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Bern, Burgerbibliothek

Die Burgerbibliothek Bern ist ein Kulturinstitut der Burgergemeinde Bern. Sie entstand 1951, als man die Handschriftenabteilung der damaligen Stadt- und Hochschulbibliothek verselbständigte. Heute ist die Burgerbibliothek Bern ein öffentliches wissenschaftliches Archiv. Sie sammelt und bewahrt wertvolle und international bedeutende Bestände an Manuskripten, Archivalien und Bilddokumenten. Zu den bekanntesten Sammlungen zählen die mittelalterlichen Bongarsiana/Codices und die Archivalien zur Schweizer und Berner Geschichte mit Nachlässen bedeutender Persönlichkeiten. Die Burgerbibliothek ist auch das Gemeindearchiv der Burgergemeinde Bern und der burgerlichen Gesellschaften und Zünfte. Als wissenschaftliches Institut steht sie im Dienste der Forschung und einer interessierten Öffentlichkeit. Sie stellt ihre Bestände in einem Lesesaal zur Verfügung und zeigt sie im Rahmen von Publikationen, Führungen und Ausstellungen.

Bern, Burgerbibliothek, Cod. 756.60

Pergament · 14 ff. · 34.5–35 x 28.5–29 cm · Südfrankreich/ Norditalien · 2. Hälfte 10. Jahrhundert

Homiliensammlung (Fragment)
Umfangreiche Reste einer möglicherweise zweibändigen Homiliensammlung aus dem Dominikanerkloster Bern, die um 1495 durch den Buchbinder Johannes Vatter als Spiegelblätter verschiedener heute in Bern und Solothurn befindlicher Inkunabeln verwendet wurden. Nach Aufhebung des Klosters 1528 gelangten die Trägerbände vielleicht mit dem Büchervermächtnis des Venners Jürg Schöni 1534 in den Besitz der Berner Bibliothek. Um 1945 wurden die Fragmente durch Johannes Lindt aus den Trägerbänden abgelöst. (mit/hol)

Online seit: 14.07.2021

Bern, Burgerbibliothek, Cod. 756.61

Pergament · 8 ff. · 33.5–34 x 27 cm · Südfrankreich/ Norditalien · 2. Hälfte 10. Jahrhundert

Homiliensammlung (Fragment)
Umfangreiche Reste einer möglicherweise zweibändigen Homiliensammlung aus dem Dominikanerkloster Bern, die um 1495 durch den Buchbinder Johannes Vatter als Spiegelblätter verschiedener heute in Bern und Solothurn befindlicher Inkunabeln verwendet wurden. Nach Aufhebung des Klosters 1528 gelangten die Trägerbände vielleicht mit dem Büchervermächtnis des Venners Jürg Schöni 1534 in den Besitz der Berner Bibliothek. Um 1945 wurden die Fragmente durch Johannes Lindt aus den Trägerbänden abgelöst. (mit/hol)

Online seit: 14.07.2021

Bern, Burgerbibliothek, Cod. 756.64

Pergament · 4 ff. · 24.5-26.5 x 19.5-21 cm · 2. Hälfte 9. Jh. / 1. Hälfte 10. Jh.

Priscianus: Institutiones grammaticae (Fragment)
Fragment einer vermutlich in Süddeutschland entstandenen Handschrift von Priscianus: Institutiones grammaticae, von dem sich weitere 10 Blätter in Paris BN lat. 10403. f. 615 befinden. Die vier Einzelblätter gelangten über einen Druck aus dem Besitz von Jacques Bongars 1632 nach Bern, wo sie im 20. Jh. abgelöst wurden. (mit/san)

Online seit: 14.06.2018

Bern, Burgerbibliothek, Cod. 756.66

Pergament · 3 ff. · 17.5 x 26.5; 19 x 38; 17 x 14.5 cm · 1538-1569

Urkundenmakulatur aus Cod. 120
Die drei Urkunden stammen aus dem Vorgängereinband von Cod. 120 (jetzt 120-1 und 120-2), aus dem sie bei der Restaurierung entfernt wurden; es handelt sich um zwei Hofgerichts-Urkunden der Grafen zu Sulz in Rottweil (Nr. 1 und 3) sowie um ein Fragment einer in Strassburg ausgestellten Kaufurkunde. (mit)

Online seit: 22.03.2018

Bern, Burgerbibliothek, Cod. 756.69

Pergament · 1 f. · 29 x 19 cm; 29 x 22.5 cm · Frankreich · um 1439

Urkundenabschrift (Fragment)
Zwei ursprünglich zusammengehörige Blätter einer Urkundenabschrift, datiert 8. März 1439, die 1935 bei der Restaurierung von Burgerbibliothek Bern, Cod. 207 abgelöst wurden. Im Text auf f. 1r werden Charles Duc d’Orléans et de Vallois (1394–1465) und Jehan Bastard d’Orléans (= Jean de Dunois, 1402–1468) genannt. (mit)

Online seit: 02.07.2020

Bern, Burgerbibliothek, Cod. 756.70

Pergament · 9 ff. · 33-34 x 25.5-26.5 cm · Frankreich: Tours · frühes 9. Jahrhundert

Biblia latina: Vulgata, recensio Alcuini (Fragment)
Reste einer Alkuinbibel aus dem Dominikanerkloster Bern, die um 1495 durch den Buchbinder Johannes Vatter als Spiegelblätter verschiedener heute in Bern und Solothurn befindlicher Inkunabeln verwendet wurden. Nach Aufhebung des Klosters 1528 gelangten die Trägerbände (MUE Inc. III.15, Bd. 3–4; der Streifen von Cod. 756.70e stammt aus MUE Inc. I.6) vielleicht mit dem Büchervermächtnis des Venners Jürg Schöni 1534 in den Besitz der Berner Bibliothek. Um 1945 wurden die Fragmente durch Johannes Lindt aus den Trägerbänden abgelöst. Zusammenführung der Fragmente: [sine loco], codices restituti, Cod. 5 (Biblia latina). (mit)

Online seit: 12.12.2019

Bern, Burgerbibliothek, Cod. 756.71

Pergament · 2 ff. · 26.5 x 33.5/31.5 cm · Frankreich: Tours · frühes 9. Jahrhundert

Biblia latina: Vulgata, recensio Alcuini (Fragment)
Reste einer Alkuinbibel aus dem Dominikanerkloster Bern, die um 1495 durch den Buchbinder Johannes Vatter als Spiegelblätter verschiedener heute in Bern und Solothurn befindlicher Inkunabeln verwendet wurden. Nach Aufhebung des Klosters 1528 gelangte der Trägerband (MUE Inc. III.15, Bd. 1) vielleicht mit dem Büchervermächtnis des Venners Jürg Schöni 1534 in den Besitz der Berner Bibliothek. Um 1945 wurden die Fragmente durch Johannes Lindt aus den Trägerbänden abgelöst. Zusammenführung der Fragmente: [sine loco], codices restituti, Cod. 5 (Biblia latina). (mit)

Online seit: 12.12.2019

Bern, Burgerbibliothek, Cod. 756.72

Pergament · 1 f. · 13 x 31 cm · 1580-1590

Französische Notariatsurkunde (Einbandmakulatur von Cod. 172)
Das Fragment wurde bei der Restaurierung des Vorgängereinbandes von Cod. 172‬‬ entfernt; es stammt vermutlich aus der Anwaltskanzlei Pierre Daniels in Orléans, wie dessen Name auf der Urkunde bezeugt. (mit)

Online seit: 17.12.2015

Bern, Burgerbibliothek, Cod. 756.77

Pergament · 2 ff. · 32.5 x 21 cm · Deutschland · 10. Jahrhundert

Gregorius Magnus: Homiliae in Ezechielem (Fragment)
Doppelblatt aus einer wohl in Deutschland entstandenen Handschrift mit den Homiliae in Ezechielem Gregors des Grossen. Das Fragment wurde 1937 mit der Sammlung der Familie von Mülinen von der Stadtbibliothek Bern angekauft, ist jedoch im 1837 erstellten Katalog des Gottfried v. Mülinen nicht nachweisbar. (mit)

Online seit: 02.07.2020

Bern, Burgerbibliothek, Cod. 756.78

Pergament · 2 ff. · 26 x 13 cm · Süddeutschland · Anfang 14. Jh.

Ulrich von dem Türlin: Arabel (Fragment)
Reste einer Handschrift des Arabel Ulrichs von dem Türlin. Es handelt sich dabei um die Vorgeschichte des Willehalm Wolframs von Eschenbach. 1937 von der Burgerbibliothek bei Hans Peter Kraus, Antiquar in Wien, erworben. (mit/san)

Online seit: 14.06.2018

Bern, Burgerbibliothek, Cod. 756.84

Pergament · 2 ff. · 37 x 24.5 cm; 34.5 x 25 cm · 15. Jahrhundert

Plenarium (Fragment)
Die beiden Fragmente stammen aus dem Vorgängereinband von Cod. 125‬‬‬‬‬‬‬‬‬‬, aus dem sie bei der Restaurierung entfernt wurden; sie enthalten vermutlich Teile eines Plenariums, mit Notenschrift. (mit)

Online seit: 23.06.2016

Bern, Burgerbibliothek, Cod. 756.86

Pergament · 1 f. · 33.5 x 31.5 cm · Schweiz: Engelberg? · Anfang des 13. Jahrhunderts

Liber Officii et Missae (Fragment)
Bruchstück aus einem neumierten Chorbuch (Proprium Sanctorum) für Benediktiner in der Diözese Konstanz, mit grosser Initiale H zur Lichtmessmatutin (f. 1vb). Das Blatt der möglicherweise in Engelberg für das Augustinerchorherrenstift Interlaken hergestellten Handschrift diente seit dem 16. Jh. als Umschlag eines Rechnungsbuches in Meiringen und wurde 1940 von der Berner Stadtbibliothek im Tausch mit dem Staatsarchiv Bern erworben. (mit)

Online seit: 02.07.2020

Bern, Burgerbibliothek, Cod. 756.95

Pergament · 1 f. · 17 x 27 cm · Schweiz: Engelberg · Um 1200

Flavius Josephus: Antiquitates Iudaicae (Fragment)
Einzelblatt mit prächtiger Initiale aus einer reich illustrierten Handschrift der Antiquitates Iudaicae des Flavius Josephus aus dem Kloster Engelberg, die um 1600 durch Abt Andreas Hersch oder Abt Melchior Kitz an den Zürcher Buchhändler und Buchbinder Johann Felix Haller (tätig 1603–1637) verkauft und von diesem für ein Geschichtswerk des Hans Felix Grob d. Jüngeren (1572–1653) makuliert wurde. Wann der Band in die Berner Stadtbibliothek gelangte und als Mss.h.h.XXIa.25 aufgestellt wurde, ist unklar; die Einbandmakulatur wurde 1941 von Johann Lindt abgelöst. (mit)

Online seit: 02.07.2020

Bern, Burgerbibliothek, Cod. 756.98

Pergament · 1 f. · 36 x 23 cm · Frankreich: Raum Strassburg · 10./11. Jahrhundert

Utho Argentinensis: Vita sancti Arbogasti (Fragment)
Das 1 Blatt umfassende Fragment enthält einen Auszug aus einem neumierten Missale, das aufgrund seines Inhalts, der Feier des heiligen Arbogast, im Raum Strassburg entstanden sein dürfte. Es wurde um 1650 vermutlich in Bern wiederverwendet als Schutzumschlag für ein Schulheft des Niclaus Frisching (BBB Mss.h.h. XXIV.183), von dem es 1944 abgelöst wurde. (mit)

Online seit: 02.07.2020

Bern, Burgerbibliothek, Cod. 756.99

Pergament · 2 ff. · 24 x 20 cm · Frankreich: Mittleres Loiregebiet · zweites Drittel des 9. Jahrhunderts

Hrabanus Maurus: Commentarius in Evangelii Matthaei [Auszüge in Tironischen Noten]
Doppelblatt aus einem aus dem Loiregebiet stammenden und weitgehend in Tironischen Noten verfassten Kommentar zum Matthaeus-Evangelium des Hrabanus Maurus. Die Provenienz lässt zunächst an eine Zugehörigkeit zur Bongarsiana denken, jedoch wurde das Fragment offenbar erst 1937 mit der Sammlung der Familie von Mülinen von der Stadtbibliothek Bern angekauft und Dezember 1954 in einem Konvolut der Familienbibliothek entdeckt. (mit)

Online seit: 02.07.2020

Bern, Burgerbibliothek, Cod. 756.100

Pergament · 2 ff. · 32 x 23 cm · Frankreich (Nord?) · Mitte des 12. Jahrhunderts

Gregorius Magnus: Moralia in Hiob (Fragment)
Doppelblatt aus einer wohl in Frankreich entstandenen Handschrift der Moralia in Hiob Gregors des Grossen, das im 16. Jahrhundert als Einband von Ordnungen und Satzungen der Grafschaft Lenzburg verwendet wurde. Zunächst im Besitz der Familie von Hallwyl, dann durch Wolfgang Friedrich von Mülinen (1863–1917) erworben und vermutlich 1937 mit der Mülinen-Sammlung von der Stadtbibliothek Bern angekauft. 1954 vom Trägerband (BBB Mss.Mül.377) abgelöst. (mit)

Online seit: 02.07.2020

Bern, Burgerbibliothek, Cod. 803

Pergament · 1 f. · 597 x 13-13.5 cm · Elsass: wahrscheinlich Kloster Murbach · Ende 11./ Anfang 12. Jahrhundert

Rotulus von Mülinen: Rezepte, Beschwörungen, Segen, De taxone liber; alphabetisches Pflanzenglossar.
Die Handschrift stammt wahrscheinlich aus den Kloster Murbach und ist ein Beispiel für den medialen Überlieferungstyp der mittelalterlichen Schriftrolle. Der Rotulus von Mülinen enthält mehr als 460 Rezepte, Beschwörungen und Segen in lateinischer Sprache, die punktuell mit althochdeutsche Interlinearglossen enthalten. Dazu kommt ein vereinzeltes rein althochdeutsches Rezept Contra paralysin theutonice. Auf der Versoseite findet sich ein umfangreiches Glossar mit über 1500 Lemmata aus dem Bereich der Medizin, die zum Teil mit lateinischen und althochdeutschen Interpretamenten versehen sind. (koe)

Online seit: 17.03.2016

Bern, Burgerbibliothek, Cod. 847.9

Pergament · 2 ff. · 21 x 23.5 cm · 1571

Notariatsurkunde (Fragment)
Die beiden Fragmente stammen aus dem Einband von Cod. 611‬‬, aus dem sie bei der Restaurierung entfernt wurden; es handelt sich um zwei Hälften einer französischen Notariatsurkunde, mit Bezug zu Pierre Daniel. (mit)

Online seit: 17.03.2016

Bern, Burgerbibliothek, Cod. A 9

Pergament · 329 ff. · 44.5 x 35 cm · Frankreich, Vienne · Ende 10./ Anfang 11. Jahrhundert

Biblia latina (Vulgata)
Monumentale einbändige Bibel, die spanische Überlieferung erkennen lässt und mit den so genannten ‚Theodulf-Bibeln‘ verwandt ist. Vorausgehend eine Binio mit der coena nuptialis in der Version des Hrabanus Maurus; in den Text eingeschoben wurden eine Version der Sibyllinischen Weissagungen, eine Johannesvita sowie eine Eidesformel für Rechte der Kirche und ein Katalog der Bischöfe von Vienne; am Ende finden sich Reste der Psalmi iuxta Hebraeos. Von den zahlreichen Initialen ist der grössere Teil ausgeschnitten worden. (mit)

Online seit: 09.04.2014

Bern, Burgerbibliothek, Cod. A 45

Papier · 159 ff. · 30 x 22 cm · Königsfelden · 1479-1482

Österreichische Chronik der 95 Herrschaften
Eine im Kloster Königsfelden um 1479 von Clemens Specker niedergeschriebene Chronik der 95 Herrschaften Österreichs. Anschliessend ein Lied auf den Aargauer Krieg, Texte zu König Friedrich III., Konrad Pfettisheims Geschichte Peters von Hagenbach, ein Lied über Karl den Kühnen, Clemens Speckers Schweizer Annalen sowie eingeklebte Holzschnitte der Neun Helden. Reich ausgestattet mit Miniaturen und Wappenbildern. Eine 1597 entstandene Abschrift von Cod. A 45 ist vorhanden in BBB Mss.h.h.VI.74. Die Handschrift gelangte nach der Aufhebung des Klosters 1528 in bernischen Privatbesitz und gelangte im 17./18. Jahrhundert in die Berner Stadtbibliothek. (mit/san)

Online seit: 14.06.2018

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