ist zu vermuten, dass der Codex sich in dessen Besitz befunden haben dürfte. Das Kloster wurde 1557 aufgelöst. Die Handschrift dürfte mutmasslich dort verblieben und vom Chronisten Christian Wurstisen (1544-1588), der einige später im leeren Kloster einzog, vorgefunden worden sein. Wurstisen nutzte den Band als eine Grundlage für seine eigene Chronik.
Online seit: 21.08.2025
- Wurstisen, Christian (Bibliothekar) Gefunden in: Standardbeschreibung
- Wurstisen, Christian (Bibliothekar) Gefunden in: Standardbeschreibung
- Wurstisen, Christian (Vorbesitzer) Gefunden in: Standardbeschreibung
- Twinger von Königshofen, Jakob (Autor) | Wurstisen, Christian (Vorbesitzer) | Wurstisen, Christian (Bibliothekar) Gefunden in: Standardbeschreibung
Die „Etymologien“ Isidors von Sevilla verbinden einen Aufriss des Wissens mit der Beschreibung der Welt. Die Basler Handschrift weist zu Beginn eine von der üblichen Textgliederung abweichende Struktur auf. Anstelle der Aufteilung in Bücher werden die Texte über die sieben Artes liberales mit je eigenen Titeln eingeführt. Die aus Frankreich stammende Handschrift gehörte dem Kloster Fulda, bis sie im 16. Jahrhundert nach Basel gelangte.
Online seit: 19.03.2015
- Wurstisen, Christian (Annotator) Gefunden in: Standardbeschreibung
- Isidorus, Hispalensis (Autor) | Pantaleon, Heinrich (Annotator) | Wurstisen, Christian (Annotator) Gefunden in: Standardbeschreibung
Die 1952 neu eingebundene Sammelhandschrift aus dem Basler Predigerkloster, eine von mehreren aus dem Besitz Johannes Tagsterns, enthält Texte zu Optik und Geometrie, etwa das Werk Dietrichs von Freiberg über den Regenbogen, mit vielen anschaulichen, mit Zirkel und Lineal konstruierten Schemata. Dieser erste Teil wurde auf Pergament im 14. Jahrhundert geschrieben, während die anderen, jüngeren Teile aufgrund der Wasserzeichen des verwandten Papiers etwas genauer auf das Ende dieses oder den Anfang des folgenden Jahrhunderts datierbar sind, in die Zeit, für die der auf der letzten Seite (f. 157v) genannte Vorbesitzer als Angehöriger des Konvents belegt ist.
Online seit: 26.09.2024
- Wurstisen, Christian (Annotator) Gefunden in: Standardbeschreibung
- Binz, Gustav (Restaurator) | Bradwardine, Thomas (Autor) | Dietrich, von Freiberg (Autor) | Johannes, Peckham (Autor) | Pantaleon, Heinrich (Bibliothekar) | Tagstern, Johannes, OP (Vorbesitzer) | Wurstisen, Christian (Annotator) Gefunden in: Standardbeschreibung
Die aus dem Basler Predigerkloster 1559 an die Universitätsbibliothek überwiesene Handschrift wurde von einem gelehrten Mönch des Ordens, Berthold von Moosburg, aus drei Teilen zusammengestellt. Von seiner Hand stammen auch Glossen zu dem Kommentar des Macrobius zu Ciceros Traum des Scipio, die in jüngerer Zeit einiges Interesse hervorgerufen haben, sowie Nachträge: Rezepte gegen Nierensteine und Epilepsie oder ein nur hier überliefertes Fragment eines Textes Dietrichs von Freiberg. Ansonsten sind vor allem Texte des Proklos enthalten, auf Lateinisch, ein Buch jedenfalls für Neuplatoniker.
Online seit: 03.04.2025
- Wurstisen, Christian (Bibliothekar) Gefunden in: Standardbeschreibung
- Dietrich, von Freiberg (Autor) | Macrobius, Ambrosius Theodosius (Autor) | Pantaleon, Heinrich (Bibliothekar) | Proclus, Diadochus (Autor) | Wurstisen, Christian (Bibliothekar) Gefunden in: Standardbeschreibung