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Bern, Burgerbibliothek

Die Burgerbibliothek Bern ist ein Kulturinstitut der Burgergemeinde Bern. Sie entstand 1951, als man die Handschriftenabteilung der damaligen Stadt- und Hochschulbibliothek verselbständigte. Heute ist die Burgerbibliothek Bern ein öffentliches wissenschaftliches Archiv. Sie sammelt und bewahrt wertvolle und international bedeutende Bestände an Manuskripten, Archivalien und Bilddokumenten. Zu den bekanntesten Sammlungen zählen die mittelalterlichen Bongarsiana/Codices und die Archivalien zur Schweizer und Berner Geschichte mit Nachlässen bedeutender Persönlichkeiten. Die Burgerbibliothek ist auch das Gemeindearchiv der Burgergemeinde Bern und der burgerlichen Gesellschaften und Zünfte. Als wissenschaftliches Institut steht sie im Dienste der Forschung und einer interessierten Öffentlichkeit. Sie stellt ihre Bestände in einem Lesesaal zur Verfügung und zeigt sie im Rahmen von Publikationen, Führungen und Ausstellungen.

Bern, Burgerbibliothek, Cod. AA 90.28

Pergament · 1 f. · 27 x 21 cm · Frankreich · 12. Jahrhundert

Leges Langobardorum (Fragment)
Einzelblatt einer in Frankreich entstandenen Handschrift mit einem Bruchstück der Leges Langobardorum. Das Fragment gelangte 1632 aus dem Besitz von Jacques Bongars nach Bern. (mit)

Online seit: 12.07.2021

Bern, Burgerbibliothek, Cod. AA 90.29

Pergament · 8 ff. · 19.5 x 11 cm · Frankreich: Micy · Ende 10. – 1. Hälfte 11. Jahrhundert

Priscianus: Institutiones grammaticae; Vita Prisciani; Seneca: Epistulae ad Lucilium (Fragment)
4 Doppelblätter (wohl 1 Lage) einer kleinformatigen Handschrift, die, wie die Schreibernotiz (f. 5v-6r) eines Letaldus vermuten lässt, aus Fleury oder Micy stammt. Sie enthielt, nebst Auszügen aus Priscians und Senecas Werken, die Disticha Catonis und weitere Stücke. Das Fragment gelangte über Pierre Daniel, der die Schreibernotiz in Bern, Burgerbibliothek, Cod. 450.11 kopiert hat, 1632 aus dem Besitz von Jacques Bongars nach Bern. (mit)

Online seit: 12.07.2021

Bern, Burgerbibliothek, Cod. AA 91

Papier · 181 ff. · 31 x 21.5 cm · 1467

Wolfram von Eschenbach: Parzival, dt.
Beim sogenannten „Berner Parzival“ handelt es sich um den letzten datierten handschriftlichen Textzeugen des zwischen 1200 und 1210 entstandenen Gralromans Wolframs von Eschenbach, der überdies mit Illustrationen versehen ist. Die Handschrift wurde vermutlich 1467 vom Berner Kaufmann Jörg Friburger beim Schreiber Johann Stemhein von Konstanz in Auftrag gegeben. Dieser hat den Text seiner Vorlage stilistisch und redaktionell für den Geschmack eines spätmittelalterlichen Stadtpublikums modernisiert. Zudem liefert er Anweisungen für Illustrationen, die ein Maler mit 28 kolorierten Federzeichnungen in einem wenig späteren Arbeitsgang ausgeführt hat. Die weitere Geschichte der heute 180 Blätter umfassenden Handschrift ist unbekannt; sie muss jedoch in den ersten Jahren des 19. Jahrhunderts in die Berner Stadtbibliothek gelangt sein, in deren Besitz sie spätestens 1816 nachgewiesen ist. (mit)

Online seit: 26.09.2017

Bern, Burgerbibliothek, Cod. B 219

Pergament · 150 ff. · 24.8 x 15 cm · Kapitel der Kathedrale Notre-Dame von Lausanne · ca. 1202-1242

Cartularium Lausannense
Das Chartularium Lausannense vereint ca. 700, die Administration des Kapitels und der Kathedrale von Lausanne betreffende Dokumente aus den Jahren 814-1242. Es enthält unterschiedliche Texte: die Annalen von Lausanne, ein topographisches Chartular, ein chronologisches Register, zwei Chroniken, ein Urbar, die Chronik der Bischöfe von Lausanne und den Nekrolog der Kathedrale. Seine Zusammenstellung begann gegen 1202 und wurde 1242 abgeschlossen; 5 Akten, die von 1250-1294 datiert sind, wurden später hinzugefügt. Cono von Stäffis (vor 1200-1243/1244), der 1202 Domprobst in Lausanne wurde, überwachte von 1216 bis 1242 direkt die Redaktion des Manuskriptes und die Anordnung der Dokumente. Die materielle Struktur ist durch die zahlreichen Zusätze zum ursprünglichen Kern, der dem Livre censier du Chapitre cathédral de Lausanne von ca. 1202 entspricht, sehr komplex. (tog)

Online seit: 13.12.2013

Bern, Burgerbibliothek, Cod. C 219

Pergament und Papier · 8 + 8 + 8 + 8 ff. · A) 29.5 x 19.5-20 cm; B) 27 x 21.5 cm; C) 30.5 x 21.5 cm; D) 27 x 20 cm · A) Italien?; B) Frankreich; C) Frankreich: Bourges; D) England: Wales · A) zweite Hälfte des 11. Jahrhunderts; B) erste Hälfte des 15. Jahrhunderts; C) um 1465–1475; D) Ende 9./ Anfang 10. Jahrhundert

A) Cicero: Topica; B) Annaeus Florus: Epitome Bellorum Romanorum; Livius: Periochae; C) Juvenal: Saturae, cum glossis; D) Augustinus (Pseudo-): Categoriae [= Paraphrasis Themistiana] (Fragmente)
Sammelband, bestehend aus vier ganz unterschiedlichen Teilen, die vermutlich 1632 aus dem Besitz von Jacques Bongars nach Bern gelangten; die Teile B und C stammen aus dem Collège de Navarre in Paris. Sämtliche Teile sind, mindestens teilweise, illuminiert. Von allen Fragmenten finden sich zugehörige Teile in anderen Bibliotheken, nämlich A: Paris BN lat. 7709, f. 1–4; B: Paris BN lat. 17566, f. 1–40; C: Paris BN lat. 17902, f. 1–85 sowie D: Leiden UB, Voss. Q 2 IX (f. 60). (mit)

Online seit: 10.10.2019

Bern, Burgerbibliothek, Cod. D 219

Pergament · 8 + 10 ff. · 27.5 x 19.5 cm ; 26.5 x 17 cm · A) Frankreich: Fleury; B) Frankreich: östliches? · A) letztes Viertel des 9. Jahrhunderts; B) zweites Viertel des 9. Jahrhunderts

A) Passiones sanctorum; B) Isidorus: Synonyma, Differentiae (Fragmente)
Sammelband, bestehend aus zwei unterschiedlichen Teilen, die vermutlich 1632 aus dem Besitz von Jacques Bongars nach Bern gelangten. Teil A stammt aus einer umfangreichen Sammlung von Heiligenviten für die Liturgie in Fleury, von der sich verschiedene Stücke im Vatikan erhalten haben: Reg. lat. 274, f. 95–102; Reg. lat. 318, f. 1–79, 80–146, 147–258; Reg. lat. 585, f. 13–27; Reg. lat. 711.II, f. 11–18; 67–76. Teil B enthält Fragmente aus Isidors grammatikalischen Schriften und wurde vermutlich im östlichen Frankreich geschrieben. (mit)

Online seit: 10.10.2019

Bern, Burgerbibliothek, Cod. E 219

Pergament · 8 ff. · 26 x 15.5 cm · Frankreich · erste Hälfte des 9. Jahrhunderts

Salvianus Massiliensis: Epistulae (Fragment)
Einziger Textzeuge für gewisse Briefe des Salvianus von Marseille, dessen Ergänzung in Paris BN lat. 2174, f. 113–115 erhalten ist. Das nicht illuminierte Fragment dürfte vermutlich 1632 aus dem Besitz von Jacques Bongars nach Bern gelangt sein. (mit)

Online seit: 10.10.2019

Bern, Burgerbibliothek, Cod. F 219 I

Pergament · 14 ff. · 24.5 x 18.5 cm · Frankreich · zweite Hälfte des 10. Jahrhunderts

Boethius: De arithmetica (Fragment)
Mit zahlreichen schematischen Darstellungen versehenes Fragment aus der Arithmetica des Boethius, das 1632 aus dem Besitz von Jacques Bongars nach Bern gelangt sein dürfte. (mit)

Online seit: 10.10.2019

Bern, Burgerbibliothek, Cod. F 219 II

Pergament · 4 ff. · 31 x 22 cm · Frankreich: Loiregegend · erste Hälfte des 9. Jahrhunderts

Isidorus: De natura rerum (Fragment)
Zwei Doppelblätter aus einer vermutlich in der Loiregegend entstandenen Isidor-Handschrift. Das Fragment enthält u.a. eine sorgfältig gezeichnete Windrose sowie am Ende astronomische Texte, die im Umfeld der Aratea auch als Scholia Bernensia bekannt sind. Es ist wohl 1632 mit der Sammlung von Jacques Bongars nach Bern gelangt. (mit)

Online seit: 10.10.2019

Bern, Burgerbibliothek, Cod. F 219 III

Pergament · 18 ff. · 34.5–35 x 24.5–25 cm · vermutlich Spanien · zweite Hälfte des 7. Jahrhunderts

Oribasius: Synopsis medica (Fragment)
Bruchstück einer wohl in Spanien entstandenen und möglicherweise über Italien in die Kathedralbibliothek von Chartres gelangten Unzialhandschrift mit medizinischen Texten, deren übrige Teile in Paris BN lat. 10233 erhalten sind. Aufgrund eines Eintrags des Berner Bibliothekars Samuel Hortin dürfte das Fragment mit grosser Wahrscheinlichkeit 1632 mit der Bongarsiana nach Bern gelangt sein. (mit)

Online seit: 10.10.2019

Bern, Burgerbibliothek, Mss.h.h.I.1

Pergament · 235 pp. · 40–40.5 x 28–28.5 cm · Bern · 1478-1483

Diebold Schilling, Amtliche Berner Chronik, Bd. 1
Die Amtliche Berner Chronik wurde 1474 vom Rat der Stadt Bern in Auftrag gegeben. Rund zehn Jahre später konnte Diebold Schilling das dreibändige, mit kolorierten Titelblättern, Initialen und über 600 grossen Illustrationen geschmückte Werk dem Rat überreichen. Der erste Band enthält die Berner Frühgeschichte von der Stadtgründung bis ins Jahr 1421, nach der älteren Chronik des Konrad Justinger, in der Fassung von Bendicht Tschachtlan. In der Folgezeit wurde das Werk fast drei Jahrhunderte lang in der Berner Kanzlei aufbewahrt, welche die Bände 1762 der Stadtbibliothek schenkte. (mit)

Online seit: 20.12.2012

Bern, Burgerbibliothek, Mss.h.h.I.2

Pergament · 186 pp. · 38–39 x 27–27.5 cm · Bern · 1478-1483

Diebold Schilling, Amtliche Berner Chronik, Bd. 2
Die Amtliche Berner Chronik wurde 1474 vom Rat der Stadt Bern in Auftrag gegeben. Rund zehn Jahre später konnte Diebold Schilling das dreibändige, mit kolorierten Titelblättern, Initialen und über 600 grossen Illustrationen geschmückte Werk dem Rat überreichen. Der zweite Band enthält die Ereignisse der Jahre 1421 bis 1466 und basiert zu wesentlichen Teilen auf der Fründ-Bearbeitung der Chronik von Benedicht Tschachtlan. In der Folgezeit wurde das Werk fast drei Jahrhunderte lang in der Berner Kanzlei aufbewahrt, welche die Bände 1762 der Stadtbibliothek schenkte. (mit)

Online seit: 20.12.2012

Bern, Burgerbibliothek, Mss.h.h.I.3

Pergament · 472 pp. · 38 x 27.5–28 cm · Bern · 1478-1483

Diebold Schilling, Amtliche Berner Chronik, Bd. 3
Die Amtliche Berner Chronik wurde 1474 vom Rat der Stadt Bern in Auftrag gegeben. Rund zehn Jahre später konnte Diebold Schilling das dreibändige, mit kolorierten Titelblättern, Initialen und über 600 grossen Illustrationen geschmückte Werk dem Rat überreichen. Der dritte, künstlerisch reichste Band enthält Schillings eigene Beschreibung der Burgunderkriege samt ihrer Vorgeschichte bis ins Jahr 1480. Er steht in engem Zusammenhang zur heute in der Zentralbibliothek Zürich befindlichen Grossen Burgunderchronik (Ms. A 5). In der Folgezeit wurde das Werk fast drei Jahrhunderte lang in der Berner Kanzlei aufbewahrt, welche die Bände 1762 der Stadtbibliothek schenkte. (mit)

Online seit: 20.12.2012

Bern, Burgerbibliothek, Mss.h.h.I.16

Papier · 806 pp. · 37 x 26 cm · Bern · 1484/85

Diebold Schilling, Spiezer Chronik
Die nach dem langjährigen Aufbewahrungsort Spiez benannte Chronik des Chronisten Diebold Schilling ist, als Auftragswerk für Rudolf von Erlach, auch als ‚Privater Schilling’ bekannt. Sie enthält die Berner Frühgeschichte von der Stadtgründung bis hin zu Vorkommnissen Mitte des 15. Jh. und ist, im Gegensatz zu Schillings dreibändiger Amtlicher Chronik (BBB Mss.h.h.I.1-3), unvollendet geblieben (die Burgunderkriege sind nicht enthalten). (mit)

Online seit: 20.12.2012

Bern, Burgerbibliothek, Mss.h.h.XV.54

Pergament · 12 ff. · 34.5 x 24.5 cm · Königsfelden · kurz vor 1331

Jahrzeitenbuch des Klosters Königsfelden
Das nur 12 Blatt (= 1 Lage) umfassende Fragment aus dem Kloster Königsfelden enthält ein vollständiges Kalendar (Nekrolog) mit den Einträgen der Todestage der Mitglieder der habsburgischen Stifterfamilie sowie des Beichtvaters der Königin Agnes von Ungarn (Lamprecht von Österreich) bis 1330. Es gelangte nach der Aufhebung des Klosters 1528 in bernischen Privatbesitz und wurde im 19. Jahrhundert der Berner Stadtbibliothek geschenkt. (mit)

Online seit: 14.06.2018

Bern, Burgerbibliothek, MUE Inc I 20

Pergament · 1 f. · 29 x 23.5-24 cm · Frankreich: Tours · frühes 9. Jahrhundert

Biblia latina: Vulgata, recensio Alcuini (Fragment)
Reste einer Alkuinbibel aus dem Dominikanerkloster Bern, die um 1495 durch den Buchbinder Johannes Vatter als Spiegelblätter verschiedener heute in Bern und Solothurn befindlicher Inkunabeln verwendet wurden. Nach Aufhebung des Klosters 1528 gelangte der Trägerband (MUE Inc. I.20) vielleicht mit dem Büchervermächtnis des Venners Jürg Schöni 1534 in den Besitz der Berner Bibliothek. Zusammenführung der Fragmente: [sine loco], codices restituti, Cod. 5 (Biblia latina). (mit)

Online seit: 12.12.2019

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