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  • Scarpatetti Beat Matthias von, Die Handschriften der Stiftsbibliothek St. Gallen, Bd. 1: Abt. IV: Codices 547-669: Hagiographica, Historica, Geographica, 8.-18. Jahrhundert, Wiesbaden 2003, S. 159-162.
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  • Katalog der datierten Handschriften in der Schweiz in lateinischer Schrift vom Anfang des Mittelalters bis 1550, 
Bd. III: Die Handschriften der Bibliotheken St. Gallen-Zürich, bearbeitet von Beat Matthias von Scarpatetti, Rudolf Gamper 
und Marlis Stähli, Dietikon-Zürich 1991, Nr. 134, S. 49.
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St. Gallen, Stiftsbibliothek, Cod. Sang. 602
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Scarpatetti Beat Matthias von, Die Handschriften der Stiftsbibliothek St. Gallen, Bd. 1: Abt. IV: Codices 547-669: Hagiographica, Historica, Geographica, 8.-18. Jahrhundert, Wiesbaden 2003, S. 159-162.

Manuscript title: St. Galler Hausheilige und elsässische Legenda Aurea (Sommerteil, Auswahlkorpus)
Date of origin: 1451-1460
Support: Papier
Die folgende überaus reiche Reihe von Wasserzeichen könnte darauf schliessen lassen, dass der Laien-Schreiber und Binder seines Buches, Cuonrad Sailer, sein Papier aus allen möglichen Quellen gesammelt und zusammengestellt hat:
  • Ochsenkopf, p. 3-10 mit Blume, vom Typus Piccard, Wasserzeichen XII (1982), Abt. II-IV, dort jedoch keine Blume mit flammenförmigen Blütenblättern wie in unserer Hs. gefunden, p. 17 mit Stange und Schrägbalken, vom Typus ibid. Abt. V, 301-305;
  • p. 11, 507-520 Schaufelrad, vom Typus Briquet, Filigranes (1907), Nr. 13301;
  • p. 13 Fahne mit (Schweizer-?)Kreuz in Wappenschild, nicht gefunden ibid. unter "armoiries";
  • p. 21, 123-206 Gebilde aus zwei mit Kreuz gevierteilten Kugeln, Unterschlaufen und kronenartigem Aufsatz, nicht identifiziert;
  • p. 23-32 Waage, diesen schräg hängenden Typus nicht gefunden bei Piccard, Wassereichen V (1978), Abt. I-III;
  • p. 53 Krone mit dreiblättrigem Blumenaufsatz, diesen Typus nicht gefunden ibid. I (1961);
  • p. 57-121, 209-376 Abtsstab, vom Typus Briquet, Filigranes (1907), Nr. 5778-5799, sehr nahe 5789;
  • Frauenkopf, schwer kopier- oder pausbar, vgl. ibid. Nr. 15584-15638;
  • p. 463 auch (Männer-?)Kopf, vom Typus ibid. Nr. 15634-15637;
  • p. 503 Ochsenkopf mit 5-blättrige Blume auf 2-konturiger Stange, vgl. Piccard, Wasserzeichen II/2 (1966), Abt. XIII, 121-154;
  • p. 367 ein Webstuhl (?), nicht identifizierbar.
Extent: II + 520 Seiten
Format: 28,5 x 20,5
Foliation: Zeitgenössische arabische Foliierung 1-249 mit schwarzer Tinte, von der Hand des Schreibers Cuonrad Sailer, wiederholt 83 und 223. Tintenpaginierung I.v.A., nach p. 238 eine Seite übersprungen, von da ab die Geraden rechts, springt 277/280, nach p. 313 eine Seite übersprungen, von da ab Gerade wieder links.
Collation: Sexternionen, ausser IIII-II, 1-10, VII47-74, V195-214, VI[-1]286-309, das letzte Blatt fehlt, VII451-478, V[-1]503-520, der letzte Bogen halb beschnitten. Wortreklamanten, teilweise weggeschnitten, gegen Schluss am meisten sichtbar geblieben.
Page layout: Zweispaltig, 20/20,5 x 14,5/15 (6,5), 25-30 Z., Linierung Tinte.
Writing and hands: Halbkursive Bastarda von der Hand des Schreibers Cuonrad Sailer, Kolophon p. 516b-517a Amen. C.S. hett dis vss gemacht jn der octauf sancty laurency do man zalt 1460 Jar bittend gott fur jn vnd fuͦr all gloͤbig selen vnd och besunder fur cuͦnraden sailer schryber vnd binder dis buͦches Amen. Zu Cuonrad Sailer, chronologisch nur durch unsere Jahrzahlen 1451-1460 belegt, St. Galler Notabler und Besitzer einer Bibliothek, vgl. CMD-CH III (s.u.). Weitere Datierungen p. 19, 1452; p. 153b, 1452; p. 212, 1452 I 19; p. 275, 1451 VIII 25; p. 376, 1451 X 2; p. 502, 1454. Von der Hand Sailers die Seiten 19a-39b, 42a-45b, 47a-134b, 138a-142b, 146a-151b, 153b-158b, 160-172, 179a-179b, 180a-183b, 196a-199b, 204a-209b, 379a-517a , das Dazwischenliegende von einer zweiten Hand, beide erfasst und abgebildet ibid. Abb. 221, 276.
Decoration:
  • Der Band ist illuminiert von insgesamt 141 federgezeichneten und kolorierten, einfachen Miniaturen, wohl von der Hand Sailers, ev. aber auch vom Schreiber der zweiten Hand, nach Bräm (1997, s.u.) sind es mindestens drei Künstlerhände: p. 33, 37, 42, 44, 46, 48, 54, 57, 59, 61, 67, 71, 73, 81, 83, 87, 90, 95, 98, 101, 104, 113, 115, 119, 122, 124, 125, 127, 128, 134-137, 139, 140, 142, 144-147, 149, 150, 152, 156, 159, 161, 175, 178, 181, 187, 193, 196, 198, 200, 201, 208, 209, 218, 220-222, 224-227, 229, 231, 233, 234, 236, 237, 239, 239a, 244, 246, 248, 252, 255, 256, 258, 260-262, 265, 268, 272-274, 291, 293, 295, 296, 298, 300, 303, 306, 310, 312, 313a, 314, 315, 320, 322, 324, 329, 332, 333, 336-338, 340, 341, 343-345, 347, 348, 350, 351, 353-363, 365-371, 373-375, 377;
    • S. 19-92 Gallus-Leben
      • S. 33 Columban und Gallus auf der Überfahrt von Arbon nach Bregenz
      • S. 37 Diebstahl einer Kuh und Ermordung zweier Brüder
      • S. 42 Gallus beim Fischfang an der Steinach
      • S. 43 Gallus beim Gebet im Gestrüpp
      • S. 44 Gallus und der holzbringende Bär
      • S. 46 Erscheinung der bösen Geister
      • S. 48 Verwandlung der bösen Geister in Teufel
      • S. 54 Die besessene Fridiburga vor den Bischöfen
      • S. 57 Heilung der Fridiburga durch Gallus
      • S. 59 Gallus übergibt Fridiburga der Mutter
      • S. 61 Dank des Herzogs Gunzo mit Gaben an Gallus
      • S. 67 Sigibert und Fridiburga vor dem Altar der Stephanskirche
      • S. 71 Diakon Johannes wird Bischof von Konstanz
      • S. 73 Fridiburga als Nonne
      • S. 81 Schenkung von Wein und Mehl an Gallus
      • S. 83 Tod des hl. Gallus in Arbon
      • S. 87 Überreichung von Kleid und Schuhen des hl. Gallus an einen gelähmten Bettler
      • S. 90 Überführung des Leichnams zur Zelle durch ungezähmte Rosse
    • S. 92-153 Gallus-Wunder
      • S. 95 Entehrung des Gallus-Grabes durch Feinde
      • S. 98 Besessenheit der Feinde
      • S. 101 Ein Vogel vor der Zelle des hungerleidenden Mönches Stephan
      • S. 104 Willimar mit dem versprochenen Pferd an der Kirchenschwelle
      • S. 113 Sturz des Grafen Victor vom Pferd
      • S. 115 Ein Kranker im Wagen vor dem Kloster
      • S. 119 Erkrankung des Bischofs Sidonius am Gallus-Grab
      • S. 122 Der Schweinehirte bei seiner glücklichen Ankunft vor dem Kloster
      • S. 124 Der reuige Brandstifter mit zwei Rindern zur Sühne vor dem Abt
      • S. 125 Der Holzdieb mit dem Messer am Gallus-Altar
      • S. 127 Frumold zur Strafe für den Raub von zwei Mägden aus der Klosterfamilie verkehrt am Pferd
      • S. 128 Erstarrung des zuschlagenden Armes eines Räubers auf den frommen Schläfer
      • S. 134 Heilung eines Blinden
      • S. 135 Heilung eines Taubstummen (Oder: Der bestohlene Klosterschüler)
      • S. 136 Gallus erscheint einem Mann und teilt einen Diebstahl mit
      • S. 137 Heilung einer Klosterfrau am Gallus-Grab
      • S. 139 Heilung eines Gelähmten am Gallus-Grab
      • S. 140 Heilung durch den Empfang der Hl. Kommunion
      • S. 142 Befreiung eines reuigen Mörders von seinen Fesseln durch Gallus
      • S. 144 Heilung eines kranken Bruders mit dem Öl
      • S. 145 Eine Mutter mit ihrer blinden Tochter vor dem Kloster
      • S. 146 Heilung eines Aussätzigen mit dem Wachs und Öl vom Gallus-Grab
      • S. 147 Streckung der krummen Hände eines Mädchens am Gallus-Grab
      • S. 149 Ein Gelähmter auf den Schultern eines Rinderhirten vor dem Kloster
      • S. 150 Ein gelähmtes Mädchen von zwei Frauen gestützt
      • S. 152 Ein Pestkranker am Gallus-Grab
    • S. 154-212 Magnus-Leben
      • S. 156 Diener Sonarius mit dem Bierfasszapfen vor Magnus
      • S. 159 Magnus und der Äpfel leckende Bär
      • S. 161 Magnus beim Vogelfang
      • S. 175 Blindenheilung durch Magnus in Bregenz
      • S. 178 Beschwörung des Drachen mit dem Gallus-Stab bei Kempten
      • S. 181 Bau der Kirche
      • S. 187 Beschwörung des Drachen mit Brot, Schwefel und Gallus-Stab bei Rosshaupten
      • S. 193 Priesterweihe des Magnus durch Bischof Wicbert
      • S. 196 Ein Bär gräbt auf Magnus’ Geheiss eine Tanne aus
      • S. 198 Der Bär begleitet Magnus zur Zelle
      • S. 200 Tod des hl. Magnus
      • S. 201 Einsargung des hl. Magnus
      • S. 208 Grabung nach dem Sarg durch den Bischof
      • S. 209 Heilung eines an Geschwüren erkrankten Kindes mit dem Öl des Magnus-Grabes
    • S. 213-240 Otmar-Leben
      • S. 218 Verteilung des von König Pippin erhaltenen Geldes vor den Toren des Palastes an die Armen durch Otmar
      • S. 220 Otmars Beschwerde vor Pippin über die Anmassung der Gaugrafen Warin und Ruthard
      • S. 221 Verhaftung Otmars durch gepanzerte Krieger
      • S. 222 Otmar vor dem Gericht
      • S. 224 Ein Getreuer bringt Otmar Nahrung zum Gefängnis von Bodman
      • S. 225 Einsargung Otmars auf der Insel Werd
      • S. 226 Auffindung des unversehrten Leichnams durch die Mönche nach zehn Jahren
      • S. 227 Überführung des Leichnams über den stürmischen Bodensee
      • S. 229 Stärkung aus den nicht leer werdenden Fässchen
      • S. 231 Otmar erscheint einem Taubstummen mit Klapper
      • S. 233 Sturz eines Handwerkers bei der Reparatur des Kirchendaches auf das Otmars-Grab
      • S. 235 Ein Blinder und ein Lahmer vor der Kirche
      • S. 236 Ein Schüler schabt Wachs von den Votivgaben am Grab ab
      • S. 237 Heilung eines an den Händen Gelähmten
      • S. 239r Abbruch einer Kirchenmauer am unversehrt bleibenden Otmars-Grab
      • S. 239v Otmar erscheint einem Bruder
    • S. 240-265 Otmar-Wunder
      • S. 244 Heiligsprechung durch Bischof Salomon auf der Synode zu Konstanz
      • S. 246 Öffnung des Grabes und Auffindung des unversehrten Leichnams
      • S. 248 Verkündigung der Heiligkeit Otmars an die Gläubigen
      • S. 252 Kerzenwunder vor dem Custos der Kirche
      • S. 255 Der Misserfolg der Fassbinder bei der Arbeit am Festtag des hl. Otmar.
      • S. 256 Ein Jüngling aus Elsass betend vor dem Altar
      • S. 258 Der Jüngling beim Genuss des Brotes
      • S. 260 Otmar erscheint einem Kranken im Linzgau
      • S. 261 Heilung des Gelähmten am Otmars-Grab
      • S. 262 Ein Stummer in Andacht am Grab
      • S. 265 Heilung des lahmen Knaben aus Orléans vor Abt Grimalt, Bischof Salomon und dem Abt der Reichenau
    • S. 266-275 Otmar-Translation
      • S. 268 Translation der Reliquien
      • S. 272 Heilung der Fusswunde eines Knechtes
      • S. 273 Heilung eines Beinleidenden
      • S. 274 Heilung einer erblindeten Nonne
    • S. 276-351 Wiborada-Leben
      • S. 291 Wiborada beim Psalmengesang während der Messfeier ihres Bruders
      • S. 293 Wiborada bewegt ihren Bruder zum Eintritt in das Kloster
      • S. 295 Wiborada erlebt eine Teufelserscheinung
      • S. 296 Wiborada heilt einen Besessenen
      • S. 298 Wiborada im Gespräch mit Bischof Salomon von Konstanz
      • S. 300 Wiborada vor dem Gerichtshof in Konstanz
      • S. 303 Wiborada vor der Zelle der Reklusin Cilia
      • S. 306 Der hl. Gallus erscheint im Traumgesicht Wiborada
      • S. 310 Wiborada im nächtlichen Gespräch mit einem Engel
      • S. 312 Wiborada heilt eine Kranke durch gesegnetes Brot
      • S. 313 bis Wiborada erlebt eine Teufelserscheinung
      • S. 314 Wiboradas geborstener Badezuber fügt sich zusammen
      • S. 315 St.Gallus erscheint Wiborada in der Magnus-Kirche
      • S. 320 Wiborada unterweist den jungen Ulrich
      • S. 322 Wiborada heilt Waltrams Diener
      • S. 324 Der Bettler vor Wiboradas Zelle
      • S. 329 Rachild ergreift Wiboradas Stab
      • S. 332 Der hl. Gallus erscheint der kranken Wiborada
      • S. 333 Herzog Burchards Eidesleistung vor Wiborada
      • S. 336 Wiborada erlebt die Vision des Ungarneinfalles
      • S. 337 Wiborada eröffnet die Vision dem Mönche Waltram
      • S. 338 Hitto und Abt Engilberg suchen Wiborada auf
      • S. 340 Wiborada imGespräch mit Abt Engilbert
      • S. 341 Wiborada im Gespräch mit Rachilds Eltern
      • S. 343 Ein Missgeschick auf der Flucht vor den Ungarn
      • S. 344 Einfall der Ungarn in St. Gallen
      • S. 345 Der Martertod Wiboradas
      • S. 347 Der blinde Kaufmann schabt Staub von der Zellenmauer Wiboradas ab
      • S. 348 Auffindung von Wiboradas Leichnam durch Hitto
      • S. 350 Einsargung Wiboradas
      • S. 351 Bestattung Wiboradas
    • S. 352-377 Wiborada-Wunder
      • S. 353 Kerzenwunder an Wiboradas Grab
      • S. 354 Wiboradas Magd vor der im Lichte strahlenden Kirche
      • S. 355 Grünender Fenchel an Wiboradas Grab
      • S. 356 Willidruda erlebt die Erscheinung der verstorbenen Tochter
      • S. 357 Der Kamm schwebt über Wiboradas Grab
      • S. 358 Hitto und Willidruda überbringen den Kamm
      • S. 359 Heilung eines Kranken mit der Kammreliquie
      • S. 360 Wiborada erscheint der kranken Rachild
      • S. 361 Heilung des Klosterschülers Ulrich vom Zahnleiden
      • S. 362 Wiborada erscheint ihrem Bruder Hitto
      • S. 363 Wiborada erscheint Rachilds Schwester Pliddruda
      • S. 365 Gelübde des Priesters Eggibert
      • S. 366 Reginsinda wird von Kopfschmerzen befreit
      • S. 367 Reginsinda am Webstuhl
      • S. 368 Reginsinda abermals am Grabe Wiboradas
      • S. 369 Zwei Kranke am Grabe Wiboradas
      • S. 370 Krankenheilung durch gesegnetes Brot
      • S. 371 Der Teufel stösst die Dienerin Kebeni ins Feuer
      • S. 373 Die Verbrannte ruht auf ihrem Lager
      • S. 374 Kebenis Traumgesicht
      • S. 375 Abt Craloh an Wiboradas Grab
      • S. 377 Das Unglück beim Kapellenbau
  • Init. orn. p. 25, 92, 154, 213, 215, 241, 276, 286 .
  • 2-5-zeilige Lombarden, rubr.
Binding: Einband 15. Jh., braunes Leder auf Holz, grobe Streicheisenlinien, je 5 Messingbuckel pro Deckel, zwei Schliessen HDK-VD inkl. Plättchen verloren, neuere Mittelschliesse. Braungefärbter Schnitt. Im Falz der Lagenmitten Pergament-Fragment in Textualis und Kursive, unter dem hintern Spiegelblatt ein weiteres in grosser Textualis. Gemäss Kolophon Bindeearbeit Sailers. Restauration 1998/99, mit Reinigung der Bilder.
Main language: Mundart: östliches Hochalemannisch.
Contents:
  • 1-14 Inhaltsverzeichnis Sehr ausführlich, mit Zusammenfassung und Verweisen.
  • 19a-153b Leben sanct gallen
    Filiation: Williams-Krapp, Legendare (1986), p. 45, 413, 435, 446 und 470, nach ihm ist Friedrich Cölner Übersetzer der vier Viten, dies ist noch durch eine eingehende Untersuchung zu erhärten, cf. die angekündigten Arbeiten von Anton Näf und Rene Wetzel über die dt.Viten der St. Galler Hausheiligen (s. Cod. 586, dazu betr. Cölner VL 5, col. 46f.); als vorausgehende Studie vgl. dies., Kölner (1997), zu unserer Hs. besonders p. 333-339 und 342; J. Duft, Die Gallus-Kapelle zu Sankt Gallen und ihr Bilderzyklus (=S.A. Njbl. Hist. Ver. des Kt. St.G. 117, 1977), 19872, neu in: Abtei II (1991), p. 11-27, bes. p. 18; ders., Gallus und Otmar (1988/90), p. 14-48, gibt eigene deutsche Fassung der Gallusvita (nach Wetti, Cod. 553); ders., Abtei I (1990), p. 85, 121 und Abtei II (1991), p. 20; Berschin, Wiboradae (1983), p. 6; Stocker, "wibrad" (1990), p. 28; dies., Colner (1996, s. Cod. 586), p. 321-327; zu Walahfrid Strabo vgl. Traill, Walahfrid (1974), p. 1-8; Önnerfors in: Reichenau (1974), p. 83-113. Vide Codd. 586, p. 1; 588, 63.
  • 154a-212a Leben sant mangen
    Filiation: Williams-Krapp, Legendare (1986), p. 435: Übs. Friedrich Cölner, s.o.; Duft, St. Magnus in der ma. Miniatur (1973), neu in Abtei I (1990), p. 90-104, bes. 101f.; Spahr, Magnus (1970), p. 12, 33, 73-76: dt. Übs. der 1067 begonnenen vierten Umarbeitung der Vita Otlohs von St.Emmeram verfassten Vita, p. 81-120 neudt. Ed. nach Stgtt. WLB Cod. bibl. fol. 58 u.a., kollationiert, entspricht nicht unserer Fassung; Walz, Magnus (1989), p. 13, Anm. 27; Stocker, "wibrad" (1990), p. 28 zur älteren Fassung des Pseudo-Theodor. Vide Cod. 586, p. 117.
  • 213a-240a Leben sant Othmars
    Filiation: Duft, St.Otmar (1959), p. 10-14 und 87: der Text Cölners nach Cod. 586, mit Dialektfärbung und Orthographie Sailers; ders., Gallus und Otmar (1988/90), p. 57-66, freie dt. Übs. nach Strabo; ders., Abtei II (1991), p. 48 zur Illustration (Lit.); Stocker, "wibrad" (1990), p. 152-156; Williams-Krapp, Legendare (1986), p. 446; S. Sonderegger, Raetia, Ries, Churwalchen, Fs. G. Hilty, Bern 1987, p. 86. Vide auch Cod. 588, p. 299.
  • 240a-275a Yso: wunder zaichen sant Othmars
    Filiation: Duft, St.Otmar (1959), p. 15-17 und 87; ders., Abtei II (1991), p. 112.
  • 276a-376b [Herimannus?: ] Leben sant Wibrad
    • (276a-282a) Die vorred Hepixanny [Herimanni],
    • (282a-285b) Cappitel
    • (286a-376b) Anschliessend 377 die (einzige ganzseitige) Miniatur vom Unfall beim Bau der Kapelle
    • (378) leer.
    Filiation: Duft, Ungarn (1957), p. 72: erste bekannte Verdeutschung der Wiboradavita, nach Cod. 586; ders., Abtei II (1991), p. 180, 182 zur Ill.; Williams-Krapp, Legendare (1986), p. 470; Irblich, Wiboradae (1970), p. 19-23, mit Inventarisierung der Miniaturen, p. 182-184 zu Hepixannus/Herimannus; dazu auch Berschin, Wiboradae (1983), p. 20-22 und CMD-CH III (1991), p. 264; Stocker, "wibrad" (1990), p. 14-29 zur Hs. und den Illustrationen, p. 78-89 Teiled. unseres Textes und Vergleich mit Codex 586. Vide Cod. 586, p. 231; lat. Fassung vide Cod. 560, p. 374 (mit den Hinweisen auf MGH SS 4); 564, 231; 610, 113a; Exc. Cod. 1034, 220.
  • 379a-516b [Jacobus a Voragine: Elsässische Legenda Aurea deutsch]
    • (379-386) Heinrich, Kunze, ELA II (1983), Nr. 1
    • (386-390) Margaretha von Antiochia, Williams-Krapp, ELA I (1980), Nr. 93
    • (390-391) Praxedis, ibid. Nr. 95
    • (391-395) Arbogast, Kunze, ELA II (1983), Nr. 3
    • (395-399) Apollinaris, Williams-Krapp, ELA I (1980), Nr. 97
    • (399-403) Christina; ibid. Nr. 98
    • (403-408) Nazarius und Celsus, ibid. Nr. 102
    • (408-409) Abdon und Sennen, ibid. Nr. 106
    • (409-414) Germanus, ibid. Nr. 107
    • (414-418) Eusebius, ibid. Nr. 108
    • (418-420) Die Makkabäischen Brüder, ibid. Nr. 109
    • (420-421) Stephanus Pp., ibid. Nr. 111
    • (421-427) Auffindung des Stephanus Protomartyr, ibid. Nr. 112
    • (427-430) Oswald, ibid. Nr. 184
    • (430-440) Panthaleon, ibid. Nr. 183
    • (440-442) Sixtus Pp., ibid. Nr. 114
    • (442-446) Donatus, ibid. Nr. 115
    • (446-449) Cyriacus, ibid. Nr. 116
    • (449-463) Laurentius, ibid. Nr. 117
    • (463-468) Hippolytus, ibid. Nr. 118
    • (468) Felix und Adauctus, ibid. Nr. 126
    • (468-473) Savinianus und Savina, ibid. Nr. 127
    • (473-475) Lupus von Sens, ibid. Nr. 128
    • (475-478) Mamertinus, ibid. Nr. 129
    • (478-486) Caecilia, ibid. Nr. 171
    • (486-495) Allerheiligen, ibid. Nr. 165
    • (495-502) Katharina von Alexandrien, ibid. Nr. 175
    • (502-509) Elisabeth von Thüringen, ibid. Nr. 187
    • (509-512) Saturnius, ibid. Nr. 174
    • (512-516) Regina, Kunze, ELA II (1983), Nr. 32.
    Williams-Krapp, Legendare (1986), p. 35-37, zur Übs., p. 45 und 508 unsere Hs. als Sg 2; ders., Heiligen Leben (1995), p. XXIV unsere Hs. hier als Sg 1; Kunze, ELA II (1983), p. XII.
Origin of the manuscript: Als Erstbesitzer ist Cuonrad Sailer zu vermuten, oder aber Auftragsarbeit oder Geschenk für das Benediktinerinnenkloster St.Georgen zu St. Gallen, vgl. deren Besitzeintrag p. 517a Das Buoch gehörtt jn daz schwöster hus zu S: Jörgen, Hand des 16./2 Jhs. Später vermutlich Privatbesitz, vgl. zu Beginn der Vorrede der Gallus-Vita p. 25 oben: Petrus achern [Eichhorn, 2 Buchstaben überstrichen] dechan des gotzhus .s. gallen hat das buoch jm [15] 46 jar der minder zal koft von ainer zaltageryn vs der stat zuo sant gallen vm x bazen, von flüchtiger Kursive des 16. Jhs., wohl des genannten Dekans.
Acquisition of the manuscript: Mit der Hss.-Akquisition Nepomuk Hauntingers 1780-1792 an StiBSG (Cf. Cod. 1285, p. 12).
Bibliography:
  • CMD-CH III (1991), Nr. 134, Abb. 221, 276 (Lit.), Schreiberverzeichnis, p. 286;
  • H. Jerchel, Spätmittelalterliche Buchmalerei am Oberlauf des Rheins, in: Oberrheinische Kunst 5, 1932, p. 76;
  • Stocker, 'wibrad' (1991), p. 27f., übernimmt aus älterer Lit. "Feilträgerin" in der Wiedergabe des Kaufvermerks des Dekans, vgl. aber den oben zit. Wortlaut der Quelle;
  • dies., Colner (1996, s. Cod. 586), p. 325-327;
  • J. Duft / W. Berschin, Balther von Säckingen, Sigmaringen 1994, Abb. 1: p. 344 aus unserer Hs.;
  • Duft, Abtei II (1991), p. 26-29 zur Illustration der Gallus-Vita, mit den Abb. 16-18, p. 33, 229, 320 der Hs.;
  • Bräm, Buchmalerei (1997), p. 334 (Bilder summarisch beschrieben), mit Abb. p. 33 und 145 der Hs. ).
  • Zur Schwesternklause St. Georgen s. M. Bless-Grabherr in HS IX/2 (1995), wie Cod. 589.