St. Gallen, Stiftsbibliothek, Cod. Sang. 6
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Euw Anton von, Die St. Galler Buchkunst vom 8. bis zum Ende des 11. Jahrhunderts, Band I: Textband, St. Gallen 2008 (Monasterium Sancti Galli, Bd. 3), S. 304-305, Nr. 8.

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Handschriftentitel:
Entstehungsort: St. Gallen
Entstehungszeit: letztes Viertel d. 8. Jh.
Katalognummer: 8
Umfang: 230 pp.
Format: 25 x 18 cm
Lagenstruktur: Zumeist Quaternionen: 18-1 (p. 1-10), 22 (p. 11-14), 38 (p. 15-30), 48 (p. 31-46) usw.
Seiteneinrichtung: Schriftspiegel 19 x 15 cm, einspaltig zu 25 Zeilen.
Schrift und Hände: alemannische Minuskel mit offenem a u. g, wohl von einem Schreiber
Buchschmuck: Titel u. Inc. in Hohlcapitalis mit feiner Federzeichnung, bis p. 5 gefüllt mit Minium, Gelb u. Grün, pergamentaussparend, ebenso die Initialen, die nach p. 5 nur noch in Federzeichnung folgen.
Inhaltsangabe:
Inhalt u. Schmuck:
  • p. 2-161 I-II Par mit Prol.
    • p. 2 I(ncipit prefacio Paralypomenon secundum Hebreos), 7-zeilige Initiale mit Schnallen ohne Nieten, in der Mitte Treppenmuster, am unteren Ende austropfender Fortsatz,

    • S(i septuaginta interpretum), 5-zeilig, mit feinen Strichanhängseln

    • p. 5 oben: In nomine Di. summi (in Halbunziale, gelb schattiert),

    • T(rea sunt que continentur in hac genealogia), an den Enden kleine Knospen, im Schaft vor der Kreuzung mit dem Querbalken Flechtband mit Ring,

    • unten: Titel in Hohlcapitalis mit Initiale I(ncipit liber Paralipomenon), farbig, mit Binnenzeichnung

    • p. 6 A(dam, Seth)

  • p. 162-180 Tb mit Prol.

    p. 162 C(romatio)

  • p. 163 In Xpi. nomine incipit liber Tobiae

    T(obias es tribu), an den Enden des Querbalkens Tierköpfe

  • p. 181-207 Idt
    • (p. 181) Incipit liber Iudith

      A(rfaxat)

  • p. 208-225 Est
    • (p. 208) Incipit liber Hester (gewöhnliche Capitalis)
  • p. 226-230 Incpit actus sancti Martini

    p. 226 P(lerique), feine Hohlmajuskel.

Entstehung der Handschrift: Die Handschrift gehört zu den in der Abtszeit Werdos (784-812) fortgeschriebenen Bibelbänden (Sang. 40, 44 - Nr. 10, 11), mit denen auch Kirchenväterhss. wie Sang. 228 (Nr. 14) in Zusammenhang stehen. Der Initialstil zeigt Verwandtschaft zu Reichenauer Werken des frühen 9. Jh. (vgl. Aug. 81 u. 103 - Nr. 45 u. 48). Die Tierköpfe des T(obias) p. 163 finden sich vergleichbar am T(am) p. 216 in Sang. 228 (Nr. 14).
Bibliographie:
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