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Aarau, Aargauer Kantonsbibliothek, MsMurF 84
Papier · 388 ff. · 26.5 x 19.5 cm · 1498-1499
Petrus Hispanus, Petrus Tartaretus
Der Sammelband besteht aus einem Inkunabeldruck aus Freiburg i. Br. von 1494 und zwei handschriftlichen Teilen, die Frater Johannes Bengel, Konventuale des Schwarzwälder Klosters Alpirsbach, in den Jahren 1498 und 1499 kopierte. Die drei Schriften zur scholastischen Logik stammen von Petrus Hispanus und Petrus Tartaretus, einem zeitgenössischen Pariser Philosophen, dessen „Eselsbrücke“ (pons asinorum) genannte logische Figur ebenfalls kopiert ist.
(gam)
Online seit: 2018-12-14
Appenzell, Landesarchiv Appenzell Innerrhoden, M.03.02/PfAA A 2.1
Pergament · 158 ff. · 32 x 22 cm · um 1160
Appenzeller Missale
Das Missale ist das älteste bis heute überlieferte Dokument im Kanton Appenzell Innerrhoden und befindet sich im Besitz der Pfarrei St. Mauritius Appenzell. Es entstand wohl für eine im Bistum Konstanz gelegene Kirche, seine genaue Herkunft ist jedoch unbekannt. Von Bedeutung für die Appenzeller Landesgeschichte ist das Missale auch deshalb, weil sich darin die einzige überlieferte Abschrift der Stiftungsurkunde der Pfarrei Appenzell von 1071 befindet. Der Band umfasst getrennte Corpora (Kalendar, Graduale, Sequentiar, Sakramentar, Lektionar). Das Kalendar ist besonders reich mit Heiligenfesten besetzt, wobei keines als Patronatsfest rubriziert ist.
(fre)
Online seit: 2015-12-17
Basel, Universitätsbibliothek, A II 1
Papier · 142 ff. · 29.5-30 x 21-21.5 cm · 1396
Nicolaus de Lyra, Postilla super Genesim et Exodum
Postille zu Genesis und Exodus, geschrieben 1396 vom Freiburger Priester Rüdiger Schopf, ausgestattet mit 52 viertel- bis halbseitigen kolorierten Federzeichnungen. Die Handschrift ist Teil einer vielbändigen, reich illustrierten Abschrift des Bibelkommentars „Postilla super totam Bibliam“ von Nikolaus von Lyra, welche der Weltgeistliche Rüdiger Schopf aus Memmingen in den Jahren 1392 bis 1415 für die Freiburger Kartause anlegte. 1430 wurden die Bände, zu denen auch A II 2-6 und 10-13 gehören, der Kartause Basel verkauft.
(gam/flr)
Online seit: 2015-03-19
Basel, Universitätsbibliothek, A VII 68
Pergament und Papier · 324 ff. · 13 x 10 cm · Mitte/2. Hälfte 15. Jh.
Cursus beatissimae virginis Mariae secundum ordinem Carthusiensem et aliae orationes
Die kleine, dicke Papier- und Pergamenthandschrift aus der Bibliothek der Basler Kartause muss rege genutzt worden sein, wie starke Verschmutzung und Gebrauchsspuren vermuten lassen. Der ursprüngliche rote Ledereinband ist mit einer weiteren Lederschicht überzogen, die am unteren Ende über die Buchdeckel hinaus absteht und zu dessen Schutz über dem unteren Schnitt zusammengeklappt werden kann. Die Handschrift enthält Gebete, Hymnen und andere Andachtstexte von zahlreichen verschiedenen Autoren – vorwiegend Heiligen und Päpsten – wie Mechthild von Magdeburg oder Bernhard von Clairvaux. Auch kartäusische Autoren wie Heinrich Arnoldi sind vertreten. Auf Blatt 4v und 316v sind mehrere kolorierte Holz- und Metallschnitte eingeklebt.
(mue)
Online seit: 2018-12-14
Basel, Universitätsbibliothek, A X 132
Papier · 274 + 1 ff. · 22 x 15-15.5 cm · 3. Viertel 15. Jh.
Theologischer Sammelband
Der aus mehreren ursprünglich separaten Teilen zusammengebundene Sammelband aus dem Bestand des Basler St. Leonhardsstifts enthält u. a. Texte von Hugo von Sankt Viktor und Thomas von Kempen. Unter den kürzeren Stücken im Band finden sich unter anderem zwei deutsche Texte („Fünf Mittel gegen die Ungeduld“ und „Zwölf Zeichen der Minne“) sowie drei kleine Glossare: ein hebräisch-lateinisches, ein griechisch-lateinisches und ein lateinisch-deutsches. Erwähnenswert ist auch die noch intakte Dornschliesse am zeitgenössischen Einband.
(mue)
Online seit: 2018-12-14
Basel, Universitätsbibliothek, A XI 38
Papier · 166 ff. · 29.5 x 21-21.5 cm · 1. Viertel 15. Jahrhundert
Sermones de tempore et de sanctis
Die 1590 aus der Basler Kartause an die Universitätsbibliothek überwiesene Papierhandschrift enthält (ab 15r) einen vollständigen Jahreszyklus von Predigten, die zuerst jeweils eine ausführliche, gleichsam wörtliche Auslegung des aktuellen Bibelabschnitts (der Perikope) anbieten, um als Fortsetzung in einem „spirituellen“ zweiten Teil eine ausgeprägt neuplatonische, kontemplationsmystische Lesart nachzureichen. Der Bestand entspricht weitgehend der Parallelüberlieferung. Der lateinische, eher für ein fortgeschrittenes Selbststudium geeignete Text enthält vereinzelt auch deutsche Einsprengsel: Übersetzungen bestimmter Termini, wohl für einen weiteren Gebrauch in Volkspredigten.
(mag)
Online seit: 2024-09-26
Basel, Universitätsbibliothek, B I 13a
Pergament · 252 ff. · 33-33.5 x 24 cm · Ende 12. Jahrhundert und 1463
Gregorius, Moralia in Iob, Bücher 17 bis 35
Zweiter Teil einer zweibändigen Ausgabe von Gregors Moralia in Iob. Der mit reichen Initialen ausgestaltete Band vom Ende des 12. Jahrhunderts wurde auf dem Basler Konzil für die Kartause Basel erworben und in der Kartause durch den Schreiber Heinrich von Vullenhoe ergänzt. Die Herkunft des Bandes ist unklar. Ein ausradierter Besitzeintrags eines Klosters S. Maria in Insula könnte das Praemonstratenserkloster Marienwerd in Goldern oder das Zisterzienserkloster Notre Dame de l'Ile-de-Ré bei La Rochelle bezeichnen. Der erste Band (B I 12) hat wahrscheinlich die gleiche Herkunft.
(stu)
Online seit: 2017-09-26
Basel, Universitätsbibliothek, B X 11
Pergament · 135 ff. · 14.5-15 x 10.5-11 cm · um 1400
Sammelhandschrift (Erbauung)
Der kleinformatige Pergamentband aus der Basler Kartause ist aus drei ursprünglich separaten Faszikeln zusammengesetzt. Der erste ist mit drei Initialen geschmückt (1r, 53r, 58r) und enthält Eckberts von Schönau Stimulus dilectionis sowie Gebete, Busspsalmen und eine Heiligenlitanei. Darauf folgt ein Fragment eines Gebetbuchs, dem sowohl Anfang als auch Ende fehlen; der dritte Teil enthält eine Kompilation aus Bonaventuras Soliloquium und Hugos von St. Victor De vanitate mundi. Auffällig ist der starke Verschmutzungsgrad von Bl. 24-53 (Agenda defunctorum und Busspsalmen), der auf eine ausserordentlich rege Benutzung dieses Teils hinweist.
(mue)
Online seit: 2018-10-04
Basel, Universitätsbibliothek, B X 29
Pergament · 175 ff. · 15 x 11 cm · 13. und 14. Jh.
Sammelhandschrift mit Predigten und Predigtmaterialen
Die Handschrift bestand – so noch heute an der separaten alten Foliierung sichtbar – aus ursprünglich mindestens zwei Büchern. Der erste Teil wurde im 13. Jahrhundert von mehreren einander sehr ähnlichen Händen geschrieben und enthält zahlreiche Sermones unter anderem von Gilbertus Tornacensis und Bonaventura. Der zweite Teil, verfasst von einer Haupthand aus dem 14. Jahrhundert, umfasst eine umfangreiche Sammlung von Exempla unterschiedlicher Herkunft. Die schlichte Handschrift gehörte der Bibliothek der Basler Kartause an, was zahlreiche Besitzeinträge, zwei alte Titelschilder und diverse alte Signatureinträge bekräftigen.
(flr)
Online seit: 2018-12-14
Basel, Universitätsbibliothek, F I 16
Pergament · 38 ff. · 24.5 x 19 cm · 14. Jh.
Albertus Magnus: De vegetabilibus et plantis
Der schmale Pergamentband aus dem Basler Predigerkloster enthält Buch I-V von Albertus Magnus' De vegetabilibus et plantis. Dieses Werk in eigentlich sieben Büchern – von denen hier zwei fehlen – stellt einen kleinen Teil aus dem ausserordentlich umfangreichen Opus des Kirchenlehrers und Universalgelehrten dar, dessen Ruhm schon bald nach seinem Tod von seinem Schüler Thomas von Aquin überflügelt wurde. Der abgenutzte Einband weist Spuren auf, die vermuten lassen, dass es sich bei dem Buch um einen liber catenatus gehandelt hat.
(mue)
Online seit: 2018-12-14
Basel, Universitätsbibliothek, R III 3
Papier · III + 28 + I ff. · 19.5-19.7 x 14.4-14.5 cm · 16. Jahrhundert
Sefer Avqat Rokhel, Machir aus Toledo zugeschrieben
Das Avqat Rokhel besteht aus einer Auswahl von eschatologischen Schriften, die in drei „Büchern“ mit je mehreren Teilen angeordnet sind. Es wird Makhir ben Isaak Sar Hasid von Toledo (14. Jh.) zugeschrieben, einem Studenten von Jehuda ben Ascher (1270-1349), Sohn von Ascher ben Jechiel (Rosch, um 1250-1327). Einzig der Titel dieses Werkes ist identisch mit einem späteren Werk über Responsen von Joseph Caro (1488-1575) (Ed. Princ. Salonicco, 1791). Dieser Titel leitet sich von einem Vers des Hoheliedes ab, 3:6 [Wer ist die, die heraufgeht aus der Wüste wie ein gerader Rauch, wie ein Geräuch von Myrrhe, Weihrauch und allerlei Gewürzstaub des Krämers (אבקת רוכל)?], und kann mit „Gewürzpulver des Hausierers“ übersetzt werden.
(iss)
Online seit: 2020-10-08
Bern, Burgerbibliothek, Mss.h.h.I.16
Papier · 806 pp. · 37 x 26 cm · 1484/85
Diebold Schilling, Spiezer Chronik
Die nach dem langjährigen Aufbewahrungsort Spiez benannte Chronik des Chronisten Diebold Schilling ist, als Auftragswerk für Rudolf von Erlach, auch als ‚Privater Schilling' bekannt. Sie enthält die Berner Frühgeschichte von der Stadtgründung bis hin zu Vorkommnissen Mitte des 15. Jh. und ist, im Gegensatz zu Schillings dreibändiger Amtlicher Chronik (BBB Mss.h.h.I.1-3), unvollendet geblieben (die Burgunderkriege sind nicht enthalten).
(mit)
Online seit: 2012-12-20
Beromünster, Stiftskirche St. Michael, Epistolar
Pergament · 129 ff. · 23.5 x 17.2 cm · erste Hälfte des 11. Jahrhunderts
Epistolar
Das Epistolar ist die älteste Handschrift der Bibliothek des Stifts Beromünster und laut „Haustradition“ wurde es von einem Mitglied der Stifterfamilie von Lenzburg, dem Grafen Ulrich († vor 1050), geschenkt. Der Vorderdeckel besteht aus einer später hinzugefügten Elfenbeintafel der 2. Hälfte-Ende des 13. Jhs.
(ber)
Online seit: 2009-12-21
Cologny, Fondation Martin Bodmer, Cod. Bodmer 16
Pergament · 113 ff. · 30 x 20.5 cm · 12. Jahrhundert
Beda Venerabilis, In Marci Evangelium Expositio
Erstellt im deutschen Raum im 12. Jahrhundert. Die Handschrift enthält den Kommentar des Markus-Evangeliums von Beda Venerabilis († 735). Der Codex gehörte zur Bibliothek der Benediktinerabtei Gladbach bei Köln.
(ber)
Online seit: 2013-10-07
Cologny, Fondation Martin Bodmer, Cod. Bodmer 42
Papier · 106 ff. · 21.5 x 29 cm · ca. 1455-1460
Ulrich Boner, Der Edelstein
Der in dieser Handschrift enthaltene Edelstein enthält 100 Fabeln, die um 1330 vom Berner Dominikaner Ulrich Boner verfasst wurden und die aus verschiedenen lateinischen Quellen entnommen und von diesem in Schweizer Mundart übersetzt wurden. Die Schrift und die typischen Merkmale des Layout, mit Auslassungen für nie ausgeführte Illustrationen, sprechen für ein Werk aus der späten Phase (etwa um 1455-1460) des Ateliers von Diebold Lauber in Hagenau, das vorbereitet wurde und fertiggestellt worden wäre, wenn sich ein Käufer gefunden hätte.
(ber)
Online seit: 2013-12-13
Cologny, Fondation Martin Bodmer, Cod. Bodmer 73
Papier · 154 ff. · 28.5 x 21 cm · 1461
Gesta romanorum (dt.)
Die Handschrift enthält eine deutsche Version der Gesta Romanorum, eine Sammlung von ursprünglich lateinischen Anekdoten und Erzählungen, die gegen Ende des 13. oder zu Beginn des 14. Jahrhunderts zusammengestellt wurde. Sie war während des gesamten Mittelalters sehr erfolgreich und wurde wiederholt neu gedruckt. Dieser Kodex wurde 1461 (f. 150vb) in Bayern geschrieben.
(ber)
Online seit: 2017-03-22
Cologny, Fondation Martin Bodmer, Cod. Bodmer 83
Papier · 62 ff. · 30 x 20 cm · drittes Drittel des 14. Jahrhunderts
Heinrich von Veldeke, Eneide
Der Codex aus dem 14. Jahrhundert ist eine von sieben erhaltenen Handschriften, welche den Eneasroman Heinrichs von Veldeke, einem wichtigen Wegbereiter der mittelhochdeutschen Dichtung, vollständig überliefern. Bei Veldekes Werk handelt es sich um den ersten mittelhochdeutschen höfischen Roman und eine Bearbeitung des um 1160 entstandenen altfranzösischen Roman d'Eneas.
(fmb)
Online seit: 2007-07-31
Cologny, Fondation Martin Bodmer, Cod. Bodmer 127
Pergament · 265 ff. · 44.8 x 30.5 cm · 12. Jahrhundert
Weissenauer Passionale
Die im 12. Jahrhundert vielleicht im Kloster von Weissenau in Deutschland hergestellte Abschrift von Heiligenviten ist mit ornamentierten und historisierten Initialen verziert. Auf f. 244r stellt sich der Illuminator „Fr. Ruffilus“ in einer bemerkenswerten Initiale selbst dar.
(fmb)
Online seit: 2009-05-20
Einsiedeln, Stiftsbibliothek, Codex 32(1060)
Pergament · 358 pp. · 17.5/18 x 13 cm · 10.-12. Jahrhundert
[Anonymus]. Glossae. Tractatus de medicina
Sammelhandschrift, die aus drei datierbaren Teilen besteht, der erste aus dem 10. Jahrhundert, die beiden anderen aus dem 12. Jahrhundert. Der erste Teil (1-222) enthält Glossen zu Priscian, der zweite (223-310) enthält eine Sammlung von medizinischen Traktaten, die von Constantinus Africanus zusammengestellt wurden, der dritte Teil (311-357) enthält den Liber Tegni von Galen (129/131-199/201).
(ber)
Online seit: 2011-12-19
Einsiedeln, Stiftsbibliothek, Codex 38(366)
Pergament · 1 + 189 ff. · 28.5 x 23 cm · 10. Jh. (2. Hälfte, um 960-965)
[Anonymus], Expositio octo priorum Epistolarum S. Pauli
Kommentar zu den ersten acht Paulusbriefen. Es handelt sich um eine Abschrift des (verlorenen) Exemplars, das der Überlieferung nach von Abt Thietland († um 964) vor 945 verfasst wurde. Der Text ist in weiten Teilen vom Pauluskommentar von Bischof Atto von Vercelli (885-961) abhängig.
(pag)
Online seit: 2012-12-20