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St. Gallen, Stiftsarchiv, Handschriften der Abtei Pfäfers, Cod. Fab. II
Romain Jurot. Unter Mitarb. von Rudolf Gamper: Katalog der Handschriften der Abtei Pfäfers im Stiftsarchiv St. Gallen. Dietikon-Zürich: Urs Graf Verlag, 2002. (Studia Fabariensia; 3) S. 42f.
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By courtesy of Urs Graf Verlag, Dietikon. The manuscript description is copyrighted by the publisher.
Manuscript title: GREGORIUS I. PAPA.
Date of origin: 11. Jahrhundert.
Former shelfmark: Q; D9; XII.
Support: Pergament.
Extent: 305 Blätter.
Format: 28–29 x 19 cm.
Foliation: 8v Lagenzählung a. Neuere Foliierung: I. II. 1–303.
Collation: 2 IV16 + (IV-3)21 + (IV-1)28 + 12 IV124 + III130 + IV138 + III144 + 19 IV296 + (III-1)301. Nach Bl. 21 fehlen 3 Bl., nach Bl. 22 und 301 fehlt je 1 Bl., Textverluste. Bl. 2, 157 und 163 teilweise herausgeschnitten.
Condition: Wasserschaden. Risse mit Faden und Tierhaaren (Bl. 2, 153, 157) vernäht; Bl. 1, 2 und 302 im 20. Jh. geflickt.
Page layout: Blindliniierung, Schriftraum Bl. 1144 : 20,5–21 x 12, 21 Zeilen; Bl. 145301 : 22 x 12–13, 19 Zeilen.
Writing and hands: Karolingische Minuskel, mehrere Hände (Händewechsel z.B. 37r, 69r, 87r), Hoffmann, S. 341, unterscheidet 11 Hände. Zählung der Homilien am oberen Rand von einer gleichzeitigen Hand bis 107r. Titel in Rustica. Am Anfang der Homilien 2zeilige (1r 4zeilige) rote Initialen. 109r zwei Rankeninitialen in roter Federzeichnung. Akzente.
Decoration: Einritzung am Rand: Rankeninitiale (z.B. 108v, 125v), Vierfüssler (z.B. 124v, 133v), Hand (135v), stehende menschliche Gestalt (211v).
Additions: Korrekturen durch Auspunktierung oder auf Rasur. 2r Pater noster, 101r ...bder, 296r Sancti spiritus assit nobis gratia. Federprobe: 301v probatio penne. 108v Capitula von einer Hand des 14. Jhs., von der gleichen Hand Zählung der Homilien am oberen Rand ab 108v.
Binding: Abgeschrägte Holzdeckel, mit braunem Leder bezogen, Pfäfers, 3. Viertel des 15. Jhs. Streicheisenlinien, Einzelstempel (Kyriss, Spätgotische, Nr. 1, 3, 4–6). Eine nach vorn greifende Kantenschliesse, neu. Rücken nach 1935 erneuert, braunes Leder mit Einzelstempeln; auf dem alten, separat aufbewahrten Rückenleder 2 Papierschilder: 1. Homiliae Sancti Gregorii Papae M.S., 17.–18. Jh., daneben alte Signatur XII, 19. Jh.; 2. heutige Signatur II, 20. Jh. Titelschild aus Pergament auf dem vorderen Deckel Omelye sancti Gregorii pape numero quadraginta und Signatur Q in Rot, Textura, 15. Jh. Auf dem hinteren Spiegelblatt kleines Papierschild mit alter Signatur D9, 18. Jh. Altes Spiegelblatt (I) abgelöst.
Contents:
Origin of the manuscript: Nach Hoffmann «typische sanktgallische Initiale». Möglicherweise identisch mit «II quadraginta» im Pfäferser Bücherverzeichnis Nr. 3. Die 2 Teile könnten den Pars prima (bis Bl. 108) und Pars altera (ab Bl. 109) entsprechen. Hoffmann weist eine Hand dem sanktgallischen Skriptorium (1. Hälfte des 11. Jhs.) und die übrigen mit Vorbehalt dem Skriptorium der Reichenau (2. Hälfte des 11. Jhs.) zu.
Provenance of the manuscript: Wahrscheinlich identisch mit «XL homilie Gregorii» im Bücherverzeichnis Nr. 3 des 10./11. Jhs. (Müller/Pfaff, Thesaurus, S. 96 Nr. 10). Pfäferser Titel- und Papierschilder, siehe Einband.
Literatur