Fribourg/Freiburg, Couvent des Cordeliers/Franziskanerkloster, Ms. 95
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Dörthe Führer / Mikkel Mangold, Katalog der mittelalterlichen Handschriften des Franziskanerklosters Freiburg, Basel, 2023, S. 315-322.
By courtesy of Schwabe Verlag, Basel, Berlin. The manuscript description is copyrighted by the publisher.
Manuscript title: Sermones; Quaestiones; Materiae praedicabiles; Notae
Date of origin: Zweites Viertel des 14. Jahrhunderts bis erstes Drittel des 15. Jahrhunderts
Extent:
215 Blätter
Format: 20,5 × 14,5–15 cm
Foliation: Mehrere alte Foliierungen: 1 (13) – 108 (119), wohl von Friedrich von Amberg fortgesetzt: 109 (120) – 163 (174). 167 (175) – 178 (186). Von anderer Hand: 185 (187) – 196 (198), wiederum von Friedrich von Amberg fortgesetzt: 197 (199) – 211 (213). In Teil 6 und 10 ältere Foliierungen, gestrichen: 97 (151) – 99 (153). 110 (154). 1101 und 111 (155) – 114 (158). 114 (159) – 117 (162) sowie 58 (199) – 72 (213).
Neuere Foliierung: 1–213. B. B1.
Collation:
Lagen: 2 VI24 + 6 V84 + 2 VI108 + (VI- 1)119 + IV127 + (III-3)130 + VI142 + 5147 + 3150 + VI162 + (VII-2)174 + VI186 + (VI+[III-3])201 + VI213, nach Bl. 119 ein Blatt, nach 130 drei Blätter herausgeschnitten, Textverlust; das untere Drittel von Bl. 174 und die zwei folgenden, wohl leeren Blätter ebenfalls herausgeschnitten; nach Bl. 198 drei Einzelblätter (ehemals Doppelblätter, vordere Hälfte abgeschnitten, Textverlust) zur Lage hinzugefügt; Bl. 143–147 und 148–150 Einzelblätter, über angeklebte Pergamentfälze (Fragmente) zu zwei Lagen eingebunden (in der ersten Blattzählung: i–v).
Alte Lagenzählungen zu Beginn der Lagen in Teil 3a: 1us quinternus (25r) – 6us quinternus (75r), in Teil 4: iius (128r) und in Teil 5 (radiert): 6us (131r) – 8us (148r); 151v–156v Zählung der Blätter in der ersten Lagenhälfte: 1–6 (in Rot). Reklamanten, bis auf 127v von der Hand Friedrichs von Amberg.
Alte Lagenzählungen zu Beginn der Lagen in Teil 3a: 1us quinternus (25r) – 6us quinternus (75r), in Teil 4: iius (128r) und in Teil 5 (radiert): 6us (131r) – 8us (148r); 151v–156v Zählung der Blätter in der ersten Lagenhälfte: 1–6 (in Rot). Reklamanten, bis auf 127v von der Hand Friedrichs von Amberg.
Condition: Mehrere Blätter entlang der Falzverstärkung gebrochen, neu mit Japanpapier geflickt. 28v/29r verschüttete Tinte.
Additions:
- Korrekturen des jeweiligen Schreibers, z. B. 2r, 13r, 32vb, 62rb, 79ra, 84rb, 87ra, 93ra, 123va, 132r, 158r, 163v, 184r, 190r, 195r. Im ganzen Teil 3 Korrekturen und Anmerkungen von Hand C, z. B. 25ra, 49va (auf Rasur), 84vb, 113rb (mit Rasur), teils auf Deutsch. Von seiner Hand am Kopf von 96r, radiert: In hoc volumine continentur folia registrata, ohne Angabe einer Blattzahl.
- Korrekturen und Ergänzungen von der Hand Friedrichs von Amberg, z. B. 41rb, 97ra, 123ra, 160v; von ihm auch Marginalien zur Gliederung der Texte (z. B. 26va–28rb, 77ra–78va, 151r), Anmerkungen und Notazeichen (z. B. 20v, 70r, 179r).
- Längere Streichungen 87va–88ra, 96va–97vb, 130vb.
Binding:
Mit hellem, stark abgeriebenem Leder bezogene Holzdeckel, 15. Jh., Kanten abgeschrägt; lose. Ehemals Catenatus, in der Mitte der oberen Kante des Vorderdeckels Loch und Spur einer eisernen Kettenklammer. Ehemals zwei nach hinten greifende Langriemenschliessen, quadratische Messingbeschläge mit Resten von dunkelbraunen Lederriemen auf dem Vorderdeckel und Dorne im Rückdeckel erhalten. Rücken an beiden Gelenken gebrochen. Bünde am Vorderdeckel mit je einem Eisennagel befestigt, die vorstehenden Spitzen des oberen und unteren haben Löcher in die erste Lage gescheuert (Bl. 1–5), mit Japanpapier geflickt. Kapitale mit ungefärbtem Garn umwickelt.
Spiegel modern, stark vergilbtes Papier. Vorsatz vorn neu, ein Doppelblatt aus säurefreiem Papier; hinten ehemaliges Spiegel- und Nachsatzblatt (B. B1) abgelöst und lose beiliegend, Pergament, Fragment, 15. Jh.: in Freiburg wohl zugunsten der Franziskaner ausgestelltes Testament der Schwestern Marguereta, Ehefrau des Willinus de la Schúra, und Becheta, Ehefrau des Wibertus Grasset.
Falzverstärkungen Pergament, Fragmente einer kommentierten Hs. des 13./14. Jhs. (Stiftliniierung, Schriftspiegel höher als 19 cm, 45 Zeilen in Textualis, rubriziert; Kommentierung in flüssiger unverbundener gotischer Minuskel), eines Grammatiktraktats des 14. Jhs. (Tintenliniierung, Schriftspiegel breiter als 18,5 cm, zweispaltig (9), flüssige Textualis) und einer Urkunde des 14. Jhs. Äusserstes Blatt der einzelnen Lagen häufig ebenfalls mit Pergamentstreifen verstärkt.
Br Besitzeintrag Friedrichs von Amberg: Liber magistri Friderici ordinis Minorum. Auf dem Rücken Reste eines alten Signaturzeichens (?), unten Signaturschild: 95, Papier, 19. Jh. Auf dem Rückdeckel Titelschild aus Pergament, 15. Jh.: Sermones collecti de tempore et de sanctis. 2021 restauriert von Carole Jeanneret (Dokumentation: ACCFribourg, Bibliothek R3).
Spiegel modern, stark vergilbtes Papier. Vorsatz vorn neu, ein Doppelblatt aus säurefreiem Papier; hinten ehemaliges Spiegel- und Nachsatzblatt (B. B1) abgelöst und lose beiliegend, Pergament, Fragment, 15. Jh.: in Freiburg wohl zugunsten der Franziskaner ausgestelltes Testament der Schwestern Marguereta, Ehefrau des Willinus de la Schúra, und Becheta, Ehefrau des Wibertus Grasset.
Falzverstärkungen Pergament, Fragmente einer kommentierten Hs. des 13./14. Jhs. (Stiftliniierung, Schriftspiegel höher als 19 cm, 45 Zeilen in Textualis, rubriziert; Kommentierung in flüssiger unverbundener gotischer Minuskel), eines Grammatiktraktats des 14. Jhs. (Tintenliniierung, Schriftspiegel breiter als 18,5 cm, zweispaltig (9), flüssige Textualis) und einer Urkunde des 14. Jhs. Äusserstes Blatt der einzelnen Lagen häufig ebenfalls mit Pergamentstreifen verstärkt.
Br Besitzeintrag Friedrichs von Amberg: Liber magistri Friderici ordinis Minorum. Auf dem Rücken Reste eines alten Signaturzeichens (?), unten Signaturschild: 95, Papier, 19. Jh. Auf dem Rückdeckel Titelschild aus Pergament, 15. Jh.: Sermones collecti de tempore et de sanctis. 2021 restauriert von Carole Jeanneret (Dokumentation: ACCFribourg, Bibliothek R3).
Origin of the manuscript: Die verschiedenen, unabhängig voneinander entstandenen Teile wurden wohl im frühen 15. Jh. durch Friedrich von Amberg zu einem Band zusammengestellt und mit Reklamanten versehen. Diese entsprechen auch an den beiden Stellen mit Blatt- und Textverlust an der Lagengrenze (nach Bl. 130 und vor Bl. 187) dem aktuellen Textanschluss, 186v jedoch erst nach Korrektur. Es ist also davon auszugehen, dass mindestens die drei im Folgenden fehlenden Blätter von Friedrich selbst entfernt wurden. Die Teile 6 und 10 gehörten in anderer Reihenfolge bereits früher zu einer oder mehreren anderen Textsammlungen, deren grösserer Teil nicht in den neuen Band aufgenommen wurde (vgl. Foliierung). Die Wasserzeichen der älteren Teile sind zwischen 1350 (Teil 9) und 1366 (Teil 5) belegt; in den von Friedrich selbst geschriebenen Teilen 1 und 8 erscheinen dagegen Wasserzeichen mit Parallelen aus den Jahren 1401 bzw. 1403 und 1405. Die Hs. ist mit mehreren anderen aus der Sammlung Friedrichs von Amberg verbunden: Teil 5 wurde von derselben Hand geschrieben wie Ms 44 (Teil 4), Ms 62 (Teil 13), Ms 63 (Teil 3), Ms 82 (Teil 4) sowie Ms 83 (Teil 4 und 7). Teil 6 stammt wohl von derselben Hand wie Ms 44 (Teil 11), Ms 62 (Teil 8 und 14) und Ms 82 (Teil 2). Das Papier mit dem Wasserzeichen Glocke (Nr. 40529) in Teil 8 wurde auch für Ms 62, Teil 7 und Ms 44, Teile 8 und 13 verwendet. Zu Teil 3a existiert ausserdem eine Zwillingshandschrift in Stuttgart, in der auch einige Texte der Teile 2, 6 und 9 enthalten sind (Württembergische Landesbibliothek, HB III 50, vgl. Helmut Boese, Die Handschriften der ehemaligen Königlichen Hofbibliothek, Bd. 2,1: Codices biblici, codices dogmatici et polemici, codices hermeneutici, Wiesbaden 1975, S. 114f.).
Provenance of the manuscript: Friedrich von Amberg, siehe Besitzeintrag Br. Der umfangreichste Teil 3 dürfte zunächst dem daran beteiligten Schreiber C gehört haben, der Korrekturen, Anmerkungen und Nachträge darin vornahm.
Bibliography:
- Meister Eckhart und seine Jünger. Ungedruckte Texte zur Geschichte der deutschen Mystik, hrsg. v. Franz Jostes, Freiburg i. Ü. 1895 [Nachdr. Berlin / New York 1972], S. XIIIf.;
- Bruckner, Scriptoria 11, S. 89 (in Anm. 25);
- Jörg, Katalog, S. 238–298;
- Jörg, Untersuchungen, besonders S. 74–88;
- Handschriftencensus.
Manuscript title: Index thematicus
Date of origin: 1. Drittel 15. Jh.
Support: Papier. Wasserzeichen: zweikonturiger Kreis mit Kugelkreuz, ähnl. Briquet Nr. 3132 (1405).
Page layout:
Begrenzung des Schriftraums mit Tinte, Schriftraum 15–15,5 × 9,5 (Zeilenlänge stark schwankend), 27–29 Zeilen.
Writing and hands:
Jüngere gotische Buchkursive mit Schleifen von der Hand Friedrichs von Amberg.
Decoration: Rubriziert, Festtage rot unterstrichen, 3r rote Überschrift. 1r zweizeilige rote Lombarde.
Contents:
- 1r-3v Grob gegliedert in Temporale, Heiliger Geist, heilige Jungfrau, Quaestionen und weitere Heilige. >Incipit tabula in presentem librum< De adventu. Nota quod ante Christi adventum in carnem fuerunt multe discordie in ierarchia trinitatis, 150. Queritur quare pocius fuit incarnatus filius quam pater, 150 …–… 3r Item de sancto Anthonio: Optavi, 171. 3v Drei gestrichene Einträge der vorigen Seite wiederholt: Item dominica quarta adventus: Anno 15o, 209 …
- 4r-12v leer.
Manuscript title: Sermones, quaestiones, materiae praedicabiles, notae.
Date of origin: 3. Viertel 14. Jh.
Support: Papier. Wasserzeichen: Bl. 14-23 Kreis, ähnlich Piccard, Wasserzeichenkartei, Nr. 21895 (1371).
Page layout:
Begrenzung des Schriftraums mit Stift, Schriftraum 16–16,5 × 11,5, 39–45 Zeilen.
Writing and hands:
Ältere gotische Buchkursive von einer Hand (A).
Decoration: Rubriziert, rote Überschriften. 2–3zeilige rote Lombarden. Marginalien zur Gliederung der Texte, z. T. in Rot.
Contents:
-
13r-23v
12 Texte, Initien im Register.
>De anima devota vel sancto aliquo. Et notantur iiiior species iubili<
(am Kopf der Seite von der Hand Friedrichs von Amberg).
Beatus populus … (Ps 88,16). De ista oracione que iubilus dicitur, in vulgari vero ein usssprechen und ein ussdringen innerkeit, dicam quot sunt species iubili … 14r Queritur, quare sic deus suam graciam hominibus in hac vita inequaliter dividat, uni plus, alteri minus …–…
23r Inter dictas potencias primo est dicendum de voluntate, que est inter motivas precipua … prout voluntas protrahit hominem et allicit, ut bonum spernat incommutabile et rebus mutabilibus ad//
Text bricht nach Beginn der sechsten Zeile ab, Rest der Seite leer. Mehrere der hier auftretenden Texte sind in der Hs. auch andernorts enthalten, einige kommen ausserdem in Ms 107 und HB III 50 vor (siehe Herkunft): 13r (vgl. 73va und 191r sowie Ms 107, 10r und HB III 50, 198v), 17r (vgl. 93rb), 17v (vgl. 55ra und HB III 50, 156v), 18v (vgl. 58rb und HB III 50, 162v), 19v (vgl. 76rb und Ms 107, 72vb) und 20v (vgl. Ms 107, 9r). - 24r-v leer.
Date of origin: 3. Viertel 14. Jh.
Support: Papier. Wasserzeichen: 3a: Bl. 28–81 zwei Varianten von Nr. 161645 (1356). Teil 3b: Bl. 86–118 Nr. 21794 (1359) und 161463 (1360); Bl. 102/103 Ochsenkopf, ähnlich Briquet Nr. 14461.
Page layout:
Begrenzung der Spalten mit Stift (kaum sichtbar), 79v–96v mit Tinte. Schriftraum 15,5–17 × 10,5–12,5, zweispaltig (4,5–6); 35–48 Zeilen.
Writing and hands:
Ältere gotische Buchkursive von vier Händen: 25ra–79ra Hand B; 79ra–84ra, 84vb und 92va–118va Hand C; 84ra–va Hand D; 85ra–92va Hand E; im Bereich von Hand B die erste Zeile jedes neuen Textes in vergrösserter Textualis
Decoration: Spärlich rubriziert. Zweizeilige rote Lombarden mit Punktverdickungen und Konturbegleitstrichen (26rb nicht ausgeführt). Im Bereich von Hand B am Rand Autorangaben und am Fuss der Seiten Vorgaben für Überschriften, nicht ausgeführt.
Contents:
- 3a.
- (25ra-84va)
Sermones, quaestiones, materiae praedicabiles, notae.
65 meist lateinische, seltener lateinisch- deutsche bzw. rein deutsche Texte, Initien im Register. Textauswahl und Reihenfolge stimmen fast völlig mit HB III 50, 95r–224v überein.
>Assit in ceptum sancta Maria meum etc.<
(am Kopf der Seite).
Comedite, amici … (Ct 5,1). Habent hochzit und wirtschaft mit mir … 35vb >De caritate et dilectione Christi<. Minne ist ein geordenet wille und ein grosser wille und ein groz begirde got ze dienent … Initium des in HB III 50, 117r vorausgehenden, hier ausgelassenen Textes von Schreiber C am unteren Rand nachgetragen: Minne ist der sele strik … 54ra nicht enthalten in HB III 50. 55ra Nota quid videat qui deum clare et intuitive videt …–…
84ra Tu solus peregrinus … (Lc 24,18). Quia vero sub tipo peregrini Christus est in sermone presenti introductus … unde apostolus: Nemo militans deo secularibus se implicat negociis etc. etc.
Edierte Texte: 25ra und 34va Jostes, S. 103–107; 36rb Auszug aus Wirtschaft, vgl. Franz Pfeiffer, Meister Eckhart, Leipzig 1857, S. 626 (Z. 1–17). 65ra BHL 1669 (Katharina). Bei Schneyer verzeichnet (häufig mit anderem Schluss, seltener mit anderem Anfang): 27rb und 53ra Bd. 2, S. 38, Nr. 60 und 62 sowie S. 37, Nr. 57 (Engelbert von Köln); 39va Bd. 1, S. 744, Nr. 346 und S. 743, Nr. 332 (beide Conradus de Brundelsheim); 54ra Bd. 7, S. 296, Nr. 81; 67ra Bd. 1, S. 656, Nr. 980 (Bonaventura d’Iseo); 70ra Bd. 2, S. 35, Nr. 25 (Engelbert von Köln); 77ra Bd. 6, S. 403, Nr. 14; 79va Bd. 2, S. 37, Nr. 48 und S. 36, Nr. 36 (beide Engelbert von Köln). Mehrfach in dieser oder anderen Hss. Friedrichs von Amberg enthalten: 32va (vgl. 158v), 55ra (vgl. 17v), 56va (vgl. 162v), 58rb (vgl. 18v), 61rb (vgl. 159v), 64ra (vgl. Ms 44, 135va), 64va (vgl. 13r und Ms 107, 10r), 73ra (vgl. Ms 44, 5vb), 73va (vgl. 13r), 75ra (vgl. 154v), 75va (vgl. Ms 44, 137va), 76rb (vgl. 19v und Ms 107, 72vb) und 79ra (vgl. Ms 83, 259r). - (84vb) Nachträge. Cum tempus habes …
- (25ra-84va)
Sermones, quaestiones, materiae praedicabiles, notae.
65 meist lateinische, seltener lateinisch- deutsche bzw. rein deutsche Texte, Initien im Register. Textauswahl und Reihenfolge stimmen fast völlig mit HB III 50, 95r–224v überein.
>Assit in ceptum sancta Maria meum etc.<
(am Kopf der Seite).
Comedite, amici … (Ct 5,1). Habent hochzit und wirtschaft mit mir … 35vb >De caritate et dilectione Christi<. Minne ist ein geordenet wille und ein grosser wille und ein groz begirde got ze dienent … Initium des in HB III 50, 117r vorausgehenden, hier ausgelassenen Textes von Schreiber C am unteren Rand nachgetragen: Minne ist der sele strik … 54ra nicht enthalten in HB III 50. 55ra Nota quid videat qui deum clare et intuitive videt …–…
84ra Tu solus peregrinus … (Lc 24,18). Quia vero sub tipo peregrini Christus est in sermone presenti introductus … unde apostolus: Nemo militans deo secularibus se implicat negociis etc. etc.
- 3b.
-
(85ra-117rb)
Sermones, quaestiones, materiae praedicabiles, notae.
37 meist lateinische, selten lateinisch- deutsche bzw. rein deutsche Texte. Initien im Register.
>In nomine domini, Amen<
(am Kopf der Seite).
Omne datum optimum … (Iac 1,17). In verbis istis describit nobis patrem eternum … 86ra Spiritus omnipotentis … (II Mcc 3,24). Die almechtikeit gottes hat sich groslich geoffend secundum sententiam angeli Raphaelis … 86va unde non bonum nec malum infirmant. Daneben von Hand C: Hic est defectus. Residuum sermonis querendum 102o (vgl. 113va) … 112ra Queritur a doctoribus pro informacione hominis, quare mali proficiunt in temporalibus … 112va Consequenter queritur et dubitatur, quare maior pars hominum sit viciosa … beide Quaestionen auch in der Hs. Greifswald, Geistliches Ministerium, XXVII.E.104, 13vb und 87vb (Jürgen Geiss, Mittelalterliche Handschriften in Greifswalder Bibliotheken, Wiesbaden 2009, S. 115 mit weiteren Hss.). 112vb Dubitatur, numquid aliquid peccatum sit tam grande, quod proporcionetur vel excedat misericordiam divine clemencie … Parallelüberlieferung Nürnberg, Germanisches Nationalmuseum, Hs. 33035, 125v (Hardo Hilg, Die Handschriften des Germanischen Nationalmuseums Nürnberg, Bd. 2.2, Wiesbaden 1986, S. 57). 113rb Nota: Deus omnem diligenciam adhibet, ut cor hominis possideat … 113va >Istud est superfluum sermonis qui incipit: Spiritus omnipotentis dei etc. De spiritu sancto, 75o< (vgl. 86va). // si factum meliorare non possunt …–…
117rb Videmus nunc per speculum … (I Cor 13,12). Est enim notandum quod triplex est speculum: exterius, interius et superius … qui studet se frequenter cogitare et diligenter cognoscere. Hec omnia Bernardus.
87va, 94va und 96va jeweils eine ganze Predigt gestrichen. 96va ediert bei Jostes, S. 101–103. Bei Schneyer verzeichnet (meist mit abweichendem Schluss): 91rb Bd. 1, S. 717, Nr. 9 (); 98rb Bd. 6, S. 544f. Nr. 117 und 128; 103rb Bd. 2, S. 660, Nr. 297 (); 109va Bd. 2, S. 37, Nr. 58 (). Mehrfach in dieser Hs. enthalten: 93rb (vgl. 17r) und 100rb (vgl. 153r). - (117va-vb) Errores Begardorum. Hii sunt articuli erronei reprobati a sede apostolica in 7o, propter quos articulos secta Beghardorum condempnata fuit in concilio Viennensi … Heinrich Denzinger, Enchiridion symbolorum, definitionum et declarationum de rebus fidei et morum, Freiburg i. Br. 1911, S. 207f.
- (118ra-va) De oratione. Oportet semper orare … (Lc 18,1). Inter omnia opera bona precipue deus docet nos operam dare oracioni …–… et ab hac utilitate oracionis tepide elongemur. Dominus etc. Vgl. die Hs. Basel, Universitätsbibliothek, B VIII 32, 70ra (Gustav Meyer / Max Burckhardt, Die mittelalterlichen Handschriften der Universitätsbibliothek Basel, B.2, Basel 1966, S. 103).
-
(85ra-117rb)
Sermones, quaestiones, materiae praedicabiles, notae.
37 meist lateinische, selten lateinisch- deutsche bzw. rein deutsche Texte. Initien im Register.
>In nomine domini, Amen<
(am Kopf der Seite).
Omne datum optimum … (Iac 1,17). In verbis istis describit nobis patrem eternum … 86ra Spiritus omnipotentis … (II Mcc 3,24). Die almechtikeit gottes hat sich groslich geoffend secundum sententiam angeli Raphaelis … 86va unde non bonum nec malum infirmant. Daneben von Hand C: Hic est defectus. Residuum sermonis querendum 102o (vgl. 113va) … 112ra Queritur a doctoribus pro informacione hominis, quare mali proficiunt in temporalibus … 112va Consequenter queritur et dubitatur, quare maior pars hominum sit viciosa … beide Quaestionen auch in der Hs. Greifswald, Geistliches Ministerium, XXVII.E.104, 13vb und 87vb (Jürgen Geiss, Mittelalterliche Handschriften in Greifswalder Bibliotheken, Wiesbaden 2009, S. 115 mit weiteren Hss.). 112vb Dubitatur, numquid aliquid peccatum sit tam grande, quod proporcionetur vel excedat misericordiam divine clemencie … Parallelüberlieferung Nürnberg, Germanisches Nationalmuseum, Hs. 33035, 125v (Hardo Hilg, Die Handschriften des Germanischen Nationalmuseums Nürnberg, Bd. 2.2, Wiesbaden 1986, S. 57). 113rb Nota: Deus omnem diligenciam adhibet, ut cor hominis possideat … 113va >Istud est superfluum sermonis qui incipit: Spiritus omnipotentis dei etc. De spiritu sancto, 75o< (vgl. 86va). // si factum meliorare non possunt …–…
117rb Videmus nunc per speculum … (I Cor 13,12). Est enim notandum quod triplex est speculum: exterius, interius et superius … qui studet se frequenter cogitare et diligenter cognoscere. Hec omnia Bernardus.
Date of origin: 3. Viertel 14. Jh.
Support: Pergament und Papier. Wasserzeichen: Bl. 129f. Kreis, Piccard, Wasserzeichenkartei, Nr. 161741 (1361/63).
Page layout:
Begrenzung des Schriftraums mit Stift, Schriftraum 16–17 × 12–12,5, zweispaltig (5,5–6); 35–40 Zeilen.
Writing and hands:
Ältere gotische Buchkursive von einer Hand (F).
Decoration: Rubriziert, 2–4zeilige blassrote Lombarden mit Punktverdickungen und Konturbegleitstrichen.
Contents:
- 120ra-122va Sermones. Zwei Predigten. Suscepimus deus misericordiam … (Ps 47,10). Hoc verbum potest intelligi de quadruplici templo … 122ra Animam meam in manibus … (Iob 13,14). Licet prophete sint verba, habemus tamen in hac sollempnitate sint (für sicut) verba sancte Marie …–… modo hodie potest dici: Pacem ei qui longe etc.
- 122va-130va Lumen animae. Rezension B, Teil 2. Misit rex Saul apparitores … (I Sm 19,14). David desiderabilis interpretatur, Saul diabolum significans …–… Modicus et temperans cibus utilis est corpori et anime etc. Rogemus dominum etc. Bloomfield, Incipits, Nr. 3085. Vgl. GW M35865 mit zahlreichen grösseren Abweichungen.
- 130vb Summa de vitiis (abbreviatio). Fragment, ganze Spalte gestrichen. In nomine domini, Amen. Nota: Vicia summa diligencia sunt vitanda, demonibus valde placent …–… dominatur super totam familiam suam, universitatem// Text bricht am Ende der Spalte ab, anschliessend fehlen drei Blätter. Bloomfield, Incipits, Nr. 6524. Kaeppeli, Scriptores, Nr. 1622.
Date of origin: 3. Viertel 14. Jh.
Support: Papier. Wasserzeichen: Bl. 132–148 Ochsenkopf, Piccard, Wasserzeichenkartei, Nr. 81520 (1366) und 81531 (1366); Bl. 144f. Kreis (unvollständig).
Page layout:
Begrenzung des Schriftraums mit Stift, Schriftraum 15–16 × 9,5– 11, 30–39 Zeilen.
Writing and hands:
Ältere gotische Buchkursive von Hand A (vgl. Teil 2).
Decoration: Rubriziert, 133r rote Überschrift. 131r–134r einzeilige, danach 2–4zeilige rote Lombarden mit Punktverdickungen und Konturbegleitstrichen. Abschnittsweise Marginalien zur Gliederung der Texte.
Contents:
- 131r-133r Quaestiones. Zwei moraltheologische Quaestionen. Utrum viris perfectis sit indita pungna cum passionibus … 131v Utrum in temptacionibus sit melius fugere quam cum eis pungnare …–… quod nulla fuga potest intelligi pro omni carencia sive resistendo sive desistendo etc. Beide Texte in derselben Reihenfolge auch in Graz, Universitätsbibliothek, Ms. 641, 9v und 10v (Anton Kern, Die Handschriften der Universitätsbibliothek Graz, Bd. 1, Leipzig 1942, S. 384).
- 133r-134r De confessione. >Tractatus de confessione< Nota, quod vitari debent verba superflua in confessione. Qui bene se vult expedire … 134r Questio est inter doctores, utrum confessio sit homini neccessaria ad salutem …–… Et cum homo nollet habere propositum confitendi opportunitate habita, non valeret.
- 134v-135v Moralia. Nota, quod ad hoc quod homo mundetur a peccatis et in gracia et virtutibus proficiat … vgl. Luzern, Zentral- und Hochschulbibliothek, Msc 40 4o, 147vb (Peter Kamber / Mikkel Mangold, Katalog der mittelalterlichen Handschriften des Franziskanerklosters St. Maria in der Au Luzern und der kleinen Provenienzen in der Zentral- und Hochschulbibliothek Luzern, Basel 2019, S. 187). 135v Angelis suis … (Ps 90,11). Rex aliquis habens duas civitates, unam sitam in securitate pacis, aliam sitam inter pericula et gwerras …–… ideo semper timet et de custodia eius sollicitatur.
- 136r-137r Rationes XIV ad proficiendum in virtute. >Exercicium mentis in deum per affectum xiiii racionum< Quia placet michi multum de hoc, quod incepisti boni ad honorem dei …–… timendo periculum veniendi ad penas antedictas. Rogemus. Vgl. Basel, Universitätsbibliothek, A VIII 28, 101v. Walter Baier / Kurt Ruh, Artikel Ludolf von Sachsen, in: Verfasserlexikon2, Bd. 5 (1985), Sp. 969.
- 137v leer.
- 138r-v Sermo. Orate, ne intretis … (Mt 26,41). Quia dicit beatus Augustinus: Deus, qui creavit hominem, sine suo adiutorio ipsum non vult iustificare …–… Sola enim verba sine attencione cordis nichil prosunt.
- 139r-142v Compendium de virtute humilitatis. >Tractatus humilitatis< Ad videndum altitudinem humilitatis attendamus primo perfectionem, quam in se comprehendit …–… sicut dicit Iob: Si simplex fuero, hoc ipsum ignorabit anima mea. Rogemus etc. Doctoris seraphici S. Bonaventurae opera omnia, Bd. 8, Quaracci 1898, S. 658–662. Distelbrink, Bonaventurae scripta, Nr. 72.
- 142r-147v Sermones. Zwei lateinische Predigten. Surge et ascende … (Gn 35,1). Notandum, quod iste mons contemplacionis ascendatur … 145v Surge velociter (Act 12,7). Postquam homo vicia, que inherent homini ex tribus bonis, scilicet temporalibus, corporalibus et spiritualibus, expressit …–… fugiens a turbis et ad montes conscendens solus voluit orare etc.
- 148r-150r De septem gradibus contemplationis, deutsch. Contemplativorum acquilinos obtutus … Guote lút unde geistlich lút, die gern zo allen ziten got schowent …–… nah disen dingen allen so soeud ir wissen, dz wer sich zuo gotte gerne füget mit tugenden etc. vgl. Basel, Universitätsbibliothek, B IX 25, 100r (dort vorzeitig abgebrochen, siehe Gustav Meyer / Max Burckhardt, Die mittelalterlichen Handschriften der Universitätsbibliothek Basel, B.2, Basel 1966, S. 350). Vgl. Kurt Ruh, Bonaventura deutsch, Bern 1956, S. 282.
- 150r-v Auctoritates. >Secuntur auctoritates Bernhardi< Contra luxuriosos dicit Bernhardus: aer, terra, mare non sufficiunt talibus …
Date of origin: 3. Viertel 14. Jh.
Support: Papier. Wasserzeichen: Bl. 158-162. Kreis, Piccard, Wasserzeichenkartei, Nr. 161741 (1361/63).
Page layout:
Begrenzung des Schriftraums mit Stift, Schriftraum 16 × 11, 39–48 Zeilen.
Writing and hands:
Ältere gotische Buchkursive von einer Hand (G).
Decoration: Rubriziert. Zweizeilige rote Lombarden. Marginalien zur Gliederung der Texte und zur Erschliessung des Inhalts, meist rot umkreist.
Contents:
- 151r-159r Sermones, Quaestiones. Sieben lateinische Texte, Initien im Register. Beati qui habitant … (Ps 83,5). Est beatitudo virtutis, que potest esse amissibilis …–… 158v Questio, utrum beatitudo nostra ultima et finalis consistat precise in visione vel precise in fruicione … et sic perfectius stat beatitudo in fruicione perfecta quam in visione clara et intuitiva. Mehrfach erscheinende Texte: 151r (vgl. Ms 44, 139vb und HB III 50, 26v), 153r (vgl. 100rb), 154v (vgl. 75ra) und 158v (vgl. 32va).
- 159r-161r Quaestiones de praescientia dei. Drei Texte. Questio est, utrum deus ab eterno precognovit omnia contingencia et acta … 159v Utrum tantum illa, que eveniunt, ex neccessitate eveniant … vgl. 61rb und HB III 50, 168r. 160v Nota de presciencia dei duas questiones: Respice volatilia … (Mt 6,26), vel aliud thema: Scit enim pater … (Lc 12,30). Circa prescienciam dei curiosi duo magna querere solent …–… ideo enim deus aliquando servat spinas, ut erigat rosas.
- 161v-162v Quaestiones de incarnatione. Drei Texte, davon zwei Auszüge aus Sentenzenkommentar. Nota ergo, quod ante adventum filium dei in carnem multe discordie et questiones fuerunt in ierarchia trinitatis … Queritur, quare pocius fuit incarnatus filius quam pater vel spiritus sanctus … Doctoris seraphici S. Bonaventurae opera omnia, Bd. 3, Quaracci 1898, S. 29f. 162r De adventu Christi in carnem ponuntur hec tres questiones: Prima est, quare Christus fuit incarnatus … ebd. S. 23f.
- 162v Quaestio de visione beatifica. Queritur utrum beati videant omnia in deo, et si videant omnia in deo, an videant omnia peccata sua …–… Tu dicis: ille, qui est in summo gaudio, habet quidquid vult, ergo etc. Vgl. 56va und HB III 50, 159v.
Date of origin: 3. Viertel 14. Jh.
Support: Papier und Pergament. Wasserzeichen: Bl. 166–173 Armbrust, ähnlich WZIS DE5580-Clm14293_103 (1346–1355)
Page layout:
Begrenzung des Schriftraums mit Stift, Schriftraum 15,5 × 10,5–11, 43–57 Zeilen.
Writing and hands:
Flüssige gotische Minuskel von einer Hand (H).
Decoration: Rote Paragraphenzeichen. 2–3zeilige Lombarden mit Punktverdickungen und Konturbegleitstrichen.
Contents:
- 163r-174r Moralia. Auszug. >Incipit tractatus de virtute intellectuali sive virtutibus moralibus< Intellectus bonus … (Ps 110,10). Quia vero ad hoc, quod actio moralis sit laudabilis, requiritur virtus intellectualis … 166r Cardines celi … (Iob 22,14). Quia vero virtutes cardinales dicuntur a cardine celi … 168v Domine deus virtutum … (Ps 88,9). Quia vero virtutes theologice sunt circa deum tamquam circa suum obiectum proprium …–… theologi ponunt inter ierarchias istam amiciciam ad deum, qua singulariter voluit crucifigi Christus et quam nobis commendavit qui est benedictus in secula, Amen. Bloomfield, Incipits, Nr. 2776. Bartholomäus Roth, Franz von Mayronis, Werl (Westf.) 1936, S. 227 und 229.
- 174v leer.
Date of origin: frühes 15. Jh.
Support: Papier. Wasserzeichen: Bl. 178–185 Glocke, Piccard, Wasserzeichenkartei, Nr. 40529 (1400) und 40532 (1403).
Page layout:
Begrenzung des Schriftraums mit Tinte, Schriftraum 16 × 11, 30–33 Zeilen.
Writing and hands:
Jüngere gotische Buchkursive mit Schleifen von der Hand Friedrichs von Amberg.
Decoration: Ab 177r spärlich rubriziert, rote Paragraphenzeichen. 1–2zeilige rote Lombarden mit Punktverdickungen (176r nicht ausgeführt). Marginalien zur Gliederung der Texte.
Contents:
- 175r-v leer.
- 176r-185r Sermones. Notae. 5 lateinische Texte, Initien im Register. >De beata Maria Magdalena< Notandum est, quod ex sacra scriptura potest multipliciter deduci, quod beata Magdalena communicat et convenit cum angelis … 179v >De sancto Anthonio confessore ordinis fratrum Minorum<. Optavi et datus est … (Sap 7,7). Pro gracia spiritus sancti impetranda, recurrendum est ad ipsam gloriosam dei genitricem …–… hanc enim habuit beatus Anthonius, ut per totam vitam suam apparet. Ideo nunc in celis regnat, ad quod nos perducat etc. Amen. 177v Schneyer Bd. 2, S. 659, Nr. 274 (mit anderem Schluss), .
- 185r-186v leer.
Date of origin: 3. Viertel 14. Jh.
Page layout:
Begrenzung des Schriftraums mit Stift, Schriftraum 16–17,5 × 11–12,5, 36–42 Zeilen.
Writing and hands:
Ältere gotische Buchkursive von zwei Händen, 187r–192r (Hand J); 192r–198v (Hand K).
Decoration: Rubriziert, vereinzelt Autorangaben rot angestrichen. 2–3zeilige rote Lombarden mit Konturbegleitstrichen.
Contents:
- 187r-198v Sermones. 9 Predigten, Initien im Register. Trahe me post te … (Ct 1,3). Bernardus exponens hec verba dicit quod sunt anime devote …–… 195r Homo quidam fecit cenam magnam … (Lc 14,16). Nota, quod filius dei de 4or partibus mundi vocavit suos … et deus suam animam pro omnibus. Rogemus ergo etc. 191r ganze Predigt gestrichen. 192r Schneyer, Bd. 2, S. 665, Nr. 362–364 und 357 (die letzte mit anderem Schluss), . Mehrfach auftretende Texte: 190r (vgl. HB 50 III, 47v) und 191r (vgl. 13r und 73va sowie Ms 107, 10r und HB III 50, 198v).
Date of origin: 3. Viertel 14. Jh.
Support: Papier. Wasserzeichen: Bl. 203f. und 207 Schwert (? vgl. Briquet Nr. 8109) oder Hellebarde (? vgl. Piccard, Wasserzeichenkartei, Nr. 123273).
Page layout:
Begrenzung des Schriftraums mit Tinte, 209r–213r mit Stift, Schriftraum 16,5–18,5 × 12–13, zweispaltig (5–6,5), 33–45.
Writing and hands:
Ältere gotische Buchkursive von zwei Händen, 199ra–208vb Hand J, 208vb–213vb Hand K.
Decoration: Rubriziert, vereinzelt Autorangaben rot angestrichen. 2–3zeilige rote Lombarden mit Punktverdickungen und Konturbegleitstrichen.
Contents:
- 199ra-208vb Sermones de sanctis. Acht Predigten, die erste zu Beginn unvollständig. // inclinans ad peccandum tamen potuit habere inclinacionem … 199rb ita quod posset de ea dici illud: Mulier amicta etc. Vide in sermone de sancta Clara. Ganzer Sermo gestrichen, wohl Schlussteil von Schneyer, Bd. 2, S. 38, Nr. 68 (vgl. Ms 44, 44vb). Anschliessend 199rb Remittuntur ei peccata multa … (Lc 7,47). Doctores Grecorum et Latinorum … Schneyer, Bd. 2, S. 37, Nr. 53 und 55; S. 35, Nr. 30; S. 36, Nr. 44; S. 35, Nr. 35; S. 38, Nr. 64; S. 35, Nr. 28.
- 208vb-213vb Sermones. Drei Predigten. Quartum animal simile aquile … (Apc 4,7). Secundum quod vult Augustinus, De civitate 20 sancti novi et veteres sunt libri … 210ra Que est ista … (Ct 6,9). Hodie nata est beata virgo Maria, unde Augustinus: Ideoque cum summa exultacione gaudeat terra …–… 211rb Anno quinto decimo … (Lc 3,1). Dicit Augustinus in sermone de nativitate sancti Iohannis: Sicut quando verbum corde concipimus neccessaria est vox … inquietum est cor nostrum donec requiescat in te. Rogemus.