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Basel, Pharmaziemuseum der Universität Basel, Cod. H52
Papier · 196 ff. · 11 x 16 cm · 1651
Ross: und für Andere Sachen Artzney Büchli
Carolus von Wattenwyl sammelt in seiner Thier-Heilkunde Rezepte von Arzneimittel gegen Beschwerden bei Pferden (Ross). Diese reichen von Appetitlosigkeit bis hin zu einem unausgeglichenen Mass an Galle. Die Bl. 95r-99v sind in einer abweichenden Französischen Handschrift verfasst. Der Exkurs erklärt wie verschiedene Fettflecken aus Reiterkleidern zu waschen sind (Titel: „pour oster toutes sortes de tasches de graisse des habits.“) Im Verlauf des Buchs wechselt die Hand des Schreibers weitere zwei Mal.
(wan)
Online seit: 2017-06-22
Basel, Pharmaziemuseum der Universität Basel, Cod. V258
Pergament · 129 ff. · 9.5 x 15 cm · 1629-1639
Stammbuch des Basler Apothekers Hans Friedrich Eglinger (1608-1675)
Das Stammbuch des Basler Apothekers Hans Friedrich Eglinger (1608-1675) gewährt Einblicke in das Apothekerwesen des 17. Jahrhunderts und seiner Netzwerke. Es finden sich darin vor allem deutsche, französische und lateinische Sinnsprüche verschiedener Autoren, die sich an Eglinger richten. Teilweise sind sie prunkvoll illustriert. Ein illustrierter Eintrag von Jacobus Mozes auf Bl. 53r zeigt in der Mitte einen sehr grossen Mörser. Das Titelblatt ziert eine barocke Temperamalerei.
(wan)
Online seit: 2017-09-26
Basel, Pharmaziemuseum der Universität Basel, Cod. V1895
Papier · 263 ff. · 11 x 16 cm · ca. 1612-1630
Stammbuch Ryhiner
Das Stammbuch des Basler Apothekers Emmanuel Ryhiner (1592-1635), gewährt Einblicke in das Apothekerwesen des 17. Jahrhunderts und die Verbindungen der Apotheker. Darin finden sich vor allem hebräische, altgriechische, französische und lateinische Sinnsprüche verschiedener Autoren, die sich an Ryhiner richten. Teilweise sind sie prunkvoll illustriert. Das Stammbuchblatt, das ihm sein Kommilitone Matthaeus Colomanus 1612 dedizierte, entstand noch während Ryhiners Studienzeit. Das Bild (242v) eines idealtypischen, auf eine Strasse hin offenen Apothekerladens wurde vom Basler Miniaturenmaler Johann Sixt Ringle angefertigt. Es zeigt einen vor einem reichlich mit bunten Holzbüchsen gefüllten Regal stehenden Apotheker, der einer Dame Arzneien aushändigt.
(wan)
Online seit: 2017-09-26
Basel, Universitätsbibliothek, AN IV 19
Papier · 181 ff. · 28.5 x 20-21 cm · 2. Hälfte 15. Jh.
Guillaume de Deguileville: Les Pèlerinages
Die Handschrift enthält in mittelfranzösischer Sprache zwei Gedichte aus Les Pèlerinages von Guillaume de Deguileville (1295-1360). Es handelt sich dabei um ein religiös-allegorisches Werk zum literarischen Topos des Homo viator, des Menschen auf (spiritueller) Reise. Herkunft des Erstbesitzers, Rubrikators und möglicherweise auch Schreibers der Handschrift, Petrus Guioti, legen eine Entstehung in der Loire-Gegend nahe. In die UB gelangte das Werk 1823 aus dem Besitz des Kunstsammlers und Malers Peter Vischer-Passavant (1779-1851).
(flr)
Online seit: 2018-06-14
Basel, Universitätsbibliothek, CL 102
Pergament · 2 + 367 + 2 ff. · 34.6 x 26 cm · um 1320
Vita plurimorum sanctorum apostolorum martirum confessorum atque virginum (Heiligenviten)
Diese Handschrift ist eine hagiographische Zusammenstellung in französischer Prosa, welche das Leben der Apostel, Märtyrer, Beichtväter und Heiligen erzählt. Einige der Erzählungen werden Wauchier de Denain zugeschrieben. Die Handschrift wird ins erste Viertel des 14. Jahrhunderts datiert, wurde von Maître Papeleu und dem Buchmaler Mahiet ausgeschmückt und enthält insbesondere mehr als achtzig historisierte Initialen.
(hoc)
Online seit: 2016-03-17
Basel, Universitätsbibliothek, CL 183
Pergament · 104 ff. · 24.4 x 14.1 cm · letztes Viertel des 12. Jahrhunderts
Hermann von Valenciennes, Bibelübersetzung mit alexandrinischen Strophen
Der Text enthält eine Adaptation von einigen narrativen Teilen der Bibel in altfranzösischer Sprache. Das Gedicht in alexandrinischen Strophen (en laisses d'alexandrins) wurde von einem Autor auf dem Festland im 12. Jh. verfasst und wurde zu einem der erfolgreichsten religiösen Werke in Altfranzösisch. Die Handschrift überliefert eines der ältesten und vollständigsten Exemplare dieses Werkes und ist das einzige, das beinahe den vollständigen Text des anglonormannischen Überlieferungsstammes enthält. Aufgrund des wahrscheinlich insularen Ursprungs belegt dieser Textzeuge die beinahe gleichzeitige Rezeption des Werkes in England.
(ber)
Online seit: 2014-06-23
Basel, Universitätsbibliothek, F IV 44
Papier · 75 ff. · 27 x 20.5 cm · 1425
Ami et Amile
Diese Handschrift enthält das Heldengedicht Ami et Amile auf französisch. Die Entstehungszeit der Kopie (vom 16. Mai bis zum 23. Juni 1425) nennt uns der Schreiber im Kolophon. In gotischer Kursive geschrieben wird der Text durch zahlreiche rubrizierte Initialen eingeteilt, die den Anfang jeder Strophe markieren. Der moderne Kartoneinband (19. Jahrhundert) wird von einem Pergamentfragment eingefasst, das aus einem Missale aus dem 15. Jahrhundert stammt. Eine Inschrift auf dem Vorsatzblatt weist darauf hin, dass die Literatin Anne de Graville (1490-1540) diesen Band als Geschenk erhielt. Später war er Teil der Sammlung ihres Schwiegersohnes, des Bücherliebhabers Claude d'Urfé (1501-1558). Im 19. Jahrhundert kam das Werk in den Besitz des Philologen Wilhelm Wackernagel (1806-1869) der es 1843 der Universitätsbibliothek von Basel schenkte.
(mal)
Online seit: 2018-10-04
Bern, Burgerbibliothek, Cod. 98
Pergament · 156 ff. · 35 x 26–26.5 cm · Anfang bis Mitte 14. Jahrhundert
Sammelband: Chronique dite de Baudouin d'Avesnes; Brunetto Latini: Livre du Trésor (Auszüge); Enseignements moraux et religieux; Plainte de la Vierge; Table de la foi catholique; Pardons du pèlerinage à Rome
In mehreren Etappen entstandene Handschrift: die ersten zwei Drittel aus der ersten Dekade des 14. Jh. umfassen ein Bruchstück der Baudouin d'Avesnes zugeschriebenen Weltchronik, deren Illuminationen sich einem Maler aus dem Kreis um Renaud de Bar in Metz zuordnen lassen; das letzte Drittel besteht aus verschiedenen, bis in die Mitte des 14. Jh. entstandenen devoten Texten eines bislang noch kaum untersuchten Corpus. Zahlreiche dieser Texte finden sich in weiteren, heute in Bern, Paris und Metz befindlichen Handschriften, die sich dem späteren Coelestinerkloster in Metz zuordnen lassen. Der um 1570 noch in Metzer Privatbesitz befindliche Band gelangte über Jacques Bongars 1632 nach Bern.
(mit)
Online seit: 2024-09-26
Bern, Burgerbibliothek, Cod. 27
Pergament · 331 ff. · 38.5 x 26.5 cm · zweite Hälfte des 13. Jahrhunderts
Bible du XIIIème siècle (Teil 1: Genesis – Psalmen)
Die altfranzösische Bible du XIIIème siècle wurde in der zweiten Hälfte des 13. Jh. in Paris zusammengestellt. Die in der Bugerbibliothek Bern aufbewahrten zwei Teile (Cod. 27/28) zählen zu den ältesten erhaltenen Exemplaren; sie sind unabhängig voneinander wohl in Südfrankreich entstanden. Cod. 27 ist teilweise glossiert; er enthielt einmal 31 erstklassige Miniaturen, von denen heute zwanzig verloren sind.
(mit)
Online seit: 2013-10-07
Bern, Burgerbibliothek, Cod. 28
Pergament · 356 ff. · 35 x 25.5 cm · zweite Hälfte des 13. Jahrhunderts
Bible du XIIIème siècle (Teil 2: Salomo – Apokalypse)
Die altfranzösische Bible du XIIIème siècle wurde in der zweiten Hälfte des 13. Jh. in Paris zusammengestellt. Die in der Bugerbibliothek Bern aufbewahrten zwei Teile (Cod. 27/28) zählen zu den ältesten erhaltenen Exemplaren; sie sind unabhängig voneinander wohl in Südfrankreich entstanden. Cod. 28, dessen Spuren im 14. Jh. nach Valencia weisen, enthielt einmal 52 erstklassige Miniaturen, von denen heute sechs verloren sind.
(mit)
Online seit: 2013-10-07
Bern, Burgerbibliothek, Cod. 113
Pergament · 2 + 291 ff. · 34.5-35 x 24.5-25 cm · Ende des 13. Jahrhunderts
Sammelbd.: Geste des Loherains, Perceval, Chroniques, Parthenopeus de Blois, Durmart le Gaulois etc., franz.
Der Sammelband enthält insgesamt 21, zum Teil unikal überlieferte Stücke aus der altfranzösischen Literatur. Den grössten Teil nehmen die oft mehrere Tausend Verse umfassenden Romane aus den grossen Sagenzyklen wie die Geste des Loherains, Perceval etc. ein; dann finden sich aber auch einige in Prosa abgefasste Chroniken wie Ernouls Kreuzzugsgeschichte sowie weitere kleinere Stücke verschiedenen Inhalts. Die Handschrift ist reich ausgestattet mit mehreren Hundert grossen Initialen und stammt wahrscheinlich aus der Picardie.
(mit)
Online seit: 2015-10-08
Bern, Burgerbibliothek, Cod. 125
Pergament · 287 ff. · 32.5 x 23.5 cm · erste Hälfte des 15. Jahrhunderts
Marco Polo: Devisement du monde; Jean de Mandeville: Voyages; Jean le Long d'Ypres: Récits de voyages
Aus drei Teilen bestehende Sammelhandschrift, welche französische Übersetzungen der klassischen Reiseberichte aus dem Fernen Osten zusammenstellt. Die Handschrift ist, besonders im ersten und dritten Teil, reich ausgestattet mit Goldverzierungen und feiner Randrankenornamentik; sie enthält jedoch keine Illustrationen. Über eingemalte Wappen lässt sich die Familie de Pons de Saint-Maurice aus dem Périgord als Vorbesitzer ermitteln; später wurde der Codex von Jacques Bongars erworben, der am Ende seines Lebens einen Band mit Quellentexten zu Asienreisen vorbereitete.
(mit)
Online seit: 2016-10-13
Bern, Burgerbibliothek, Cod. 200
Pergament · VII + 258 + XIII ff. · 30 x 22 cm · 1290
Lexikographischer und wissenschaftlicher Sammelband
Dieser lexikographische und wissenschaftliche Sammelband aus dem Mittelalter, in Hebräisch geschrieben und auf das Jahr 1290 datiert, enthält drei äusserst wichtige Texte, die als Basis für publizierte Editionen und Studien benutzt wurden. Es handelt sich um: Maḥberet Menahem von Menachem ben Jacob Ibn Saruq (gest. gegen 970); eine anonyme Prosaübersetzung auf Hebräisch der beliebten altfranzösischen Version des liber lapidum von Marbod von Rennes (12. Jahrhundert); und schliesslich eine anonyme, abgekürzte Version des Talmudlexikons und Midrasch mit dem Titel Sefer ha-Arukh von Natan ben Jechiel (1035-1110), auch genannt Berner Kleiner Arukh. Die Eigenheit dieser Kopie besteht in den sich darin befindlichen alt-westjiddischen und alt-französischen Glossen. Ausserdem finden sich zwischen den zahlreichen späteren Notizen bedeutsame Zusätze auf den leeren Seiten und den Seitenrändern. Am überraschendsten ist ein in hebräischen Buchstaben geschriebener mittelhochdeutscher Zauber, der sich auf Hulda bezieht, eine mit der Venus vergleichbare germanische Göttin, die aus dem Tannhäuserlied stammt. Diese Handschrift gehörte mehreren berühmten jüdischen oder christlichen Besitzern, deren Notizen ihre Bedeutung als wertvolle Wissensquelle zum Zeitpunkt ihrer Zusammenstellung Ende des 13. Jahrhunderts bis zu ihrem Besitz durch christliche Hebraisten in der Schweiz im 16. und 17. Jahrhundert belegen.
(iss)
Online seit: 2019-12-12
Bern, Burgerbibliothek, Cod. 218
Pergament · 103 ff. · 29.5 x 21 cm · 1371
Guillaume de Machaut, Oeuvres
Guillaume de Machaut gehört zu den bedeutendsten Dichtern und Komponisten des französichen Mittelalters. Sein Werk ist in der Burgerbibliothek Bern durch eine von der Ausstattung her erstklassige Handschrift vertreten: So sind die 13 spaltenbreiten Miniaturen wie auch zahlreiche der Initialen polychrom und mit Blattgold verziert. Für die Musikgeschichte wichtig ist die durch ein Schreiberkolophon datierbare Handschrift ferner wegen der Noten, die einigen der Lieder beigeben sind.
(mit)
Online seit: 2012-12-20
Bern, Burgerbibliothek, Cod. 231
Pergament · 8 ff. · 31 x 22 cm · Ende 13. / Anfang 14. Jh.
Chansonnier-Fragment
Fragment einer französischen Trouvère-Handschrift des späten 13. oder frühen 14. Jahrhunderts, die wahrscheinlich einst zum selben Codex wie Paris, BN français 765 gehörte. Enthält 20 Chansons, darunter 14 des Thibaut de Champagne; alle Chansons sind in der Parallelüberlieferung bezeugt. 14 Lieder sind mit Quadratnotation versehen.
(mit/hop)
Online seit: 2018-06-14
Bern, Burgerbibliothek, Cod. 354
Pergament · 274 ff. · 23.5-24 x 16.5-17 cm · Mitte des 13. Jahrhunderts
Sammelbd.: Dits et fabliaux, Sept sages de Rome, Perceval, franz.
Die Handschrift ist in erster Linie berühmt wegen ihres überaus reichen Bestandes an altfranzösischen Fabliaux, von denen eine ansehnliche Zahl nur hier überliefert ist; sie zählt aber auch für das Fragment der Sept sages de Rome und den Perceval zu den wichtigsten Textzeugen. Auf Grund ihres hohen Wertes für die französische Dichtung wurde sie bereits zu Anfang des 19. Jahrhunderts nach Paris ausgeliehen, ging dort vorübergehend verloren und musste 1836 von der Stadtbibliothek Bern für teures Geld zurückgekauft werden.
(mit)
Online seit: 2015-10-08
Bern, Burgerbibliothek, Cod. 388
Pergament · 135 ff. · 22.5–23 x 16–16.5 cm · Ende 13. Jh./Anfang 14. Jh.
Sammelband: Thierry de Vaucouleurs, Vie de Saint Jean l'évangéliste; Prophéties de Merlin; Sept sages de Rome
Aus drei Teilen bestehende Sammelhandschrift, wahrscheinlich in der Picardie geschrieben. Die Handschrift enthält eine seltene Johanneslegende, die Prophezeiungen Merlins sowie die Erzählung der Sieben Weisen Roms und dürfte für den Privatgebrauch verfasst worden sein. Sie gehörte, wie sich aus Besitzeinträgen ermitteln lässt, einst Isabel d'Esch, aus einer der bedeutendsten Familien von Metz. Der Band gelangte 1632 aus dem Besitz von Jacques Bongars nach Bern.
(tra/mit)
Online seit: 2020-10-08
Bern, Burgerbibliothek, Cod. 389
Pergament · 249 ff. · 23 x 16 cm · ca. 1290-ca. 1300
Chansonnier français: Trouvère C
Lothringische (Metzer?) Liederhandschrift des späten 13. Jahrhunderts; durchgehend mit leeren Notenzeilen versehen. Enthält 524 Trouvère-Lieder anonymer als auch namentlich genannter Autoren. Umfasst unterschiedliche Genres, darunter auch religiöse Texte sowie zahlreiche Unica.
(mit)
Online seit: 2017-12-14
Bern, Burgerbibliothek, Cod. 459
Papier · 96 ff. · 21-21.5 x 15.5-160; 21.5 x 15; 21.5 x 15.5 · zweites Drittel des 16. Jahrhunderts und 1552 und zweite Hälfte des 16. Jahrhunderts
Miscellanea
Handschrift, die aus drei Produktionseinheiten besteht. Die erste geht auf die zweite Hälfte des 16. Jahrhunderts zurück und stammt von Jakobus Diassorinos (†1563), einem griechischen Kopisten aus Rhodos, der damals in der Bibliothek von Fontainebleau arbeitete. Der zweite Teil wurde vermutlich 1552 in Padua von dem damals jungen Pariser Humanisten Henri Estienne (ca. 1531-1598) abgeschrieben, dessen Unterschrift auf Griechisch sich unten auf f. 47r. befindet. Der dritte Teil bewahrt das Geheimnis der Umstände seiner Herstellung bis heute.
(and)
Online seit: 2010-08-12
Bern, Burgerbibliothek, Cod. 756.69
Pergament · 1 f. · 29 x 19 cm; 29 x 22.5 cm · um 1439
Urkundenabschrift (Fragment)
Zwei ursprünglich zusammengehörige Blätter einer Urkundenabschrift, datiert 8. März 1439, die 1935 bei der Restaurierung von Burgerbibliothek Bern, Cod. 207 abgelöst wurden. Im Text auf f. 1r werden Charles Duc d'Orléans et de Vallois (1394–1465) und Jehan Bastard d'Orléans (= Jean de Dunois, 1402–1468) genannt.
(mit)
Online seit: 2020-07-02