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            <title>Sammelhandschrift Walahfrid Strabos</title>
         </titleStmt>
         <editionStmt>
            <edition>Elektronische Version nach TEI P5.1</edition>
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               <resp>Konvertierung nach TEI: <persName>Monika Rueegg</persName>
                  <date when="2008-06-16">06.11.2008</date>
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               <name>e-codices - Virtual Manuscript Library of Switzerland</name>
            </respStmt>
         </editionStmt>
         <publicationStmt>
            <publisher>e-codices - Virtual Manuscript Library of Switzerland</publisher>
            <availability status="restricted" n="cc-by">
               <licence target="http://creativecommons.org/licenses/by/3.0/">
                  <p>Creative Commons Attribution 3.0 Unported (CC BY 3.0)</p>
               </licence>
            </availability>
         </publicationStmt>
         <sourceDesc>
            <bibl>PDF vorhanden</bibl>
            <msDesc xml:id="csg-0878_Bischoff" xml:lang="deu">
               <msIdentifier>
                  <settlement>St. Gallen</settlement>
                  <repository>Stiftsbibliothek</repository>
                  <idno>Cod. Sang. 878</idno>
               </msIdentifier>
               <head>
                  <title>Sammelhandschrift <persName role="author" key="pnd_118628550">Walahfrid Strabo</persName>s</title>
                  <origDate notBefore="0800" notAfter="0849">9. Jh., 1. Hälfte</origDate>
               </head>
               <physDesc>
                  <objectDesc form="codex">
                     <supportDesc material="perg">
                        <support>Pergament</support>
                        <extent>
                           <measure type="pagesCount" n="396">396 Seiten</measure>
                           <measure type="pageDimensions" n="21 x 13.7 cm"><term>Quartband</term>, ca. 210 x 137 mm</measure>
                        </extent>
                     </supportDesc>
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                        <layout writtenLines="33">
                           <p>Schriftraum: <measure type="written">160 x 100 mm</measure> zu 33 Zeilen</p>
                        </layout>
                     </layoutDesc>
                  </objectDesc>
                  <handDesc hands="14">
                     <handNote>
                        <p>Die Handschrift ist von zahlreichen Händen durchwegs deutschen Charakters geschrieben. Unter diesen hebt sich eine heraus, die an verschiedenen Stellen des Bandes wiederkehrt und sich immer durch Ebenmass und Geschmack auszeichnet, jedoch hier mehr Regelmässigkeit und Feinheit, hier mehr lockere Grazie oder sichere Freiheit zu verraten scheint. Eine genauere Untersuchung führt zur Feststellung von hauptsächlich vier stärker differenzierten Zuständen dieser einen Schrift, zwischen denen längere Zeiträume, vielleicht jedesmal Jahre des Erlebens liegen, obwohl auch innerhalb dieser Zustände kleinere Schwankungen wahrzunehmen sind. Ist die Einheit der Schrift einmal erkannt, so kann kein Zweifel darüber bestehen, in welcher Ordnung ihre Stufen aufeinanderfolgen bzw. auseinander hervorgehen, zumal wenn man ihr Zusammentreffen in der Handschrift berücksichtigt. [<gap/>] Es lässt sich beobachten, wie der Hauptschreiber nachträglich leergebliebene Seiten der älteren
                           Teile mit Lesefrüchten füllt: <locus from="240">240f.</locus> und <locus from="302" to="305">302-305</locus> aus dem Chronographen und <locus from="306">306f.</locus> (das zunächst unbeschriebene Schutzblatt) aus der Historia tripertita, die dann auf <locus from="378">S. 378</locus> fortgesetzt werden. Mit der Haupthand in ihrem III. Zustand arbeitet mehrfach zusammen die <persName role="scribe">Hand J</persName>, mit derselben in ihrem späteren Zustand (IV) mehrfach die <persName role="scribe">Hand B</persName>. [<gap/>] Die Hand des einen <persName role="scribe">Schreibers W</persName> herrscht derart vor, bei aller Vielheit der Schreiberhände, von denen vielleicht noch die eine oder andere unter sich zu identifizieren sind, dass man in ihm den Besitzer des Bandes sehen darf, auf dessen Wunsch oder Befehl die anderen gelegentlich mitgeschrieben haben. Der vielseitig interessierte Sammler des Bandes lebte in der <date>ersten Hälfte des IX.
                              Jahrhunderts</date>. Seine Schrift verrät die Formung in einer Schule des <region>Bodenseegebiets</region>, wahrscheinlich der <region>Reichenau</region>, - jedenfalls nicht <placeName>St. Gallen</placeName>. Sein Lebensweg führte ihn später zeitweilig nach <placeName>Fulda</placeName> und schliesslich vielleicht auf die <placeName>Reichenau</placeName> zurück. Er hat den <date>1. Juni des Jahres 849</date> noch erlebt. Für die Rubriken bedient sich die Mehrzahl der Schreiber der Capitalis rustica, einige freilich auch der Unziale oder einer Mischung aus beiden. Dem <persName role="scribe">Schreiber W</persName>, der regelmässig die oben gekennzeichnete Capitalis gebraucht, sind zuzuweisen die Rubriken auf <locusGrp>
                              <locus from="1" to="42">S. 1-42</locus>
                              <locus from="50" to="69">50-69</locus>
                              <locus from="194" to="271">194-271</locus>
                              <locus from="278" to="300">278-300</locus>
                              <locus from="315" to="318">315-318</locus>
                              <locus from="324" to="327">324-327</locus>
                              <locus from="348">348</locus>
                              <locus from="368" to="374">368-374</locus>
                           </locusGrp>. Es ist dabei wesentlich, dass die zweimalige vulgäre Form <quote>storia</quote> (<locus from="306">306</locus>: <quote>exc. ex storia tripert.</quote>; <locus from="378">378</locus>: <quote>exc. ex storia eccl.</quote>) nicht dem Hauptschreiber zur Last zu legen ist. Im übrigen ist die Handschrift gänzlich schmucklos. [<gap/>] Zusammenfassend ist über die Schrift zu sagen, dass sie in Ligaturen und Kürzungsgebrauch das Gepräge des frühen IX. Jahrhunderts, etwa des zweiten Jahrzehnts, durchblicken lässt; unter Zurückdrängung beider entwickelt sie sich zu wachsender Klarheit. Eine Abkunft aus der St. Galler Schule scheint für die Minuskel dieser Hand nicht denkbar; von allen übrigen Händen des Codex zeigt nur die <persName role="scribe">Hand F</persName> (<locus from="149">S. 149</locus>), die spät daran mitgearbeitet hat, St. Gallische Züge. Gut würde sich die Schrift in das Bild der Reichenauer Schule einfügen, als dort der Übergang von der
                           runden alemannischen Schrift zu einer gemeinkarolingischen Schrift vollzogen wurde.</p>
                     </handNote>
                  </handDesc>
               </physDesc>
               <history>
                  <origin>
                     <p>Die Handschrift ist aus fünf nach und nach neuangelegten Teilen zusammengewachsen, die in folgendem zeitlichen Verhältnis zueinander stehen: <locusGrp>
                           <locus from="178">S. 178ff.</locus>
                           <locus from="5">5ff.</locus>
                        </locusGrp>, wesentlich später fortgesetzt; <locus from="242">242ff.</locus> und <locus from="322">322ff.</locus>, davon jenes später fortgesetzt; <locus from="352">352ff.</locus>
                     </p>
                     <p><hi rend="small-caps">Scherrer</hi> und <hi rend="small-caps">Steinmeyer</hi> haben die Handschrift ins <date>XI. Jahrhundert</date> gesetzt; <hi rend="small-caps">Bruckner</hi> möchte <quote rend="french">die erste Hand</quote> ans Ende des IX. Jahrhunderts verweisen, während Paul <hi rend="small-caps">Lehmann</hi> den Codex <quote rend="french">in die zweite Hälfte des IX. Jahrhunderts, mehr gegen die Mitte als gegen das Ende</quote> datiert. Der Zeitansatz Mommsens, der für die Datierung auf einen in das Jahr 849 fallenden historischen Eintrag verwies, ist auch paläographisch zu rechtfertigen. </p>
                     <p>Wichtig für den Versuch, die Orte zu ermitteln, an denen das allmähliche Zusammenwachsen des Sangallensis sich vollzog, ist die reichliche Exzerpierung des sogenannten Chronographen des <date>Jahres 354</date>, wenngleich sie keine eindeutige Interpretation zuzulassen scheint. Der »Chronograph« ist eigentlich ein kostbares, reich illustriertes Kalendar, das der römische Schreibkünstler <persName>Furius Dionysius Filocalus</persName> für einen vornehmen Bürger <persName>Valentinus</persName> geschaffen hatte. Nach dem Verlust des Originals lebte das Werk in einer karolingischen Abschrift und Nachbildung fort, die schliesslich in der Neuzeit verschollen ist, nachdem sie mehrfach kopiert worden war, freilich niemals vollständig. Eine frühe Spur einer Benützung des Werkes in karolingischer Zeit ist in den kleinen Monatsbildern am Rande der Planetentafel im <ref type="altMs">Leidener Aratus</ref> zu sehen, in einem Codex also, der in der <date>ersten Hälfte des IX. Jahrhunderts</date> für
                        eine hochgestellte Persönlichkeit hergestellt wurde; jedoch ist noch keine Einhelligkeit darüber erzielt, aus welcher Werkstatt er hervorgegangen ist.</p>
                  </origin>
                  <provenance>
                     <p>Der Weg des Bandes liess sich über die Bibliothek <persName role="former_possessor" key="pnd_118624326">Aegidius Tschudis</persName> zurückverfolgen zur alten <orgName>Dombibliothek von <placeName>Chur</placeName></orgName>, in deren Katalog von <date>1457</date> die Handschrift verzeichnet scheint. Über ihre ältere Geschichte ist nichts Sicheres bekannt.</p>
                  </provenance>
               </history>
               <additional>
                  <adminInfo>
                     <recordHist>
                        <source>
                           <bibl>Beschreibung nach Bernhard Bischoff, Eine Sammelhandschrift Walahfrid Strabos (Cod. Sangall. 878), in: Ders., Mittelalterliche Studien. Ausgewählte Aufsätze zur Schriftkunde und Literaturgeschichte, Bd. II, Stuttgart <date>1967</date>, S. 34-51.</bibl>
                        </source>
                     </recordHist>
                  </adminInfo>
                  <listBibl>
                     <head>Literatur</head>
                     <bibl>Arno <hi rend="small-caps">Borst</hi>, Die karolingische Kalenderreform 1998</bibl>
                     <bibl>Arno <hi rend="small-caps">Borst</hi>, Vorkarolingische Reichskalender 2001</bibl>
                     <bibl>A. <hi rend="small-caps">Bruckner</hi>, Scriptoria medii aevi Helvetica I (Genf 1935), 93f. und Taf. 22</bibl>
                     <bibl>
                        <hi rend="small-caps">Jostes F.</hi>, Zeitschriften für deutsches Altertum 40 (1896), 184f.</bibl>
                     <bibl>P. <hi rend="small-caps">Lehmann</hi>, bei C. Nordenfalk, Der Kalender vom J. 354 und die lateinische Buchmalerei des 4. Jhs. (Göteborgs Kgl. Vetenskaps- och Vitterhets-Samhälles handlingar, 5. F., Ser. A, Bd. 5 Nr. 2, Göteborg 1936), 22</bibl>
                     <bibl>
                        <hi rend="small-caps">Mommsen</hi>, Chronica minora I (MGH Auct. Ant. 9), 32f.</bibl>
                     <bibl>
                        <hi rend="small-caps">E. Munding</hi>, Die Kalendarien von St. Gallen aus 21 Handschriften, IX.-XI. Jahrhundert, Texte (Texte u. Arbeiten hrsg. durch die Erzabtei Beuron I, 36; B. 1948), 6, 19f. und Sigle K 2;</bibl>
                     <bibl>E. <hi rend="small-caps">Munding</hi>, Untersuchungen (ebd. I, 37; B. 1951), 170.</bibl>
                     <bibl>G. <hi rend="small-caps"><ref type="crossRef" target="http://www.stibi.ch/handschriften/hss/0878.htm">Scherrer</ref></hi>, Verzeichnis der Hss. der Stiftsbibliothek von St Gallen (Halle 1875), 307-309.</bibl>
                     <bibl>E. <hi rend="small-caps">Steinmeyer</hi>, Die althochdeutschen Glossen 4 (Berlin 1898), 455</bibl>
                  </listBibl>
               </additional>
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                  <altIdentifier type="partial">
                     <idno>Handschriftenteil 1</idno>
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				<author key="pnd_118628550">Wahlafrid Strabo</author>
			</msItem>--><msItem>
                        <locus from="5" to="18">S. 5-18</locus>
                        <title>Donatus minor</title>
                        <msItem>
                           <locus from="18">S. 18</locus>
                           <note>Bearbeitung von <persName role="author" key="pnd_118596624">Priscian</persName>
                           </note>
                           <title>Instit. de nomine</title>
                        </msItem>
                     </msItem>
                     <msItem>
                        <locus from="32" to="49">S. 32-49</locus>
                        <author key="pnd_118596624" rend="supplied">Priscian</author>
                        <title>De verbo</title>
                        <note>
                           <locusGrp>
                              <locus from="43">43</locus>
                              <locus from="33">33ff.</locus>
                           </locusGrp> Fortsetzung desselben Textes?</note>
                     </msItem>
                     <msItem>
                        <locus from="50" to="69">S. 50-69</locus>
                        <author key="pnd_118526715">Donat</author>
                        <title>Ed. II</title>
                        <bibl>(<abbr>GL</abbr> 4, 372, 25-392, 3; gekürzt.)</bibl>
                     </msItem>
                     <msItem>
                        <locus from="70">S. 70</locus>
                        <bibl>Gedichte: <hi rend="small-caps">Riese</hi>, <abbr>AL</abbr> 686</bibl>
                     </msItem>
                     <msItem>
                        <locus from="71">S. 71</locus>
                        <note>ebd. 689a; <quote>»In flavello«</quote>, <quote>»In velo super feretrum«</quote>
                        </note>
                        <bibl>vgl. Wiener Studien 2, 73; 3, 159</bibl>
                     </msItem>
                     <msItem>
                        <locus from="72" to="79">S. 72-79</locus>
                        <author key="pnd_118526715">Donat</author>
                        <title>Ed. II</title>
                        <note><abbr>GL</abbr> 4, 367 bis 372, 23)</note>
                     </msItem>
                     <msItem>
                        <locus from="79">S. 79</locus>
                        <author key="pnd_118526715">Donat</author>
                        <title>De barbarismo</title>
                     </msItem>
                     <msItem>
                        <locus from="91">S. 91</locus>
                        <author key="pnd_118508237">Beda</author>
                        <title>De arte metrica</title>
                     </msItem>
                     <msItem>
                        <locus from="131" to="148">S. 131-148</locus>
                        <author key="pnd_118508237">Beda</author>
                        <title>De schematibus et tropis</title>
                     </msItem>
                     <msItem>
                        <locus from="148" to="170">S. 148-170</locus>
                        <author key="pnd_118596624">Priscian</author>
                        <title>Instit. de nomine et verbo</title>
                     </msItem>
                     <msItem>
                        <locus from="170" to="171">S. 170-171</locus>
                        <note>Über Deklination und Silbenquantität</note>
                     </msItem>
                     <msItem>
                        <locus from="171" to="174">S. 171-174</locus>
                        <title>De scriptoribus divinorum librorum</title>
                        <note>(Isidor, De off. 1,12 = Hraban, De inst. cler. 2,54)</note>
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                        <locus from="174" to="176">S. 174-176</locus>
                        <note>Chrien; vgl. unt.</note>
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                        <locus from="176" to="177">S. 176-177</locus>
                        <note>(<date>saec. XII</date>)</note>
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                        <author key="pnd_118553909">Hraban</author>
                        <title>De computo</title>
                        <note>beg. unvollst. in Kap. 13</note>
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                        <locus from="240">S. 240</locus>
                        <note>Chronogr. a. 354. (Exzerpte, <bibl>vgl. <hi rend="small-caps">Mommsen</hi>, 32</bibl>)</note>
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                        <author key="pnd_118508237">Beda</author>
                        <title>De natura rerum</title>
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                           <locus from="243">S. 243</locus>
                           <note>Kapitelverz. zu Beda, De temporibus (Nachtrag)</note>
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                        <locus from="262" to="276">S. 262-276</locus>
                        <author key="pnd_118508237">Beda</author>
                        <title>De temporibus</title>
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                        <note>
                           <locus from="276">S. 276</locus>/<locus from="277">277</locus>
                        </note>
                        <note>spätere Federproben</note>
                     </msItem>
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                        <locus from="277" to="283">S. 277-283</locus>
                        <rubric>Excerptum de libro Albini magistri. Adbreviatio chronicae</rubric>
                        <bibl>(<abbr>MGH</abbr> Auct. Ant. 13, 349 ff.)</bibl>
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                     <msItem>
                        <locus from="284" to="302">S. 284-302</locus>
                        <note>Komputistisches, a. d. <date>J. 809</date> (s. <locus from="292">S. 292</locus>)</note>
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                        <locus from="302" to="305">S. 302-305</locus>
                        <note>Chronogr. a. 354, Fasti Vindob., Hieron. Chron. (Exzerpte); Erdbebennotiz von 849; vgl. <bibl><hi rend="small-caps">Mommsen</hi>, 32</bibl></note>
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                        <locus from="306" to="307">S. 306-307</locus>
                        <note>Historia tripert. (Exz. vgl. a. a. O., 33)</note>
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                     <msItem>
                        <locus from="308" to="315">S. 308-315</locus>
                        <author key="pnd_118550853">Hieronymus</author>
                        <title>Ep. 73</title>
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                        <locus from="315" to="321">S. 315-321</locus>
                        <author key="pnd_118555995">Isidor</author>
                        <title>Etym. I, 18-20; I, 3, 4-4, I</title>
                        <note>Alphabete: Hebr., Griech., Runen</note>
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                        <note>Kalendar</note>
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                        <locus from="327" to="331">S. 327-331</locus>
                        <author key="pnd_11855140X">Hippocrates</author>
                        <title>Ep. ad Antiochum</title>
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                        <locus from="331" to="334">S. 331-334</locus>
                        <note>Rezepte, z.T. mit ahd. Glossen (vgl. <bibl><hi rend="small-caps">Steinmeyer</hi> 4, 445</bibl>); </note>
                        <msItem>
                           <note>(dazwischen eine Grabschrift <date>saec. XII</date>)</note>
                        </msItem>
                     </msItem>
                     <msItem>
                        <locus from="335">S. 335</locus>
                        <note>Moralische Exz. s. Taf. IIIa (a.E. »Oratius«: Ep. I, 2, 55)</note>
                     </msItem>
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                        <locus from="335">S. 335</locus>
                        <title>Ep. Karoli M.</title>
                        <bibl><abbr>MGH</abbr> Epp. 4, 228-230</bibl>
                     </msItem>
                     <msItem>
                        <locus from="322">S. 322</locus>
                        <note>
                           <locus from="340" to="344">S. 340-344</locus>
                        </note>
                        <author key="pnd_118502026">Alkuin</author>
                        <title>Grammatik</title>
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                     <msItem>
                        <locus from="344">S. 344</locus>
                        <note>Komputistisch-Astronomisches</note>
                     </msItem>
                     <msItem>
                        <locus from="348" to="350">S. 348-350</locus>
                        <author key="pnd_118613200">Seneca</author>
                        <title>Ep. ad Lucil 120, 1-13</title>
                        <note>(vgl. unten Anm. 38)</note>
                     </msItem>
                     <msItem>
                        <locus from="351">S. 351</locus>
                        <note>leer</note>
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                  </msContents>
                  <history>
                     <origin>
                        <p>Das Kalendar, dessen Schriftbild leichte insulare Symptome zeigt, ist in <placeName>Fulda</placeName> geschrieben worden, es führt in die <date>Jahre 827-829</date>. Der Abstand des Schriftcharakters von diesen Schriftzügen des etwa Neunzehn- bis Zwanzigjährigen ist so gross, dass die ältesten Teile der Handschrift noch auf der <placeName>Reichenau</placeName> geschrieben sein müssen.</p>
                        <p>Zweifellos ist das Kalendar (S. <locus from="324" to="327">324-327</locus>) nicht in Süddeutschland entstanden. Es gehört zu den ältesten aus <country>Deutschland</country> erhaltenen und würde darum eine erschöpfende Untersuchung verdienen [Was z.T. bei Arno <hi rend="small-caps">Borst</hi> geschehen ist: <bibl>Vorkarolingische Reichskalender 2001</bibl>, auch <bibl>
                              <hi rend="small-caps">Borst</hi>: Die karolingische Kalenderreform</bibl>]. Lange standen davon nur die wenigen, willkürlich ausgewählten Heiligennamen zur Verfügung, mit denen Jostes seine These erhärten wollte, Ostfalen, genauer die Bistümer Bremen oder Verden, seien die Heimat der Handschrift und ihrer Runen. Doch sind die Alphabete und mit ihnen die Runen (S. 321) erst später im Codex aufgenommen worden, als er einen anderen Punkt seiner Wanderungen erreicht hatte. Sie konnten überall getreu nach einer Vorlage kopiert werden, während von einem Heiligenkalender im allgemeinen anzunehmen ist, dass er dort abgeschrieben wurde, wo er dem liturgischen Brauche entsprach. Jedoch kann ein Versuch, einen Kalender des frühen IX. Jahrhunderts zu lokalisieren, nicht völlig überzeugen, der nur auf einer überschlägigen Vergleichung mit spätmittelalterlichen Kalendern beruht. So muss man E. <hi rend="small-caps">Munding</hi> dankbar sein, dass er den vollständigen Kalender in seinen «Kalendarien von St. Gallen» veröffentlichte, wenngleich er in dieser Umgebung gänzlich fremdartig wirken muss. Er selbst vermutete angelsächsische oder niederrheinische Herkunft und gab schliesslich der letzteren den Vorzug. Aber es lässt sich nicht zwingend beweisen, dass der Kalender des Sangall. 878 ein Fuldaer Kalendar ist, das jenes, das dem Frankfurter Psalter vorgeheftet wurde, an Alter wahrscheinlich um ein weniges übertrifft. Jedenfalls repräsentiert er eine ältere Stufe. Bei dem Vergleich mit dem Kalender in Frankfurt und den Fuldaer Kalendarien aus ottonischer Zeit in Basel (<date>saec. X. med.</date>), Göttingen (<date>saec. X</date>) und Bamberg (<date>nach 993</date>) stellt sich heraus, dass der Kern im Sangallensis und den übrigen völlig identisch ist; das geht soweit, dass die auffällige Fehlschreibung »Apollonaris« (23. Juli) noch in Göttingen und Bamberg wiederkehrt (»Apollinaris« in Frankfurt und Basel). Von seinen ca. 270 Namen aber fehlt eine gewisse Anzahl in den anderen Handschriften, und zwar verschwinden 18 gänzlich, während etwa 30 einen fluktuierenden Bestand bilden. Auch von dem Überschuss von rund 30 Namen im Frankfurter Psalter (I. Hand) erscheint in den übrigen vergleichenden Handschriften nur etwa die Hälfte konstant. Die enge Verbundenheit des Kalenders mit der Fuldaer Kultgeschichte wird noch offenkundiger, wenn man zwei Dokumente des <persName>Hrabans Maurus</persName> heranzieht: seine Tituli für die Altäre der 819 geweihten Salvatorkirche in Fulda und seine metrische Litanei. Später stand dem Schreiber ein <quote>»Liber Albini magistri«</quote> zur Verfügung, dem er einen Abriss der Weltgeschichte bis zum <date>Jahre 809</date> und komputistische Berechnungen auf dieses Jahr entnahm. Die <quote>»Adbreviatio chronicae«</quote>, die auch andere Handschriften mit 809 enden lassen, kann nicht in dieser Form aus der Hand <persName>Alkuins</persName> († 804) hervorgegangen sein, aber nach der Formulierung <quote>»Excerptum de libro Albini magistri«</quote> ist es wahrscheinlich, dass dieser Text in einem Buche stand, das als persönliches Andenken des grossen Lehrers galt. Über die Bibliothek, der es angehörte, lässt sich zunächst nichts vermuten.</p>
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                     <idno>Handschriftenteil 5</idno>
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                        <locus from="352" to="365">S. 352-365</locus>
                        <author key="pnd_100938531">Anthimus</author>
                     </msItem>
                     <msItem>
                        <note>
                           <locus from="366">S. 366</locus>/<locus from="367">S. 367</locus>
                        </note>
                        <rubric>Conservatio fleotomiae</rubric>
                     </msItem>
                     <msItem>
                        <locus from="368" to="377">S. 368-377</locus>
                        <note>Geoponisches (zuerst: Palladius, agric. 12, 7, I-12) u. Medizinisches (vgl. <bibl><hi rend="small-caps">Steinmeyer</hi> 4, 455</bibl>)</note>
                     </msItem>
                     <msItem>
                        <locus from="378">S. 378</locus>
                        <note>Hist. tripert. (Exzerpte, Forts. 10, c. 14, 20, 27, 28)</note>
                     </msItem>
                     <msItem>
                        <locus from="378" to="380">S. 378-380</locus>
                        <author key="pnd_118550853">Eusebius</author>
                        <title>Historia ecclesiastica (3, 7)</title>
                     </msItem>
                     <msItem>
                        <locus from="380" to="391">S. 380-391</locus>
                        <author key="pnd_118590251">Orosius</author>
                        <title>Hist. (Exz.)</title>
                        <note>vgl. <bibl><hi rend="small-caps">Mommsen</hi>, 33</bibl>
                        </note>
                     </msItem>
                     <msItem>
                        <note>
                           <locus from="392">S. 392</locus>/ <locus from="393">S. 393</locus>
                        </note>
                        <note>Rezepte</note>
                     </msItem>
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                        <locus from="394">S. 394</locus>
                        <note>Verse und grammatische Einträge <date>saec. XII</date>
                        </note>
                     </msItem>
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