St. Gallen, Stiftsbibliothek, Cod. Sang. 1394.7
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R. Gamper, Ph. Lenz, A. Nievergelt (ed.), Die Vetus Latina-Fragmente aus dem Kloster St. Gallen, Urs Graf Verlag, Dietikon-Zürich, 2012, S. 27-28.

Handschriftentitel: Vetus Latina-Fragmente
Entstehungszeit: 5. Jahrhundert
Bibliographie:
  • Scherrer, Stiftsbibliothek, S. 457-458;
  • Batiffol, Fragmenta, S. 306;
  • Wordsworth/Sanday/ White, Gospels, S. xxvii;
  • CLA 7, Nr. 978a;
  • Gryson, Handschriften 1,S. 39.
Kodikologische Einheit: 1-2
Handschriftentitel: Mc 7,13-20; Mc 7,22-25; Mc7,27-31
Beschreibstoff: Pergament
Umfang: Einzelblatt
Format: 27,2-28,5 cm hoch, 14,6-18,2 cm breit.
Zustand: In der inneren Spalte fehlt ein Stück zwischen der 4. und 6. Zeile, in der unteren Hälfte ist die Spalte unvollständig; von der äusseren Spalte sind die ersten 15 Zeilen bis aufeinige Buchstaben erhalten. Es fehlen deshalb Mc 7,20-22 und 7,25-27. Tintenfrass.
Seiteneinrichtung: Liniierung nicht erkennbar; Schriftraum 21,5 cm hoch, innere Spalte 7,6 cm breit, äussere Spalte unvollständig.
Inhaltsangabe:
  • 1-2 Abgelöst von der unteren Hälfte des Hinterdeckels des Cod. Sang. 76, wie der dortige Leimabdruck von S. 1 (75) zeigt.
    • (1a-1b) (75a-75b) Mc 7,13-20 // bum dei per traditionem uestram …–… illa co[mmunican]t hom[i]nem //
      Ed. Batiffol, Fragmenta, S. 314; Wordsworth/Sanday/White, Gospels, S. 68; Jülicher, Itala 2, S. 62-63 (Sigle n); neue Edition unten S. 146.
    • (2a) (76a) Mc 7,22-25 // blasphemia [supe]rbia stultitia …–… cuius filia ha[beb]at spiritu //
      Ed. Batiffol, Fragmenta, S. 314; Wordsworth/Sanday/White, Gospels, S. 68; Jülicher, Itala 2, S. 62-63 (Sigle n); neue Edition unten S. 149.
    • (2b) (76b) Mc 7,27-31 // mum satiari filios …–… inter medios fines //
      Ed. Batiffol, Fragmenta, S. 315; Wordsworth/Sanday/White, Gospels, S. 68; Jülicher, Itala 2, S. 63-64 (Sigle n); neue Edition unten S. 149.
Kodikologische Einheit: 3-4
Handschriftentitel: Mc 8,32-9,10
Beschreibstoff: Pergament
Umfang: Einzelblatt
Format: 29,4-30,8 cm hoch, 23,5-23,8 cm breit
Zustand: In der rechten Spalte mehrere Löcher: in den ersten 3 Zeilen aussen, in der 6. und 7. Zeile mehrer Buchstaben ausgebrochen, ab der 17. Zeile grössere Lücken; Tintenfrass und andere Schäden im Pergament.
Seiteneinrichtung: Blindliniierung, Schriftraum 21,4 x 17,8 (8/7,6) cm
Inhaltsangabe:
  • 3-4 Abgelöst von der oberen Hälfte des Hinterdeckels des Cod. Sang. 76, wie der dortige Leimabdruck von 4 (S. 80) zeigt.
    Mc 8,32-9,10 // cens dominem propitius esto …–… aput se quaerentes quid est cum //
    S. 3 (79) zwischen den beiden Spalten querstehend ein Eintrag des 10.-12. Jahrhunderts: Laus tibi sit Christe quem liber explicit iste qui me [scrib]ebat Ulr[ic]us nomen habebat. Mit weisser Farbe übertüncht; auch unter der UV-Lampe ist die erste Hälfte des Wortes scribebat nicht zuverlässig erkennbar.
    Ed. Batiffol, Fragmenta, S. 315-316; Wordsworth/Sanday/White, Gospels, S. 69; Jülicher, Itala 2, S. 72-77 (Sigle n); neue Edition unten S. 150-153.
Kodikologische Einheit: 5-6
Handschriftentitel: Mc 13,2-20
Beschreibstoff: Pergament
Umfang: Einzelblatt
Format: 25,8-27,7 cm hoch, 24,5 cm breit
Zustand: Oberer Rand bis zur ersten Zeile abgeschnitten.
Seiteneinrichtung: Blindliniierung, Schriftraum 21,5 x 18,3 (8/7,6) cm.
Inhaltsangabe:
  • 5-6 // alius resurget sine manibus …–… neque fient et nisi // 6 (82) auf dem unteren Rand von einer Hand des 8. Jahrhunderts der Eintrag: aremus ad d. S. 6 (82a), Z. 21 Federprobe.
    Ed. Batiffol, Fragmenta, S. 316-317; Wordsworth/Sanday/White, Gospels, S. 70; Jülicher, Itala 2, S. 121-126 (Sigle n); neue Edition unten S. 154-157..
Kodikologische Einheit: 7-8
Handschriftentitel: Mc 15,22-41
Beschreibstoff: Pergament
Umfang: Aus zwei Fragmenten bestehendes Einzelblatt, nahe am äusseren Rand vertikal entzweigeschnitten.
Format: Das grössere, innere Fragment 31,2 cm hoch, 17,4-18 cm breit, das kleinere, äussere Fragment 31,2 cm hoch, 1,2-2,7 cm breit, zusammen 20-20,5 breit.
Seiteneinrichtung: Blindliniierung, Einstiche für horizontale Liniierung am inneren Rand der äusseren Spalte sowie für die vertikale Liniierung 1-1,5 cm über bzw. unter dem Schriftraum sichtbar, die Löcher entsprechen jenen auf dem Blatt Cod. Sang. 1394.8, S. 3/4 (S. 91/92). Schriftraum 21,7 x 18,1-18,5 (8/7,6) cm.
Inhaltsangabe:
  • 7-8 Das grössere, innere Fragment wurde schon von von Arx und Hauntinger aus dem Hinterdeckel des Cod. Sang. 172 abgelöst, indes die Auslösung des vertikalen Streifens an S. 258, der um die letzte Lage gebunden war, erst im Jahr 2008 erfolgte. Die beiden Fragmente weisen identische Einschnitte an den ehemaligen Heftstellen auf, was ihre gemeinsame Verwendung als hinteres Spiegel- oder Vorsatzblatt in Cod. Sang. 172 beweist. // gotha locum quod est interpraetatum …–… nplures que ascende // 6 (S. 82) auf dem unteren Rand von einer Hand des 8. Jahrhunderts der Eintrag: aremus ad d. S. 6 (82a), Z. 21 Federprobe.
    Ed. Batiffol, Fragmenta, S. 316-317; Wordsworth/Sanday/White, Gospels, S. 70; Jülicher, Itala 2, S. 121-126 (Sigle n); neue Edition unten S. 154-157.