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Basel, Universitätsbibliothek, AN III 12
Pergament · 313 ff. · 23 x 16.2 cm · 8./9. Jahrhundert
Tetraevangelium
Dieses prächtig illuminierte Manuskript ist ein griechisches Tetraevangelium aus der italo-byzantinischen Tradition, das im 8. oder 9. Jahrhundert in einer biblischen Unziale geschrieben wurde. Einige Forscher haben eine Verbindung zwischen dem ungewöhnlichen Stil seiner Dekoration und der byzantinischen Kunst aus der Zeit der Ikonoklastenperiode einerseits sowie der Ästhetik von Kirchen und Artefakten aus der Zeit des byzantinischen Exarchats von Ravenna andererseits hergestellt. Im 15. Jahrhundert kaufte der Abgesandte des Basler Konzils, Johannes von Ragusa, den Codex in Konstantinopel und vermachte ihn nach seinem Tod den Dominikanern von Basel.
(mal)
Online seit: 2024-09-26
Basel, Universitätsbibliothek, F III 15a
Pergament · 32 ff. · 25 x 19 cm · 8. / 9. Jahrhundert
Isidorus Hispalensis · Bücherverzeichnis Kloster Fulda · Rezepte · Segen · astronomische Tafeln · Hieronymus
Einer der Isidor-Codices des Klosters Fulda, der dem Untergang entgangen ist, indem er im 16. Jh., noch vor der Verschleppung und Vernichtung der Bibliothek im 30-jährigen Krieg, nach Basel gelangte. Dort sollte er offenbar als mögliche Textvorlage für eine geplante Isidor-Ausgabe dienen. Der in Fulda Ende des 9. Jhs. entstandene Codex bewahrt noch seine karolingische Bindung in einen Pergamentumschlag. Neben Isidors Werken enthält er den ältesten Fuldaer Bibliothekskatalog, die althochdeutschen sogenannten Basler Rezepte sowie einen astronomisch-komputistischen Bilderzyklus.
(stu)
Online seit: 2017-06-22
Basel, Universitätsbibliothek, F III 15b
Pergament · 45 ff. · 26-27 × 19.5-21 cm · erste Hälfte des 8. Jahrhunderts / erstes Viertel des 9. Jahrhunderts
Ps. Isidorus Hispalensis, De ordine creaturarum . Vita Antigoni et s. Eupraxiae . Vita s. Goaris
Einer der Isidor-Codices des Klosters Fulda, der dem Untergang entgangen ist, indem er im 16. Jh., noch vor der Verschleppung und Vernichtung der Bibliothek im 30-jährigen Krieg, nach Basel gelangte. Dort sollte er offenbar als mögliche Textvorlage für eine geplante Isidor-Ausgabe dienen. In Fulda entstand er durch die Zusammenführung einer nordenglischen Handschrift des 8. Jahrhunderts mit einem festländisch-insularen, wohl in Fulda selbst geschriebenen Teil der ersten Hälfte des 9. Jahrhunderts. Der Codex bewahrt noch seine karolingische Bindung in einen Pergamentumschlag. Soweit die enthaltenen Texte kritisch ediert sind, zählt er zu den wichtigen Textzeugen.
(stb)
Online seit: 2013-12-13
Basel, Universitätsbibliothek, F III 15c
Pergament · 64 ff. · ca. 26-26.5 x 18-19 cm · zweite Hälfte des 8. Jahrhunderts - erstes Drittel des 9. Jahrhunderts
Isidorus Hispalensis . Ps. Basilius . Cyprianus Carthaginensis . Gregorius Magnus al.
Einer der Isidor-Codices des Klosters Fulda, der dem Untergang entgangen ist, indem er im 16. Jh., noch vor der Verschleppung und Vernichtung der Bibliothek im 30-jährigen Krieg, nach Basel gelangte. Dort sollte er offenbar als mögliche Textvorlage für eine geplante Isidor-Ausgabe dienen. Der Codex besteht aus mehreren Teilen. Eine deutsch angelsächsische Handschrift der 2. Hälfte des 8. Jhs. mit dem 2. Buch von Isidors Synonyma wurde im 1. Drittel des neunten Jahrhunderts, wahrscheinlich in Fulda, um das 1. Buch desselben Isidor-Werkes ergänzt. Dazu wurde schon früh eine Einheit mit Ps. Basilius, Admonitio ad filium spiritualem und verschiedenen Exzerpten gebunden, die in der Zeit um 800 vermutlich ebenfalls in Fulda geschrieben wurde.
(stb)
Online seit: 2015-03-19
Basel, Universitätsbibliothek, F III 15d
Pergament · 16 ff. · ca. 27.5 × 23.5-24 cm · 8. Jahrhundert
Isidorus iunior Hispalensis, De vitiis . Consentius, De barbarismis et metaplasmis . Victorinus, De soloecismo et barbarismo
Einer der Isidor- (bzw. Ps.-Isidor-)Codices des Klosters Fulda, der dem Untergang entgangen ist, indem er im 16. Jh., noch vor der Verschleppung und Vernichtung der Bibliothek des Klosters im 30-jährigen Krieg, nach Basel gelangte. Dort sollte er offenbar als mögliche Textvorlage für eine geplante Isidor-Ausgabe dienen. Er entstand im 8. Jh. in Irland und bewahrt offenbar noch die originale irische Bindung in einen Pergamentumschlag. Die Grammatik-Handschrift stellt für ihren Haupttext De vitiis. (linguae.), den sie einem Isidorus iunior. zuschreibt, den Codex unicus dar. Nach Meinung des Herausgebers dürfte der Text etwa um 500, vielleicht in Spanien, entstanden sein und ist eine der von Isidor benutzten Quellen für das erste Buch seiner Etymologiae.; auch für die weiteren enthaltenen Texte zählt er zu den überaus wenigen vorhandenen Textzeugen.
(stb)
Online seit: 2013-12-13
Basel, Universitätsbibliothek, F III 15f
Pergament · 13 ff. · 33-33.5 × 24.5-25.5 cm · erste Hälfte des 8. Jahrhunderts
Isidorus iunior Hispalensis, De natura rerum cum additamento De XII signis caeli
Einer der Isidor-Codices des Klosters Fulda, der dem Untergang entgangen ist, indem er im 16. Jh., noch vor der Verschleppung und Vernichtung der Bibliothek im 30-jährigen Krieg, nach Basel gelangte. Dort sollte er offenbar als mögliche Textvorlage für eine geplante Isidor-Ausgabe dienen. Er entstand im 8. Jh. in England und bewahrt noch seine Bindung des 8. oder 9. Jahrhunderts in einen Pergamentumschlag. Er zählt zu den wichtigsten Textzeugen von Isidors De natura rerum.
(stb)
Online seit: 2013-12-13
Basel, Universitätsbibliothek, F III 15l
Pergament · 20 ff. · 29,5-30 × 22-23 cm · erste Hälfte des 8. Jahrhunderts
Isidorus Hispalensis, Differentiarum liber . Gennadius Massiliensis, Definitio ecclesiasticarum dogmatum
Einer der Isidor-Codices des Klosters Fulda, der dem Untergang entgangen ist, indem er im 16. Jh., noch vor der Verschleppung und Vernichtung der Bibliothek im 30-jährigen Krieg, nach Basel gelangte. Dort sollte er offenbar als mögliche Textvorlage für eine geplante Isidor-Ausgabe dienen. Er entstand in der 1. Hälfte des 8. Jh. in England oder in einem angelsächsischen Zentrum auf dem Kontinent. Er bewahrt noch seine Bindung des 8. oder 9. Jahrhunderts in einen Pergamentumschlag und zählt zu den wichtigsten Textzeugen von Isidors Differentiarum liber.
(stb)
Online seit: 2015-06-25
Basel, Universitätsbibliothek, N I 6:71
Pergament · 2 ff. · 23.5 x 15 (?) cm · 8./9. Jahrhundert
Euporiston (Fragmente) / Theodorus Priscianus
Zwei aus einem Einband herausgelöste Blätter einer Handschrift in rätischer Minuskel mit dem eingerollten Balken des „t“, der als Kennzeichen dieser Schrift gilt. Die Handschrift ist ins 8./9. Jahrhundert zu datieren.
(gam/flr)
Online seit: 2015-06-25
Bern, Burgerbibliothek, Cod. 199
Pergament · 140 ff. · 28-29.5 x 23-24.5 cm · 8. Jahrhundert, 9. Jahrhundert und 9.-10. Jahrhundert
Gregorius Turonensis: Libri octo miraculorum; dazu: Evangelium Johannis (Fragmentum); Hieronymus: Vita sancti Pauli Thebaei.
Die Handschrift enthält das vollständige hagiographische Werk Gregors von Tours, bestehend aus acht Büchern an Heiligenbeschreibungen. Sie steht Gregors Autograph sehr nahe (Klasse 1a) und entstand im 9. Jahrhundert im Umkreis der Reimser Schreibschule. Hinzugebunden wurden zwei Blätter eines Johannesevangeliums in merowingischer Schrift sowie eine Vita des Paulus von Theben.
(mit)
Online seit: 2014-04-09
Bern, Burgerbibliothek, Cod. 207
Pergament · 197 ff. · 29.5-30 x 17-17.5 cm · Ende 8. Jh. / Anfang 9. Jh.
Corpus Grammaticorum Latinorum
Der mutmasslich in Fleury (St. Benoît-sur-Loire) entstandene Cod. 207 ist einer der wenigen und bei weitem reichste Vertreter einer Stilrichtung, die sich gegen Ende des 8. Jh. in Fleury herausgebildet hat; seine mit 3 Zierseiten und fast 140 Initialen überaus reiche und künstlerisch sehr hochstehende Ausstattung ist ein herausragedes Zeugnis für die schöpferische Weiterentwicklung, die der insularen Formensprache in kulturell hochstehenden Zentren des Kontinents zuteil geworden ist. Die 197 Blätter in Bern sowie 24 Blätter in Paris (BNF, lat. 7520) umfassende Handschrift ist die älteste Grammatikhandschrift aus Fleury; sie enthält ein frühmittelalterliches Corpus römischer Grammatiker des Altertums und des frühen Mittelalters: Beda, Donatus, Maximus Victorinus, Julianus Toletanus, Servius Honoratus, Asper minor, Sergius, Petrus Pisanus, Isidor sowie zahlreiche weitere anonyme Traktate und Exzerpte.
(mit)
Online seit: 2016-10-13
Bern, Burgerbibliothek, Cod. 258
Pergament · 192 ff. · 27.5 x 19.5-20 cm · zweite Hälfte des 9. Jahrhunderts
Glossae biblicae; Glossaria latina, lat.
Vermutlich in Fleury entstandene, aus zwei selbständigen Teilen bestehende Handschrift: Der erste Teil (f. 1-47) umfasst drei Kommentare zum Alten und zum Neuen Testament; der zweite Teil (f. 48-192) besteht aus insgesamt 14 Glossaren, die insgesamt etwa 25 000 Lemmata enthalten. Als Besonderheit der Handschrift finden sich in ihr verschiedene Entwicklungsstufen von Glossarien nebeneinander: Der erste Teil repräsentiert eine frühere Stufe, mit Worterklärungen in der Reihenfolge des Quelltextes, die zudem altenglische und althochdeutsche Glossen enthalten. Im zweiten Teil finden sich dann bereits die weiter entwickelten Glossare mit alphabetisch geordneten Stichwörtern zu einzelnen Autoren oder bestimmten Themen.
(mit)
Online seit: 2016-06-23
Bern, Burgerbibliothek, Cod. 611
Pergament · 153 ff. · 18-19 x 14-14.5 cm · 1. Drittel 8. Jahrhundert (Palimpseste 5. und 7. Jahrhundert)
Sammelband: Merowingische Exzerpte aus grammatikalischen, patristischen, komputistischen und medizinischen Schriften
Die in Bourges entstandene merowingische Sammelhandschrift ist aus ursprünglich sechs selbständigen Teilen zusammengesetzt, die von verschiedenen, oft nicht sehr geübten Händen in verschiedenen Etappen geschrieben wurden. Bei den knapp dreissig Einzelstücken handelt es sich mehrheitlich um Texte aus grammatikalischen, patristischen, komputistischen und medizinischen Schriften. Die längeren Stücke sind unterbrochen von zahlreichen weiteren Exzerpten, die teilweise auch in Tironischen Noten verfasst sind. Vom nur unvollständig erhaltenen dritten Teil befindet sich heute ein Quaternio in Paris (BN lat. 10756). Eine Besonderheit stellt der Palimpsest im fünften Teil dar, dessen darunterliegenden Texte vermutlich im 7. Jh. bzw. in der zweiten Hälfte des 5. Jh. in Italien entstanden sind.
(mit)
Online seit: 2016-03-17
Bern, Burgerbibliothek, Cod. 756.71
Pergament · 2 ff. · 26.5 x 33.5/31.5 cm · frühes 9. Jahrhundert
Biblia latina: Vulgata, recensio Alcuini (Fragment)
Reste einer Alkuinbibel aus dem Dominikanerkloster Bern, die um 1495 durch den Buchbinder Johannes Vatter als Spiegelblätter verschiedener heute in Bern und Solothurn befindlicher Inkunabeln verwendet wurden. Nach Aufhebung des Klosters 1528 gelangte der Trägerband (MUE Inc. III.15, Bd. 1) vielleicht mit dem Büchervermächtnis des Venners Jürg Schöni 1534 in den Besitz der Berner Bibliothek. Um 1945 wurden die Fragmente durch Johannes Lindt aus den Trägerbänden abgelöst. Zusammenführung der Fragmente: [sine loco], codices restituti, Cod. 5 (Biblia latina).
(mit)
Online seit: 2019-12-12
Bern, Burgerbibliothek, Cod. A 91.8
Pergament · 5 ff. · 30 x 21.5 cm · Anfang 8. Jahrhundert
Augustinus: De genesi ad litteram (Fragment)
Doppelblatt und 3 Fragmente eines weiteren Doppelblattes einer möglicherweise in Luxeuil entstandenen Unzialhandschrift von Augustins De genesi ad litteram, von der weitere Teile in Paris, BnF lat. 9377 identifiziert wurden. Die Handschrift gelangte 1632 aus dem Besitz von Jacques Bongars nach Bern. Zur Zeit von Hermann Hagen (um 1870) wurden die Fragmente, die ursprünglich als f. 1–2 und 227–229 in Cod. 224 (Sammelband mit Isidor-Texten) eingebunden waren, abgelöst und separat aufgestellt; sie erhielten 1944 durch Johann Lindt einen neuen Einband.
(mit)
Online seit: 2020-06-18
Bern, Burgerbibliothek, Cod. A 92.20
Pergament · 2 ff. · 19.5 x 13.5 cm · 8./9. Jahrhundert
Isidorus: De natura rerum (Fragment)
2 Blätter einer vermutlich in der Loire-Gegend entstandenen Handschrift mit Isidors De natura rerum. Das zweite Blatt enthält eine sorgfältig gezeichnete und illuminierte Windkarte mit den lateinischen und griechischen Namen der Winde. Das Fragment gelangte 1632 aus dem Besitz von Jacques Bongars nach Bern.
(mit)
Online seit: 2021-07-12
Bern, Burgerbibliothek, Cod. A 92.23
Pergament · 4 ff. · 25.5 x 21 cm · wohl 1. Drittel 9. Jahrhundert
Phocas: Ars de nomine et verbo; Auszüge aus Priscianus: Institutiones grammaticae; Marcus Casinensis: Carmen de S. Benedicto (Fragment)
2 Doppelblätter aus einer Handschrift aus Fleury; sie enthielt neben der Grammatik des Phocas Auszüge aus Priscianus sowie ein Gedicht auf den Heiligen Benedikt. Das Fragment gelangte 1632 aus dem Besitz von Jacques Bongars nach Bern.
(mit)
Online seit: 2021-07-12
Bern, Burgerbibliothek, Cod. AA 90.23
Pergament · 1 f. · 32 x 21 cm · 8./9. Jahrhundert
Isidorus: Etymologiae (Fragment)
Einzelblatt aus einer wohl in Tours entstandenen Handschrift der Etymologiae Isidors. Das Fragment gelangte 1632 aus dem Besitz von Jacques Bongars nach Bern.
(mit)
Online seit: 2021-07-12
Bern, Burgerbibliothek, Cod. AA 90.26
Pergament · 5 ff. · 23 x 18 cm · 2. Hälfte 9. Jahrhundert
Beda: De orthographia (Fragment)
2 Doppelblätter und 1 Einzelblatt einer möglicherweise in Nordfrankreich entstandenen Handschrift mit Bedas De orthographia und vielleicht Texten von Cassiodor. Das Fragment gelangte 1632 aus dem Besitz von Jacques Bongars nach Bern.
(mit)
Online seit: 2021-07-12
Einsiedeln, Stiftsbibliothek, Codex 18(576)
Pergament · 336 pp. · 21.2 x 16 cm · 8./9. Jh.
Adelpertus, Commentarius in Psalmos LXX priores . Adhortationes Sanctorum Patrum
Der Kommentar zu den ersten 70 Psalmen von Adelpertus mit einer Auswahl von Sprüchen von Kirchenvätern im Schlussteil wurde am Ende des 8. Jahrhunderts wahrscheinlich in Oberitalien in einer vorkarolingischen Minuskel geschrieben. Die beiden fehlenden Blätter am Schluss sind in der Fragmentensammlung Einsiedeln, Stiftsbibliothek, 370, IV, Bl. 18-19 erhalten.
(ber)
Online seit: 2013-12-13
Einsiedeln, Stiftsbibliothek, Codex 27(1195)
Pergament · 140 ff. · 15.5 x 9.5 cm · 8./9. Jh. / 9. Jh. (2. Drittel)
Ascetica
Die Handschrift besteht aus zwei Teilen und enthält verschiedene Texte asketischen Inhalts. Der erste Teil (1-24) ist von verschiedenen ungeübten Händen in einer Minuskel mit rätischem Einfluss geschrieben worden, die ins 8./9. Jh. datierbar und in einem Skriptorium Oberitaliens oder der Schweiz zu lokalisieren ist. Der zweite Teil (25-140) wird ins zweite Drittel des 9. Jhs. datiert.
(ber)
Online seit: 2013-04-23